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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
Alle Kapitel
92 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
05.06.2011 1.112
 
Arthur

Puh. Er war alleine zu Hause. Ganz alleine. Alfred, Ned und Antonio waren weg. Arthur war erleichtert, und aß in Ruhe seine Pizza....er verließ die Küche aber sehr schnell, weil ihn doch alles an die Nacht erinnerte. So verputzte er seine Salamipizza im Wohnzimmer vor dem Fernseher und sah sich eine Dokumentation über Geschichte an. Es ging um Piraten...vor allem die Auseinandersetzungen zwischen Spanien und England. Arthur schaltete dennoch nicht um, er fixierte sich auf die geschichtlichen Daten des Ganzen.
Nach einer Weile stand er jedoch wieder auf  und wusch ab, räumte die Küche auf. Dann verzog er sich in sein Zimmer, las noch etwas.

So langsam wurde es mit den Schmerzen erträglich. Oder gewöhnte er sich nur daran? Nun, es spielte keine Rolle. Denn so schnell wollte er nicht wieder im Bett landen...oder in der Küche.
Gegen Abend hörte er, wie sie wieder da waren. Alfred sah anscheinend wieder einen Horrorfilm. Arthur war froh, dass er nicht neben Alfred saß...einmal hatte ihm der Amerikaner deswegen fast den Kiefer gebrochen. Nein, noch mal wollte er keinen Horrorfilm mit ihm sehen.
Einmal und nie wieder.

Arthur erhob sich von seinem Platz und streckte sich, zuckte kurz zusammen. Dann nahm er sein Buch und wollte sich nach draußen verziehen. Er musste sich ablenken. Ablenken von den Gedanken an Antonio...wie er in der Küche gelehnt hatte...die Hand in seinen Pants und...Arthur biss die Zähne zusammen. Es spielte keine Rolle mehr.
Es war egal. Und er sollte aufhören daran zu denken. Aber leider war das nicht Gottes Plan. Er knallte prompt gegen das, was er hatte vermeiden wollen.
Antonio.

Er wollte zuerst etwas motzen...aber er kam nicht dazu. Antonio half ihm auf die Beine und irgendwie war seine Berührung elektrisierend....nicht, dass es etwas in ihm entfachte.
„Kannst du nicht aufpassen?!“, motzte Arthur nur los, aber der Spanier schien das zu übergehen. Auf einmal wurde es Arthur deutlich: Das war ihr erstes Treffen nach dem Sex. Arthur wollte sich schon umdrehen und verschwinden, jedoch hatte Antonio etwas anderes geplant.
Denn er wollte reden. Normal. Als wäre nie etwas gewesen. Der Brite zögerte. Vielleicht sollte er darauf eingehen? Sie konnten sich ja nicht ewig aus dem Weg gehen.
„Oh, hallo Arthur....Einen netten Schal hast du da...Wie geht es dir?“

Na toll. Besser hätte Antonio gar nicht anfangen können. Den Schal trug er, weil dieser verdammte Spanier seine Zähne überall einschlagen wollte...es war ein geiles Gefühl gewesen...wild... leidenschaftlich ...aber nun musste er wie ein Depp herumrennen. Fehlte noch, dass Ivan damit ankam und ihn als eine Art Kumpel bezeichnete, weil er auch einen Schal trug. Und dann dieses 'Wie geht es dir?'. Sein Körper tat weh, sein Kopf tat vom Denken weh und seine Verwirrung steigerte sich ins Unermessliche.

