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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 962
 
Arthur

Arthur hingegen hatte ganz andere Sorgen. Er stand an diesem Tag unter Strom. Einerseits wusste er genau, was er machen wollte, andererseits waren da diese Angst, Nervosität und die Aufregung, die ihn immer wieder dazu brachten, seinen Plan umzuwerfen.
Aber dieser Plan stand fest und er wollte es machen. Er musste sich nur einen Ruck geben. Er nutzte den Tag über, Vorbereitungen zu treffen, so konnte er sich auch nicht wirklich auf etwas anderes konzentrieren als auf den bevorstehenden Abend. Man sah ihn an diesem Tag kaum, weil er entweder unterwegs war oder in seinem Zimmer.
Irgendwann wurde er fertig und musterte mit klopfenden Herzen sein Werk. Noch konnte er zurück...aber er würde keinen Rückschritt machen.

Gegen Abend machte er sich fertig. Er duschte, musste sich aber fast mit Alfred darum prügeln, weil sie ja alle feiern gehen wollten. Er verschwand in sein Zimmer und statt seines üblichen grünen Pullunders, welchen er über einem weißem Hemd trug, nahm er ein weißes T-Shirt mit V-Ausschnitt. Es war verdammt enganliegend und betonte seine Figur nur vorteilhaft. Arthur legte sich eine lose Kette um, diverse lockere Armbänder, nahm seine Sonnenbrille und setzte diese auf. Als Hose nahm er eine schwarze, enge Jeans.

Der Blonde musterte sich im Spiegel und er grinste sein Spiegelbild an. Er fand, er hatte nie besser ausgesehen. Und dazu kam natürlich ein lockerer, dünner Stoffschal, um die verräterischen Flecken verdeckte. Gegen 8 trat er aus seinem Zimmer, gesellte sich zu Ned und Alfred. Auch Antonio kam in dem Moment aus dem Zimmer.

„Wer kommt heute alles noch mit?“, fragte Arthur und sah sich fragend um, ignorierte Antonio vorerst, so gut es ging. Auch wenn er innerlich zugeben musste, dass der Spanier wieder einmal verdammt attraktiv aussah. Er trug ein geöffnetes weißes Hemd, darüber eine schwarze Weste, eine dunkle Hose und ein rotes Halstuch. Allein bei dem Gedanken an seinem 'Racheplan' wurde ihm heiß.

„Francis, Gilbert und Ludwig“, zählte Alfred auf. Ned nickte nur.
„Den ist auch dabei. Und Toris und Feliks“, ergänzte er. „Sie warten draußen.“
„Dann lass uns losgehen“, legte der Amerikaner, so, wie es typisch für ihn war, die Arme um die Schultern von Antonio und Arthur, schob sie mit sich, um zu den anderen zu stoßen.

Sie klapperten einige Clubs und Bars ab, setzten sich an einen ihrer Stammtische, tranken, lachten und machten Scheiße. Es war unglaublich schwer, Antonio zu ignorieren, vor allem, weil dieser am Tisch direkt neben ihm saß und sie auch noch quetschen mussten. Was zur Folge hatte, dass er gar nicht darum herum kam, ständigen Körperkontakt mit dem Spanier zu haben. Das Ganze trieb ihm die Hitze nur noch mehr in seinen Körper. Aber er beherrschte sich, trank relativ wenig, wusste er doch, was Alkohol mit ihm machte.

Als die Uhr auf Mitternacht zuging, beschloss Arthur, dass es nun endlich soweit war. Und so sah er Antonio zum ersten Mal an diesem Abend wirklich an. Seine Lippen kräuselten sich zu einem Lächeln und er rutschte näher zu dem Brünetten, kam ihm ganz nah.
„Ich erwarte dich in einer halben Stunde bei mir im Zimmer. Sei pünktlich, Carriedo, denn ich dulde keine Unpünktlichkeit“, raunte er dem anderen ins Ohr, konnte seine Körperwärme fast spüren. Antonio roch so gut. Er roch einfach nur verdammt verführerisch und verlockend. Einfach zum anbeißen. Aber nein...jetzt durfte er noch nicht.
So stand Arthur auf, schob sich an Alfred vorbei, warf sich seine Lederjacke um, ging dann los.

Als er dann später wieder in der Wohnung war, streifte er sich seine Jacke ab, hing sie weg und Panik kroch hoch. Er wollte sich gerade verkriechen und erst wieder herauskommen, wenn alles vorbei war...aber es gab kein Zurück mehr. Antonio war auf dem Weg hierher, und er hatte alles, was er brauchte. Arthur sah seine Hand an. Sie zitterte leicht.
Aber er fasste sich ein Herz, ging in sein Zimmer und lehnte sich ans Fenster, streifte sich die Schuhe ab und schob sie unter das Bett.

Der Brite sah auf die Uhr. Es war bald soweit. Man brauchte nur 10 Minuten zu dem Club, wo sie gewesen waren, 15, wenn man trödelte und sich Zeit ließ. Arthur verschränkte die Arme.
Da! Die Haustür öffnete sich und Arthur hörte es Rascheln und Schritte. Schritte, die sein Zimmer ansteuerten. Langsame Schritte. Das Herz der Briten schlug immer schneller und schneller.
Die Klinke bewegte sich und mit einem leisen Quietschen ging die Tür auf. Antonios Hand wollte zum Lichtschalter fahren, aber Arthur unterbrach diese Geste.
„Lass das Licht aus“, wies er ihn harsch an.

Der Mond würde schon ausreichen. Der Mond schien hinter ihm und das Mondlicht strahlte durch das Fenster. Antonio schien unsicher zu sein und wagte kaum, ihm anzusehen.
„Auf das Bett“, befahl der Brite herrisch, rührte keinen Finger. Er beobachtete Antonio, wie er langsam gehorchte und eher verwirrt schien als alles andere.
„Hinlegen.“

Gott...welch ein Genuss, den Spanier mit der Gesamtsituation überfordert zu sehen. Auf Arthurs Gesicht breitete sich ein breites Grinsen aus. Sehr breit. Doch, tatsächlich... er kam langsam auf den Geschmack. Wieso war er vorher so panisch gewesen? Es würde alles genau so laufen, wie er es wollte.
Langsam löste Arthur sich von der Fensterbank, fühlte Antonios Blick schon auf sich.
„Mach die Augen zu.“

Antonio tat, wie er befohlen hatte. Arthur nahm ein dunkles, undurchlässiges Seidenband und verband eher fest als locker die Augen des Spaniers. Er drückte ihn grob zurück, enthüllte Fesseln, die er an seinem Bettgestell bereits festgebunden hatte. Einige Sekunden später hatte er auch den Spanier an sein Bett gebunden. Wie wehrlos er jetzt da lag....
„Da musst du jetzt leider durch, Antonio...“, leckte Arthur langsam einmal über den Ohrschwung. „Und erwarte nicht, dass ich gnädig bin. Ich habe doch gesagt, du bekommst, was du verdienst...“
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