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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 1.299
 
Antonio

Er hatte noch eine ganze Weile im Bett gelegen und intensiv versucht, ein Loch in die Decke über ihm zu starren, doch es hatte einfach nicht geklappt. Auch, wenn er es sich vorgestellt hatte. Er hatte ersonnnen, dass alles um ihn bröckeln würde, dass ein riesiges schwarzes Loch alles um ihn verschlucken würde, doch nichts war geschehen. Und als er schließlich einen Moment lang diesen Gedanken entkommen war, hatte er sich aufgesetzt und das Bett, sein Zimmer verlassen. Er hatte einfach raus gemusst, weil es nichts gebracht hätte, weiter zu liegen und zu grübeln und zu...Nein, er durfte nicht weiter in diesen Gedanken versinken! Er musste los! Denn er hatte ein ungutes Gefühl. Was wäre, wenn Francis sein Versprechen nicht gehalten hatte? So, wie er nicht in der Lage gewesen war, seines zu halten?

Antonio musste es verhindern! Der Franzose durfte nicht mit Arthur schlafen! Egal, zu welchem Preis. Er musste es einfach verhindern!
Und genau deshalb eilte er nun zurück zum Fest. Er rannte, so schnell ihn seine Füße trugen. Das durfte einfach nicht passieren! Nur weil er es nicht geschafft hatte, weil er versagt hatte, würde Francis nun mit Arthur schlafen. Nein, er konnte diesen Gedanken nicht ertragen. Es tat zu sehr weh, in seiner Brust. Es durfte einfach nicht sein! Das war alles seine Schuld. Er hätte es verhindern müssen. Er hätte...Er hätte es tun müssen. Doch er hatte es nicht getan. Auch, wenn er sich voll und ganz darauf konzentriert hatte, auch, wenn er sein Bestes getan hatte. Es war nicht gut genug gewesen. Es hatte einfach nicht geklappt.

Er hatte seinen Deal mit Francis nicht einhalten können. Er hatte es einfach nicht über sich gebracht. Zwar hatte der Blonde vieles versucht, als er gemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte, doch hatte Antonio einfach nicht reagiert. Es hatte nicht funktioniert. Egal, was der Franzose versucht hatte, – was wirklich nicht wenig war – er war einfach nicht hart geworden. Es hatte ihn nicht erregt. Er hatte nicht gekonnt! Und nur deshalb, wegen dieser kleinen Schwäche im entscheidenden Moment, würde dieser, dieser...er würde mit Arthur schlafen! Das durfte er einfach nicht zulassen. Das würde er nicht ertragen können. Niemand sonst sollte seinen Liebsten berühren. Bitte nicht! Bitte nicht Francis, der ihm nur weh tun würde, der nur seinen Spaß wollte, der seinem Arthur nur das Herz brechen würde!

Würde der Brite sich der Person hingeben, die er liebte, die ihn liebte, dann würde sich der Brünette ohne ein Wort zurückziehen, würde ihn  aufgeben, ihn niemals wieder anrühren, doch nun war es Francis! Der Mann, der immer nur seinen Spaß wollte, der sich immer nahm, was er wollte, der ihm weh tun würde. Und das konnte Antonio einfach nicht zulassen, er konnte es nicht ertragen. Das durfte nicht geschehen. Niemals! Nur über seine Leiche! Es wäre schon schwer genug, müsste er Arthur loslassen für die Person, die dieser wirklich liebte, doch unter diesen Umständen war es ihm einfach nur unmöglich, tatenlos zuzusehen!

Die Lichter des Festivals kamen immer näher. Er musste sich beeilen! Bald schon erreichte er das Gelände. Wo war Arthur? Das war sein einziger Gedanke. Er musste ihn finden. Bevor Schlimmeres geschah. Er konnte es einfach nicht zulassen! Warum nur, hatte er so lange gezögert? Warum hatte er Ewigkeiten Löcher in die Luft gestarrt? Er hätte dem Franzosen sofort folgen müssen. Er hätte ihn einholen müssen. Warum nur, hatte er auch nur eine Sekunde gezögert? Nun würde sein Arthur es mit diesem...mit diesem Froschfresser tun! Das war unverzeihlich! Er würde diesen Verführer...er würde es ihm zeigen! Ihn fertig machen. Ihn  notfalls mit Gewalt von seinem geliebten Arthur fern halten! Denn er durfte ihn nicht benutzen! Er durfte ihm einfach nicht weh tun! Das würde er nicht ertragen können. Das durfte dem doch so zerbrechlichen jungen Mann einfach nicht passieren. Er musste es um jeden Preis verhindern!

