Royal Disasters

GeschichteAllgemein / P16
Divya Katdare Dr. Henry "Hank" Lawson Eddie R. Lawson Evan R. Lawson Jill Casey Tucker Bryant
23.06.2011
17.10.2012
27
67057
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Titel: Royal Disasters
Autorinnen: Royal Chicks
Genre: Dramedy
Rating: P16
Inhalt:Nicht nur in den Hamptons geht es drunter und drüber, nein auch bei Hank's Vater gibt es so einige Probleme. Hank und Evan's kleine Schwester Alexis schmeißt ihre Ausbildung und hält sich auch sonst nie an Regeln. Nach einem großen Streit mit ihrem Vater, flüchtet sie zu ihren Brüdern unter dem Vorwand, ihr Vater habe sie geschickt. Nun ist das Lawson-Trio wieder vollzählig und die Katastrophen nehmen ihren Lauf.
Titelbild: RD
Kapitel: 1 / 26
Reviewantwort: Ja, per Mail
Disclaimer: Die in dieser Geschichte als Vorlage verwendeten Rollen mit den dazugehörigen Charakterzügen gehören nicht uns, nur dem Schöpfer selbst und wir wollen ihm mit dieser Fanfiction in keinem Fall zu Nahe treten oder etwas unterstellen, geschweige denn verletzen.

Vorwort: Liebe Leser, wir begrüßen euch herzlich zu unserer Royal Pains FF. Da wir uns erst an einem Two-Shot zu der Serie versucht haben, um festzustellen, ob die neue Serie uns liegt, beschlossen wir eine FF hinterher zu schreibem, da uns der Two-Shot eben schon eine Menge Spaß bereitet hat.
Neben den Hauptpersonen der Serie agieren zusätzlich noch zwei neue Charakter, die für viel Schwung und Witz sorgen, aber natürlich bleiben die Katastrophen und das dazugehörige Drama nicht aus. (;


__________________________________


Kapitel 1 - Flucht in die Hamptons



„Was soll das heißen, du hast abgebrochen?“ Eine lautstarke Stimme schallte durch die ruhige Allee eines kleinen, besinnlichen Städtchens in den USA. Ein lauer Luftzug fuhr durch die Bäume, die sanft im Wind umher schwangen und sich nicht durch die wütenden Laute des aufgebrachten Vaters irritieren ließen.

„Ich hatte eben keinen Bock mehr.“ So als wäre es das normalste von der Welt saß ein Mädchen auf einem Stuhl und feilte sich desinteressiert ihre Fingernägel. Ihre Haare hingen bis über den Rücken wellig hinab, während ihr Stufenschnitt, das etwas rundlichere Gesicht perfekt in Form setzte.
„Alexis, das war deine Ausbildung! Der Ausblick deiner Zukunft, du kannst doch nicht einfach damit aufhören, nur weil es mal nicht so läuft, wie du es gerne hättest!“
Die Braunhaarige zuckte mit den Schultern: „Der Beruf liegt mir eben nicht.“
„Das hättest du vorher entscheiden können!? Und was machst du jetzt? Zu Hause sitzen? Arbeitslosengeld beantragen oder wie sieht dein Plan aus?!“, schimpfte der aufgebrachte Mann.
„Mal sehen!“, erwiderte sie, doch bemerkte die Zornesfalte auf der Stirn ihres Vaters, woraufhin sie aufsprang und nach ihrer Jacke griff.
„Geh mir bloß aus den Augen!“, fuhr er sie wutentbrannt an und deutete mit seiner Hand zur Tür, um sie anzuweisen, dass sie verschwinden sollte.
Noch einmal drehte sich Alexis zu ihm um, fixierte ihn vorwurfsvoll und knallte dann den Eingang hinter sich zu.
„Dieses Mädchen macht mich noch verrückt.“ Erschöpft rieb er sich über sein Gesicht und ließ sich dann auf einen Stuhl fallen. Sie war ja noch nie ein einfaches Kind gewesen, doch nun überspannte sie den Bogen so weit, dass er sie am liebsten vor die Tür setzen würde, doch sie war trotz allem seine Tochter, um die er sich kümmern musste. Auch wenn sie schon 19 war, doch auf eigenen Beinen stehen, konnte sie noch lange nicht. Der Vater des Mädchens war kein Mann der großen Worte, er konnte seiner Tochter noch nie Zuneigung und Liebe zeigen, dabei merkte er, wie dringend sie diese nötig hatte.

