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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 1.135
 
Arthur

Warum nur? Warum nur musste er neben diesem bescheuerten Spanier sitzen? Und dann auch noch für so viele Stunden! Arthur wagte es kaum, aufzustehen, aus Angst, er müsste mehr Körperkontakt mit Antonio haben als er eigentlich wollte. Es reichte ja schon, dass er mit ihm reden musste. Und dann noch über Charaktereigenschaften. Seine Charaktereigenschaften.

Auf diese Szene vor ihm achtete er kaum mehr...doch er würde den beiden so schnell nicht in de Augen sehen können. Klar, er hatte selbst mal seinen Bruder geküsst, aber da war er jung gewesen und es war der erste Kuss...aber da war nie mehr als das. Auch wenn Arthur irgendwie zugeben musste, dass Scott schon auf seine Art attraktiv war. Nun denn, es spielte keine Rolle.
Sie waren da und mussten aussteigen und Arthur vermutete, dass das die schlimmsten Ferien seines Lebens werden würden...

Sie stiegen aus, holten ihre Koffer, was auch eine Weile dauerte und dann seufzte Arthur auf. Gleich würde das Chaos losgehen....gleich....Er ging kurz auf die Toilette, schöpfte einen Moment Ruhe, die er bei der Gruppe ja nicht wirklich hatte. Es wurde langsam zu viel. Erst Antonio, dann die Sache mit den Brüdern...und Scott war Scott. Kurz darauf kam er wieder und seine Sorgen waren vorzeitig vergessen: Er freute sich auf das Wiedersehen mit dem Schotten.

Sie gingen also mit ihren Koffern durch die Türen und Arthur sah ihn schon. Man konnte Scott mit seinen auffälligen roten Haaren nicht übersehen. Es fehlte nur noch die Zigarette im Mund, das Problem war, dass man am Flughafen nicht rauchen konnte. Arthur trat durch die Absperrung und ein seliges Lächeln lag auf seinen Lippen, als er mit glänzenden Augen und schnellen Schritten zu Scott ging und ihn fest umarmte. Das war unüblich für ihn....aber er hatte Scott seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr gesehen und ihn....ja....vermisst.

Nach einigen Sekunden lösten sie sich wieder, lösten sich und Arthur richtete seine Sachen, sah etwas zu Boden.
„Denk dir nichts bei, ja?“
„Natürlich nicht“, wuschelte Scott Arthur nur durch die Haare und besah sich anschließend die Reisegruppe aufmerksam. „Ich schlage vor, wir vertagen die Vorstellungsrunde auf mein Schloss“, sagte er mit seinem schottischen Akzent. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen und sie machten sich auf den Weg.

Draußen angekommen, zündete Scott sich als erstes eine Zigarette an und führte sie an der Spitze des Trupps zu den Autos. Er hatte Bekannte gefragt, ob sie die Gäste auch fahren könnten, immerhin waren es nicht wenige, die da mitgekommen sind. Der Schotte blies den Rauch in die Luft. Arthur ging neben ihm und musterte ihn.
„Du rauchst immer noch“, sagte er missbilligend.
„Und?“, pustete Scott eine kleine Rauchwolke in Arthurs Richtung, der auch gleich hustete. Scott grinste nur breit. „Wie ich es vermisst habe, dich zu ärgern, toll (Gälisch: Arschloch).“
„Davon konnte ich dich noch nie abhalten. Aber mach mich wenigstens vor den anderen nicht zum Affen, ja?“
„Kann ich nicht versprechen, Art (Gälische Kurzform von Arthur).“
„Scott!“

Bei den Autos angekommen, verstauten sie die Taschen und fuhren los. Die Fahrt an sich dauerte nicht lange, nur eine halbe Stunde. Als sie beim Schloss ankamen, hatten einige ihre Münder offen und starrten das Gebäude an, welches sich vor ihnen erhob. Diese Zeit nutzte Scott, um sich von den anderen Fahrern zu verabschieden. Arthur kannte das ja und ging ziemlich unbeeindruckt zum Schloss, ebenso wie der Schotte. Beide drehten sich zeitgleich um und sahen den Rest der Gruppe mit ihren beeindruckend grünen Augen an. Scott rauchte dabei wieder eine Zigarette.
„Kommt ihr jetzt?“, kam es fast zeitgleich.

