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Der Wüstenplanet - Die Legende geht weiter

von Kiwi1981
GeschichteMystery, Familie / P16 / Gen
Chani Paul Atreides
18.06.2011
16.06.2014
11
41.053
2
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7 Reviews
Dieses Kapitel
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18.06.2011 3.712
 
Nun meine erste Fanfiction. Dran geschrieben habe ich seit ich das erste mal Frank Herberts Der Wüstenplanet gelesen habe, damals war ich 10. Also entschuldigt wenn die Geschichte etwas holprig beginnt. Wie erwähnt ist dies eine Fortsetzung von Frank Herberts Buch, daher sind einige der Charaktere seine. Aber lasst euch überraschen...



3 Jahre später

Die Dunkelheit hatte den Raum gerade eben erst erfasst. Der Rest der Sonne ließ die Trockenheit und den Sand der sich in den Strassen Arrakeens befand merkwürdig sanft glitzern. Es war ein hektischer Abend gewesen an dem Paul auf seinem Thron saß und wartete. Die Nervosität hatte Ihn ergriffen kaum eine halbe Stunde nach dem er einen seiner neuen Generäle zur Rechenschaft gezogen hatte, der in seinem Namen Verbrechen im Krieg gegen die galaxisweit verstreuten Sardauker begangen hatte.
Nach Fremenbrauch wurde ihm in diesem Moment das Wasser genommen. Paul konnte Plündrerei und Mord auch nicht auf fremden Welten tolerieren. In so einem Augenblick wartete er nun auf eine Nachricht seiner Mutter. Lange genug hatte es gedauert bis er sein Versprechen gegenüber Chani einhalten konnte.
Paul freute sich trotz des vorigen Kampfes dass er bald das Kind das seine Geliebte seit 9 Monaten in sich trug in seinen Armen halten zu können. Tief atmete er ein, doch hielt er es nicht lange aus, bevor er leicht aufsprang und mit gemächlichen Schritten durch den Thronsaal ging.
Bedienstete Reinigten mit Sand die letzten Spuren des Zweikampfes. Paul war des Kämpfen müde geworden und es gefiel ihm nicht das sein Kind unter diesem Licht zur Welt kam.
Doch als Jessicas Bediensteter denn Raum betrat, vergaß er den Gedanken sehr schnell.
Paul wartete nicht auf die Nachricht sondern rannte den Flur zu Ihrem gemeinsamen Schlafzimmer. Die ersten Monate nach der Hochzeit mit Irulan, hatten die Protokollschreiber der Hohen Häuser auf getrennte Schlafzimmer bestanden. Doch Paul hatte sich auf das Recht der Fremen berufen und seine Fremenfrau in sein Bett geholt.
Auch wen sie nicht seinen weltlichen Namen trug, so sollte sie alle Rechte einer Ehefrau haben. Das hatte er sich selbst geschworen.
Schlitternd kam er vor der Tür zum stehn. Beruhigend atmete er ein und aus, strich seine Uniform glatt und betrat das Zimmer. Chani lag rot und verschwitzt in Ihrem Bett und hielt ihren Sohn im Arm, auf denn sie beide so gehofft hatten. Sie hatte aufgeblickt als die Tür sich langsam und fast lautlos geöffnet hatte. Chani sah wie Paul lächelnd denn Kopf durch die Tür steckte und konnte nur daran denken wie sehr sie ihn liebte. Sie setzte sich auf legte ihren Sohn im Arm zurecht und winkte Paul hinein. Grinsend  setzte er sich auf den Rand des Bettes und küsste sie sehr zart auf die Stirn und beobachtete das neugeborene.
Kurz entschlossen rutschte er hinter Chani, zog sie mit dem Rücken an seine Brust und nahm sie in seine Arme. Er brauchte das Gefühl. Die Zärtlichkeit in diesem Moment.
