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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 697
 
Antonio

Er hatte ihm beim Anziehen zugesehen. Und nun war er bemerkt worden. Er war verlegen, doch er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. „Guten Morgen...“, lächelte er stattdessen. Weiterhin musterte e ihn mit unverhohlener Neugier. So gut, wie in der vergangenen Nacht, hatte er noch nie geschlafen.

Der Engländer verzog das Gesicht. Er war rot geworden.
„Was soll das?“, fragte er leise. Antonio schüttelte den Kopf.
„Ich hatte Lust drauf“, sagte er schlicht und sah ihn weiter an.
„Du liegst in MEINEM Bett...“
„Ich weiß...Es war halt einfach...Bequem...“
„Und das ist ein Grund, mich im Schlaf heimzusuchen, Moron?!“
„Nunja....“, er kratzte sich am Kopf. „Ich weiß selbst nicht genau...Naja...Wie ich hergekommen bin...“
„Willst du mir jetzt auch noch unterstellen, Ich hätte dich verzaubert, oder sowas?!“
„Ähh“
„Bitte? Du denkst wirklich, ich hätte dich freiwillig verzaubert? Niemals! Hörst du, Niemals?!“
„Aber...“
„Moron! Stupid! Idtiot! Wanker! Goddammit!“


„Arthur...Arthur! Ruhig!“, rief er und hob beschwichtigend die Arme.
„Was?!“, blaffte dieser ihn an.
„Ruhig! Ich habe nie an dir gezweifelt! Ich hätte das gar nicht gedacht!“
„Liar!“
„Nein, ich...Ich habe eher gedacht, dass ich jetzt schon schlafwandle. Also REG DICH AB!“
„Schlafwandeln?“, der Blonde sah ihn fragend an und tatsächlich schien er sich beruhigt zu haben.
„Ähhm...Ja, weil...Weil ich so schlecht einschlafen konnte?“, dass er sich in Wirklichkeit vor Sehnsucht nach ihm verzehrt hatte, konnte der Spanier ihn schlecht sagen.
„Wirklich?“
„Ähmm..Ja...Ich meine...Naja....Es tut mir leid...“
„Was tut dir leid?“,  sein Gegenüber hob skeptisch eine Augenbraue.
„Alles...“, er richtete sich auf, blickte zu Boden.
„Was alles?“
„Dass ich zu dir gekommen bin, das ich ein Idiot bin, dass ich...Dass du dich jetzt wegen mir lächerlich machen musst....“

Schweigen. Dieser Aussage folgte langes, bedrückendes Schweigen. Er wagte es nicht, aufzublicken. Es war raus. Er hatte es gesagt. Damit war sein Plan zur Nichte gemacht. Er hatte so tun wollen, als sei es niemals geschehen, ihn denken lassen, es sei nur ein Traum gewesen, doch nun? Nun hatte er sich entschuldigt. Es brannte ihm schon länger auf der Zunge und nun war es ihm herausgerutscht. Jetzt würde es nie mehr so werden, wie früher. Jetzt war das Ereignis real. Jetzt war es unumkehrbar real.

„Antonio...“, hörte er den Engländer leise murmeln. Er wagte es, aufzublicken. „Arthur....“, flüsterte er. Er sah ihn an, sah in seine Augen, doch, auch wenn er versuchte, den Blick abzuwenden, wanderte er unweigerlich zu seinem entblößten Hals. Zu den Malen, die er hinterlassen hatte. Zu den Spuren jener Nacht. Und er schluckte schwer. Das war er gewesen?

Er wusste von sich, dass er ein leidenschaftlicher Mann war, doch so viel Passion hatte er sich selbst nicht zugetraut. Es waren sieben Flecken, die er allein am Hals hinterlassen hatte. Und wage erinnerte er sich, dass dort, unter dem Hemd, noch viel mehr seien mussten. Unzählige Male einer Nacht, die er hinterlassen hatte. Und die Schamesröte trat ihm ins Gesicht, als er daran dachte, wie schwer es für den Gentleman sein musste, zu dieser warmen Jahreszeit mit einem Schal herumzulaufen.

Wie peinlich, die Spuren einer Nacht zu verbergen, die für ihn nicht einmal freiwillig gewesen sein musste. Dios Mio, er hatte ihn vergewaltigt! Er hatte ihn gegen seinen Willen genommen! Kein Umstand konnte das entschuldigen! Diese Erkenntnis traf ihn mit der Wucht eines Faustschlags mitten ins Herz. Und schnürte ihm die Luft ab. Nein, er hatte es getan! Er hatte ihm weh getan. Er hatte ihm das Schlimmste angetan! Er hatte seinen Stolz, seine Ehre beschmutzt! Wie hatte er es nur tun können?

Wer war er, dass er sich einfach so dafür entschuldigte? Der Engländer musste ihn nun für schrecklich arrogant halten. Es tat ihm leid. Alles. Dass er es getan hatte, dass er sich entschuldigte. Dass er all diese Spuren hinterlassen hatte, die ihn stetig an das Verbrechen erinnern mussten. Er legte, auf dem Bett kniend, den Kopf in die Hände. „Arthur....“, brach er das Schweigen erneut. „Perdón...“, murmelte er leise. „Wenn du willst....Du darfst...Du darfst für dieses Verbrechen Rache an mir nehmen...“, ängstlich erwartete er die Antwort. Hoffte, dass er für sein Verbrechen sühnen würde. Dass er bekam, was er verdiente.
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