Schöne Neue Welt

von AbGab
GeschichteAbenteuer / P16
Hiro Nakamura Mr. Bennet Peter Petrelli Sylar
09.06.2011
09.06.2011
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Zuallererst: Es kann sein, dass ich einige Fehler in der Geschichte mache, eventuell verändere ich den Plot der Serie auch ein wenig, damit die Story hier besser passt. Ich habe noch keine feste Idee dafür, nur ein leichtes Grundgerüst steht. Trotzdem wünsche ich viel Spaß beim Lesen ;)



Prolog: Eine gerechte Strafe

Claire Benett rannte schneller als je zuvor – zum ersten Mal seit Langem fürchtete sie um ihr Leben. Diese Furcht hatte das Mädchen nicht einmal verspürt, als Sylar sie vor so langer Zeit in ihrer Schule, damals noch in Odessa, Texas, aufgesucht hatte, um sie zu töten.
Sylar stellte längst keine Gefahr mehr für sie dar, seit ein paar Monaten gehörte er sogar zu ihnen, auch wenn Claire ihm noch immer nicht vertraute, er gehörte nun zu den Guten – oder waren sie das nicht?
Im letzten Moment schaffte Clair es, die umgefallenen Mülltonnen auf der engen Gasse im New Yorker Stadtteil Manhattan zu erkennen, und zu überspringen. Lange würde sie das nicht mehr durchhalten, nach einem kurzen Blick nach hinten erkannte sie zwar niemanden mehr, doch das musste nichts heißen – es war nach vier Uhr Nachts, abnehmender Mond, in der Straße waren die Lichter ausgefallen, es war dunkler als dunkel.
Sie blickte wieder nach vorn, das junge Gesicht schweißüberströmt, der Mund trocken wie eine Wiese im Hochsommer.
Wie war das möglich? Dieser fremde Mann war mit einem Mal aufgetaucht, er hatte definitiv Fähigkeiten, und was für welche – er hatte Edgar ohne Probleme abgeschlachtet, hatte raubtierartig mit ihm gespielt, um ihn dann zu töten.
Zugegeben, erst dachte sie, es wäre Sylar – aber nachdem sie in sein Gesicht gesehen, die kalten, blauen Augen erblickt hatte, hatte sie diesen Gedanken verworfen und war gerannt.
Ein weiteres Mal verstrickte sie sich in ihre Gedanken, riss sich nur schwer wieder heraus und blickte nach vorn – um vor Schreck fast einen Herzinfarkt zu erleiden.
Dort stand er, hoch gewachsen, mit einem Hut und Mantel bekleidet, am Ende der Gasse, die intakten Laternen der Hauptstraße ließen nur seine Umrisse erkennen.
„Du kannst mir nicht entkommen, Claire“, sagte er mit eisiger Stimme, „ich werde dich töten, egal, was du tust.“
„Ach ja? Dumm nur, dass ich nicht sterben kann!“, gab das störrische Mädchen patzig zurück, drehte sich um und wollte loslaufen – nur um festzustellen, dass der Fremde schon wieder vor ihr stand.
„Wie hast du-“
Ein Schlag ins Gesicht beförderte sie zu Boden, dieser Kerl war nicht zum Reden hier, sondern zum Töten.
„Wegen dir sind wir alle in Gefahr!“, brüllte er sie an, kam mit großen Schritten näher, der Trenchcoat wehte  energisch zurück, als sein Fuß vorschnellte und Claire mit einem kräftigen Tritt versah.
Selbstverständlich hatte sie noch immer das Glück, keine Schmerzen zu spüren, doch dem Fremden genügte es vorerst, seine Wut auszulassen.
„Das hab ich nicht gewollt!“, erwiderte sie, sah hinauf. Der Fremde packte sie an der Kehle, hob sie hoch und drückte sie gegen eine Wand.
„Nicht gewollt? Wurdest du vom Riesenrad geschubst? Bist du gefallen, oder gezwungen worden? Nein, du bist GESPRUNGEN!“
Speichel flog dem Mädchen ins Gesicht, ihre Angst hatte sich zu Panik verwandelt, doch sie versuchte ruhig zu bleiben.
„Ich wollte nur das Beste. Was willst du tun, mich zu Brei schlagen? Ich spüre keinen Schmerz und heile sofort, wenn du dich abreagiert hast.“
