Willst du mich...?

GeschichteDrama, Romanze / P12
22.06.2011
11.02.2019
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Hallöchen,

ich bin es wieder. Dieses Kapitel ist der liebe Cinderella21 gewidmet. Die ganze tolle Geschichte zu In aller Freundschaft- die jungen Ärzte schreibt. Kann ich nur empfehlen. Und natürlich habe ich ihren Wunsch gerne erfüllt.
Das Kapitel dreht sich um die Schauspieler Roy Peter Link (Niklas) und Mirka  Pigulla (Julia). Ich hoffe, dir Cinderella21 und auch den anderen gefällt es!

Wenn ihr Wünsche habt, schreibt mir einfach. Über Rückmeldungen freue mich immer wieder. Viel Spaß beim Lesen.
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P.O.V. Roy

Heute ist es also soweit. Heute ist mein letzter Drehtag bei In aller Freundschaft – die jungen Ärzte. Ich geh mit gemischten Gefühlen zum Set. Es war eine großartige Zeit, ich habe viele Freunde kennengelernt…ja man kann sagen wir sind eine richtige Familie geworden. Doch was ich am wenigsten erwartet habe, als ich vor fünf Jahren zu der Serie gestoßen, dass ich meine große Liebe finden würde. Doch so war es. Wir haben lange gebraucht, bis wir zueinander gefunden haben. Aber umso glücklicher bin ich jetzt mit dieser Frau an meiner Seite. Mirka ist das beste, was mir passieren hätte können. Ich habe so großes Glück.

