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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 670
 
Arthur

Er hatte Antonio kaum kommen gesehen. Aber wie ein Blitz war er an ihm vorbei geschossen und hatte Francis gepackt. Dabei hatten sie sich eben noch gut unterhalten – so gut wie kaum je zuvor. Das hatte er wirklich kaum erwartet, aber Francis war wirklich ein guter Gesprächspartner. Und er wusste, wenn Antonio nicht wäre, dann würde er auch ein guter Bettpartner sein. Und nun wurde der Franzose an einen Baum gedrückt und angeschrien. Und zwar von keinem geringerem als dem Spanier, der doch sonst so sorglos gut gelaunt war, dass einem manchmal fast davon übel werden konnte. Arthur war verwirrt. Eine Seite wollte weg, spürte noch Schuldgefühle, wollte sich entschuldigen, aber die andere Seite wollte Antonio zurückziehen und wissen, was das hier werden sollte. Vor allem verstand er das ganze nicht.

Hatte Francis etwas angestellt? Aber wenn ja, was? Er konnte nur zusehen, wie Antonio Francis fast erwürgte. Ob Francis was getan hatte? Ihn angefasst? Wen meinte er? Etwa ihn? Die Hälfte bekam er nicht mit, weil Francis nur flüsterte, aber langsam baute sich ein Gesamtbild auf und auch....Hoffnung.
War Antonio etwa nur ausgetickt, weil er gedacht hatte, dass Francis und er Sex gehabt hatten? Erst dann wurde er wieder klar und konnte sich wieder regen. Auch wenn er sich bei ihm entschuldigte, so arbeitete sein Gehirn auf Hochtouren. Er verschränkte die Arme und verzog meine Miene.
„Zuallererst solltest du dich bei Francis entschuldigen. Immerhin hast du ihn fast erwürgt, nicht mich“, setzte er an. „Aber das kann warten“, sah er nun zu Francis. „Froschfresser, tu mir den Gefallen und verzieh dich. Wir haben etwas zu besprechen.“

Francis rieb sich seinen Hals und nickte nur, musterte beide noch einmal, ehe er in Richtung Dorf ging. Und nun waren sie alleine. Und sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Aber er wusste: Heute und jetzt wäre der Tag, an dem sie alles sagen mussten, was gesagt werden musste. Abgesehen davon, dass er sich zuvor genug Mut angetrunken hatte und der Alkohol ihn etwas Stärke und Rückgrat gab. Immer noch hatte er die Arme verschränkt, wartete, bis der Franzose aus seinem Blickfeld verschwunden war.
Antonio schien noch zu verdattert zu sein, konnte kaum etwas sagen. Aber das brauchte er für den Moment nicht. Denn nun war er es, der an den Baum gedrückt wurde, am Kragen gepackt.

„Was zur Hölle hast du dir dabei gemacht, hier einfach hereinzustürmen und ihn fast umzubringen? Hättest du nicht einfach, wie jeder andere normale Mensch einfach reden können? Das kriegen andere auch hin, egal wie zornig sie sind! Du hättest ihn umbringen können! Und warum flippst du überhaupt so aus? Es ist immerhin MEIN Leben und ich bin, denke ich, alt genug, um selbst zu bestimmen, wann ich was mit wem mache! Du hast da überhaupt nichts mitzureden, denn ich bin weder mit dir verheiratet noch mit dir zusammen! Und komm mir nicht damit, dass Francis ein egoistischer Perversling ist, der nur auf Sex aus ist. Wir leben in einer WG, ich kenne ihn mittlerweile gut – mehr, als mir manchmal lieb war. Und ich bin nicht so bescheuert, um mein dummes Herz an einen Player wie ihn zu verschenken! In der Hinsicht kann ich sehr wohl auf mich alleine aufpassen! Abgesehen davon wäre an dem Abend nichts gelaufen, weil ich Francis nur mitgezogen habe, um ihn zu sagen, dass diese ganze Scheiße mit dem Ficken nicht funktioniert, weil, verdammt noch mal, wehe dir, wenn ich das noch einmal sagen muss, ich mein gottverdammtes Herz bereits verschenkt habe und zwar an einen gottverdammten, idiotischen und dummen Spanier! Und wenn du jetzt fragen solltest, wen ich meine, dann frage ich mich, wo zur Hölle du dein verficktes Gehirn gelassen hast, weil ich nämlich keinen anderen Spanier außer dir kenne!“, er ließ ihn los und trat wutschnaubend einen Schritt zurück und funkelte ihn an. „So. Da hast du es jetzt. Und wehe, du fragst irgendetwas Dummes!“, er rang nach Luft und fühlte sich seltsamerweise erleichtert, dass es endlich raus war. Jetzt musste sein Gegenüber nur antworten.
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