♥ _Stagger_ ♥

von Ecko
GeschichteRomanze / P12
Dewey Francis Hal Lois Malcolm Reese
22.06.2011
17.07.2011
7
15.584
 
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22.06.2011 2.011
 
Hey, das ist meine erste Geschichte in dieser Kategorie.
Ich hoffe, sie ist gut. (:
Der Titel ist englisch und bedeutet 'Taumeln'... ich finde, er passt ganz gut zu der Geschichte :D
Ich werde noch ein Bild der Hauptfigur zeichnen und wenn ich damit fertig bin, stelle ich es zusammen mit dem 2. Kapitel online. [:
Ach ja, alles was Skys innere Stimme sagt, ist kursiv geschrieben


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Prolog:
Ich werde vom Pech verfolgt...
Kein Witz. Ist wirklich so. Ich weiß nicht warum oder was ich falsch gemacht habe, aber seit ich denken kann, habe ich noch mehr Pech als jeder andere. Ich kanns sogar beweisen!

Mit zehn habe ich meine beiden Eltern verloren. Als ich drei wurde, war meine Mutter schon lange krank gewesen. Mein Vater brachte sich nach ihrem Tod um. Und da stand ich dann. Mit meinen unschuldigen zehn Jahren. Ganz allein. Plötzlich im Waisenhaus. Mit elf war ich eine Art Boxsack für dreizehnjährige und mit zwölf war ich Stammgast im Krankenhaus. Ich glaube, ich könnte einen Rekord an verschiedenen Knochenbrüchen aufstellen.
Als ich dann vierzehn war, wurde ich adoptiert. Ich dachte, dass nun alles besser werden würde, doch da hatte ich mich ja wohl mal total verschätzt. Meine Adoptivfamilie entpuppte sich nämlich als ein Verbrecherpaar, dass mich als Tarnung einsetzten wollte, doch ich verschone euch mit Details. Auf jeden Fall lag ich danach ziemlich lange im Krankenhaus, dort traf ich dann auch Malcolm. Ich lag eine Weile lang auf der selben Station wie er, da sei Bruder ihn versucht hat mit einer Rakete ins All zu schicken.
Mit sechzehn traf ich Malcolm wieder, da ich in die selbe Klasse kam wie er. Jaja, jetzt kommts gleich wieder... diese Fragen 'Geht Malcolm nicht in eine Hochbegabtenklasse? Bist du dann auch hochbegabt?' Ich würde nicht 'hochbegabt' sagten, sondern eher 'nicht total dumm'.
Von mir aus, ich habe einen IQ von 187, aber das lassen wir jetzt mal außen vor.
Jetzt bin ich sechzehn und bisher hatte mein Leben nur Nieten und Pleiten für mich parat, doch ich wusste ja nicht, wie schnell sich sowas ändern konnte.

Ich bin für meine sechzehn Jahre ziemlich schmächtig. Eigentlich sehe ich ganz gewöhnlich aus. Mittellange schwarze Haare und Augen mit der selben Farbe. Meine Hautfarbe ist etwas olivfarben und alle sagen, dass das gut zu mir passen würde. Ich bin weder groß noch klein nur etwas dürr, da ich noch nie wirklich Gefallen am Essen gefunden habe. Und hier im Heim, wo ich jetzt wieder wohne, ist die Küche nicht gerade mit einem vier Sterne Koch gesegnet.
Eigentlich weiß ich nicht genau, ob ich ich wieder in eine neue Familie kommen möchte, da die letzte nun wirklich eine Enttäuschung war. Aber ich bin auch nicht zuversichtlich, was eine Adoption angeht. Mit sechzehn wird man nicht mehr adoptiert.

Naja, jetzt will ich eigentlich nicht weiter mit Nebensächlichkeiten aufhalten und meine Geschichte endlich beginnen, aber eins möchte ich noch sagen. Es ist sozusagend mein Motto.

„Sarkasmus ist die intelligente Form von Humor!“


ª Adoption ª


Mai 2005 (Freitag):
Sicht des allwissenden Erzählers:
„Warum nochmal machen wir das, Schatz?“, fragte Hal seine Frau und starrte stur durch die Windschutzscheibe.
„Weil ich schon immer eine Tochter haben wollte...“, meinte Lois gelassen.
„Aber wir müssen doch nicht gleich eine adoptieren!“
„Nach Jamie ist  mir klar geworden, dass es sinnlos ist.“
„Ja, aber wie alt soll sie denn sein?“
„Hm... also die Pubertätsphase mach ich nicht nochmal mit, als ungefähr so alt wie Malcolm oder Reese.“, antwortete Lois fest.
Hel seufzte gequält auf.
„Also ob wir nicht schon genug Platzmangel hätten. Wo willst du sie denn noch unterbringen?“
„Ach, darüber hab ich schon nachgedacht. Wir stellen den Jungs einfach noch ein Bett rein, das wird ganz herzallerliebst!“, freute sich Lois.
„Ist... ist das dein Ernst? Das willst du dem armen Ding antun? Da drin sind zwei Jungs, die gerade ihren Körper ganz neu entdecken. Wenn du denen ein Mädchen gibst, dann bist du bald nicht nur sechsfache Mutter sondern auch bald Oma.“, regte sich Hal auf.
„Jetzt sieh das doch mal locker. Reese und Malcolm sind zwei durchaus vernünftige Burschen, die würden ihr bestimmt niemals etwas antun.“, lächelte Lois glücklich, „Schau mal, das da vorne ist es!“
Hal fuhr die Auffahrt hoch und parkte auf den ausgestorben wirkendem Parkplatz. Die beiden stiegen aus dem Auto aus. Hal hielt das alles immer noch für eine miese Idee, doch wenn Lois sogar schon an die Vernunft ihrer Söhne appellierte, dann musste es ihr wohl sehr wichtig sein.