Alfred rauschte aufgeregt los, und wollte unbedingt das Schloss ansehen, wusste dann aber nicht, wohin, als er in der Eingangshalle stand. Auch Gilbert und Ludwig beeilten sich...Ludwig nur, weil Gilbert schnellen Schrittes neben Alfred trat.
„Krasser Shit“, sagte er zu seinem Bruder, sah sich mit großen Augen um. Ludwig nickte nur. Francis schwieg und schien ebenfalls alles in sich aufzunehmen. Arthur wagte es aber nicht, Antonio anzuschauen. Scott sah zu Arthur.

„Du weißt ja, wo die Zimmer sind. Kümmere du dich um die Zimmerverteilung. Ich schaue derweil, wie weit das Essen ist. Ach und ihr....“, drehte er sich zu seinen Gästen. „Herzlich willkommen.“
Arthur sah Scott nach. Dann drehte er sich selbst um und verschränkte die Arme.
„Wenn ihr durch diese Tür hier unten geht, kommt ihr zum Esszimmer, dort treffen wir uns alle wieder“, alle nickten nur. Endlich. Endlich hörten sie ihm einmal zu, ohne ihn zu unterbrechen. „Und ich....“
„Gibt es hier wirklich ein Seeungeheuer?“, fragte Alfred kindisch.
„Und tragen die Männer hier wirklich nichts unter dem Kilt?“, fragte Francis mit einem leicht perversen Grinsen. Arthur seufzte nur und verspürte den Drang, seinen Kopf an eine Wand zu schlagen. Diese Idioten.

„Ich bringe euch einfach in eure Zimmer ja, Gilbert...Ludwig...ich äh...nehme an...äh...ihr wollt...ein Zimmer?“, brachte er eher verlegen und hochrot hervor. Gilbert genierte sich kaum, nickte eifrig, Ludwig hingegen wurde tatsächlich etwas rot.
Arthur schritt die Treppen hoch und nahm seinen Koffer mit. Der Rest folgte ihm und sah sich um. Sie zeigten hier und da auf alte Sachen wie Rüstungen und Bilder, lachten und schmiedeten bereits Pläne für den Abend. Arthur hielt sich da eher heraus. Antonio holte auf.

„Sag mal, habt ihr auch genug Zimmer?“
Arthur nickte nur und blieb bei einem Zimmer stehen.
„Da habt ihr das Doppelzimmer“, sagte er an die deutschen Brüdern gewandt, die auch sofort darin verschwanden. Einige Zimmer weiter hatte Alfred seinen Platz gefunden und auch Francis in dem Raum gegenüber. Blieben noch Ned und Antonio. Die beiden waren auch schnell untergebracht.

Arthur machte sich nun auf den Weg zu seinem Zimmer, öffnete die Tür und Nostalgie überkam ihn. Ja, es war wirklich lange her, dass er zuletzt hier gewesen war und es hatte sich kaum etwas geändert. Okay, die alten Kindersachen und Spielzeuge waren verschwunden, ebenso wie die ganzen Stofftiere und es stand ein neues Bett aus dunklem Holz da....aber an sich war es immer noch sein Zimmer. Arthur ging zum Fenster, riss es auf und ließ die frische Luft hineinströmen. Vor ihm lag der Loch Ness und er hatte einen fantastischen Ausblick auf den See.
Aber von den Türmen hatte man einen noch besseren.

Der Brite machte sich daran, seine Sachen auszupacken und einzuräumen, was an sich nicht lange dauerte. Anschließend verließ er sein Zimmer...gerade in dem Moment, als Antonio auch seines verließ. Überrascht sah er auf.
„Oh, hallo Arthur. Da ist dein Zimmer?“
„Schon immer gewesen“, sagte Arthur selbst nur und trat, etwas milder gestimmt, zum Spanier. „Wollen wir runter zum Esszimmer?“
„Si. Magst du mich...uns....nachher etwas herumführen? Kommt man in die Türme hoch? Was kann man hier alles überhaupt machen?“
„Oh glaube mir“, begann Arthur zu grinsen. „Ich habe mir einiges ausgedacht. Langweilig wird es nicht werden.“
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