Chaos

GeschichteHumor / P16 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Severus Snape
10.06.2011
16.07.2011
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10.06.2011 1.230
 
Titel: Chaos

Autorin: KrissyNightwish

Anmerkung: Munter und guter Dinge melde ich mich mit einer neuen Geschichte zurück, die ein für mich sehr untypisches Pairing beinhaltet. Beste Unterhaltung!

Wir befinden uns im siebten Schuljahr, Voldemort ist tot. Dumbledore lebt noch, ebenso Snape und all die anderen, die auf so sinnlose Weise gestorben sind.


Kapitel 1: Der Tropen, der Fass zum Überlaufen bringt

„Professor Snape, könnten Sie mir freundlicherweise erklären, wie Ihr Schüler Draco Malfoy dazu kommt Mister Potter in der Jungentoilette im dritten Stock an die Klobrille zu kleben und ihn dann unter einem Stapel von diesen Heften zu begraben?“

Wutentbrannt schnaubte Minerva McGonagall, sah den Lehrer für Zaubertränke gefährlich funkelnden Auges an und klatschte ihm eines der genannten Heftchen auf den Schreibtisch.

Mit hochgezogenen Augenbrauen und dem typischen Desinteresse, das McGonagall in diesem Moment fast zum Überkochen brachte, erfasste Snape die Zeitschrift mit Fingerspitzen. Ein Blick genügte, um den sonst so gelassenen Mann einen Stich Rot ins Gesicht zu jagen.

Nun huschte ein Lächeln grimmiger Genugtuung über McGonagalls Gesicht. Sie genoss diesen Augenblick mehr als sich sagen ließ. Ein Schlucken ihres Gegenübers, dann ein fast scheuer Blick zu der stellvertretenden Schulleiterin und selbige musste sich auf die Lippen beißen um nicht all zu offensichtlich zu lachen.

„Das ist...“, begann der Zaubertrankprofessor, der scheinbar gerade erst seine Stimme wiedergefunden hatte.

„...ein Pornoheft, ganz recht.“, beendete McGonagall den Satz.

„Aber für...“, stotterte Snape fast, während der Rotton seines Gesichtes einem blässlichen Käseton wich.

„... für Schwule, wieder richtig.“

Augenblicklich entließ Snape das Heft aus seinen Fingerspitzen und es krachte in dieser Stille geräuschvoll auf den Schreibtisch des Slytherins, wo sich einige bereits korrigierte Aufsätze verabschiedeten und zu Boden segelten.

„Also, wie kommt Mister Malfoy, der ja bekanntlich Teil ihres Hauses ist, zu solchen Heftchen und was fällt ihm ein Mister Potter an der Toilette festzukleben?“

„Das Heft gehört Malfoy?“, fragte der immer noch reichlich geplättete Snape.

„Tut es.“

Mit einem Mal schien der alte Snape wieder voll da zu sein, denn er reckte sein Kinn, während sein Blick wieder eisig wurde. „Ich habe keine Ahnung, wie Mister Malfoy zu einer derartigen Lektüre kommt oder was er damit will, aber seien Sie versichert, dass ich mich darum kümmern werde.“

Minerva nickte. „Gut, aber ich denke, dass wir uns das längerfristig nicht mehr mit ansehen können.“ Einen Moment lang schien es so, als meine McGonagall die Pornoheftchen. „Wenn wir nicht bald etwas unternehmen, werden sich die beiden noch gegenseitig umbringen.“

„Dann wäre wenigstens Ruhe.“, unterbrach sie Snape reichlich sarkastisch, wenn auch mit einer hoffnungsvollen Note in der Stimme, was Minerva mit einem giftigen Blick quittierte.

„Die beiden gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch die ganze Schule. Deswegen sollten wir über längerfristige Maßnahmen nachdenken.“

„Sie haben schon einen Vorschlag.“, sagte Snape recht steif. Er kannte seine Kollegin nun lange genug, um zu wissen, dass diese bereits eine Idee hatte.

Das entlockte der Frau ein kleines Lächeln. „Tatsächlich habe ich in dieser Angelegenheit schon mit Albus gesprochen.“

Augenblicklich schrillten sämtliche Alarmglocken in Snapes Kopf. Dieses kleine Lächeln in McGonagalls Augen und die Erwähnung von Dumbledores Namen versetzten ihn in Alarmbereitschaft. Das konnte nichts Gutes bedeuten.

Mehr als skeptisch und schon mal provisorisch zog er eine Augenbraue hoch, was Minerva aber keineswegs abschreckte.

„In wenigen Tagen sind Weihnachtsferien und wir halten es für eine gute Idee die beiden hier zu behalten.“ Snape konnte förmlich spüren, dass der ganz große Kracher kurz bevor stand. „Da du der einzige bist, der die beiden unter Kontrolle halten kann...“

Natürlich darauf hatte er nur gewartet. Sein unwiderstehliches Selbst war mal wieder gefragt. In diesem Moment hätte Snape liebend gerne einen gewissen Schulleiter verflucht.

