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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.06.2011 928
 
Viel Spaß, ihr lieben!
Und bleibt und treu!!!!


Antonio

Sein Rücken schmerze. Dennoch stand er auf. Er wollte wissen, was dort auf seiner Haut brannte. Da sein Spiegel zu klein war, beschloss er, seine Begutachtung mit einem Besuch im Badezimmer und einer ausgiebigen Dusche zu kombinieren. Also zog er sich an und tapste zum Sicherungskasten, um das warme Wasser einzuschalten. Dann huschte er ins Badezimmer.

Doch gerade, als er die Tür hinter sich schließen wollte, stellte jemand einen Schuh samt Badeschlappen in den Spalt und drängte sich herein. „Was willst du?“, fragte er nicht sonderlich überrascht, als ein nackter Francis die Tür hinter sich schloss. Ein durchaus typisches Bild in ihrer WG, denn der Franzose duschte nur ungern allein. „Duschen natürlich...Ich habe gleich ein Date“, erklärte dieser und warf sein rosa Handtuch auf den Boden, bevor er an ihm vorbei, zur Duschkabine strebte.

Antonio griff ihn bei der Schulter. „Das glaubst auch nur du! Ich fühle mich wie gerädert. Du wartest gefälligst, bis ich fertig bin“, beschloss er und wollte den Blonden aus dem Bad schieben. Doch einen Francis wurde man nicht so schnell los. Sehr zu seinem Bedauern.„Aber wir können doch auch zusammen duschen! Ich muss dringend duschen, Antoine“, quengelte der Franzose, dem er auf keinen Fall den Vortritt lassen würde. Denn dieser blockierte das Bad normalerweise für mehrere Stunden.

Schließlich gab sich der Spanier geschlagen.  Er wollte nämlich dringend, wirklich sehr dringend das heiße Wasser auf seiner Haut spüren. Und so hoppste Francis in die Kabine, während er sich auszog und sich seufzend zu ihm, gesellte. Rasch, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen, wusch er sich und war dankbar für die Größe der Duschkabine, weil er ihm so nicht zu nah kommen musste.

„Was hast du denn da?“, fragte der Blonde plötzlich und fuhr ihm mit dem Finger am Rücken entlang. Antonio zuckte jäh zusammen. „Was soll das?“, blaffte er seinen offiziell Bisexuellen Mitbewohner an, von dem Bekannt war, dass er es mit jedem Trieb, der fragte, und wenn nicht, dann fragte halt der Franzose. „Uii....Du hattest wohl eine heiße Nacht, Mon cherí...“, grinste dieser und gab ihm einen Klaps auf den Hintern. „Die Kleine muss ja ganz wild auf dich gewesen sein“, fügte er noch an.

„Warum denn das?“, der Spanier war irritiert, aber vielleicht würde er nun erfahren, warum sein Rücken brannte. „Nun Mon cherí...Dein Rücken ist ganz zerkratzt....Ihr müsst es sehr wild getan haben...“, gluckste Francis schadenfroh. Nun hatte er die Antwort. Sein Rücken brannte wegen der Kratzspuren, die Arthur hinterlassen hatte. Er stockte gedanklich.

Arthur. Ja, er hatte einen Traum gehabt. Er hatte Marmelade gegessen und dann hatte er mit Arthur geschlafen. Ja, da war ein komischer Traum gewesen. Ein sehr komischer Traum. Und auch, wenn er sich nur wage erinnerte, konnte er sagen, dass es sehr realistisch gewesen war. Und er erinnerte sich entfernt, geträumt zu haben, dass der Engländer ihn gekratzt hatte, vor Lust. Ja, so war es in seinem Traum gewesen. Aber Träume hinterließen keine Kratzspuren. Träume hinterließen keine realen Spuren. Nur die Realität tat sowas.

Also war es real gewesen? Er hatte mit Arthur geschlafen? Und Arthur hatte ihn gekratzt? Er hatte Sex mit Arthur gehabt? Er hatte ihn hemmungslos genommen? Er hatte es mit Arthur getan? Er? Mit Arthur?

Seinen inneren Konflikt mussten nun die Fliesen der Dusche ausbaden, an denen er seine Gedanken durch dagegen schlagen zu ordnen versuchte. Doch Indizien blieben Indizien, Fakten blieben Fakten. Und Duschwand blieb Duschwand. Und sie war hart. Und tat weh. „Äh, was wird das?“, fragte der Franzose irritiert, der es nun eine ganze Weile angesehen hatte. Antonio hörte auf. Er seufzte und lehnte sich mit dem Rücken gegen die kühle Wand.

„Francis?“, fragte er dann vorsichtig.
„Was gibt es? Na komm, erzähl es dem großem Bruder“
„Was macht man, wenn man etwas sehr Schönes getan hat und es nicht hätte tun sollen? Wenn es falsch war?“
„Ahh, verstehe Mon Cherí...Du hast mit einem Mädchen geschlafen und jetzt bereust du es...“
„Nunja...Ja?...Mal angenommen...“
„Macht doch nicht....Es hat dir gefallen und das ist alles was zählt..Und ihr scheinbar auch...“
„Aber was ist mit...Mit den Konsequenzen?
„Nun...sie könnte schwanger werden...“
„Das mein ich nicht....Ich meine, was mache ich, wenn ich...Sie sehe?“
„Nun....Wenn du es bereust, dann tu, als sei es nie geschehen...Wenn nicht, dann tu es öfter mit ihr...Sex ist Sex...Es fühlt sich gut an und ist toll für den Taint“
„Ich soll also tun, als sei nichts passiert?“
„Achte darauf, wie sie reagiert...wenn sie es wiederholen möchte, warum nicht?“
„Nein...Das glaube ich nicht...Es war...Sozusagen ein Unfall...“
„Dann vergiss es....Und jetzt raus hier, ich will in aller Ruhe duschen...“

Damit schmiss Francis ihn aus der Duschkabine. Antonio zog sich an, nun, da das Rätsel gelöst war und er einen Rat bekommen hatte. Wenigstens war Francis weiter davon überzeugt, er stünde ausschließlich auf Frauen, wie er es ihm bei ihrer ersten Begegnung klar gemacht hatte. So konnte er der peinlichen Erklärung aus dem Weg gehen. Und da er gerade so schön beim aus dem Weg Gehen war, konnte er gleich mit Arthur weiter machen,

Denn ihm wollte er nur recht ungern über den Weg laufen. Schließlich hatte er mit ihm geschlafen. Und wahrscheinlich war es von dessen Seite nicht einmal freiwillig geschehen. Wie konnte er nur? Wie hatte er es nur tun können? Am Besten vergaß er es ganz schnell wieder.

Mit diesem frisch gefassten Beschluss trat er ins Wohnzimmer, wo ihre anderen Mitbewohner friedlich schlummerten.
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