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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 729
 
Antonio

Er hörte ihnen kaum zu. Das Dorffest war ihm herzlich egal. Er bemerkte nur Francis´ Blick. Er war auf Arthur gerichtet und spiegelte eindeutiges Interesse wieder. Das gefiel ihm gar nicht. Doch er ließ sich nichts anmerken, fixierte einfach nur den Franzosen, in der Hoffnung, dieser würde aufhören.
„...Nicht wahr Antonio?“, vernahm er dann mit halbem Ohr zuhörend.
„Äh, was?“, er blinzelte und wandte den Blick zu Gilbert, der gesprochen hatte.
„Ich habe gesagt, dass Arthur im Rock sicher lustig wäre“, wiederholte der Weißhaarige und grinste in die Runde. Sein Bruder war errötet, was Antonio erahnen ließ, dass Gilbert wohl schon mal etwas in dieser Richtung mit ihm angestellt hatte. Das wollte er aber gar nicht genau wissen.

„Äh, nun...“, er blickte in die Runde und dann zu Arthur, dem die Bezeichnung ´Rock´ scheinbar missfiel. „Also, ein Kilt ist doch kein Rock, ich meine...Das ist doch ein Kulturgut“, murmelte er dann. Er hatte einfach das Gefühl, sich für ihn einsetzen zu müssen.
„In der Tat!“, stimmte nun auch Francis ein. „Außerdem würde ich mich mit dieser Kultur gern vertraut machen“, grinste er frech. Ned verdrehte die Augen und nahm es dem Spanier ab, sich über den Kommentar aufzuregen.
„Also wirklich...Du jagst allem nach, was nicht bei drei auf dem Baum ist“, stellte der Holländer fest.
„Ach was, das stimmt doch gar nicht...“, was war denn mit Francis los? Sonst brüstete er sich doch immer mit seinen Eroberungen, auch, wenn diese meist nur für eine Nacht waren. Es gab nur einen Grund, warum er seine Casanova-Ambitionen verleugnen sollte und dieser schmeckte dem gebräunten gar nicht.

Sie redeten noch ein wenig über alles und nichts, dann zogen sie sich zurück, da sie erst am Nachmittag auf das Fest gehen würden. Als Antonio auf seinem Zimmer ankam, wollte er noch ein Buch für die Uni lesen, doch er konnte sich nicht konzentrieren, nach etwa drei Seiten, von denen er sich nichts hatte merken können, gab er auf und legte die Lektüre zur Seite. Mit flauem Gefühl erhob er sich und verließ sein Zimmer. Eine Weile lief er ziellos durch die Gänge, bis er vor Arthurs Tür stand. Gern hätte er geklopft und wäre hinein gegangen, doch er hielt inne. Nein, er wollte ihn nicht bedrängen.

Also ging er an der Tür vorbei und nach nur wenigen Schritten kam ihm ihm der Franzose entgegen. Er blieb abrupt stehen, mitten im Gang.
„Lass mich durch, Antonio“, lächelte Francis.
„Wo willst du denn hin, mein Lieber?“
„Warum, hast du etwa etwas mit mir vor?“
„Wo willst du hin?“, fragte Antonio erneut.
„Es geht dich nichts an, Cheri“, wurde er angelächelt.

„Hast du ein Auge auf ihn geworfen?“, fragte der Spanier bemüht ruhig.
„Auf wen denn?“
„Das weißt du genau. Seit wann interessierst du dich für ihn?“
„Warum sollte ich mich nicht für ihn interessieren“, scheinbar hatte der Franzose verstanden, dass er durchschaut worden war.
„Du lästerst über ihn. Ich dachte, er sei dir recht egal“
„Ich lästere nicht, ich stelle fest..“
„Wenn du wirklich so über ihn denkst, was willst du dann von ihm?“, er lehnte sich zum Ohr des Empörten.
„Nun, weißt du...Ich will ihn halt einfach mal ausprobieren...“
„Was bitte?“, Antonio schob ihn von sich. „Das kann nicht dein Ernst sein“

„Warum denn nicht? Es ist ja nicht so, als würde es dich etwas angehen...“, lächelte der Blonde c„...Und außerdem...Er ist zu haben...“
„..Ich...Äh“, ihm fehlten die Worte. Er durfte sich nicht verraten. Doch er konnte es nicht zulassen. Nein, nicht Francis. Jeder andere, aber nicht der Franzose! Jeder, der es ernst meinte! Für jeden würde er Platz machen, aber nicht für ihn. Nicht für jemanden, der nur spielte, der nur einen schellen Fick wollte. Niemals.
„Lass Arthur in Ruhe. Das hat er nicht verdient. Ihm würde es das Herz brechen, Francis!“, verlangte er deshalb.
„Und warum sollte ich auf dich hören?“
„Weil ich es dir sage“, er knackte mit den Fingern. „Und jetzt geh zurück auf dein Zimmer...“, brummte er.

„Wenn du meinst, mon cher.....“, zwinkerte Francis, drehte sich aber brav um und schritt engelsgleich von dannen.
Antonio seufzte und lehnte sich gegen die Wand. Er fragte sich, wie er es aushalten sollte. Der Blonde würde nicht aufgeben und er konnte Arthur nicht in der Öffentlichkeit schützen. Nicht, ohne seine Gefühle zu offenbaren. Und das durfte er nicht, sonst würde er ihn verlieren.
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