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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
05.06.2011 1.025
 
Arthur

Es war schon seltsam...wie er sich an den anderen klammerte. Aber aus irgendeinem Grund war es ihm weder peinlich...noch fühlte es sich falsch an. Und das war wohl einer der Gründe, warum er es zuließ. Bei Alfred oder Francis hätte er es nicht getan. Aber bei Antonio...lag es vielleicht einfach daran, dass sie schon öfters Sex gehabt hatten? Oder einfach, weil er zu ihm überhaupt eine andere Beziehung als zu den anderen hatte?

Diese und andere Gedanken lenkten ihn etwas ab, jedoch riefen ihn Geräusche immer in die Realität zurück, und das brachte ihn nur wieder dazu, sich an den anderen zu klammern. Und dann noch das Gewitter...eigentlich hatte er keine Angst vor Gewitter, aber die Gruselnacht, dieser Ort und seine Stimmung brachten ihn einfach dazu. So hätte dieser Abend nicht laufen sollen...
Dass Antonio keine Angst hatte, wusste er...jedoch wollte er keine Schwäche zeigen. Und das war vielleicht sein größter Fehler an sich...und seine größte Schwäche.

Aber Antonios Nähe tat wirklich gut...jedoch würde er es bei klarem Bewusstsein nie sagen. Ebenso wenig, dass er gerade panische Angst hatte. Verdammt...der Spanier roch so gut...und seine Arme um seinen Körper fühlten sich so gut an. Bilder zuckten in seinem Kopf auf.

Bilder von ihrem ersten Sex, von Antonios erregtem Gesicht, von seinem Glied in seinem Körper und seinen Lippen auf seiner Haut. Bilder von Fantasien, die er seit jenem verhängnisvollen Tag hatte...Und Bilder von jener Nacht, wo er sich genommen hatte, was er gewollt hatte. Arthur biss sich auf seine Unterlippe, zuckte kurz zusammen, als es blitzte und donnerte, aber sonst ließ er sich nichts anmerken....nichts von der Hitze und der Röte in seinem Gesicht. Ganz besonders, als er etwas an seinem Bein spürte.

War das etwa...? Ja, das musste es. Doch wieso? Wollte der Spanier ihn? Oder träumte er bloß? Arthur war verwirrt. Er fragte sich, ob er der Grund war, oder etwas anderes? Sollte er es ignorieren? Sollte er es beachten? Was genau sollte er jetzt machen? Denn seine nächste Handlung würde über den Rest der Nacht...und vielleicht der Reise bestimmen.

Ein Blitz zuckte auf und er zuckte zusammen, kuschelte sich an Antonios Körper und ein Blitz fuhr durch seinen Körper, Blut raste durch seinen Venen und seine Adern zu einem bestimmten Körperteil.
Er wollte ihn.
Er wollte Antonio.
Wieso auch immer.
Der Grund spielte keine Rolle.

Er wollte den anderen spüren, auf seiner Haut, in sich. Er wollte den anderen schmecken. Er wollte den anderen hören, seine Laute tief in sein Gehirn einbrennen und sich daran erinnern. Er wollte den anderen sehen, wie es ihm gefiel und es ihn anmachte, ihn zu nehmen.
Es gab nur ein Problem bei der Sache: Der Spanier schlief anscheinend schon. Oder?
„Antonio? Schläfst du schon?“, fragte er leise in die Dunkelheit. Keine Antwort. Anscheinend schlief er wirklich, tief und fest. Arthur löste sich kurz, drehte sich dann zum anderen um und blickte in dessen friedliches Gesicht.

Arthur hob instinktiv die Hand, hielt aber inne. Was, wenn der andere aufwachte? Was, wenn der andere die Augen aufschlug und direkt in seine grünen Augen schaute? Anscheinend machte sein Körper mittlerweile eh nur das, was er wollte.
Seine Fingerkuppen strichen hauchzart über die Wange des anderen, über seine Stirn und über seine Nase und die Augenbrauen. Antonio regte sich nicht. Konnte er weitergehen? Arthurs Finger hörten nur kurz auf, aber dann nur, um umso entschlossener fortzufahren. Er strich über die Ohren, über das Kinn und zog die Kieferknochen nach. Fasziniert beobachtete er dabei die Reaktionen des Spaniers...Antonio reagierte tatsächlich. Sein Atem wurde schneller und unter seinen geschlossenen Lidern bewegten sich seine Augen. Und er schnurrte tatsächlich etwas auf...nur leise, aber er schnurrte.

Arthur vergaß die Gruselgeschichten und das Gewitter, widmete sich der Erforschung des Gesichts des anderen. Wann würde er denn sonst das nächste Mal die Möglichkeit haben? Zielstrebig strichen seine Finger über das Kinn und dann hoch zu den Lippen, zeichnete die Lippenkonturen nach. Antonios Lippen waren weich...und sie bewegten sich etwas unter seinen Fingern. Aber nur schwach.

Ob er es wagen konnte, ihn zu küssen? Nur kurz? Einfach seine Lippen auf die des anderen pressen und dann schlafen gehen? Arthur zögerte erneut, aber wieso? Er war schon so weit gekommen und bis jetzt war nichts passiert...Antonio schlief tief und fest. Arthur richtete sich etwas auf, musterte das Gesicht des anderen und küsste ihn dann, presste seine Lippen sachte auf die des anderen...
Wie erwartet, die Lippen waren weich. Und köstlich. Arthur schloss kurz die Augen, löste sich dann aber und biss sich erneut auf die Unterlippe, kaute etwas darauf herum.
Er wollte mehr. Viel mehr.

Und auf einmal waren Antonios Augen offen. Röte schoss Arthur ins Gesicht und er war froh, dass das Licht aus war...der Engländer drehte den Kopf zur Seite und wollte sich hastig wieder hinlegen, als wäre nichts gewesen, als Antonio seine Handgelenke packte, ihn sanft ins Kissen drückte und ihn dabei mit diesem seltsamen Gesichtsausdruck ansah. Aber seine grünen Augen funkelten so schön im Dunkeln...Arthur machte den Mund auf, um etwas zu sagen, aber es kam nichts raus. Er wollte Antonio fragen, was das werden sollte, er wollte ihm sagen, dass er loslassen sollte...doch er wusste, dass es nichts ändern würde.

Antonio war erregt...und er auch. Sie hatten schon Sex gehabt und der Sex war gut. Und Arthur wusste, dass er Antonio wollte. So erwiderte er den Kuss nur, als sich der Größere der beiden herunter beugte...dabei schloss er seine Augen.
Der Kuss war anders als die bisherigen. Er war immer noch verlangend, aber ruhiger, besonnener. Als würde Antonio dabei denken...oder es auskosten.

„Antonio“, murmelte er nur in den Kuss. „Lass mich los..“
Er befahl nicht. Er flehte nicht. Er ließ es als Tatsache im Raum stehen...und der Spanier gehorchte. Arthur nutzte diesen Freiraum, um seine Arme um den Nacken des anderen zu schlingen.
Hatte er diesen Urlaub nicht eigentlich davon wegkommen wollen?
Nun, das konnte er auch am nächsten Tag versuchen...oder am Tag darauf...oder danach... irgendwann....





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