Zusammen schritten sie zudem großen Haus, das nicht gerade modern aussah. Sie betraten eine große Empfangshalle, die fast vollkommen leer war. Eine dicke genervt aussehende Frau stand am Fuße einer Treppe, die in der Mitte der Halle nach oben führte.
„Guten Tag und Willkommen im Grey's Kinderwaisenhaus für Waisen.“, sagte sie monoton.
Egal, wie in sich schlüssig der Name auch war, Lois lächelte.
„Einen schönen guten Tag, wir hatten einen Termin.“, sagte sie gefasst.
„Kommen sie einfach mit!“, die Frau sah so unmotiviert aus und sie kaute nebenbei auch noch Kaugummi.
Von ihr war Lois auf jeden Fall nicht so angetan. Doch sie folgte ihr trotzdem die Treppe nach oben. Die Stufen knarrten unheilvoll. Oben angekommen folgten sie ihr durch einen Flur, bis sie vor einer Tür stehen blieben. Die Frau öffnete sie mit den Worten: „Das hier sind alle Mädchen aus unserem Heim. Wenn sie sich für eins entschieden haben, dann folgen sie der netten Dame ins Büro und füllen die Unterlagen aus!“
Sie wies auf eine Frau, die im Raum stand. Eigentlich stand sie direkt neben einer Reihe von Mädchen, die sich dort aufgestellt hatten. Sie lächelten alle ihr liebstes Lächeln und hatten den Kopf um exakt 45° zur Seite geneigt. Die meisten hatten einen Pferdeschwanz, Rattenschwänzchen oder ein Haarband.
Es waren alle Haarfarben vertreten. Von schwarz bis hellrot war alles vorhanden. Sie trugen alle eine Tracht, die wohl im Waisenhaus üblich war. Eine weiße Bluse mit einem hellblauen Strickjäckchen drüber und einen mittellangen Rock in der selben Farbe.
Lois runzelte die Stirn. So brave Kinder hatte sie noch nie erlebt und sie sahen alle so nett aus. Doch es war nicht die richtige dabei. Plötzlich fiel noch ein Mädchen auf, dass an einer Wand in dem Raum kniete und ihre Stirn gegen diese presste. Sie hatte rabenschwarzes Haar und trug nicht wie die anderen einen Rock sondern eine Jeans. Sie hatte auch auf die Bluse verzichtet und ein einfaches weißes T-Shirt an. Sie wandte sich der älteren Frau zu und fragte: „Wer ist den das dort?“
gleichzeitig wies sie auf das Mädchen an der Wand.
„Oh, das dort, das ist Sky.“, sie wedelte abwertend mit der Hand, „Sie steht in der Ich-Schäme-Mich-Ecke, weil sie ihre Tracht nicht tragen will.“
Die Frau klang angewidert, doch Lois wusste, dass dieses Mädchen das war, dass sie haben wollte.
„Steh doch mal auf Sky!“, forderte Lois sie freundlich auf.
Das Mädchen stütze sich an der Wand ab und kam langsam auf die Beine. Dann kam sie langsam auf die Eltern zu und begrüßte sie freundlich.
„Hallo, mein Name ist Sky, ich bin sechzehn und seit sechs Jahren in diesem Heim. Ich mag gerne singen, zeichnen und lachen. Ich habe mir schon immer eine nette Familie gewünscht, mit der ich Ausflüge machen kann und die mich alle lieb haben. Ich habe auch nichts dagegen Geschwister zu bekommen, weil ich gerne einen Bruder oder eine Schwester hätte.“, sagte sie etwas steif.
Der Text klang als wäre er einstudiert worden, aber um Lois war es einfach gesehen. Sie wandte sich an ihren Mann.
„Oh Hal, wir müssen ihr einfach helfen. Dieses Arme unterdrückte Wesen, sie darf hier ja nicht mal anziehen, was ihr gefällt. Und hast du gehört, sie hat nichts gegen Geschwister, sie wünscht sich sogar Brüder.“, rief sie glücklich.
„Ach, ich weiß nicht...“, meinte der jetzt schon fünffache Vater.
Doch dann machte er einen großen Fehler und schaute Sky in die Augen. Dieser liebenswürdige Hundeblick, diese dunklen Augen. Sie lächelte schüchtern und so war es auch um Hal geschehen.
„Na von mir aus, wenn es dich glücklich macht.“, sagte er lächelnd zu Lois und strich ihr über den Rücken.
Sky lächelte die beiden an. Die Frau durchbrach diesen Moment und sagte zu Sky, dass sie ihre Sachen holen sollte und zu dem glücklichen Ehepaar meinte sie, dass sie ihr ins Büro folgen sollten.