„...wäre es am besten, wenn beide bei dir hier im Kerker unter eine Art Arrest gestellt werden. Sie müssen hier unter deiner ununterbrochenen Aufsicht bleiben. Außerdem sollen sie als Strafarbeit dir bei deinen Arbeiten zur Hand gehen.“

Snape ließ seine Augenbraue sinken und wägte ab. Gut, er konnte sich wahrlich besseres vorstellen, als auf zwei Halbstarke rund um die Uhr aufzupassen. Aber andererseits... zwei billige Arbeitskräfte, die er ganze zwei Wochen lang herumschubsen konnte.

Und dann waren es auch noch Malfoy, dessen Vater er schon immer verabscheut hatte, diese schleimige, arrogante Blondine und Potter, der ja sowieso sein Übelkeitserreger Nummer Eins war. Innerlich lachte Snape sich ins Fäustchen. Das konnte ein Spaß werden.

„Wenn es sein muss.“, schnarrte er äußerlich.

Und während Minerva den Zaubertrankprofessor seinen Korrekturen überließ, überlegte dieser, dass der Fußboden seines Büros unbedingt mal wieder poliert werden musste-ohne Magie natürlich.

***
„Mister Malfoy und Mister Potter, Sie beide werden die Weihnachtsferien hier verbringen. Aufgrund ihres Verhaltens in den letzten Wochen, sehen wir uns dazu veranlasst, drastische Maßnahmen zu ergreifen.“ Der Adlerblick von McGonagall durchbohrte die beiden Schüler, die sich in ihrem Büro eingefunden hatten.

„Sie werden die ganze Zeit unter Professor Snapes Obhut stehen und seine Anweisungen befolgen. Wenn sie sich angemessen verhalten, werden wir von einem Schulverweis absehen.“

In den Augen der beiden Jungen entfachte augenblicklich Empörung.

„Das ist nicht gerechtfertigt“, sagte Malfoy.

„Wir haben doch nichts gemacht!“, rief Harry dazwischen. „Wenn dieser...“

„Mister Potter“, kreischte seine Hauslehrerin. „Nichts gemacht? In den letzten Wochen haben sie beide“, sagte sie, während ihre Augen gefährlich von einem zum anderen zuckten.

„... die Toilette im fünften Stock bei einem Duell in Schutt und Asche gelegt, in der Großen Halle eine Essenschlacht ausgelöst, die komplette Zaubertrankklasse sturzbetrunken gemacht-“

„Das war aber Malfoy. Der wollte mich, indem er mir was in den Trank mischt, betrunken machen. Aber so blöd wie der ist, hat der sich verschätzt und gleich die ganze Klasse mit seinem Gebräu außer Gefecht gesetzt.“ Ein Lachen entwich Harry, als er sich daran erinnerte, wie alle grölend und lachend im Zaubertrankunterricht gesessen hatten.

„Das ist überhaupt nicht witzig.“, keifte McGonagall. „Wegen Ihnen wurden fünfundzwanzig unbeteiligte Schüler verletzt, Professor Flitwick vor allen gedemütigt, als er durch Ihren Fluch, Mister Potter, plötzlich im Schlafanzug dastand, die Quiddtichtribüne zu 15% zerstört und Hagrids Hütte in Brand gesteckt. Die Aktion vor ein paar Tagen war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Mister Potter in der Toilette festzukleben und ihn mit diesen Schmuddelheftchen zu überhäufen, war nicht nur Körperverletzung, sondern auch Erregung öffentlichen Ärgernisses.“

„Warum muss ich denn dann auch zu Snape?“, beschwerte sich Harry.

„Weil, Mister Potter...“, fauchte die Lehrerin. „... Sie daraufhin Mister Malfoy beim Frühstück per Post eine Gerätschaft zur Befriedigung analer Gelüste schickten, das zuerst laut kreischend verkündete, dass Mister Malfoy homosexuell sei und abschließend als Krönung noch schrie, es wolle nicht in gewisse Körperöffnungen gesteckt werden, und dass man es retten solle.“

Lachtränen erschienen in Harrys Augen. Das war zum Brüllen gewesen.

„Wenn Sie jetzt noch einmal behaupten wollen, Sie beide hätten nichts angestellt, dann fliegen sie sofort raus. Und jetzt will ich nichts mehr von Ihnen beiden hören. Morgen früh packen Sie ihre Sachen und tauchen um Punkt neun Uhr, nach einem letzten Frühstück in der Großen Halle, bei Professor Snape auf. Haben wir uns verstanden?“

Den beiden blieb gar nichts anderes übrig. Anständig nickten sie.

Dann entließ sie die stellvertretende Schulleiterin. Kaum waren sie aus deren Büro getreten, sahen sich die beiden Rivalen an.

„Ich werde dich dermaßen fertig machen, Potter.“, flüsterte Draco hasserfüllt.

„Und ich werde dir deinen kleinen schwulen Arsch aufreißen.“, giftete Harry zurück. Dann gingen beide ihres Weges.

Morgen würde es beginnen, aber heute würden sie sich noch von ganzem Herzen hassen.

***
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Krissy
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