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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 841
 
Antonio

Er hatte  den Franzosen nicht mit Arthur allein lassen wollen, doch seine Blase hatte ihn gezwungen. Danach, so hatte er es sich vorgenommen, würde er alles ihm mögliche tun, um Francis die Tour zu vermiesen. Wenn nötig würde er sogar selber mit ihm...Nein, daran wollte er nicht einmal denken! Aber er wäre bereit, es zu tun, nur um Arthur davor zu bewahren, dass ihm erneut das Herz gebrochen wurde.

Nachdem er sein Geschäft erledigt hatte, hatte er  überrascht festgestellt, dass seine beiden Begleiter nicht auf ihn gewartet hatten. Wohin es Francis verschlagen hatte, war ihm relativ egal, doch was war mit Arthur? Voller Panik war er losgelaufen um ihn zu suchen. Er befürchtete, der schmierige Franzose hätte sich an ihn heran gemacht, ihn vielleicht in eine dunkle Ecke gezogen und...Nein, daran wollte er auch nicht denken! Doch angetrieben von von der Eifersucht und der Angst um seinen Briten durchkämmte er panisch das Gelände. Und endlich, endlich! sah er zwei Gestalten, etwas abseits von den Buden. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, als er sie erkannte. Eilig rannte er auf die beiden zu, mit der festen Absicht, sich auf den Franzosen zu stürzen, ihm eine reinzuhauen, sollte er sich an seinem Arthur vergriffen haben.

Sie standen nah beieinander. Verdächtig nah. Antonio befürchtete schon das Schlimmst, wollte gerade voll Zorn, den Namen des Langhaarigen rufen, als er Arthurs Worte hörte. Sie ließen ihn erstarren. „Why not?“, hatte der Brite gesagt. Er habe niemanden. Er war also frei. Antonio hielt den Atem an, sah tatenlos zu, wie Francis den Arm um seinen Liebsten legte, ihn zu sich zog. „Wie wäre es dann jetzt? Wir könnten...“, murmelte der Franzose und deutete mit einem Nicken zu einer abseits gelegenen Baumgruppe.
Das Herz des Spaniers machte einen Sprung. Es drohte zu zerspringen in seiner Brust. Es tat so weh, diese Worte zu hören. Doch er konnte nichts tun. Er durfte nicht einschreiten. Es war Arthurs Wahl, nicht seine. Denn seine Liebe war geheim.

„Nun...“, hörte er seinen Schwarm leise sagen. „Ich bin nicht sicher, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist...“
„Aber warum nicht? Du willst es doch auch...“, lächelte Francis gut hörbar und begann, seinen Hals zu küssen. Antonio war kurz davor, trotz Allem einzuschreiten. Er wollte ihm weh tun, ihn töten, ihn von Arthur wegzerren, doch er durfte nicht. Er war gezwungen, zu verharren.
„An-, Antonio!“, hörte er Arthur seinen Namen sagen. „Er wird uns schon vermissen...“
„Na und? Soll er doch...Wir zwei hübschen könnten uns die Zeit viel besser vertreiben, als mit ihm...“
„Aber, ich meine...Also...Nicht jetzt, Francis...“ Arthur wandte sich ab. Rasch ging der Spanier hinter einer Bude in Deckung. Er wollte nicht gesehen werden. Nicht, nachdem er DAS mit angehört hatte.
„Aber dann heute Abend...Ich werde dich entführen, mon cher“, erklärte der Franzose verheißungsvoll und zwinkerte ihm zu.

Antonio wurde schlecht. Er musste weg. Er konnte es nicht ertragen. Vor allem, als er Arthurs Antwort hörte. Es war ein „Ich werde warten“, ein schmerzhaftes „Ich werde warten“, das ihm fast das Herz zerriss, das ihm ein Messer tief in die Brust rammte. Er wandte sich ab und rannte. Zurück  zu den Toiletten, wo er sich erst einmal übergab. Es tat weh. So schrecklich weh! Und er er konnte nichts tun. Er musste es ertragen. Er durfte nicht weinen, nicht jetzt! Das wäre sein Ende. Dann könnte er nie wieder aufhören.

„Antonio?“, hörte er eine Stimme und eine Faust schlug heftig gegen die Tür der Kabine. „Bist du da immer noch drin?“, rief die vertraute Stimme rau und er hörte ein erneuten Geräusch. Jemand hatte gegen die Tür getreten. „Hey, Wanker, jetzt komm da raus! Bist du ins Klo gefallen?“
„Ich...Mir ist schlecht geworden....“, versuchte er zu erklären, während er sich den Mund abwischte. Schließlich war er, wie Arthur dachte, jetzt schon eine knappe Viertelstunde  auf der Toilette.
„Komm da jetzt raus, oder wir lassen dich allein! Und jetzt sag nicht, dass du die schottische Küche nicht verträgst!“
„Ich bin schon fertig....“, murmelte Antonio. Sein Herz schmerzte, Tränen brannten in seinen Augen, doch er spülte und öffnete die Tür.

„Du siehst aus, wie ein Gespenst...“, sagte der Blonde leiser, ruhiger, als er ihn sah.
„Mein Magen...“, versuchte er, ihm zu erklären.
„Dann solltest du dich ausruhen...Ich werde Francis bitten, dich nach hause zu bringen. Ich muss noch meinen Bruder treffen“, beschloss der Brite. Francis? Auf den hatte Antonio nun gar keine Lust. Dennoch nickte er gehorsam. Ihm war schlecht. Und so konnte er verhindern, dass Arthur noch mehr Zeit mit dem Franzosen verbrachte. Also nickte er.
„Ja, bitte...“, murmelte er, sich zum Waschbecken begebend, um sich die Hände zu waschen. Und den Mund. Arthur verließ die Toilette. Wahrscheinlich um mit Francis zu reden. Und schon wieder spürte er einen Stich in seiner Brust. Dann trat er nach draußen, wo Francis ihn mit wenig begeistertem Gesicht empfing.

„Gehen wir...“, sagte dieser kurz angebunden und wandte sich um. „Na komm schon, ich hab nicht den ganzen Tag Zeit...“, brummte er.  Antonio nickte und folgte ihm.
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