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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 808
 
Antonio

Er saß auf seinem Bett, den heiligen, ach so nützlichen Laptop auf dem Schoß. Doch seine Gedanken waren nicht bei seiner Recherche über dieses blöde Menschenbild. Sie kreisten um etwas ganz anderes. Arthur. Sein Stöhnen. Das Gefühl, ihn zu spüren. Das Wissen, in ihm gewesen zu ein. Das bessere Wissen, dass es falsch war.

So ging es seit Stunden und er zwang sich selbst, die Hände auf der Tastatur oder der Maus zu halten, obwohl er genau spürte, dass dort unten, zwischen seinen Beinen, etwas schmerzhaft pulsierte. Er wollte ihn. Er wollte Arthur. Und er wollte ihn nicht nur ins Bett bekommen. Er wollte ihn zwar auch sehr gern erneut erobern, doch noch viel mehr wollte er ihn einfach in seiner Nähe spüren.

Mit resignierendem Seufzen schaltete er schließlich das Gerät aus und versuchte, Schlaf zu finden. Unruhig wälzte er sich eine Weile in den Laken, bevor er in einen traum- und rastlosen Schlaf fiel. Und er träumte, dass er wach war. Er träumte, er würde sein Zimmer verlassen. Er würde zu ihm gehen, zu Arthur. Weil es hier, in seinem Bett, so kalt und einsam war. Und weil  sich schon wieder ein Gewisses, sehr lebhaftes Körperteil bemerkbar gemacht hatte.

Er erhob sich und tapste zur Tür. Vorsichtig öffnete er sie und trat auf den Gang. Er wandelte vorsichtig, ohne irgendwo gegen zu stoßen, zu einem anderen Zimmer. Er öffnete die Tür, als wäre es sein Zimmer, als käme er gerade von der Toilette, und trat ein. Lautlos schloss er die Tür hinter sich und begab sich zum Bett. Er kroch unter die Decke und genoss sie herrlich angenehme Wärme neben sich. Und das Objekt, von dem die Wärme ausging, nahm er in den Arm, damit er sofort wieder ganz einschliefe.

„Was soll das werden?“, knurrte plötzlich eine verschlafene Stimme.
„Ichbinmüdeeeeee....“
„Willst du  ich verarschen? Was machst du in meinem Bett?“
„Esissoschönwaaaarm....“
„Moron! Raus hier! Sofort!“
Aberisch...Ichhabdichdoch...Lüüüüb....“
„...“, resignierendes Seufzen
„Hmmmm?“
„Sieh zu, dass du morgen früh wieder verschwunden bist, Brat!“
„Hmmm...Bouenos Noches....Miamooore.....“, murmelte Antonio und war schon wieder dabei selig ins Reich der Träume zu gleiten.

Er genoss die Wärme. Er genoss es, den anderen im Arm zu halten, auch wenn er sich fragte, was genau seinen halb schlafenden Körper bewogen hatte, in dieses Bett zu kommen. Er hatte wohl einfach die Nähe des anderen, sonst so widerspenstigen Engländers gesucht. Und nun war alles so herrlich egal. So herrlich irrelevant. Er fühlte sich geborgen. Und er war glücklich. Auch wenn er spürte, das sein Körper auf den jungen Mann reagierte.

Nein, er wollte nicht mit ihm schlafen. Nicht jetzt. Jetzt wollte er ihn nur bei sich haben. Er wollte bei ihm schlafen. Ihn im Arm halten. Ihn lieben. Ihn umarmen. Er liebte ihn. Ja, das tat er. Und kurz bevor er in einen wohligen Schlummer fallen wollte, realisierte er, dass er ihm dies soeben mitgeteilt hatte.

Und sofort glich er einer seiner geliebten Tomaten, froh, dass es dunkel war, weil sonst der Blonde möglicherweise etwas bemerkt hätte. Aber wie es aussah hatte dieser es nicht gehört. Oder nicht verstanden. Jedenfalls machte er keine Anstalten, ihn aus seinem Bett zu schmeißen und/oder anzuschreien. Das war gut. Dann könnte er in Frieden schlafen. Mit ihm in seinen Armen.

Etwas unverständliches murmelnd, schmiegte er sich an ihn und legte den Kopf an seine Halsbeuge. Dort roch es nach Arthur. Nach seinem Duschgel, ihrem Duschgel. Nach Tee. Nach Marmelade. Und nach Arthur. Es roch einfach nach ihm. Und es war ein schöner Geruch. Ein angenehmer Duft, der ihn berauschte. Ihn unvorsichtig werden ließ. Ihn seine Vorsicht vergessen ließ.

Er tat, als ob er schliefe und hauchte ihm einen Kuss in den Nacken. Er hielt inne. Keine Reaktion. Er wartete. Nichts. Vielleicht war der andere eingeschlafen. Er küsste die Stelle erneut. Wieder keine Reaktion. Konnte er es wagen? Konnte er ihn berühren? Ein Wenig zumindest? Durfte er es wagen? Er zeigte keine Reaktion, würde er es tun, würde er ihn sicher anschreien. Schließlich hatte er ihm DAS angetan.

Vorsichtig, um ihn ja nicht aufzuwecken, legte er die Lippen erneut auf die warme Haut. Doch dieses Mal löste er den Kuss nicht direkt. Er genoss den Kontakt. Das warme Gefühl der Haut. Den Geruch. Und dann öffnete er die Lippen und begann, mit der Zunge über diese Haut zu fahren. Sie war so zart. So warm. Und schmeckte nach ihm. Nach Arthur. Er genoss es, schmiegte sich unbewusst an ihn, schob seine Hüften ganz nah an seinen Hintern. Er bekam nur am Rande mit, wie sein Glied gegen ihn stieß. Und er seufzte leise auf.

Möge dieser Moment doch niemals enden. Möge es auf ewig so weiter gehen. Möge der nächste Morgen doch niemals kommen. Diese Nacht sollte ewig dauern. Und einen Traum von Ewigkeit träumend, sank er in einen wohligen, tiefen Schlaf.





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