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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
05.06.2011 1.032
 
sooo, ihr lieben, das wars!

wir sind fick und fertig!

wir hoffen aber, dass euch das lesen so viel spaß gemacht hat, wie uns das schreiben!





Antonio

Sein Hirn lief auf Hochtouren. Er war sich sicher, dass der Brite es hören musste, so sehr ratterte es in seinem Oberstübchen. Arthur hätte niemals mit Francis geschlafen? Er hätte sich nicht von ihm verführen lassen? Weil er bereits verliebt war? In einen Spanier? In IHN? Er begriff es nicht. Hatte Arthur ihm gerade – lautstark – erklärt, dass er in ihn, Antonio Fernandez Carriedo verliebt war? Das war völlig unmöglich. Er musste sich verhört haben! Doch der wütende Blick des Blonden ließ keine Zweifel. Er hatte jedes Wort so gemeint. Wie war das möglich? Der Spanier konnte das einfach nicht glauben. Es MUSSTE einfach ein Irrtum ein, ein Fehler. Wie könnte solch ein wunderbarer Mensch sich nur in ihn verlieben? Und selbst wenn es so wäre, hätte Arthur es sicherlich niemals gesagt. Weil er zu stolz wäre. Weil er schon zu oft verletzt worden war.

Trotzdem hatte ihm Arthur Kirkland gerade seine Liebe gestanden.
Arthur Kirkland liebte ihn!
Arthur hatte nicht mit Francis geschlafen!
Niemals würde er.
Aber er, Antonio...Er hatte beinah mit Francis die Nacht verbracht.
Um Arthur zu schützen.
Dennoch hatte er ihn in gewissem Sinne betrogen.

Er verfluchte sich selbst für diese Idee. Wie hatte er es nur tun können. Arthur liebte ihn und er liebte Arthur. Und trotzdem hätte er fast mit Francis... Er wollte sich am liebsten ohrfeigen, dafür, dass er allein diesen Plan gehabt hatte, dafür, dass er ihm sozusagen fremd gegangen war. Obwohl sie einander liebten. Ja, sie erwiderten die Gefühle des anderen.
Diese Erkenntnis drang nur langsam zu ihm durch. Es war Liebe. Sie liebten einander. Arthur hatte Gefühle für ihn!
Und er erwartete eine Antwort. Was sollte er tun? Er wusste nicht, was er sagen sollte. Sein Mund war so trocken, seine Zunge schwer, wie Blei. Was sollte er erwidern? Arthur hatte alles gesagt. Nun war er dran.

„Ich...Ich...“, hauchte er. Verdammt, mach den Mund auf, Antonio, schallt er sich. „Arthur, ich hätte heute beinah mit Francis geschlafen...“
Was hatte er da gesagt? Er hatte ihm doch sagen wollen, dass er ihn auch liebte. Schon lange. Dass er ihn wundervoll fand, liebenswert, freundlich, emotional. Dass er gern mit ihm zusammen wäre. Und nun? Was hatte er da nur angestellt? Er hatte alles kaputt gemacht! Er war so ein verdammter Idiot.
„Du hast...“, begann der Brite leise. „Oh, äh, also dann...Viel Glück und so...“, mit diesen Worten wandte sich Arthur um. Mit raschen Schritten entfernte er sich.

Antonio hatte es verdient. Er hatte Mist gebaut. Er hatte alles kaputt gemacht. Er verdiente es.
„Ich, es tut mir leid...“, hauchte er in die Stille, die ihn umgab. Er war sich sicher, Arthur musste ihn nun hassen. Schließlich hatte er es verbockt. Aber trotzdem... Der Spanier hatte das Bedürfnis, sich zu entschuldigen, sich zu erklären, auch, wenn er ihn betrogen hatte. Das musste der Grund für Arthurs Verhalten sein!
All seinen Mut sammelnd, raffte er sich schließlich auf, ihm zu folgen.

„Arthur, warte!“, rief er, doch der Brite hörte nicht. Er holte auf. „Warte bitte!“
„Warum sollte ich?!“ Die Stimme des Blonden klang merkwürdig belegt. Weinte er etwa? Hatte es ihn so sehr verletzt? Antonio war überrascht. Dabei waren sie nicht einmal zusammen. Doch er konnte es auch verstehen, schließlich hatte er auch nicht gewollt, dass Arthur mit jemand anderem schlief.
„Ich, es tut mir Leid, Arthur...Ich wusste nicht, dass du, ich meine....“
„DU HAST MIT FRANCIS GESCHLAFEN! Geh doch zu ihm! Lauf mir nicht nach!“
„Nein, ich...Ich konnte nich- Äh, warum sollte ich? Ich bin froh, dass der Aufreißer weg ist!“
„Wie bitte?!“ Arthur war in Rage. In seinen Augen funkelten Zorn und Tränen, als er sich zu ihm umwandte.
„Ich, also...Ich habe euch belauscht und...“, versuchte der Brünette zu erklären, warum er es beinah getan hatte, doch sein Gegenüber hörte nicht zu.
„Und du wolltest auch mal mit ihm? Bevor ich mit ihm schlafe?“
„Nein, Arthur, du missverstehst das!“
„Ach, dann hab ich es falsch verstanden, dass du es mit IHM getan hast? Dass du eifersüchtig warst? Aber keine Sorge. Ich werde euch nicht im Weg stehen“
„Uns? Was will ich mit Francis, du Idiot? Ich will dich, verdammt nochmal!“ Endlich war es raus.

Arthur sah ihn an. Antonio hielt dem Blick stand. Sie schwiegen eine Weile. Langsam wich die Wut in den grünen Augen Nachdenklichkeit.
„Warum?“, fragte der Brite dann.
„Ich, ich weiß es nicht. Ich bin schon eine Weile in dich verliebt, Arthur...Bitte verzeih mir, ich...“
„Nein, warum hast du mit Francis geschlafen?“
„Habe ich nicht...“
„Du wolltest“, unterstellte Arthur leise.
„Weil ich euch belauscht habe. Weil er mit DIR schlafen wollte. Und ich wollte das nicht, deshalb habe ich ihm ein Angebot gemacht, aber dann...Ich konnte einfach nicht mit ihm schlafen....“, murmelte der Brünette und wandte sich ab. „Ich will nur dich....“

„...Ich würd dir gerade liebend gerne eine reinhauen, dass du dich in diese Sache einmischen wolltest, weil es in erster Linie doch meine Sache ist...aber...ich war auch nicht besser“, gab er zu. „Ich habe nur nachgegeben, weil ich mir irgendwie beweisen wollte, dass du nur ein Freund für mich bist. Nun...es hat nicht funktioniert. Eher das Gegenteil ist passiert...“ Er hatte die Arme verschränkt, dass es eher so aussah, als würde er sich selbst umarmen. „...Kannst du mir verzeihen, dass ich so lange blind und stur gewesen bin, um das offensichtliche zu erkennen?“
„Ich dir?“, hauchte Antonio ungläubig. „Viel eher sollte ich dich um Verzeihung bitten, Arthur...Ich habe meinen Mund ja auch nicht auf gekriegt...“
Er trat einen Schritt auf den Briten zu. Dieser machte keine Anstalten, zurückzuweichen, weshalb er schließlich, als er direkt vor ihm stand, die Arme um ihn legte. „Arthur, te quiero....“, flüsterte er dann.

Arthur rührte sich im ersten Moment nicht,schmiegte sich dann aber an den Körper des anderen, vergrub seine Finger im Oberteil. „Hören wir auf mit den Entschuldigungen....“, murmelte er. „Konzentrieren wir uns auf das Wesentliche...“, er sah auf, direkt in die grünen Smaragde. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. „I love you too.“
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