Die 19-Jährige hatte sich ihre schwarze Lederjacke um den Körper gelegt und seufzte. Jetzt musste sie mal wieder die Zeit irgendwo totschlagen und herum sitzen. Etwas deprimiert setzte sie sich auf eine Bank und zog aus ihrer Hosentasche eine Zigarettenschachtel, als ihr jedoch bewusst wurde, dass diese bereits leer war, feuerte Alexis sie energisch auf den Boden. Zu allem Übel herrschte auch noch in ihrem Geldbeutel Ebbe, dadurch war es für sie unmöglich neue zu kaufen.
„Super“, stöhnte sie auf und griff nach ihrem Handy, wodurch ihr auffiel, dass sie eine neue Nachricht bekommen hatte, die sie sogleich öffnete.
--„Hallo Schwesterherz,
lange nichts mehr von dir gehört! Was treibst du so und wie läuft es mit der Ausbildung?
Hank und ich vermissen dich sehr und würden dich gerne wiedersehen,
Evan“--

Alexis verdrehte die Augen, doch sogleich stieg ihr eine Idee in den Kopf. Grinsend schaute sie sich noch einmal die Kurzmitteilung an und schmunzelte. Wenn ihre Brüder sie schon gerne wieder sehen wollten, dann konnten sie das haben. Und schuld war dann natürlich wie immer der mittlere Sohn des Hauses Lawson, da er sie „eingeladen“ hatte.
„Jetzt muss ich nur noch ein paar Vorbereitungen treffen“, sagte sie zu sich selbst und überlegte, wie sie das am schnellsten hinbekommen könnte. Sie müsste nach Hause, ihre Sachen zusammen packen und ihrem Vater Geld stehlen, damit sie sich einen Flug leisten konnte. Schwierige Sache, da sie sich ja heute nicht mehr zu Hause blicken lassen durfte.
Zu allem Ärgernis zogen sich nun auch noch dunkle Wolken über der kleinen Stadt zusammen, was dazu führte, dass es in wenigen Minuten zu regnen anfangen konnte.
Fluchend begab sie sich auf den Weg zu einem Lokal, in dem sie jedoch abgewiesen wurde, weil sie kein Geld hatte.
Alexis richtete ihren Blick nach oben und spürte schon die ersten Regentropfen auf ihrer Haut. Wo sollte sie denn jetzt hin? Zu einem ihrer Freunde wollte sie nicht, da sie sich mit den meisten sowieso gestritten hatte, aus irgendwelchen diffusen Gründen.
„Ach mir doch jetzt egal!“, sagte sie entschlossen und marschierte schnellen Schrittes nach Hause. Die Jacke hatte sie über den Kopf gezogen, damit ihr langes, braunes Haar nicht allzu nass wurde, bevor sie in der Wohnung ankam, in der sich ihr Vater immer noch aufgebracht aufhielt.
Fraglich war nur, wie sie unbemerkt ins Haus eindringen konnte, deshalb schlich sie sich durch den Garten und blieb direkt vor ihrem Zimmer stehen, so konnte sie sicherlich in das geöffnete Fenster steigen, doch dies gestaltete sich schwieriger als vermutet, denn die Sportlichste war Alexis mit Sicherheit nicht, auch die Modelmaße wies sie nicht auf. Die Braunhaarige war keinesfalls dick oder sogar fett, sie war nur etwas kleiner und dadurch wirkte sie nicht so schlank wie manch andere Mädchen.
Mit Mühe und Not zog sich die 19-Jährige hinauf, wollte einen Fuß auf dem Fensterbrett abstützen, doch rutschte durch den Regen, der sich mittlerweile in Strömen ergoss, wieder weg und prallte direkt auf den Boden.
„Aua!“, beschwerte sie sich und rieb sich den Kopf, mit dem sie aufgeschlagen war, während sie versuchte wieder auf die Beine zu kommen.  
„Das kann doch nicht so schwer sein!“, redete sie sich ein, aber recht überzeugend klang sie nicht und auch ihre Versuche diese Hürde zu bezwingen scheiterten jedes Mal auf's neue.
Die 19-Jährige ließ ihren Blick im Garten umher schweifen und entdeckte einen Blumentopf, den sie sich genauer besah und feststellen musste, dass er wohl stabil genug für sie sein musste. Sie kippte die Blumen, die darin gepflanzt wurden, heraus und platzierte den Topf direkt unter dem Fenster, so konnte sie mit Leichtigkeit in ihr Zimmer gelangen.