„Er hat deine Augen“ meinte Chani und lächelte Paul über ihre Schulter an und küsste Ihn. „Ja, dass stimmt. Dafür hat er deine schönen Haare.“ Sprach Paul und küsste sie liebevoll in den Nacken. Beide lächelten sie. In diesem Moment klopfte es sacht an der Türe.
Paul zog sein Messer und legte es griffbereit neben dem Bett ab. Sicher ist sicher. Seine Kampfmeister hatten Ihn viel gelehrt. „Herein“ rief er aus. Die Tür wurde geöffnet und mit einer Verbeugung andeutend kamen einige Besucher in das Schlafzimmer, angeführt von seiner Mutter Jessica. Irulan war ebenfalls anwesend. Anerkennend betrat sie zum ersten Mal dieses Gemach. Nur zu diesem Anlass hätte sie Paul jemals in dieses Zimmer gelassen und sie wusste das nur zu genau. Die Jahre hatten bewiesen das Jessicas Annahme Irulan würde als Familienbiografin ihren Beitrag in diese Ehe leisten, als richtig befunden. Oh wie Paul genau wusste hatte sie auch ein kleines bisschen Glück in den Armen eines unbekannten Grafen gefunden, leider musste Paul Irulan eine inoffizielle Nachricht zukommen lassen, dass er ein Kind aus dieser Beziehung nicht befürworten könnte. Dieses Kind hätte Anspruch auf den Thron erheben können und das wollte keiner so recht. Selbst Irulan wollte keine Intrigen mehr spinnen. Sie hatte freiwillig einige Wochen in einem Sitch verbracht um die Kultur kennen zu lernen, deren eherne Gesetze nun in der Galaxis verbreitet wurden.
Zu beginn dieser Ehe mit Irulan, hatten er und Chani mit Ihr in einem kleinen abgelegenen ehemaligen Besprechungsraum gesessen und die Geschichte erzählt was in den Jahren im Sitch passierte, nach dem Paul und Jessica auf der Flucht vor den Harkonnens waren.
Es waren sehr ruhige Abende. Paul hatte Chani stets im Arm gehalten, an seiner Seite, wie es sich gehörte. Auch wen Irulan sich zu beginn daran gestört hatte. War die offene Art der liebe von Paul und Chani entwaffnet gewesen. Es war nichts gespielt, es gab kein Geheimnis zwischen den beiden, was sie nur noch mehr beeindruckt hatte.
Auch wen Chani nie ganz ihren Groll der Tatsache das Irulan den Namen Muan´dibs trug überwinden konnte, hatten beide genug Respekt der anderen gegenüber entwickelt das sie sich bei Gesellschaften gemeinsam der Meute der Speichellecker gegenüberstellten.
Als Irulan nun das Bild der kleinen Familie auf dem Bett sah lächelte sie strahlend und trat bis 5 Schritte näher ans Bett „Oh bitte, lasst mich die erste sein die Euch zum neuen Erben gratuliert, Jessica erzählte bereits das es ein Junge ist. Ihr gebt so ein hübsches Bild ab. Wäre ich für eure PR zuständig, ich würde genau dieses Bild wählen um die Nachricht zu verbreiten. Es ist so aussagekräftig. Der Imperator, seine geliebte Konkubine, sein Sohn. Es wäre so ein weiches Bild, wäre das Messer nicht neben euch. Es zeigt euren Charakter, die sanfte Seite der Familie und die starke, kämpferische Seite durch das Messer. Das perfekte Bild“ Chani lächelte und ergriff das Wort „ Danke Irulan, ich stimme dir zu. Muan´dib? Sollen wir?“ Paul nickte, worauf Jessica nach einem Fotografen rufen ließ und Irulan zurücktrat um dem nächsten Gratulanten platz zu geben und wer außer Stilgar sollte dies sein? „ Oh Muan´dib, Chani, seit gesegnet mit diesem Kind. Ich habe für euch gehofft und gebetet und nun ist alles gut gegangen, meinen Glückwunsch. Doch ich will euch nicht zu lange in Beschlag nehmen, Gurney komm, komm nach vorne“
Stilgar verbeugte sich und verabschiedete sich bei Paul mit dem Gruß einer Ehrwürdigen Mutter und winkte einen in die Jahre gekommenen Gurney Haleck. „Ah My Lord, es würde euren Vater sehr stolz machen seinen Enkel zu sehen. Ja, ja das würde es ihn, entschuldigt meine Sentimentalität. Nun wird das die 4 Generation sein der ich dem Hause Attreides dienen werde. Meinen Glückwunsch. Auch dir Chani, ich hoffe du hast alles gut überstanden. Ich muss dir danken. Dafür das du unseren Paul so glücklich machst.“
Gurney lächelte Chani an und auch Jessica und die beiden anderen mussten lächeln.
