Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Natur / Regen

Regen

GeschichtePoesie / P12
16.06.2011
16.06.2011
1
185
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Regentag


Im Kamin vor mir brennt ein Feuer,
dessen Licht ist mir lieb und teuer,
denn draußen wütet ein Sturm mit Macht.
Heftig tobt er schon die ganze Nacht.

An den Fensterläden rüttelt er,
auf das Dach prasselt der Regen schwer.
Zu Sümpfen werden alle Felder.
Seht! Am Bach dort trauert der Elder.

Blitze zerreißen die Dunkelheit
und stören meine Geborgenheit.
Bald werfen sie bizarre Schatten
die umherhuschen wie Ratten.

Doch alle Feuer löscht der Regen,
einst war er der Bauern Segen,
Fort schwemmt er nun des Feldes Saat,
für jeden wird der Winter hart.

Aber plötzlich dringt Regen ein,
zuerst tropft er nur in mein Heim,
doch dann ergießen sich Fluten,
es ist als würd' mein Haus Bluten.

Laut bricht mein Dach nun herunter.
Ich lieg' begraben darunter.
Ich spür' jeder meiner Knochen
im Leib ist mir nun zerbrochen.

Meine Schreie trägt der Sturm fort,
und ich bleibe an diesem Ort.
Meine Existenz wird enden,
gar nichts kann dies mehr abwenden.