Ich bin inzwischen beim Set angekommen. Und sehe ich auch schon Sanam. Sie kommt lächelnd auf mich zu: „Na bereit für deinen letzten Tag und die große Frage?“
„Ja. Aber hoffentlich sagt sie ja!“, äußere ich meine kleinen Bedenken.
„Roy…Mirka liebt dich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auf jeden Fall sagen wird“
Ich lächle sie an und nehme sie dann noch einmal in den Arm. Gemeinsam gehen wir in das Gebäude. Jetzt wird es ernst.
In der Maske treffe ich dann auch Philipp und Katharina. Sie alle wissen Bescheid, was ich schon so lange geplant habe. Außer natürlich die Hauptperson selbst. Es soll ja ne Überraschung werden. Ich hatte es sogar geschafft, dass wir heute nicht zusammendrehen. Ich hoffe nur, dass alles klappen wird.
„So nervös habe ich dich ja selten gesehen!“, lacht Philipp.
Ich kann nur müde zurück lächeln. Denn er hat recht. Als das nächste Mal die Tür aufgeht, kommt meine Traumfrau herein. Und sofort wird mein Lachen größer.
„Hey mein Schatz!“, begrüßt mich Mirka und gibt mir auch den langersehnten Begrüßungskuss.
„Hey, meine Hübsche.“, flüstere ich in den Kuss.
„Ach muss Liebe schön sein! Ich werde Niklia schon vermissen.“, lacht Katharina nur. Mirka schenkt ihr darauf einen nicht wirklich bösen Blick. Und darauf lachen wir alle.
Gemeinsam gehen wir dann zu unseren Szenen. Tilmann und Jane warten schon auf uns. Sie werden heute mit Mirka drehen.
„Wieso haben wir ausgerechnet heute keine Szenen zusammen. Das hätten die Autoren auch anders legen können.“, beschwert sich meine Liebste.
Ich weiß erst einmal nicht, was ich sagen soll. Aber Sanam kommt mir zu Hilfe: „Weil du deinen lieben Roy dann wahrscheinlich die ganze Zeit anschmachten würdest. Und das wäre definitiv kontraproduktiv. Also sagt tschüss zu einander und dann seht ihr euch ganz schnell wieder.“
Mirka seufzt noch einmal. Ich schlinge meine Arme um sie und lege meine Lippen auf ihre. Nur widerwillig trennen wir uns voneinander.
„Bis später!“, hauche ich noch. Und schon ist sie weg.
„Na komm. Du siehst sie ja heute Abend wieder!“, holt mich Philipp aus meinen Gedanken und legt seinen Arm um mich. Gemeinsam gehen wir dann zu unserem heutigen Set.
Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, aber dennoch werde ich das alles hier vermissen.
Ich will meinen letzten Tag hier genießen und konzentriere mich darauf, dass ich voll bei der Sache bin. Der Tag vergeht dann doch schneller, als ich dachte. Und dann war es soweit, die letzte Klappe ist gefallen. Das war es mit Dr. Niklas Ahrend und dem Johannes-Thal-Klinikum.
Plötzlich steht das ganze Team vor mir: Mike, Mariijam, Sanam, Katharina, Philipp, Stefan, Horst, Gunda, Jane, Christian, Tilmann, Luan, selbst Arzu ist gekommen und natürlich Mirka. Aber auch alle, die hinter der Kamera stehen, sind da. Und alle klatschen. Ich kann in Mirkas Gesicht vereinzelnde Tränen sehen. Und auch ich kann sie nicht ganz verhindern. Oh man, oh man. Arzu und Sanam kommen mit einer riesigen Torte auf mich zu. Ich muss lachen, denn auf der Torte ist ein Bild von mir von meinem ersten Tag: „Ihr seid unfassbar! Arzu das du gekommen bist.!“
„Na denkst du ich lass mir deinen Abschied und die Frage entgehen!“, drückt mich Arzu. Und Sanam flüstert mir dann zu: „Es ist alles vorbereitet!“
Ich lächle die beiden dankbar an. Ich Augenwinkel kann ich sehen, wie Mirka auch auf mich zu kommt, aber von Katharina und Philipp aufgehalten wird.
Jetzt geht es los. Arzu und Sanam nicken mir zu und ich mache mich schnell auf dem Weg zu dem Ort, wo alles stattfinden soll. Dort angekommen, bin ich erst einmal sprachlos, sie haben sich echt selbst übertroffen. Die Umkleidekabine wird nur mit dutzenden Kerzen beleuchtet und überall liegen Rosenblätter. In der Mitte des Raumes ist ein Herz aus diesen drapiert. Schnell ziehe ich den Arztkittel aus und den vorbereiteten Anzug an. Da höre ich auch schon Mirka: „Das kann doch nicht euer Ernst sein. Eine Szene vergessen. Ich habe doch gar keinen Text. Und muss das jetzt sein? Ich habe Roy noch nicht mal sprechen können.“ Ja so ist meine Mirka, ich muss bei ihrer Stimme lächeln. Und mir wird noch einmal bewusst, wie sehr ich diese Frau liebe. Sie sind schon fast da und Philipp versucht Mirka zu beruhigen: „Mirka ganz ruhig. Du wirst sehen, dass wird bestimmt nicht schlimm. Und ich bin mir sicher, dass du den Text kennst!“ Mirka will schon was erwidern. Doch dann geht die Tür auf. Ich kann in ihrem Gesicht die Verwunderung, die Überraschung und die ganz vielen Fragezeichen sehen. Und dann entdeckt sie mich, als sie von den anderen weiter in dem Raum geschoben wird.
Ich lächle sie an und nehme ihre Hände in meine. Und führe sie zu dem Rosenherz. Wieder kann sie die Tränen nicht zurückhalten. Vorsichtig wische diese weg, um dann wieder ihre Hand in meine zu nehmen.
Ich hole einmal tief Luft: „Meine liebe Mirka vor genau fünf Jahren kam ich das erste Mal hier rein. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich hier die Liebe meines Lebens finden würde. Doch so war es. Erst warst du meine beste Freundin. Wir haben so viel zusammen gelacht und auch geweint. Du warst immer für mich da, wenn ich dich gebraucht habe. Ich habe mich immer besser gefühlt, wenn ich bei dir war. Ich wollte immer, dass es dir gut geht. Ich konnte es nie mit ansehen, wenn du weinen musstest. Genauso wie Julia und Niklas haben auch wir lange gebraucht, bis auch wir das offensichtliche erkannt haben. Ganz langsam wurde aus Freundschaft mehr. Wenn ich bei dir in der Nähe war, konnte ich nur dich angucken. Ich hatte 1000 Schmetterlinge in Bauch. Hier war nicht nur unser erster Kuss als Julia und Niklas. Es war auch unser erster Kuss als Mirka und Roy. In diesem Moment hätte ich die Zeit anhalten können. Da gab es nur noch du und mich. Alles andere war egal. In diesem Augenblick ist mir klargeworden, dass ich nicht nur Freundschaft will. Nein ich wollte und will mehr. Gott was hatte ich für ne Angst, dass es dir vielleicht nicht so gehen würde. Ich hatte Angst, dich zu verlieren. Doch ich konnte es nicht mehr für mich behalten. Und du hast mich zum glücklichsten Mann gemacht, als du mir gesagt hast, dass du meine Gefühle erwiderst. Ich liebe dich so sehr“ Die ganze Zeit habe ich meiner Mirka in die Augen geschaut, ich wollte keine Reaktion, keine Träne und kein Lächeln verpassen. Ich hole das kleine Schächtelchen heraus und kniee mich vor ihr hin. Mirka stockt kurz der Atem und noch mehr Tränen kullern ihr die Wangen herunter.
„Meine Mirka Pigulla, du bist nicht nur meine beste Freundin, meine bessere Hälfte, meine Seelenverwandte. Nein du bist die Liebe meines Lebens. Mit dir möchte ich alt und grau werden. Eine Familie gründen. Durch dich werde ich ein besserer Mensch. Wenn ich morgens neben dir aufwache, dann kann es nur ein toller Tag werden. Deswegen will ich dich, Mirka Pigulla, fragen, ob du meine Frau werden willst?“ Auch mir laufen die Tränen das Gesicht herunter.
Es ist still. Man kann eine Stecknadel auf dem Fallen hören. Ich schaue nur in die wunderschönen braunen Augen. Und dann nickt sie, erst ganz langsam und dann immer schneller und heftiger. Sie kniet sich zu mir herunter und lächelt so unfassbar schön: „Ja ich will. Und wie ich es will, Roy!“ Ich kann mein Glück gar nicht fassen. Sie hat ja gesagt. Über glücklich küssen wir uns. Um uns herum jubeln alle.  Atemlos, aber glücklich lösen wir uns voneinander und ich kann meiner Verlobten und bald Frau den Ring an den Finger stecken. Lächelnd schauen wir uns wieder. Jun ist es Mirka, die mir die Tränen vorsichtig aus dem Gesicht streicht und dabei flüstert sie: „Ich liebe dich so sehr. Gott Roy du machst mich so glücklich!“  
Mein ´Ich liebe dich´ geht dann in den Glückwünschen unsere Freunde unter. Doch ich brauche ihr nur in die Augen zu schauen, um ihr zu zeigen, dass ich genauso fühle.  
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Ich weiß, dass ihr erster Kuss im OP-Vorbereitungsraum war...aber die Umkleide hat besser gepasst. Ich hoffe, ihr könnt die kleine Änderung mir verzeihen.
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