Chani war dankbar für die lieben Worte und reichte Gurney eine Hand und er drückte sie sehr leicht. Er wollte der geschwächten Chani nicht weh tun. Auch wen er genau wusste dass er das niemals konnte. Den Chani war niemals schwach, sie war eine Fremen.
Paul lachte „ So und nun lasst mich meine kleine Familie noch etwas in ruhe weiter betrachten, Chani und ich müssen uns noch einen Namen einfallen lassen.“ Alle lachten leicht, verneigten sich und verließen mit einem lächeln das Zimmer. Jessica zwinkerte den dreien noch einmal zu und verließ das Zimmer und zog die Tür hinter sich zu.
Die Wachen der Fedaykin zu beiden Seiten der Tür versuchten einen kleinen Blick zu erhaschen als diese geschlossen wurde, jedoch nur mit dürftigem Erfolg weil die Erwürdige Mutter Jessica Attreides sie böse anfunkelte.
Die offiziellen Bilder die an die Öffentlichkeit kommen würden, liefen sowie so zu erst durch die Hände der Fedaykin. Paul nahm an das der Fotograf selbst zu seiner Spezialeinheit gehören würde. „ Chani, wir konnten uns immer noch nicht auf einen Namen einigen“ sagte er zu seiner Fremenfrau gewandt. Chani nickte „ Ja, ich bin immer noch für Duncan. Es ist ein guter Name der für Stärke steht.“ Paul nickte „ Ja, dennoch denke ich wir sollten ihm einen Fremennamen geben.“ Chani nickte verstehend „ Ich kann dich verstehn, aber du selbst kennst genauso gut die Regeln das er sich diesen erst verdienen muss und solange kann sein offizieller Name Duncan Attreides sein. Es sei den du willst ihn nach deinem Großvater nennen“
Paul wusste das Chani sehr genau bescheid wusste um seine beiden Großväter, genauso war ihm klar das sie den Großvater väterlicherseits meinte. Doch auch das wollte Paul nicht. Der Name trug zu viel Trauer und alte Geschichte mit sich und das wollte er seinem Sohn nicht aufbürden.
Paul betrachtete seinen Sohn genau, wie er still in dem Arm seiner Mutter an seiner kleinen Faust nuckelte. Einem inneren Reflex nach segnete er ihn im Namen von Shai-Hulud, beugte sich zu ihm hinunter, küsste ihm auf die Stirn und streichelte mit einem Finger sein Gesicht. „Was den Namen…..“ Paul kam nicht mehr dazu auszusprechen was er sagen wollte als es an der Tür klopfte. „My Lord, ihr verlangtet nach einem Fotografen?“ Wie gedacht betrat ein Fedaykin nach Pauls wink, den Raum „ Ja Jusuf, komm näher und Fotografiere ein bisschen unseren Sohn und meine Familie. Lass dir Zeit und fotografiere uns ungezwungen. Bitte keine gestellten aufnahmen. Wir drei sollen zu sehen sein. Das beste Foto wird in die Werbeabteilung gebracht und zur Verbreitung vervielfacht mit der Überschrift. „Der Erbe des Imperiums ist geboren, seine Mutter und sein Vater sind stolz mitteilen zu können dass es ein Junge ist, gesund und munter.“
An die hohen Häuser werden kleinere Karten gefertigt werden mit jeweils 5 Kilo Spice als kostenlose Zusatzration. Genauso an die kleinen Häuser, der Gilde und den Erwürdigen Müttern. Es soll kein Streit geben. Und nun fotografiere.“ Paul zog seine deformierte Uniform zurrecht und wünschte sich seine Robe zurück. Dann zog er die bestickte Bettdecke über Chani grade, strich ihr liebevoll eine Haarsträhne zurück hinter ihr Ohr und blickte verliebt in ihre Augen. Jusuf fotografierte immer weiter. Man konnte den Dauerton hören.