Nach zwei Stunden langem und anstrengendem Ausfüllen irgendwelcher Formulare, hielten sie schließlich stolz ihre Adoptionsurkunde in der Hand. Sky trafen sie unten an der Treppe. Sie hatten erfahren, dass ihr eigentlicher Nachname Rave war, doch der hatte sich ja nun durch die Adoption geändert.
„Schau dir das an! Hier steht, dass du nun offiziell ein Mitglied in unserer Familie bist.“, freute sich Lois und auch Hal lächelte.
Er hatte erfahren, wie klug Sky war und wie begabt sie in der Schule war. Sie würde ihn bestimmt mit Stolz erfüllen. Doch das war natürlich nicht der Grund, warum er sie adoptieren wollte. Er wusste, dass er damit die Vaterrolle übernahm und sie genauso lieben lehren sollte, wie er seine anderen Kinder liebte. Lois hatte wie es aussah schon damit angefangen, doch erstmal musste die Probezeit überstanden werden. Dann würde sich herausstellen, ob sie eine gute Erweiterung für die Familie war oder nicht.
Sky hatte eine große Umhängetasche über die Schulter geschwungen. Obwohl sie ziemlich mager wirkte, konnte sie sie tragen. Sie war offensichtlich nicht sehr schwer.
„Ist das alles war du hast?“, fragte Lois sie erstaunt.
„Oh, wissen Sie, wenn man in einem Waisenhaus lebt, versucht man immer möglichst wenig Sachen zu besitzen, da man immer davon ausgeht, dass man vielleicht schnell umziehen muss.“, lachte sie.
„Du musst uns doch nicht siezen! Sag einfach Mum und Das zu uns.“, beteiligte sich nun auch noch Hal am Gespräch, während er die Tasche in den Kofferraum stellte.
Sky hielt inne.
„Wie... wie in einer richtigen Familie?“, fragte sie und die sah aus, als würde sie mit den Tränen kämpfen.
„Ja, wir sind ab heute eine Familie!“, schluchzte Lois und schloss Sky in ihre Arme.
Als sie wieder losgelassen wurde, grinste Sky in sich hinein. Die Nummer Zieht immer noch! Kurz darauf saßen sie im Auto und fuhren die Strecke zu dem neuen Zuhause des Mädchens. Sie war schon ziemlich aufgeregt und ihre Hände waren ganz verschwitzt. Sie versuchte sie vergeblich an ihrer Jeans zu trocknen.
„Wie viele Geschwister bekomme ich den?“, fragte und versuchte möglichst sicher zu klingen, aber man hörte die Aufregung in ihrer Stimme.
„Fünf.“, meinte Hal und grinste.
„Alles Jungs. Sie heißen Jamie, er ist noch ein Baby, Dewey, er ist ein ganz lieber und elf Jahre alt, Malcolm, er ist sehr intelligent und so wie du sechzehn, Reese, er ist jetzt schon 17 und ein ziemlicher Schlägertyp, aber kein schlechter Kerl und dann wäre da noch Francis, aber er lebt nicht mehr zuhause, er geht auf eine Militärakademie.“
„Sagtest du Malcolm? In meine Klasse geht ein Malcolm. Sein IQ war 165.“, sagte Sky leise.
„Oh, dann kennst du unseren Malcolm ja schon, das ist ja schön!“
„Dann werde ich wohl nur Brüder bekommen“, meinte Sky und lächelte.
„Ja, aber verdreh ihnen nicht allzu sehr den Kopf und lass du auch dir nicht den Kopf verdrehen!“
„Ach Hal! Rede keinen Unsinn.“, lachte Lois. Wenn sie nur gewusst hätte, wie recht ihr Mann gehabt hätte.

Als sie am Haus ankamen blieb Sky ein wenig schüchtern stehen.
„Ich hab noch nie mit so wenig Leuten in einem so großen Haus gewohnt und was, wenn sie mich nicht mögen?“, unschlüssig trat sie von einem Bein aufs Andere.
„Keine Angst Sky. Sie sind gar nicht so schlimm, wie sie auf den ersten Blick vielleicht erscheinen.“, versuchte Hal ihr Mut zu machen.
Sie atmete noch einmal tief ein und stritt dann fest auf Das Haus zu.

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So das wars erst mal.
Wie es weiter geht erfahrt ihr morgen oder übermorgen, aber eine Fortsetzung folgt auf jeden Fall ;)
Über ein Paar Reviews würde ich mich freuen :D

LG Hitori *Kekse für die tapferen Leser da lass*
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