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University Love story

von Sue Rose
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
England Frankreich Spanien
05.06.2011
25.10.2012
48
46.487
2
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Dieses Kapitel
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05.06.2011 590
 
Antonio

Gerade wollte er mit einem Buch in den Garten gehen, als Alfred ihn fast umrannte. „Hey, Antonio, da bist du ja! Ich hab dich schon gesucht! Komm mit! Wir gehen zu Mäckes!“, beschloss der Brillenträger und griff sein Handgelenk. Mit dumpfem Geräusch fiel das Buch zu Boden und er wurde mitgeschleift. Unterwegs schloss sich auch noch Ned der Truppe an,  der halb verhungert aussah.

Und kaum eine Viertelstunde später saß er auch schon in jedem Schnellrestaurant mit dem großem M und bekam von Alfred einen Burger in die Hand gedrückt, der natürlich Stammkundenrabatt bekam. Ned stand noch an, weil er einige Sonderwünsche bezüglich des Käses und der Tomaten hatte.

„Sag mal....?“, fragte der Amerikaner zwischen zwei Bissen.
„Hm?“, Antonio war nicht aufmerksam. Er hatte aus dem Fenster gesehen.
„Warum habt ihr euch gestritten?“
„Wer? Was?“, er war irritiert.
„Na du und Iggy....Munch...Er meinte, er will dich nicht sehen, weil ihr euch gezofft habt..Munch....“
„Ach...Jaa...Genau...Wir hatten Streit.....“, fiel es ihm etwas unkreativ ein.
„Was warn los, munch?“
„Ähhm...Achjaa....Er wollte kochen...Und ich den Tag überleben....“, es war keine Lüge, schließlich hatte alles damit begonnen.
„Munch...Hmm...Das ist schwierig...Munch, sonst ist er nicht so nachtragend....“
„Er ist halt einfach speziell...“
„Hmm...Munch, sonst würde er auch nicht im Sommer einen Schal tragen, wie Ivan...“
„Schal?“, er verschluckte sich fast an seinem Burger. War es denn möglich...
„Ja...Und er hat mich fast umgebracht, als ich, munch...Ihm den abnehmen wollte...Voll unheimlich...Munch..Ob das so ein neues Zauberritual ist?“
„Hmm...Wahrscheinlich...“, hüstelte er und trank von seiner Cola.

Danach folgre eine Belanglose Diskussion über Käse, Burger und Heldentum, bevor er endlich wieder in die Freiheit entlassen wurde. Oder besser: in den heimischen Garten. Dort setzte er sich gemütlich hin und las das Buch, welches noch immer an der gleichen Stelle lag, wie bei seiner zwangsläufigen Abreise. Auf dem Boden im Flur.

Er setzte sich in die Sonne, doch er konnte sich einfach nicht auf die Theorien bezüglich des Homo Laborans konzentrieren und gab es schließlich auf, noch länger Wörter in sein Hirn zu zwingen. Er beschloss, das Büchlein auf sein Zimmer zu bringen und es in sein Regal zu stellen, damit er sich anschließend vor den Fernseher setzen konnte.

Doch aus seinem Plan eines ruhigen Fernsehabends wurde nichts.  Alfred und Ned hatten das Wohnzimmer okkupiert und sahen sich gerade irgendwelche Horrorfilme an. Nicht gut. Thriller hatte er momentan in seinem eigenen Leben genug. Also änderte er seine Pläne und wollte sich auf sein Zimmer verziehen.

Doch auf dem Weg dorthin, prallte er plötzlich gegen etwas massives und fiel zu Boden. „Auu“, maulte er und hielt sich den Kopf. Langsam blickte er auf. „Oh...“, machte er dann nur leise und richtete sich rasch wieder auf, bevor er den ebenfalls Hingefallenen auf die Beine zog und sich verlegen am Kopf kratzte. Er konnte jetzt nicht einfach überstürzt abhauen. Er würde versuchen, zu tun, was Francis ihm geraten hatte.

„Oh, hallo Arthur....Einen netten Schal hast du da...Wie geht es dir?“, fragte er so belanglos wie möglich und versuchte, möglichst ruhig zu klingen, denn seine Gefühle fuhren gerade Achterbahn und sein Magen krampfte sich schmerzhaft zusammen. Er war nervös. Verdammt nervös. Er wusste nicht, was er sonst hätte sagen sollen und bekämpfte den Drang einfach wegzulaufen oder etwas dummes zu tun.

Seine Eingeweide zogen sich zusammen, bei dem Gedanken, was er dem jungen Mann angetan haben musste, doch gleichzeitig erregte ihn die Erinnerung etwas und ließ Röte in sein Gesicht schießen.
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