Wo war Arthur?  Voll Panik lief er über das Gelände, nach dem Briten Ausschau haltend, doch er konnte ihn nirgendwo ausmachen. War es etwa doch schon zu spät? Nein, das durfte einfach nicht sein! Er musste es einfach verhindern!
Da! er erblickte Scott in der Menge. Sicher wusste dieser, wo sein Bruder abgeblieben war. Er betete inständig, dass es so wäre und eilte auf ihn zu. „Scott!“, rief er völlig außer Puste und kam keuchend vor ihm zum Stehen.
Der Schotte musterte ihn mit hochgezogener Augenbraue. Voller Skepsis.
„Ich, ich, wo...“, begann der Brünette, noch immer nach Atem ringend.
„Was ist los?“, fragte der Rotschopf und fasste ihn an den Schultern. Er begann, ihn durchzuschütteln. Langsam beruhigte sich der Spanier. „Also?“, wurde er gefragt.

Er atmete tief durch, überlegend, wie er es denn nun am Besten formulieren sollte. „Wo, wo ist Arthur?“, gelang es ihm schließlich, was ihm auf der Seele brannte, zu formulieren.
Scott zog an seiner Zigarette. „Warum willst du das wissen?“
„Weil, ich...Wegen Francis, also, ich...“, stammelte Antonio nervös.
„Er ist mit Francis weggegangen...“
„Wohin!?“, rief er panisch aus. Er musste es einfach verhindern.
„Warum willst du das wissen?“
„Bitte, sag es mir! Ich muss Arthur vor dem größten Fehler seines Lebens bewahren!“
„Er ist ein erwachsener Mann und sollte selber in der Lange sein, zu entscheiden, ob was auch immer ein Fehler ist...“

„Bitte, Scott...Es ist...Es ist wichtig!“
„Warum?“, fragte der Angesprochene ganz ruhig.
„Weil...Scott, ich...Er darf einfach nicht mit Francis....“ Der Brünette verzweifelte langsam.
„Er ist alt genug...“
„Bitte, ich...Ich liebe ihn“, brach es aus ihm heraus. Er musste es einfach verhindern. Arthur durfte nicht mit Francis schlafen!
„Das hat jetzt aber gedauert...“, brummte Scott und schmiss seine Zigarettenkippe auf den Boden, um sie auszutreten. Antonio schwieg. Er sah beschämt zu Boden.nun war es also raus. Er hatte es gesagt. Doch es war nichts, als die Wahrheit. „Er ist vor ca zehn Minuten mit Francis in Richtung Wald verschwunden...Dort entlang“, erklärte der Schotte und deutete in eine bestimmte Richtung.
„Ich...Danke...“
„Worauf wartest du, Moron?“
„Ja, äh...“, murmelte der Brünette irritiert, dann setze er sich in Bewegung. Er musste zu Arthur. Sofort!

So schnell ihn seine Füße trugen, rannte er in die aufgezeigte Richtung. Es durfte einfach nicht passieren! Francis durfte es einfach nicht tun!
Da! er sah sie! Zwei Gestalten, sie auf ihn zu kamen. Arthur erkannte er sofort. Der andere musste Francis sein. Er hörte den Briten lachen. Was hatte das zu bedeuten? Hatte Francis etwa... Blind vor Wut stürmte er auf sie zu. Das durfte nicht passiert sein! Der Franzose durfte es einfach nicht getan haben!
„Francis!“, rief er aus und stürmte auf ihn zu. Völlig außer sich, fasste er ihn am Hals und bugsierte ihn zu einem Baum. „Was hast du getan?“, fragte er gefährlich leise. Den überraschten Arthur ignorierte er. Sein Zorn galt einzig und allein Francis.

„Was...Was soll das?“, keuchte dieser und versuchte, zu atmen.
„Hast du mit ihm...?“, zischte der Spanier.
„Was habe ich?“
„Hast du es getan, du Bastard?“
„Lass mich...Ich krieg keine....“
„Halt den Mund, Francis! Hast du ihn angefasst?“
„Ich...“
„Hast du?“
Nein, ich....“
„Wehe du lügst!“, drohte Antonio. Er ließ ihn los. Der Franzose sackte in sich zusammen.
„Ich hab nicht...Mit ihm...“, flüsterte er, nach Atem ringend.

Antonio wandte ihm den Rücken zu. Dann erst bemerkte er Arthurs Blick. Dieser musste ihn die ganze Zeit völlig schockiert angestarrt haben. Erst jetzt realisierte er, was er getan hatte. Er hätte Francis beinah erwürgt. Entgeistert sah er auf seine Hände. Was hatte er getan? Er war völlig ausgerastet. Dabei hatte er doch Arthur nur schützen wollen.
Diesen sah er nun an. In seinem Blick lag tiefe Reue. „Es, es tut mir leid...“, flüsterte er. Seine Stimme zitterte. Er konnte das alles noch immer nicht glauben. Er war blind gewesen, vor Zorn.








sooooooo, bald haben wir es geschafft
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