Plötzlich meldete sich lautstark sein Kommunikator. „ My Lord, ihr werdet in der großen Halle gebraucht, ich störe euch wirklich ungern“ Corba der Heute als Wache Dienst in den untersten Ebene des Palastes hatte merkte man sein Unbehagen richtig an. „Ist in Ordnung ich komme sofort!“ Traurig sah er Chani an. „Um was wetten wir, dass ich dort unten die Fremenanführer vorfinde mit jeder menge Gewürzschnaps die Anstoßen wollen?“
Chani lachte bei Pauls Anblick „ Hmmm… ich glaube auf diese Wette lasse ich mich nicht ein. Bei der kann ich nur verlieren. Gegen einen Seher habe ich nun mal keine Chance“ Sie lächelte Paul an und küsste ihn sanft „Und nun geh und erfülle deine Pflichten als Fremen!“ sagte sie ernst und sah ihn genauso ernst an, bevor sie sich das lachen nicht mehr verkneifen konnte. Paul indes schob seine Frau sanft ein stück vor um aufstehen zu können „Schon gut Frau, ich gehe ja schon“ Sprachs, stand auf, gab Chani einen Kuss auf die Stirn, streichelte seinen Sohn nochmals und wand sich nun Jusuf zu „Jusuf, die Bilder sollten nun reichen. Wenn sie entwickelt sind legt die Fotos Irulan vor und lasst sie auswählen welches davon verbreitet werden soll. Danach bringt ihr es Chani und sie wird es bestätigen.
Danach bringt es mit dem Text den ich euch sagte zur Werbeabteilung. Und jetzt geh“ Besagter verneigte sich und verschwand schnell durch die Tür hinter ihm. Paul konnte sich sicher sein das dieser Auftrag schnellstmöglich erledigt werden würde. Auf Fremenart eben. Paul drehte sich ein letztes Mal seiner Familie zu. Lächelte, winkte seinen kleinen Sohn zu, sah Chani liebend in die Augen und verließ das Schlafzimmer durch eine andere Tür die ihn direkt auf einen Gang brachte der ihn zur Großen Halle führte.
Mit geneigtem Kopf lief Muad´dib durch den Flur und seine Gedanken wanderten zu seinem ersten Sohn. Leto wäre vier nächsten Monat geworden. Die Trauer wog schwer und er vermisste ihn. So wie er auch Leto seinen Vater vermisste. Paul wünschte sich sein Vater hätte seine Enkel kennen gelernt. Noch in Gedanken bemerkte er dass die große Halle nicht mehr fern war und er straffte seine Kleidung und veränderte seine Haltung.
Jetzt musste er ganz der Fremen sein. Noch einmal durchatmend betrat er die Halle und lächelte. Die Fremenführer, seine Religiösen Missionare waren gekommen. Doch auch einige fehlten. Paul wusste dass dies nicht mit Absicht geschah. Er selbst hatte sie schließlich in den Kampf geschickt. Lächelnd besah er sich die Menge die sich versammelt hatte. Vor allem roch er sie. Grinsend stellte er sich auf das Podest der Halle auf dem sein Thron ruhte und rief in die Menge „Nun der Erbe des Muad´dib ist geboren und das Land ist sicher!” alle jubelten. Freunde kamen auf ihn zu und er sah Stilgar am Rand der Halle gegen die Wand gelehnt stehen.
