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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 Slash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 987
 
Arthur

Er schlief sofort ein. Es fühlte sich einfach richtig an. Irgendwie komplett. Er fühlte sich geborgen und geschätzt. Das, was er sein ganzes Leben irgendwie gesucht, aber nie wirklich gefunden hatte. Er spürte den Arm um sich, kuschelte sich an den anderen und sank ins Reich der Träume. Er träumte...nichts. Aber er musste zugeben, dass er wohl seit Wochen wieder richtig gut schlafen konnte...wieso fragte er nicht. Es war sicher nur Zufall, redete er sich ein. Nur Zufall. Nichts weiter. Dass es an Antonio liegen könnte, das bedachte er nicht, aber vielleicht war er einfach noch nicht bereit für diese Erkenntnis.

Am nächsten Morgen erhob Arthur sich schläfrig und blinzelte in die Sonne. Er brauchte einige Momente, um zu realisieren, wo genau er war und dann erinnerte er sich. Er war zu Antonio gegangen...mitten in der Nacht. Arthur gähnte und streckte sich leise, unterdrückte das typische Geräusch, was er dabei machte (nämlich das eines Eichhörnchens, womit Scott ihn immer gerne aufzog. Und Francis auch). Antonio war noch nicht wach, er schlief noch. Der Engländer nutzte die Gelegenheit und musterte den anderen...und bemerkte augenblicklich, dass der andere unruhig schlief und schlecht träumte. Tatsächlich dauerte es nicht lange und der Spanier schlug seine Augen auf...mit Tränen. Arthur blinzelte verwirrt, zog eine Augenbraue hoch.
„Morgen, Antonio. Schlecht geträumt?“, fragte er den anderen ruhig. Statt ihm auf seine Frage zu antworten, antwortete Antonio mit einer Gegenfrage, die Arthur aus dem Konzept brachte.

„Bist du einsam, Arthur?“
„W...What?“
„Ob du einsam bist.“
„Was soll die Frage, Wanker!?“
„Antworte mir! Bist du einsam!“
„Was spielt das für eine Rolle, Moron!“, wich Arthur seinem Blick aus. War er einsam? Im Moment nicht. Aber er wurde es schnell. Er war immerhin sein ganzes Leben alleine gewesen und wenn dann jemand weg war...oder dergleichen, dann war man eben schneller einsam.

„Sag es mir...bitte!“, nahm Antonio, wahrscheinlich ohne nachzudenken sein Gesicht zwischen seine Hände und zwang ihn, ihm in die Augen zu blicken. Arthur war eher verwirrt, aber er biss sich auf die Lippen. Er wollte sagen, dass alles okay war, er sich nicht einsam fühlte, aber das wäre eine Lüge gewesen. Und Arthur konnte niemandem direkt in die Augen lügen.
„....Manchmal“, sagte er deswegen nur und sah erst den anderen an und dann nach unten, zu seinen Händen.
„Por qué? Warum?“, sah der Brünette ihn eindringlich an. Arthur zuckte hilflos mit den Schultern.
„Ich war es immer gewesen...schon ewig“, sagte er nur hilflos. Warum mussten sie das ganze auch am frühen Morgen besprechen.

Auf einmal wurde er in eine feste Umarmung gezogen. Arthurs Augen weiteten sich.
„Du brauchst nicht einsam sein! Ich bin da und Scott auch! Und wenn du irgendwelche Probleme hast oder du das Gefühl hast, du musst reden, dann komm zu mir, sí?!“
„What the...“, blinzelte Arthur. Wirklich. Das war zu viel am Morgen. Wahrscheinlich träumte er noch und würde bald aufwachen. Genau. Und nichts davon wäre passiert. Dann besann er sich und löste die Umarmung eher abrupt, während ihm die Röte ins Gesicht stieg. „Wanker!“, sagte er nur, lächelte dann aber leicht. „Ich gehe jetzt duschen und wir sehen uns beim Frühstück.“
Damit stand er auf und verschwand. Begegnen tat er auf dem Weg niemanden, was auch gut so war. In seinem Zimmer nahm er seine Sachen und verschwand dann in der Dusche, ließ das Wasser auf seinen Körper prasseln. Er hatte ein Lächeln im Gesicht.
Antonio dachte an ihn. Er wollte, dass es ihm gut ging und er sich nicht einsam fühlte. Und es fühlte sich gut an.

Doch warum diese Frage? Kurz blickte Arthur auf sein Handgelenk, wo eine feine weiße Narbe war, eine Erinnerung an seinen kläglichen Versuch seinem erbärmlichen Leben ein Ende zu nehmen. Er rieb sich kurz drüber und wollte gerade aus der Dusche steigen, als jemand ins Bad kam. Es war ein Franzose. Arthur kniff die Augen etwas zusammen.
„Noch nie etwas von Klopfen gehört?!“
„Non. Außerdem bist du eh fertig. Also spielt es keine Rolle, Inselaffe“, lächelte Francis und schien ihn zu mustern. Arthur verdrehte die Augen.
„Raus hier, du perverser Sack!“
„Mon dieu! Ich kann doch schon mal duschen gehen! Es ist doch genug Platz für alle da!“
„Anscheinend hast du noch nie etwas von Privatsphäre gehört...“, fauchte der Brite, schlang sich ein Handtuch um seine Hüften. „Und jetzt verschwinde!“
„Non~ Ich denke nicht daran“, lächelte Francis charmant, trat einen Schritt auf ihn zu. Arthur blickte ihn fest und finster an, rührte sich aber keinen Schritt von der Stelle. Francis lachte leise auf, kam noch einen Schritt näher.
Da wurde es Arthur zu bunt. Er packte den anderen, der wohl sichtlich überrascht war, und schob ihn grob aus der Tür heraus. „Ich. Sagte. Raus. Hier“, knurrte Arthur nur, knallte die Tür zu und ließ einen bedepperten Franzosen vor der Tür stehen. Was da begann, in seinem Kopf vorzugehen, wollte er gar nicht wissen...

Mit einem zufriedenen Blick und nassen, wirren Haaren trat Arthur dann gute 5 Minuten später aus dem Badezimmer und stolzierte zum Esszimmer, wo einige schon saßen. Darunter auch Scott und Antonio. Francis hatte sich ein anderes Badezimmer gesucht und kam nach ihm an. Arthur hockte an seinem Stammplatz neben Scott, schmierte sein Haferbrötchen und wirkte sichtlich zufrieden. Er hatte alles um sich ausgeblendet, dass er Francis' Blick gar nicht mal bemerkte. Selbst wenn, er hätte diesen Ausdruck im Gesicht und das Lächeln sicherlich nicht deuten können.
„Was steht heute an“, hibbelte der Amerikaner auf seinem Platz herum.
„Heute Abend ist ein Dorffest...ich gehe auf jeden Fall dahin. Du sicher auch, Scott, oder?“, dieser nickte nur knapp.
„Soll ich dir deine Sachen heraussuchen? Also deinen Plaid oder deinen Kilt?“
„Gern.“
„Und ich hoffe, du trägst es wie ein echter Schotte“, bemerkte Scott trocken.
„Keine Sorge“, schmunzelte Arthur. „Ich habe meine gute Erziehung schon nicht vergessen.“
Denn echte Schotten trugen nichts unter dem Kilt.





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