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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 1.063
 
Arthur

Arthur war schon fast eingeschlafen, als er auf einmal einen Körper neben sich spürte und dann Arme, die sich um ihn legten. Er knurrte verschlafen auf, was das werden sollte, bekam eine verschlafene Antwort, antwortete selbst verschlafen und nahm so kaum zur Kenntnis, dass es Antonio war, er sich gerade an ihn schmiegte. Er hatte zwar versucht, ihn mit Worten wegzubewegen...aber der Spanier war zu stur und Arthur hatte auch nicht mehr die Kraft, dagegen anzukämpfen...und er war zu müde, auch wenn man es ihm weniger anhörte als Antonio.

Zudem...die Arme um sich herum...diese Nähe...sie fühlte sich irgendwie gut an, auch wenn er es offiziell nie zugeben würde.
Kurz darauf dämmerte er auch schon ein und war eingeschlafen, sicher und geborgen. Er bemerkte keine von Antonios Aktionen, da er doch selig schlummerte und das auch mit einem leichten Lächeln im Gesicht. Wie ein unschuldiges kleines Kind.

Als er am nächsten Morgen aufwachte und sich umdrehen wollte, war er mehr als überrascht, als er es nicht konnte....weil jemand hinter ihm lag. Jemand lag hinter ihm? Wer? Arthur grummelte leise und versuchte sich zu lösen. Dieser jemand hatte sein Bein zwischen seine geschoben und seine Hüfte an seinen Hintern gepresst. Und die Arme fest um ihn geschlungen.
Braungebrannte Arme.

Und dann erinnerte er sich wieder und seine Augen weiteten sich. Es war also keine Einbildung gewesen. Antonio war in der Nacht zu ihm gekommen und er hatte in seinen Armen geschlafen. Prompt wurde Arthur rot und sein Herz begann zu rasen. Er wurde sich innerhalb von Sekunden des anderen Körpers mehr als nur bewusst und sein Körper begann zu kribbeln. Seine Gedanken rasten. Was sollte er machen? Sollte er liegen bleiben? Aufstehen? Aber er konnte nicht aufstehen, dazu hielt ihn der Spanier zu sehr fest und wenn er sich lösen würde, dann würde er ihn aufwecken und sie müssten reden.

Etwas, was er verhindern wollte. Um jeden Preis. Blieb also nur liegen bleiben. Aber wenn er Spanier aufwachte, würden sie auch reden müssen. Arthur schloss verzweifelt die Augen und biss sich auf die Unterlippe. Idee....eine Idee....er brauchte eine Idee und einen Lösungsweg, wie er sich aus dieser Situation befreien konnte. Außerdem...wenn Antonio zuerst aufwachte, würde einen sehr guten Ausblick auf seine Schultern und seinen Hals haben. Beide waren mit Flecken übersät und misshandelt. Es gab nicht einen wirklichen freien Flecken. Warum nur hatte sein T-Shirt rutschen müssen? Nun war seine Schulter entblößt und seine Brust auch...und genau da lag Antonios Arm.

Unter dem Stoff seines T-Shirts, welches er zum Schlafen verwendete. Antonio war warm...und sein Griff war fest, aber nicht zu fest. Angenehm. Sicherheit. Geborgenheit.
Kurz schaffte Arthur es, sich zu beruhigen und diese Lage und diese Berührungen zu genießen...aber nur kurz.

Denn dann spürte er, wie der Spanier sich regte. Aus Reflex schloss der Brite seine Augen und krallte seine Hand, die unter dem Kissen lag, ins Kissen selbst. Sein Herz schlug schnell und hart gegen seine Rippen, dass Antonio es eigentlich hören müsste. Nichts dergleichen geschah.
Stattdessen fühlte Arthur nur, wie der Spanier seinen Kopf in seine Halsbeuge schmiegte, über seine Brust fuhr und es sich bequemer machte.

„Mhm....Arthur...“, hörte er es genussvoll hinter sich. Verdammt, verdammt, verdammt. Das wurde ja immer schlimmer. Arthur wurde heiß. Siedend heiß. Er wollte irgendwie nicht wissen, was er andere träumte, und doch wollte er es.

Aber einen Vorteil hatte Antonios Reaktion nun doch...Arthur konnte sich nun befreien. Antonios Arm lag locker auf seiner Brust und umarmte ihn weniger fest. Und das Bein hatte er auch zurückgezogen. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, nahm Arthur Antonios Arm, hob diesen etwas an und wurde tatsächlich etwas rot, als er die Muskeln des anderen spürte. Nicht, dass er selbst keine Muskeln hatte oder keine kannte....aber an dem Spanier waren sie nun doch etwas anderes....
Arthur schaffte es nun also tatsächlich, sich zu befreien und leise aufzusetzen, ohne Antonio zu wecken. Er drehte den Kopf zu ihm und musterte ihn nachdenklich.

Wieder. Wieder sah der Spanier so unschuldig aus. Er lächelte im Schlaf, als würde er etwas schönes träumen. Etwas einfaches, simples, was ihn glücklich machte. Vielleicht lag er in seinen Träumen gerade unter einem blauen Himmel und starrte die Sonne an, während er von Tomaten umgeben war. Arthur schmunzelte schwach, stellte seine Füße auf den Boden, erhob sich langsam. Die Decke überließ er getrost Antonio, der sich augenblicklich tiefer ins Kissen kuschelte.
Arthur schlich dann gleich ins Badezimmer, duschte, diesmal warm. Vorher hatte er das Wasser auf warm gestellt.

Er wusste nicht, wie lange er sich an die Duschwand lehnte, und das warme Wasser über seinen Körper laufen ließ. Aber es fühlte sich einfach verdammt gut an. Endlich mal entspannen. Vielleicht sollte er in seinen Semesterferien mal wegfahren. Alleine. Oder einfach zu seiner Familie? Nein, da würde er nicht ausspannen können. Es mussten ja nicht die Semesterferien sein....es könnte auch ein verlängertes Wochenende sein. Ganz alleine...wo er sich erholen konnte.

Weg von Alfred, Ned und Antonio. Weg von dem Stress und einfach die Gedanken frei machen. Er lächelte leicht, als er sich vorstellte, wie es wäre, ganz entspannt auf einer Liege zu liegen oder sich an einem See zu entspannen. Vielleicht würde er dann endlich diesen Wahnsinn mit Antonio verarbeiten und zur Seite kehren können. Der Blondschopf löste sich irgendwann von der Wand, nahm sein Handtuch und nur mit Handtuch bekleidet trat er auch in sein Zimmer. Leise und vorsichtig. Vielleicht schlief der andere noch, auch wenn er insgeheim hoffte, dass Antonio das Zimmer schon verlassen hatte...was er nicht getan hatte.

Der Spanier schlummerte noch selig in seinem Bett.
„Schlafmütze“, murmelte Arthur nur leise, drehte sich mit dem Rücken zu ihm, öffnete seinen Schrank und warf schon das Handtuch zur Seite, griff nach einer roten Boxershorts, die er sich dann auch überzog, ebenso wie eine schwarze Hose. Bevor er sich jedoch ein Hemd überzog, beugte er sich vor, und strich gedankenverloren über die Flecken an seinem Hals. Sie waren immer noch sehr deutlich zu sehen.

Im Spiegel sah er kurz zum Bett und erstarrte, als er sah, wie Antonios grüne Augen ihn ansahen und sich der Spanier auf seinen Ellbogen aufgestützt hatte. Die Decke bedeckte nur seinen Unterkörper und Arthur musste sich zügeln, um den Spanier nicht anzugaffen....sah er doch verdammt scharf aus, in dieser Pose.
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