Lächelnd, wohlwollend, glücklich. Paul wurde erst jetzt wieder klar das Stilgar Chani´s Onkel war. Auch er hatte einen Großneffen bekommen. Und das von der Tochter seiner geliebten Schwester. Von der Tochter seines Geliebten, vergötterten Liet. Was dieser wohl zu der Vereinigung seiner Tochter mit diesem Herzog gesagt hätte? Auch Paul wusste nicht alles. Darüber lächelte er als er die Gratulationen über sich ergehen ließ.
Paul und die Fremen feierten wie es üblich war sehr ausgelassen und fröhlich, bis ein Fremen unbedacht Paul, dass „Wasser des Lebens” gab und er es genauso unbedacht trank. Als er es bemerkte war es schon zu spät, Paul war schon halb im Delirium und rannte hinaus ins freie seiner Burg und holte tief Luft, atmete immer wieder tief ein.
Noch immer beherrschte er die Visionen nicht, doch hatte er gelernt zu erkennen wie es beginnt. Die Geräusche um ihn wurden leiser, die Farben verschwammen und die Welt stand still. Langsam erreichte er den Punkt an dem die verschwommenen Farben zu neuen Bildern wurden. Die Gefühle übermannten ihn bei der neuen Zukunft die ihn diesmal ereilten.
Eine Gänsehaut bildete sich auf dem gesamten Körper. Die Bilder verschwammen erneut, wurden schneller als die Zeit wieder begann zu fließen und Paul bemerkte dass er auf dem Boden lag. Übelkeit überkam ihn. Schnell erhob er sich und übergab sich an der Mauer seines Palastes. Nach dem er sich gesäubert hatte bemerkte er seine Fedaykin, die über ihn wachten. „ Usul, geht es euch gut?“ Corba sah man seine Besorgnis an. „ Ja, Ja, alles in Ordnung. Ruft eine Versammlung aus, alle zu erreichende Naib´s müssen benachrichtigt werden. Alle die innerhalb der nächsten Stunden kommen können sollen kommen. Ich muss Ihnen von meiner Vision erzählen. Mach beeile dich. Ich muss zu meiner Mutter.
Benachrichtigt ihre Leibwächter dass ich auf den Weg bin. Erhöht die Anzahl der Fedaykin vor meiner Suite. Seit ruhig ich will Chani nicht in Sorge versetzen. Sorgt für die Sicherheit. Verriegelt die Tore. Benachrichtigt auch meine Kommandanten und Stellt Verbindungen zu allen Naib´s und Generälen. Die höchste Sicherheitstragwelle die es momentan gibt. Und beeile dich, es ist äußerst dringend.“  Paul rannte zu seiner Mutter, von seiner Leibwache mühevoll gefolgt, in ihr Zimmer. Lady Jessica runzelte die Stirn als sie Ihren Sohn so aufgebracht erblickte. Paul musste Schlucken bevor er Ihr das gesehene erzählte.
Die Erwürdige Mutter ließ sich auf einen Nahen Stuhl fallen und legte die Fingerspitzen ihrer rechten Hand an die Stirn und versuchte nachzudenken.
Paul wusste dass er sie die schlechten Nachrichten erst einmal verkraften lassen musste.
Nach einem Moment ging er zu seiner Mutter und legte eine Hand auf Ihre Schulter als er ihr ins Ohr Flüsterte dass er nun gehen würde und dass er sie in einer Stunde zu einer Lagebesprechung erwarten würde.
Als er durch die Tür trat wartete die Leibwache Jessicas mit den Fedaykin vor dem Zimmer. An die Leute seiner Mutter gewand sprach er: „Lady Jessica wird zur Lagebesprechung erwartet. Der genaue Zeitpunkt und der Ort werden euch noch mitgeteilt.