Der Mann schwieg kurz, und Claire grinste triumphierend. Der konnte ihr gar nichts. Nicht das Geringste. Doch im nächsten Moment lächelte der Fremde.
„ Dann sollten wir das ändern.“
Er wuchtete das Mädchen auf einen Müllcontainer, sie zappelte, doch er war stärker als sie, eine Hand legte er mitten auf ihre Brust, die andere an den Kopf.
„Lass mich-“
Claire wurde von dem Schrei des Manens unterbrochen, er begann zu zittern, seine Zähne zu klappern, ein Wind kam auf, der den Trenchcoat umher wirbeln und den Hut fast von seinem Kopf fegen ließ. Irgendwo in einer anderen Gasse war das Jaulen einer Katze zu hören, das Bellen eines Hundes. Und dann begann es.
Das Mädchen spürte ein Ziehen im Körper, als würde der Fremde ir etwas direkt aus der Seele reißen, erst war es nicht schmerzhaft, nur unangenehm – dann wurde es zur Hölle.
Bestialische Schmerzen fegten über das Mädchen hinweg, sie schrie auf. Hatte sie sich bisher gewünscht, normal zu sein, wie Andere zu sein, so wollte sie nun nur, dass diese Qual aufhörte.
Mit den Händen des Mannes wich auch der Großteil der Schmerzen, nur zwei Stellen pochten noch immer – ihr Bauch, dort, wo sie getreten worden war, und ihr Mund, wo der Schlag sie erwischt hatte.
Während der Fremde sich keuchend auf die Knie stützte, wischte sie sich ungläubig über den Mund.
„Blut…“, flüsterte sie, „was hast du getan?“
Er lachte auf, erhob sich und rückte den Hut zurecht.
„Ich habe dir deine Fähigkeiten genommen. Sie absorbiert, auf mich übertragen. Das ist es“, er kam mit seinem Gesicht an ihres, „was ich kann.“
Claire verzog ungläubig das Gesicht.
„Warum hast du dann Edgar umgebracht… warum willst du mich auch… du solltest mit uns kämpfen… oder uns allen die Fähigkeiten nehmen…“
Er schüttelte den Kopf.
„Der Plausch ist vorbei.“
Bevor Claire noch etwas sagen konnte, donnerte die Faust erneut in ihr Gesicht, ihr Hinterkopf krachte auf das Metall des Containers. Er ließ ihr keine Zeit zum Luft holen, packte sie am Genick und warf sie auf den Asphalt, setzte einen Tritt hinterher, und noch einen.
Nach einigen weiteren Schlägen stand er über ihr, Claires in eine helle Jacke gehüllter Körper so wie seine Hände blutverschmiert.
Sie weinte vor Schmerz, stieß grelle Schreie aus, die den gewalttätigen Mann nur noch ungehaltener machten.
„Halt´s Maul!“
„Warum… warum tust du das…“
„Weil du Schlampe alles ruiniert hast! Du hast mein Leben zerstört…“
Sie blickte auf, ihre Augen angeschwollen, nicht mehr als schmale Schlitze.
„Es tut mir doch… es tut mir doch Leid….“
Nun rastete der Mann völlig aus, ging ein Stück hinunter, der Hut segelte auf den Asphalt.
„Weißt du was?“
Er schlug ihr mit voller Wucht ins Gesicht.
„DAS.“ Schlag. „GENÜGT.“ Schlag. „MIR.“ Schlag. „ABER.“ Schlag. „NICHT!“
Ein Tritt brach der jungen Frau endgültig das Genick, wie der Boden vollkommen mit Blut bedeckt rappelte der Mann sich auf, blickte auf das Mädchen, das zum Letzten Mal von den Toten auferstanden war.
„Und dein Tod auch nicht.“
Ein wenig außer Atem griff er nach seinem Hut, brachte ihn erneut wieder in Form und wandte sich nach einem letzten, genüsslichen Blick von der Leiche ab.
Er hatte gedacht, es würde ihn zufrieden stellen, nur Claire Benett umzubringen. Da hatte er sich getäuscht – an seinem Unglück waren noch viele Andere Schuld, und er würde sie alle zur Rechenschaft ziehen.
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