Arthurs Gedanken rasten, wanden sich und alles an seinem Körper kribbelte, als er es wagte, in die faszinierenden grünen Augen des Spaniers zu blicken. Gott, hatte er Spanier schöne Augen. Er schluckte auf und unterdrückte seine Panik und seine Nervosität. Ja, auch er wurde rot und musste an die Nacht davor denken. Aber was sollte er jetzt sagen? Er konnte nichts sagen. Er umklammerte sein Buch, sodass die Knöchel weiß hervorstanden
.
Gott, sein Kopf machte wieder Sachen...Er stellte sich vor, wie er sich über den Spanier beugte, und sein Knie zwischen die Beine des anderen schob, es an einige bestimmte empfindliche Stellen rieb...Arthur schüttelte nur heftig den Kopf, rauschte an Antonio vorbei und sagte nichts. Er sagte lieber nichts, bevor er etwas falsches sagte. Er spürte den Blick des anderen noch im Rücken, drehte sich aber nicht um, nestelte an seinem Schal herum, hockte sich dann nach draußen.
Arthur atmete schwer auf.
Würde das ganze denn etwa nie ein Ende haben?

Der Brite hatte sich auf den Vorsprung zum Garten gesetzt, ließ sich nach hinten fallen und spürte die warmen Steine im Rücken. Antonio hatte einst gesagt, dass man selbst im Winter immer mit warmen Fließen aufwachte. Arthur schloss die Augen, zog ein Bein an und ließ sich treiben, schlief doch tatsächlich ein. Das Buch lag auf seiner Brust und er machte keine Anstalten, aufzuwachen.
Es war wohl einfach zu viel Stress für ihn und seine Psyche.

Nach 3 Stunden schlug er wieder die Augen auf. Es war wieder dunkel. Der Mond ging langsam auf. Hatte er etwa so lange geschlafen? Arthur erhob sich und streckte sich. Seine Gelenke knackten leicht und er stand auf, nahm sein Buch, in dem er nun doch nicht gelesen hatte. Er seufzte auf. Nun denn, dann ein anderes Mal. Er trottete zu seinem Zimmer, blieb leise und schloss die Tür hinter sich, nahm seinen Schal ab, begutachtete die Flecken im Spiegel. Keine Besserung zu sehen.
Aber was hatte er erwartet?

Arthur zog sich um, und schnappte sich dann seinen Laptop, hockte sich auf sein Bett und surfte etwas im Internet. Er las Nachrichten, hörte sich Vorlesungen an und schrieb ein paar Mails. Nichts unnatürliches.

Gerade, als er den Laptop schließen wollte, zögerte er. Langsam tippten seine Finger etwas bei google ein. Er wusste ja, wie Männer miteinander Sex hatten...aber es war eben ein Unterschied, was man wie machte und mit welchem Hintergrund. Arthur las sich Berichte durch...er schüttelte manchmal ungläubig den Kopf und dann schien er eher nachdenklich. Irgendwann klappte er seinen Laptop zu und seufzte auf, legte sich hin und wollte schlafen.

Doch seine Gedanken kreisten immer noch um das, was er gelesen hatte und um den Spanier. Wie es wohl wäre, wenn der Spanier wehrlos unter ihm liegen würde? Er würde sich winden, er würde stöhnen und er würde mehr wollen...aber Arthur würde ihn nicht lassen.
Er wäre es, der die Fäden in der Hand hätte...und er würde es auskosten. Bis ins letzte. Arthur bemerkte kaum, wie seine Hand schon wieder nach Süden zu wandern drohte. Er hielt in der Bewegung inne.

Sollte er? Durfte er? Konnte er? Er war alleine. Keiner sah zu. Keiner würde je davon erfahren. Aber es fühlte sich zugleich so falsch...aber so gut an.
„Ach, scheiß drauf“, murrte Arthur, schloss seine Augen, drehte sich auf den Rücken, spreizte seine Beine etwas, zog sie an und schob seine Hand in seine Boxershorts. Seine Fantasie war sein schlimmster Feind...und sein bester Freund.

Arthur bäumte sich leicht auf, als er kam, stöhnte auf und krallte sich ins Bett. Ihm war heiß. Immer noch. Langsam zog er seine Hand aus seinen Boxershorts und sah sie an. Das Sperma glänzte noch auf seiner Hand. Er verzog angewidert sein Gesicht und wischte die Hand an dem Bettlaken ab.
Er war irgendwie erbärmlich. Er war ein Feigling. Und erbärmlich.
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