Ihr werdet Sie ab jetzt nicht mehr außer Augen lassen. Vor jeder Tür ihrer Gemächer werden Wachen stehen. Das gleiche gilt für Stilgar, Gurney, Irulan und vor Chani und meinem. Die Burg ist in Alarmbereitschaft zu bringen.
Alle Vertreter der Hohen Häuser bleiben wo sie sind, keiner darf die Burg verlassen, noch betreten. Es werden Ihnen Gemächer zur Verfügung gestellt.
Sagen sie Ihnen dass ein Sicherheitsrisiko besteht und sie sich Fügen müssen.
Die Kommunikation wird überwacht!“  Zügig ging er diesmal besser von seiner Leibwache gefolgt zurück zu Chani. Noch bevor er eintrat versuchte er sich zu beruhigen, er atmete tief durch. Immer wieder, lies seinen Geist fließen. Als er merkte dass es ihm besser ging, betrat er den Raum seiner Frau. Chani schlief, in ihren Armen das Kind liegend.
Paul sah den Jungen an und wusste das er ihm einen unglaubliche Gabe und somit einer ungeheure Verantwortung mit sich gab. Nachdem er sich auf das Bett setzte küsste er Chani auf die Stirn. Sie wachte auf und sah Ihm in das Gesicht.
Wie Chani nun mal war sah sie mehr als nur das aufgesetzte Lächeln das Pauls Gesicht zeichnete, nämlich das Bedrücken  seiner  Gedanken, sie kannte ihn zu gut um nicht zu bemerken das er etwas vor Ihr zu verbergen versuchte.
“ Worüber machst du dir Sorgen?” Paul wurde etwas verlegen das sie ihn mal wieder besser kannte und seine Maske durchschaute. Er antwortete wissend das er sie nicht belügen konnte: “ Ich hatte wieder eine Vision!“ Chani nickte in aufordernd zu er möge weiter erzählen und nahm gleichzeitig seine Hand in ihre.
Paul wiederum verflocht ihre Finger mit seinen und atmete noch einmal durch, bevor er ihr tief in die Augen sah und zu berichten begann. „Ich sah zehn Legionen Sardauker die sich zu einem Angriff gegen Arrakis sammeln im Orbit um Schamein“
Diese kleine Welt nähe des Zentrums der Galaxie war als Sammelpunkt für so manchen Putsch bekannt. Paul wäre nie auf die Idee gekommen das sie so offensichtlich agieren würden. „Dies darf aber auf gar keinen Fall geschehen!“ Sprach Paul nun „Ich habe erst vor ein paar Monaten unsere Truppen sich im ganzen Weltraum verteilen lassen und wir haben zu wenige Krieger auf Arakis. Wenn sie uns angreifen, sind wir so gut wie wehrlos.
Ich habe etwas heikles beschlossen, und das wird dir vielleicht gefallen, aber wahrscheinlich den anderen nicht. Kurzum wir müssen in die Wüste um die Stadtleute auszubilden. Ich werde nachher zu Stilgar gehen und ihm und den anderen Bescheid geben was ab jetzt geschieht. Ich werde einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. Ich habe die Fedaykin aufgetragen alle Vertreter der Häuser festzuhalten und keine Neuen mehr einzulassen. Jene die bereits schaden angerichtet haben, können so nicht fliehen. Und diejenigen die schlimmes vor hatten können ihre Pläne nun nicht mehr umsetzen. Jetzt muss ich mir etwas einfallen lassen wie ich jene die nun eingesperrt sind beruhigen kann. Ehrlich Sihaya ich wünschte im Moment, ich sei wieder der Naib eines Sitch.“ Vorn übergebeugt saß Paul und rieb sich die Stirn an der noch ein ganz leichter Rest des Sandes anhaftete. Chani streichelte sanft über seinen Kopf bis er wieder Aufblickte und sie leicht anlächelte. „ Du solltest heute nicht solche Nachrichten erhalten, nicht jetzt nach einem für uns so glücklichen Tag. Manchmal wünschte ich meine Eltern wären zu jenen Renegaten geworden, wie viele vor Ihnen auch, die sich in den weit entlegenen Planeten nieder gelassen hatten.
