Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
05.06.2011 633
 
Antonio

Die Zeit war rasch vergangen. Sie saßen im Flugzeug. Alle. Inklusive Ludwig, der seinen Bruder nicht allein fliegen lassen wollte, obwohl dieser nichts dagegen gehabt zu haben schien. So flogen sie gerade über das Meer und warteten.

Francis war eingeschlafen, was Alfred, der sich lautstark fragte, was es in Schottland wohl für Fastfood gäbe, nicht  bemerkt zu haben schien, da er einfach weiter auf ihn einredete. Ned schaute aus dem Fenster, der Platz neben ihm war leer. Ludwig und Gilbert saßen in der Reihe vor Antonio und er konnte beobachten, wie der Weißhaarige immer wieder nach der Hand seines Bruders greifen wollte und dieser ein „Jetzt nicht. Halt dich zurück...“, zischte. Und neben ihm – er verfluchte den Menschen, der diese Plätze so gebucht und oder verteilt hatte – saß der Engländer, der, ihn beharrlich ignorierend, aus dem Fenster starrte.

„Wie ist Schottland?“, fragte der Spanier, der das Schweigen nicht länger ertrug und auch kein Interesse an Gilberts Verführungsversuchen hatte.
„Hm? Oh, ja....Schottland ist....Groß...Und es gibt viel Grün. Und ein Seeungeheuer....“, erzählte der Blonde, der wohl gerade aus seinen Gedanken geschreckt war.
„Hmm...Das klingt nett....Und wie ist dein Bruder?“
„Nett.....“

„Aha...Und wie benimmt er sich so? Was ist für ein Mensch?“, der Dunkelhaarige musste wohl präziser werden.
„Er ist ziemlich....Ausgelassen, denke ich...Ja, so könnte man es nennen. Offen...Und er ist etwas...Ungehobelt, vielleicht...Ja...“
„Achso....Und ihr seid wirklich Brüder?“
„Wie meinen?“
„Du bist ganz anders....“
„Wie bin ich denn?“
„Anders....Du bist weniger so, wie dein Bruder.....“
„Findest du?“

„Kann er kochen?“
„Er isst manchmal komische Sachen....“
„Wenn du das schon komisch nennst, hab ich Angst....“
„Kennst du Haggis ?“
„Nein...Was ist das?“, er sah ihn interessiert an.
„Gefüllter Schafsmagen.....“, hätte er mal lieber nicht nachgefragt. Er verzog das Gesicht.
„Bäääh!“
„Und du behauptest, ich hätte keinen Geschmack“
„Hast du ja auch nicht....“
„Bitte was?“
„Vergiss es....Das ist jedenfalls wirklich unlecker...“
„Hmm....“, der Brite nickte und verschränkte die Arme vor der Brust.

Schweigend sahen sie aus dem Fenster. Es kam erst wieder Regung ins Geschehen, als Gilbert vor ihnen aufstand und seinen Bruder hoch zog. Ludwig schien dies nicht zu behagen, doch er folgte ihm. „Toilette....“, murmelte der Weißhaarige auf einen fragenden Blick Arthurs. Dann waren sie verschwunden und die beiden Studenten sahen einander an. „Warum...?“, fragte der Blonde irritiert
„Das willst du, glaube ich, gar nicht wissen....“, murmelte Antonio und seufzte. Doch die Neugier seines Sitznachbarn war geweckt.

„Was ist los?“
„Du willst es nicht wissen...“
„Das kann ich selber entscheiden, also rede!“
„Nun.....“, der Spanier machte ein Pause, um zu befinden, wo er am Besten anfing. „Du weißt, dass sie Brüder sind....“
„Ja“
„Und, dass sie sich ein Zimmer teilen...“
„Ja.“
„Und, dass Gilbert ab und an mit Ivan...“
„Ja! Komm zum Punkt!“
„Nun, gewissermaßen....Sie schlafen miteinander...“
„Wer?“
„Wer wohl?“
„Gilbert und Ivan? Ja, das habe ich mir gedacht....“
„Ja auch...Aber die meine ich nicht....“
„Wen dann?“
„Ludwig und Gilbert!“

Der Engländer sog scharf Luft ein und sah ihn ungläubig an. „Nicht war?“, flüsterte er.
„Doch wahr...Ich hab es gesehen....“
„Wie kommst du dazu, sowas zu sehen?“
„Ähm....Nunja....Gilbert hat mir seine Schweißbänder geliehen...“
„Warum das?“
„Äh...Wegen der...Spuren, du weißt schon....“, damit war die Stimmung gekippt. Er nickte nur betreten.
„...Und?“
„Und naja....Da hab ich das gesehen, weil...Sie haben mir erklärt, dass sie...Das öfter machen...“
„Was jetzt?“
„Das mit dem...Fesseln...“
„Aha....“

Dann herrschte wieder Schweigen. Antonio legte den Kopf auf die Hand und starrte vor sich hin. Sein Sitznachbar schaute wieder aus dem Fenster. Seit dieser Sache hatten sie kaum miteinander gesprochen. Und in irgendeiner Form näher gekommen waren sie sich seither auch nicht mehr. Die Situation stand noch immer zwischen ihnen.

So kamen sie auf dem Flughafen an.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast