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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 981
 
Arthur

Arthur kam den halben Tag nicht aus seinem Zimmer raus. Er hatte seinen Stuhl mit Kissen und allem möglichen gepolstert und sich stur an seine Präsentation gesetzt und dabei, nur um nicht an Antonio zu denken, sich wirklich in die Arbeit gestürzt. Er machte alles mit so ziemlich viel Perfektionismus und bewegte sich so wenig wie möglich. Es tat nun einmal weh....es war ja schon sehr geil gewesen, aber warum hatte es so schmerzvolle Folgen gehabt?!
Darauf hätte er nämlich gekonnt verzichten können. Er schnaubte leise. Er trank regelmäßig etwas aus seiner Wasserflasche, die er aus der Küche hatte mitgehen lassen, aber irgendwann war sie leer.

Und er hatte Durst.
Und er hatte Hunger.
Und er hatte keine Lust den Spanier zu sehen. Gerade in dem Moment, als er mit schmerzenden Hintern zur Tür ging und diese öffnen wollte, knallte die Tür auf und Arthur hatte einen netten roten Abdruck auf seiner Stirn...und er lag auf dem Boden. Mit dem Hintern schön hart auf den Teppich gefallen....er hatte einen schmerzhaften Aufschrei unterdrücken müssen.

„Hey Hey!“, sagte Alfred mit glänzenden Augen. „Rate mal, was ich gestern herausgef....“
„ALTER BIST DU NOCH GANZ DICHT! SCHON MAL WAS VON ANKLOPFEN GEHÖRT!“, schrie der Brite ihn an, rappelte sich auf und rieb sich dir Stirn. „Das sage ich dir jedes verdammte Mal! Jedes! Ist dein Gehirn so beschränkt, dass du dir nicht mal das einfachste überhaupt merken kannst! Oder bist du einfach zu dumm, zum Anklopfen!“

Alfred starrte ihn betroffen an. Arthur tat es augenblicklich Leid. Er war einfach nur verwirrt und frustriert und genau das war auch der Grund, weswegen er 'leicht' gereizt war. Und deswegen schneller in die Luft ging. Aber Arthur war in diesem Moment auch zu stolz, um sich zu entschuldigen. Er schnaubte nur, achtete nicht mehr auf den Amerikaner und schob sich an ihm vorbei. Das Dumme war nur, dass Alfred aus reinem Instinkt nach dem Schal griff und an diesem zog und nicht losließ. Wäre Arthur jetzt weitergegangen dann hätte er sich selbst stranguliert. Deswegen blieb er stehen und funkelte den anderen wütend an.

„Lässt du bitte los?“
„Warum trägst du das bei einer Temperatur von 28°?“
„Darum. Lass endlich los, Wanker! Ich brauche etwas zu essen“, gab Arthur keine echte Antwort.
„Komm schon, das ist kein Grund!“
„Doch. Das ist es. Und es geht dich überhaupt nichts an!“
„Alter, hast du heute eine schlechte Laune! Dabei wollte ich dir gerade sagen, dass die ein neues Menü bei McDonalds haben. Ich wollte dich eigentlich einladen, aber neeeein....“

Arthur überlegte schnell.
Er hatte Hunger. Und er wollte Antonio nicht sehen. Was gab es da besseres als auswärts zu essen? Aber sein Hintern tat weh...normal gehen konnte er ja mittlerweile wieder, aber sitzen...? Er konnte es ja auf den Sturz auf seinen Teppich schieben...sein Teppich war ja nicht der Weichste. Er seufzte auf. Gut, er würde auf eine anständige Mahlzeit verzichten...aber dafür würde er dem Spanier nicht über den Weg laufen, oder ihm zumindest weniger sehen. So nickte er nur.

„Okay. Ich zieh mich eben um.“
„Klasse!“, jubelte Alfred auf. „Dann frag ich die anderen, ob sie gleich mitwollen!“
Die anderen?
„Wen genau meinst du damit....mit...den anderen?“, fragte Arthur zögernd.
„Naja...Ned und so...und Antonio. Francis hat ja heute ein Date. Sonst hätte ich ihn auch gefragt.“
„Uhm....weißt du....dann koche ich mir doch lieber selbst etwas“, sagte Arthur nur unsicher. Alfred schien eher verwirrt als alles andere.

„Was ist denn los mit dir?“
„Egal“, murrte Arthur nur und ging in die Küche, ganz normal. Kein Antonio in Sicht. Alfred folgte aber. Was musste der Kerl auch so stur sein?!
„Was hast du denn auf einmal? Nur weil die anderen mitkommen? Komm schon, du bist zwar nicht immer gut gelaunt, aber leiden kannst du uns alle irgendwie. Ist deine Abneigung so groß, dass du es nicht einmal erträgst, mit der Person an einem Tisch zu sitzen...? Komm, wer ist es? Was ist passiert? Es muss Antonio sein, denn Ned war gestern mit mir unterwegs? Habt ihr euch gestritten? Soll der Held helfen? Dumme Frage, natürlich helfe ich. Das mach ich doch gern, Arthur, du brauchst dich nicht bedan...“

„Alfred, nein, es ist alles okay. Ich brauche keine Hilfe und du würdest alles nur noch schlimmer machen. Vergiss es einfach, ja?“, unterbrach Arthur ihn, ehe Alfred losflitzen konnte, um Antonio zu einer Runde 'klärende Gespräche' einzuladen. Das wäre im Moment das letzte, was er wollen würde. Alfred zog einen Schmollmund, musste das aber akzeptieren.
„Okay. Dann frag ich eben Ned und Antonio, ob sie mitwollen. Ersticke doch an deinen widerlichen Scones.“
„Sie sind nicht widerlich!“
„Sind sie wohl!“
„Sind sie nicht!“

Das ging eine Weile hin und her, bis Alfred dann verschwand, nicht ohne die Zunge zu Arthur auszustrecken und sich umzudrehen, damit er die anderen beiden fragen konnte. Arthur hingegen blieb in der Küche stehen und biss sich auf die Unterlippe. Dort, wo er jetzt stand, hatte Antonio ihn gestern genommen. Genau hier. Arthur schauderte bei der Erinnerung und schritt hastig zum Kühlschrank, um nicht zu sehr in Gedanken und mögliche Folgen zu versinken.

Er nahm sich eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank, nahm einen tiefen Schluck und lehnte sich an die Küchentheke hinter ihm, zuckte kurz zusammen, als er gegen seinen empfindlichen Hintern kam. Er beschloss, sich einfach eine Pizza in den Ofen zu schieben. Und genau das tat er.
Vorsichtig sah der Brite sich um. Der Spanier war zum Glück nicht in Sicht.

Er lehnte sich langsam an den Tisch....dort, wo Antonio am Abend vorher gelehnt hatte. Und da...hatte die Marmelade gestanden. Genau dort. Arthurs Finger fuhr über den Tisch. Und hier hatte Antonio sich selbst...Arthur wurde rot, stieß sich hastig vom Tisch ab, und schob die Pizza in den Ofen, stellte die Eieruhr.
Er sollte es vergessen.
Einfach vergessen.
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