„Schön trocken hier!“, atmete sie erleichtert aus und musste aufpassen sich nicht zu laut zu verhalten, doch als sie ihren Koffer, der sich ganz oben im Schrank befand, hervor holen wollte und dabei hinunter fiel, erzeugte dies einen lauten Aufschlag.
Als sie bereits die polternden Schritte ihres Vaters vernahm, zuckte sie kurz zusammen.
„Da bist du ja doch wieder!“, schimpfte er schon, ehe er überhaupt die Tür zu ihrem Zimmer geöffnet hatte.
Alexis zog sich hinter ihr Bett zurück und versuchte so sicher und stark wie möglich zu wirken.
Er riss verbittert die Tür auf und blickte abwertend auf seine Tochter.
„Ich will, dass du diesen Abbruch rückgängig machst! Entschuldige dich und sag, dass es dir nicht gut ging! Die geben dir sicher noch eine Chance!“
„Ich will da aber nicht mehr hin!“, verteidigte sich die 19-Jährige energisch.
„Und ob du da wieder hin gehst, denn ansonsten wird das Leben hier ziemlich schwierig für dich!“
„Und wenn schon!“
Plötzlich fiel der Blick des Vaters auf den Koffer: „Willst du etwa verreisen?“
„Und wenn dann würde es dich sowieso nichts angehen!“ Trotzig verschränkte sie die Arme und wandte sich von ihm ab.
„Mit welchem Geld denn?! Du wirst gefälligst hier bleiben und dein Leben in den Griff bekommen!“
„Du kannst mir gar nichts vorschreiben, ich bin volljährig!“
„Und zu nichts hast du es bis jetzt gebracht! Sieh dich doch an, du bist 19 und hast keinen Plan vom Leben!“
Das musste sie sich nicht länger bieten lassen! Sie war zwar nicht wirklich das was man heutzutage erfolgreich nennen konnte, aber trotzdem hatte ihre Vater keinesfalls das Recht sie als 'Loser' darzustellen. Überstürzt ging sie auf ihn zu, ließ eine Hand geschickt in seine Hosentasche gleiten und entwendete so das Portemonnaie.
„Wo willst du hin?“
„Raus hier!“, polterte sie antwortend und richtete ihren Blick mechanisch nach vorne. Ihre Beine wurden immer schneller und sie joggte beinahe nach draußen, wo mittlerweile sogar ein Gewitter aufgezogen war, doch auf das konnte Alexis jetzt keine Rücksicht nehmen, sie wollte sich so ein Gerede nicht länger anhören. Mit einem lauten Knall zog sie die Tür zu und stieß einen zornigen Laut aus, da sie nun im Regen und im Gewitter stand, doch es nach ein paar Schritten gekonnt ignorierte. Dass die Braunhaarige, wenn sie nach oben schaute die Blitze sehen konnte, stachelte sie nur noch mehr an fort zu gehen. Dieses Haus wollte sie nie wieder betreten und auf so einen Vater konnte sie verzichten. Er hatte sie noch nie unterstützt oder war für sie eingetreten. Lediglich gab er ihr Essen und Trinken, auch manchmal war Taschengeld drin, aber ansonsten hatte er seine Pflichten als Erziehungsperson völlig schleifen lassen.
Die 19-Jährige peilte ein kleines Geschäft an, das in der Hauptstraße lag, um sich dort unterzustellen und neue Pläne zu schmieden, wie sie es nun am besten anstellte, ohne Kleidung zu ihren Brüdern in die Hamptons zu kommen. Langsam ließ sie sich der Mauer entlang nach unten gleiten und schloss den Reißverschluss ihrer Lederjacke, ehe sie sich durch ihr Haar fuhr, welches sie hinter ihre Ohren strich. Mit durch die Kälte zittrigen Händen, öffnete sie den Geldbeutel ihres Vaters. Er hatte 200 Dollar und ein paar einzelne Münzen darin, damit konnte man recht weit kommen, zumindest würde es für den Flug in die Hamptons und das Taxi reichen. In Ihrem Portemonnaie befand sich zum Glück ihr Reisepass und der Personalausweis, damit sie auch fliegen konnte. Kurzerhand holte sie ihr Handy aus ihrer Hosentasche und rief nach einem Taxi, welches sie schnellstmöglich zum Flughafen bringen sollte.
Als nach zehn Minuten endlich ein gelbes Auto eintraf, stieg die durchnässte 19-Jährige ein und war froh im Trockenen zu sein. Außerdem war es im dem Taxi schön warm und sie konnte durch das Fenster erkennen, dass es immer noch in Strömen regnete. Wieso musste der Streit gerade an so einem Tag so eskalieren?

