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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.06.2011 1.072
 
Arthur

Antonios Blick auf seiner Haut und auf seinen Körper...und dann noch der Blick zum Hals...irgendwie beschämte Arthur das. Auch wenn er es nicht zugeben würde. Und warum hörte der Spanier nicht auf, ihn anzustarren? Er wurde rot. Oder war er schon längst rot? Innerlich fluchte er weiter auf den Spanier.
Er verfluchte ihn dafür, dass er ihn und sein Leben aus der Bahn brachte.
Er hasste und verfluchte ihn dafür, dass er so unwiderstehlich gut aussah und sich dessen wohl bewusst war.
Er verfluchte ihn für seine lockerte Art, mit der ganzen Situation umzugehen.
Er verfluchte ihn, weil er das konnte, was er selbst nicht auf die Reihe bekam. Nicht mal eine Entschuldigung bekam der Brite raus. Aber andererseits...wo hatte er denn Schuld? Es war ja nicht seine Schuld, dass Antonio die Marmelade gegessen hatte, dass es zu dem gekommen war....er wollte bloß nicht zugeben, dass er Antonio aus eigenem Antrieb dazu verleitet hatte, es mit ihm zu tun. Als er nämlich den anderen selbst aufgefordert hatte, mit ihm zu schlafen.

Und der Brite wusste einfach nicht mehr, was er sagen sollte. Diesmal mussten sie sich beide den Tatsachen stellen. Etwas anderes ging gar nicht mehr.
Da! Und schon wieder hatte der Spanier Schuld! Umso überraschter war er, als Antonio anscheinend dieselbe Tatsache festgestellt hatte.
Nämlich, dass er Schuld hatte.

Rache nehmen? An Antonio? Arthurs Augen weiteten sich. Er konnte kaum glauben, was er da hörte. Seine Gedanken rasten und er blinzelte verwirrt. Sein Mund öffnete sich, um etwas zu sagen und dann schloss er sich wieder, weil er erneut nicht wusste, was er sagen sollte.
Normal war er doch sonst nicht so sprachlos? Was zur Hölle war los mit ihm?? Arthur griff nach seinem Schal, band sich diesen um seinen Hals, und konnte immer noch keinen klaren Gedanken fassen.

Ja. Er wollte Rache an Antonio nehmen. Ja, er wollte auch, dass der andere dafür bezahlte für das, was er ihm angetan hatte. Aber andererseits... gab es diese Stimme in seinem Kopf, die ihm sagte, dass er es doch eigentlich gar nicht bereute und nichts davon rückgängig machen wollte. Arthur biss die Zähne zusammen. Antonio wartete auf eine Antwort.
Und die würde er bekommen.
Arthurs Blick verfestigte sich und er verschränkte die Arme, hatte einen 'leicht' arroganten und kühlen Blick aufgesetzt. In diesem Moment wirkte er ziemlich befehlend und besitzergreifend. Etwas, was man in dieser Form bei ihm kaum konnte. (Pirate Iggy <3 xD)

„Ich werde mir was überlegen, keine Sorge, du bekommst schon das, was du verdienst“, sagte er herrisch, schritt zur Tür. Er hörte, wie Antonio noch protestieren wollte, sah ihn aber nur kurz kühl an, was den Spanier zum Verstummen brachte. „Mach, dass du aus meinem Zimmer kommst.“
Und damit verließ er sein Zimmer, lief an Alfred vorbei, nickte ihm nur zu, ebenso wie Ned. Sie hatten noch einen sechsten Mitbewohner...angeblich...doch keiner hatte ihn je gesehen.

Arthur machte den Kühlschrank auf, nahm Milch aus dem Kühlschrank und Müsli. Er schüttete die kalte Milch in die Schüssel und füllte das Müsli nach. Dann setzte  er sich mit der Schale neben Alfred ins Wohnzimmer und schien ziemlich nachdenklich. Alfred sagte auch nichts, sondern hatte sich mit einem Videospiel befasst. Er hatte seine Zunge zwischen den Lippen gesteckt und sah hochkonzentriert auf den Bildschirm. Arthur starrte auch hin, aber ohne genau wahrzunehmen, was genau der Amerikaner da machte.

Eine Strafe für Antonio. Aber was für eine? Das Problem war, dass Arthur sich langsam eingestand, dass es nichts zu bestrafen gab. Er hatte die Küche betreten, er hatte dem Spanier Erleichterung verschafft und diesen sogar noch gebeten...nun ja. Dennoch wollte er sich auf seine Art dafür revanchieren. Arthur zögerte kurz und sah zum Telefon.

Es sprach doch nichts dagegen jemanden um Rat zu fragen...aber wen? Francis würde er nicht fragen, dann würde das ganze vielleicht nur noch schlimmer werden. Ned würde davon noch weniger Ahnung haben und Alfred....nein. Ivan- um Gottes Willen, nein! Feliks und Toris konnte er vielleicht fragen, aber etwas in ihm weigerte sich.
Gedankenverloren sah Arthur seine Kontaktliste durch und machte Haken und Kreuze in seinem Kopf. Und dann hielt er bei einem Namen inne.
Scott.

Er war nicht hier, war also nicht darin beteiligt, und er würde das ganze nüchterner betrachten. Auch wenn er ihn gerne ärgerte...sobald er merkte, dass Arthur es ernst meinte...würde er auch ernst antworten. Arthur schnappte sich das Telefon, wählte hastig die Nummer seines Bruders und schob sich, Antonio ignorierend, an diesem vorbei zur Terrasse. Dann schritt er auf und ab und wartete darauf, dass Scott abnahm. Was er auch tat.

„Ich brauche deine Hilfe!“, platzte Arthur heraus.
„....Hallo erst einmal. Schön, dass es dir gut geht und mir geht es auch gut“, man hörte, dass Scott sich eine Zigarette anzündete. Arthur ging gar nicht darauf ein, sondern begann, Scott grob die Situation zu schildern, nannte aber weder Geschlecht noch Namen. Am Ende seufzte er auf.
„Und jetzt fragst du mich, was du machen sollst?“
„In etwa. Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. I don't know.“
„Naja, es ist doch offensichtlich, dass du völlig scharf auf diese Person ist und sie scharf auf dich ist. Und gegen Sex spricht gar nichts“, paffte Scott. „Hör auf, wegzurennen, Arthur. Sei kein Feigling. Nimm dir doch einfach, was du willst. Und du willst diese Person. So, go ahead.“
“SCOTT! Ich meine es ernst!“

„Ich auch. Keine Ahnung. Dominiere diese Person. Verführe sie. Mache sie schwach. Man kann so vieles machen, du musst nur den richtigen Moment abpassen. Und jetzt lass mich schlafen. Ich habe die Nacht durchgemacht und habe heute Nachmittag ein Date. Und wehe du meldest dich nächste Woche nochmal.“
Und damit legte er auf. Arthur starrte das Telefon an. Er schluckte auf.
Die Person...Antonio....verführen...wehrlos machen...schwach machen? Arthur hatte da schon eine Idee....aber konnte er es wagen? Er schloss kurz die Augen und stellte es sich vor.
Und wenn ihn sein Gefühl nicht täuschte, wäre der Spanier der letzte, der etwas dagegen haben würde. Arthur begann zu grinsen.

Ja. Er konnte es wagen. Er würde es wagen. Er musste nur den richtigen Moment abpassen. Wollten die Jungs heute Abend nicht feiern gehen? Alle zusammen? Und wenn er Antonio spät am Abend einfach entführte und sie früher gingen....? Antonio würde nicht nein sagen....Arthur hatte doch diese Schuldgefühle in seinen Augen gesehen.
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