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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
05.06.2011 988
 
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Antonio

Nachdem er von Arthur eine Standpauke bekommen und einige Zeit im Bett gelegen hatte, ohne einschlafen zu können, hatte er spontan beschlossen, nett zu dem Mann zu sein. Er öffnete geräuschlos seine Zimmertür, froh, dass ihre anderen Mitbewohner mit den Mädchen feiern waren, und schlich in die Küche. Er wollte dem Blonden einige Toasts machen, da er wusste, dass dieser mit leerem Magen nicht schlief. Es war ihm mal in einem lang zurück liegenden Streit bezüglich des Küchenplans an den Kopf geworfen worden.

Er begann nun, ohne Licht einzuschalten – er kannte sich schließlich in seiner eigenen WG-Küche bestens aus -  einige Brote in die Schlitze des dafür vorgesehenen Geräts zu schieben. Währenddessen summte er leise vor sich hin und suchte nach geeigneter Marmelade für seinen Mitbewohner. Seine Lieblingssorte hatte dieser nämlich höchstpersönlich am Tag zuvor im Alleingang verputzt.

So dachte Antonio zumindest, bis er zwischen einigen Gläsern im Kühlschrank tatsächlich noch eines mit der entsprechenden Aufschrift fand. Er kramte das weit hinten stehende Glas hervor, glücklicherweise ohne größere Schäden anzurichten und öffnete es. Der Inhalt sah, soweit er es beurteilen konnte, noch gut aus. Sie roch nach Orange, ganz so wie es sich für Orangenmarmelade gehörte.

Als nun der Toaster seine Arbeit beendet hatte, schnappte er sich die Brote und schmierte sie. Als er fertig war und sich in Bewegung setzen wollte, um sie seinem Mitbewohner zu überreichen, hielt er inne. Wie sollte er sicher gehen, dass die Toasts auch wirklich nicht mit alter, verdorbener Marmelade bestrichen worden waren? Und dann hätte er Schuld an Arthurs Zustand. Obwohl er fest überzeugt war, dass dieser Magen alles aushalten müsste, so wie er doch selbst kochte.

Todesmutig nahm nun der Spanier eines der Toasts und biss ab. Die Marmelade war gut. Obwohl sie selbstgemacht war. Von Arthur. Sie war essbar. Lecker sogar. Sie schmeckte so herrlich süß und fruchtig. Er biss erneut ab. Sie schmeckte vortrefflich. Fast so gut, wie einige Kreationen des Franzosen nebenan. Das erste Toast war vernichtet. Das zweite folgte. Und es schmeckte so gut. So einmalig, dass er nachdem er auch damit fertig war, zum Marmeladenglas griff und begann, es mit einem Löffel auszuleeren.  

Wie war es nur möglich, dass etwas englisches schmecken konnte? Und dann auch noch so gut? Es war unglaublich! Fast wie Zauberei, wie die Marmelade nun in seinem Mund verschwand. Es schmeckte so lecker. Nicht von dieser Welt. Magisch. Verzaubert. Unheimlich lecker. Ja, genau so, stellte er sich vor, müsste der Engländer schmecken. Genau so süß und unwiderstehlich. Genau so würde es sein, wenn er von ihm kosten würde.

Das Glas war geleert, sein Hunger aber noch nicht gestillt. Sein Hunger nach dem Geschmack des Blonden. Also stellte er es auf die Arbeitsplatte und lehnte sich dagegen. Ein Rotschimmer zierte sein Gesicht. Er könnte zu ihm ins Zimmer schleichen und ihn berühren. Sich an ihm sättigen. Ihn kosten. Er könnte ihn nehmen. Seinen Appetit auf mehr stillen. Er könnte...ja, er könnte so vieles tun. Doch er würde es nicht tun.

Er traute seinen Beinen nicht mehr. Diese zitterten nämlich ungewohnt heftig und beraubten ihn seiner Bewegungsfreiheit. Er würde sich nicht rühren. Nur ein kleiner Teil von ihm würde. Nämlich seine Hand, die nun begann, über seine Unterhose zu streichen. Wie von selbst fand sie den Weg unter den dünnen Stoff der Pants und schloss sich um sein voll erwachtes Glied. Es war hungrig, wie er selbst. Und nun war es an ihm, diesen Hunger zumindest zu lindern. Wenn er ihn auch nicht stillen konnte.

Was tat er nur? Er besorgte es sich. In der Küche des Wohnheims. Mitten in der Nacht. Im Dunkeln. Während er sich seinen Mitbewohner in allen erdenklichen Posen vorstellte. Wie er nackt vor ihm stand, wie er es ihm mit dem Mund machte, wie er sich auf dem Tisch vor ihm räkelte. Wie er sich selbst streichelte. Wie er sich dehnte. Wie er ihn nehmen würde. Auf dem Küchentisch. Mitten in der Nacht.

Und er konnte nicht aufhören. Er war nicht mehr Herr seines Körpers. Er war einfach nur noch erregt. Er wollte ihn so sehr. Auf der Stelle. Voll und ganz. Er wollte seinen Hunger stillen. Er wollte mit ihm Schlafen. Es wollte es ihm besorgen. Sich in ihm versenken. Ihn nehmen. In ihn stoßen. In ihm kommen. Ihn beschmutzen. Er wollte ihn.

Was war nur mit ihm geschehen? Er war ein leidenschaftlicher Mensch. Schon immer. Aber das war ihm noch nie passiert. Er war nicht mehr Herr seiner Sinne. Er hatte vollkommen die Kontrolle verloren. Und deshalb gab er sich seinem wilden Gedankenspiel hin, erbebte am ganzen Leib, fuhr mit fahrigen Fingern immer wieder an seinem Glied auf und ab, ohne, dass es ihn recht zu erlösen vermochte. Er war verloren. Er wollte kommen. Er wollte es so unbedingt. Er wollte den Engländer. Er brauchte ihn. Er wollte es mit ihm tun.

Und das alles nur wegen dieser zauberhaft schmeckenden Marmelade. Gedanklich, ohne es recht zu realisieren, in seiner Lust, stockte er. Sein Körper brannte vor Erregung. Er suchte die Erlösung, wie ein Verdurstender das Wasser, und doch, etwas störte ihn. Es hatte mit dieser Marmelade angefangen. Die, von der er nicht hätte essen sollen. Die so göttlich schmeckte, wie er sich den Briten vorstellte. Die ihm nun solche süßen Qualen bereitete.

Er hatte es durchschaut, doch was brachte es ihm? Sein Körper stand in Flammen. Er war unendlich erregt. Er zitterte am ganzen Leib. Er wusste, er würde es nicht mehr durchhalten. Und er wusste, dass ihm die Sinne schwanden. Dass er sich er Lust voll und ganz hingab. Dass er es brauchte. Dass er es wollte. Dass er ihn, Arthur begehrte. Mehr denn je. Und er verlor sich im Rauch der Gefühle, im wohligen Nebel der Lüste, realisierte so gar nicht, wie sich die Küchentür öffnete, wie sie leise quietschte. Er hockte einfach nur da, an der Arbeitsplatte Halt suchend und versuchte, sich Erleichterung zu verschaffen.
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