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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 919
 
Antonio

Nachdem er sich angezogen hatte, öffnete er Arthurs Zimmertür einen Spalt. Vorsichtig linste er heraus, bevor er sie öffnete, sofort bereuend, dass er einen toten Winkel übersehen hatte. In diesem nämlich hatte Francis gestanden und hob nun überrascht eine Augenbraue, als er das Schauspiel sah.
„Antonio...“, begann er langsam. Der Angesprochene zuckte augenblicklich ertappt zusammen und schloss die Tür.
„Ah, Francis, welch eine Überraschung...“, lächelte er gezwungen.
„Was hast du denn in Arthurs Zimmer gemacht? Ich hab dich schon gesucht“
„Ähh....“
„Warum warst du in Arthurs Zimmer?“
„Weil, ähh....Nun...Ich meine....“
„Jetzt sag nicht, du hast die ganze Nacht auf ihn aufgepasst, wegen der Gruselnacht?“
„Ähh, ja!“, wenn er die – nicht ganz unwahre – Erklärung schon so bereitwillig serviert
bekam, konnte er soviel auch zugeben.

„Hab ich´s doch gewusst!“
„Was?!“
„Dass Arthur Angst hat“
„Achsoo“
„Was dachtest du denn?“
„Ich weiß auch nicht...Ich meine, es ist schon komisch, wenn ein Kerl aus dem Zimmer eines anderen kommt“
„Ach was....Dir trau ich´s noch zu, aber Arthur? Niemals!“, der Blonde fing an, zu lachen
„...“
„Niemals...Der doch nicht...Ich glaub ihn nicht mal, dass er eine Freundin hat“, lachte er.

„Wenn du meinst...“, er schlug dem Spanier auf die Schulter.
„Natürlich, ich wette, er wünscht es sich so sehr, aber naja...Wer würde schon...mit ihm?“, scheinbar amüsierte er sich köstlich.
„Äh..“
„Ich meine, er ist doch ständig nur am meckern, mit ihm hält es doch keiner aus...Obwohl, ihn zu ärgern macht sicher Spaß, aber der Rest?“
„Aber...“
„Er ist einfach ein egoistischer Stinkstiefel“
„Francis?!“, tadelte Antonio, doch zu spät. Er bemerkte just in diesem Moment, dass sie beobachtet wurden und ein beleidigter Arthur ihn anfunkelte.

„So denkt ihr also über mich?!“, in der Stimme des Engländers war keine Regung zu spüren, doch er wusste, dass dieser schwer getroffen war. So gut kannte er ihn mittlerweile.
„Niemand will also mit mir zusammen sein, ja?“, er wollte etwas einwerfen, ihm erklären, dass es nicht stimmte, dass er es sehr wohl mochte, dass er ihn mochte, doch ihm blieben die Worte im Hals stecken.
„Ich dachte, ach egal....Bye“, grummelte der Brite und stapfte mit gezwungener Ruhe zwischen ihnen hindurch, in sein Zimmer.

Antonio sah ihm nach. Er konnte es nicht fassen. Das hatte er doch nicht gewollt. Er liebte ihn doch.
„Jetzt ist er beleidigt....“
„Halt den Mund, Idioto!“, wies er ihn zurecht. Was hatte der Franzose nur angerichtet? Er drehte sich um und ließ ihn stehen. Um die nächste Ecke gebogen, ließ er seinen Kopf erst einmal gegen die nächstbeste Wand knallen. „Ich Idiot....“, murmelte er dabei, bevor er zum Frühstück ging.

Von Frühstück konnte keine Rede mehr sein. Es war schon alles abgeräumt. Nur Scott saß da und rauchte.
„What´s up? Du guckst ja, als wärst du vom LKW überrollt worden...“, er seufzte.
„Ach, ich weiß auch nicht...Ich mache alles falsch...“
„Wasn passiert? Brot ist im Schrank, by the way...“
„Ach...Ich glaube wirklich, er hasst mich jetzt...“, Antonio öffnete einen Schrank, holte ein e Scheibe Brot heraus und setzte sich auf einen Suhl neben den Schotten.
„Who? Jetzt sag nicht, Arthur...“
„Genau der...“, lustlos kaute er auf einem Bissen herum.
„Was hast du denn angestellt?“
„Ach, Francis hat sich über ihn lustig gemacht und....Jetzt denkt Arthur, dass ich...Ach, ich weiß nicht...Er war jedenfalls sehr verletzt...“

„Verletzt sagst du?“
„Ja...Man sieht es ihm nicht an, aber er ist sensibel...“, er stockte, als Scott aufstand und ihm auf die Schulter schlug.
„Gut erkannt und das tun bei Weitem nicht viele...Es ist 'ne harte Nuss...“
„Eigentlich ist er das nicht, oder? Er ist ziemlich sensibel, wenn es um seine Gefühle geht.....“
„Well done. Gut erkannt, Antonio...Ich denke, bei dir ist er ganz gut aufgehoben...“
„Was?!“
„Schon gut....Ich muss los....Guten Appetit“
„Ähh...“, der Schotte ließ ihn einfach sitzen und verdrücke sich, eine neue Zigarette anzündend.

Der Dunkelhaarige aß sein Brot auf, dabei dachte er über die Worte nach, die Scott gesagt hatte. Ja, Arthur hatte eine harte Schale, aber er war sehr verletzlich. Er verstand nicht, warum sein Bruder daraus so eine große Sache machte, es zu erkennen. Das war doch nun wirklich offensichtlich, oder? Er stand auf und ging auf sein Zimmer. Das Bett war unberührt, kein Wunder, er hatte nicht darin geschlafen. Er ließ sich darauf fallen und seufzte tief. Hätte Francis nur nicht so schlecht über ihn gesprochen. Oder hätte er ihm doch gesagt, dass er nicht so dachte. Hätte er Francis nur zurecht gewiesen. Arthur war sicherlich sauer auf ihn. Das wollte er nicht.

Er setzte sich auf und verließ sein Zimmer. Er wollte sich entschuldigen. Schließlich hatte er keine Einwände erhoben. Gerade wollte er an Arthurs Zimmertür klopfen, als sich der Franzose in sein Blickfeld schob.
„Francis?“, fragte er wenig begeistert.
„Ja, was ist denn? Streifst du auch so ruhelos durch die Gänge?“
„Nein, nicht wirklich...“
„Was hast du denn? Bist du sauer, oder so?“
„Offen gestanden, ja“
„Warum?“
„Weil du so schlecht über Arthur geredet hast“

„Ja?“
„Ja. Das hat er nicht verdient“, er räusperte sich. „Arthur ist eigentlich ziemlich nett und umgänglich, er ist nur halt etwas....Schwierig. Aber das ist kein Grund, ihn gleich als Looser abzustempeln“
„Na aber hallo...Was hat dich denn erwischt?“
„Geht dich nichts an, ich wollte es dir nur gesagt haben“, erneut räusperte er sich. „Also sei netter zu ihm, ja?“, er wandte sich um und ließ den Mann einfach stehen.








So ihr lieben, wir machen jetzt erstmal ne kleine Pause, da meine Vorabi-klausuren losgehen
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