So viel ruhiger wäre unser Leben geworden. Und dennoch bereue ich nicht hier her gekommen zu sein, so hart das Leben gewesen ist zu uns, er hat mich zu dir geführt.
Zu dir uns unserem Kind!“ Sein Blick in ihre Augen gerichtet beugte sich Paul zu seiner Frau und küsste sie zärtlich, was Chani nur umso liebevoller erwiderte.
Wann immer ihr Mann das Bedürfnis auf Nähe hatte, war sie da für ihn, wohlweislich das er dies nicht immer zu lassen konnte. Doch dieser Moment gehörte ihnen, ihnen als Familie. Ihnen als einfaches Paar. Einem Moment ohne Politik und Konventionen.
„Ruhe dich aus, denk nicht dran, konzentrier dich im Moment auf jetzt. Alles andere bereden wir wenn du ausgeruht bist, denn es wird eine harte Zeit. Für uns alle. Wenn du etwas brauchst, vor der Tür stehen genug Fedaykin um eine Armee auf zu halten. Da wird bestimmt einer bereit sein dir zu bringen was auch immer du brauchst.” Usul versuchte Chani Stimmung etwas auf zu heitern, wissend das er es nicht konnte.
Chani tat Ihm den gefallen und lächelte „ Das tun sie schon so, aus Instinkt. Usul, wenn ich dir helfen kann, sag es mir. Ich bin stärker als du immer denkst. Schone mich nicht.
Ich bin deine Frau, ich werde immer an deiner Seite sein. Egal was die Zukunft bringt.
Ich und dein Sohn. Es gibt nur noch ein uns. Und Usul, denke immer daran wer du bist. Du bist Usul, ein Naib, ein Ichwanbeduine, du bist Paul-Muad´dib, der Fremenkrieger der Arakis zurück erobert hat, du bist mein Mann, der Vater unseres Sohnes. Du bist aber auch Paul Attreides, ehemaliger Herzog von Caladan. Der Imperator des uns bekannten Universums. Der Mahdi. Und zu guter letzt der Kwisatz Haderach. Du bist keinem Menschen Rechenschaft schuldig, außer dir selbst. Du bist der regierende Herrscher. Deine Herscharren sind legendär. Du solltest deinen Ruf als Imperator nutzen unsere Probleme zu bewältigen. Für alles andere hast du deine Familie und deine Freunde. Vertraue auf ihnen.“ Chani sah Ihn liebevoll an reichte ihm die Hände und streichelte noch einmal sanft über seinen Kopf.
Sie wusste dass er diese einfache Berührung liebte. Bloß eine Geste und doch zerfloss er dabei immer in ihren Händen. Nochmals beugte sich Paul zu Chani und küsste sie so sanft er es nur konnte. Mit geschlossenen Augen erwiderte sie dies und Paul musste grinsen über seine Wirkung auf dieses Frauenzimmer. „ Weißt du eigentlich wie sehr ich dich liebe?“ flüsterte er an ihrem mund. Als er sich wieder zurücksetzte streifte er sanft mit seiner Nase die ihre und sog ihren Duft ein. „ ja, und wie ich das weiß!“ für Chani gab es seit dem ersten Moment nie einen Zweifel. Sie sah es in Muad´dibs Augen wie tief seine Gefühle für sie waren.
Paul stand auf, sah Chani an und lies die Hand die noch immer in seiner Ruhte los, drehte sich und ging langsam zur Türe, dort drehte er sich noch einmal kurz um „ Das ist gut!“ lächelte und verschwand hindurch.



Nun bin ich auf eure Meinung gespannt...
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