Die Fahrt zum nächstgelegenen Flughafen war nicht sehr weit, doch trotzdem verlangte der Fahrer eine Menge Geld, deshalb musste Alexis einem Geldproblem erneut ins Auge blicken.
„Könnten Sie auch eine Rechnung schicken?“; erkundigte sie sich dann und hoffte inständig, dass diese Möglichkeit bestünde.
„Ja, kann ich. Wie ist die Adresse?“
Die Braunhaarige notierte die Anschrift ihres Vaters und stieg selig grinsend aus. So hatte sie ihm gleich noch ein kleines 'Abschiedsgeschenk' beschert.
Immer noch mit einem fröhlichen Gesichtsausdruck bestückt, schlenderte sie zur Rezeption und erkundigte sich über sämtliche Flüge. Lexi hatte so großes Glück, denn einige Plätze waren in einer Maschine, die in zwei Stunden startete noch zu vergeben und daher griff sie schnell zu und sicherte sich ein Ticket.
Wartend saß sie zwischen den Stühlen und beobachtete die Menschenmenge, die aus jeder Ecke strömte. Als sie ein junges Mädchen mit einer dicken Brille und niedlichen Zöpfen entdeckte, verzog sie angewidert das Gesicht.
„Blöde Streberin!“, vermutete sie und ließ ihren Gedanken freien Lauf. Sie war froh nicht so ein braves Mädchen geworden zu sein, denn da wäre das Leben viel zu langweilig geworden.

Als sie die zwei Stunden dort verbrachte, dachte die junge Frau viel über ihr Leben nach und wie es wohl jetzt alles laufen würde, schließlich begann nun ein völlig neues Leben in den Hamptons bei Hank und Evan. Ob sie sich wohl sehr über ihren Besuch freuten?
Gedankenverloren stieg sie in den Flieger und ließ sich auf ihrem Sitz fallen, der direkt am Fenster lag. Am meisten freute sich die 19-Jährige auf ihren Bruder Evan, sie war ihm schon immer sehr ähnlich, wobei sie keinerlei Eigenschaften oder gar Interessen mit ihrem ältesten Bruder Hank teilte. Dieser war ehrgeizig und immer korrekt und gerecht, die schönen Seiten des tristen Alltags kannte dieser noch gar nicht. Aber vielleicht hatte ihn das Leben in den Hamptons, im Luxus zwischen vielen hübschen Frauen etwas verändert und lockerer gestimmt.


„Ich hab Lexi heute übrigens eine SMS geschickt“, berichtete Evan, lehnte an der Küchentheke und nagte an einem Apfel.
„Ahja, und was hast du geschrieben?“, erkundigte sich der Älteste und blätterte in der Zeitung.
„Na, dass wir sie vermissen und wie es so läuft. Geantwortet hat sie bis jetzt noch -“
Er brach ab, als plötzlich die Tür, die Evan vergessen hatte abzuschließen, aufging und Lexi davor stand: „Da bin ich!“
Evan konnte es nicht fassen und ließ vor Schreck seinen Apfel zu Boden fallen. Hank dagegen sah schockiert von seiner Zeitung auf und zeigte keine Regung.
„Du hast doch geschrieben, dass ihr mich vermisst, also – hier bin ich!“, lächelte sie verschmitzt und amüsierte sich über die perplexen Gesichter ihrer Brüder.
„Das war doch nicht so gemeint, dass du gleich kommen sollst...“; murmelte das mittlere Kind stammelnd. Mit dem hatten die beiden Ältesten nun wirklich nicht gerechnet, dass Alexis noch spät am Abend vor der Tür stand.
Review schreiben