Arguments

GeschichteRomanze / P12
HoroHoro Ren Tao
02.06.2011
02.06.2011
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RUMMS!


Die Tür, die ich eben noch mit einem heftigen Ruck aufgerissen hatte, schlug nun wieder mit einem ohrenbetäubenden Knall zu.
Keine Ahnung ob das blöde Teil überhaupt noch in den Angeln hing, so wie es geknallt hatte.
Aber das ging mich im Moment einen Dreck an.
„Scheiße, verdammt!“, schrie ich, und trat mit einem wütenden Fauchen gegen den erstbesten Gegenstand, der mir in meinem Zimmer unter die Augen kam.
Es war ein weißes Kopfkissen gewesen, das nun im hohen Bogen gegen die Wand klatschte.
Mit einem leisen Schleifen glitt es an der Wand herunter und landete mit einem gedämpften Geräusch auf dem Boden.
Ich konnte nicht aufhören zu schreien.
Mit panischer Wut packte ich die letzte, noch halb volle Flasche Milch die auf dem Tisch stand und pfefferte sie gegen die Wand.
Es klirrte laut.
Die weiße Flüssigkeit spritzte zurück und verteilte sich still auf dem vorher dunkel gewesenen Teppichboden und hinterließ große weiße Flecken.
„Du verdammtes Arschloch!“, brüllte ich, sakte mit einem gequälten Laut auf den Boden und schlug mit der Faust auf diesen ein.
„Mistkerl! Baka! Du … du …“, mit jedem verwünschten Fluchen und jedem weiteren Schimpfwort schien der Boden mehr und mehr Dellen zu bekommen. Doch ich schlug weiter, rammte all meine Wut und meinen Schmerz in den Boden, schrie mir all meine schrecklichen und quälenden Gedanken aus dem Leib und ließ meinen Gefühlen für einen Moment lang einfach freien Lauf. Je lauter ich schrie und je fester ich zuschlug, desto schneller breitete sich ein Gefühl der Genugtuung und Erleichterung aus.
Erst nach ein paar Minuten hörte ich auf. Meine beiden Fäuste waren gefährlich rot geworden, und der erst jetzt aufquellende Schmerz ließ mich zusammenzucken.
„Sch-Scheiße“, keuchte ich und hielt mir beide Hände eng an die Brust, so als wollte ich die Schmerzen abdrücken.
Verdammt tat das weh!
Höllisch weh sogar. Aber wen interessierte das? Ja wen denn? Etwa ihn?
Ein spöttisches Lächeln huschte über mein Gesicht. „Tse … das glaubst du ja wohl selbst nicht…“

Das plötzliche Klopfen an meiner Tür ließ mich aufschrecken und verwirrt den Kopf heben.
Wer zum … ?! War das etwa ….
„Verschwinde du Arschloch!“, schrie ich sofort ohne dass ich richtig wusste ob er das überhaupt war. Aber selbst wenn es jemand anderer sein sollte, das war mir egal, solange er wegblieb.
„Wie hast du mich gerade genannt?!“
Schon zum dritten Mal an diesem Tag flog nun die Tür auf und knallte gegen die Wand.
Im Türrahmen stand eine fassungslos drein starrende, wütende Itako und blickte mich mit erbosten Augen an. Blöde Ziege, was musste sie ausgerechnet jetzt hier reinplatzen? Im Moment hatte ich absolut keinen Bock, mich mit ihr zu zoffen.
„Verschwinde, Anna“, knurrte ich böse und stand leicht schwankend auf.
„Nicht bevor du mir sagst was passiert ist“, fauchte sie zurück und sah sich im Zimmer um. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dir jemals erlaubt zu haben mein Wohnungseigentum zu schrotten, du Volltrottel!“
„Hab ich nicht!“, schrie ich laut und blitze sie wütend an. „Hau ab!“
Anna starrte mich fassungslos an. Dann schritt sie auf mich zu und schlug mir mit ihrer Rechten direkt auf meine linke Gesichtshälfte. Verwirrt stolperte ich ein paar Schritte zurück und taumelte.
„Was fällt dir nur … ein … Ren“, zischte sie boshaft und ging leise auf mich zu. „Wie kannst du es wagen, so mit mir zu reden …?“
„Ich hab gesagt, du so- “
„Halt bloß die Klappe!“, drohte sie und funkelte mich an.
Ich schwieg, in der Hoffnung, dass sie dann Ruhe geben und sich endlich davon machen würde. Hatte sie nichts Besseres zu tun als mich jetzt zu nerven? Sie könnte Yoh auf dem Platz draußen rumhetzen oder könnte den Fernseher anstarren, wie immer, anstatt mich hier zu belästigen und aufzuregen.
„Ich hab echt keinen Bock mehr auf dich, Ren!“, tobte Anna und hob bedrohlich ihren rechten Zeigefinger. „Das geht jetzt schon Tage lang so, und ich kann das echt nicht mehr ab! Wenn du so weiter machst, fliegst du hier hochkantig raus, ist das klar?!“
Schweigen.
„Ich hab gefragt ob das klar ist, Ren!!?“
„Jaja …“, zischte ich boshaft zurück und warf ihr einen vernichtenden Blick zu.
„Schön. Dann kannst du das hier ja alles wieder sauber machen und aufräumen.“
„….“
„REN!“
„Ist ja schon gut verdammt!“, brüllte ich. „Und jetzt verschwinde endlich!“
„Nichts was ich lieber täte!"
Mit hochgereckter Nase und einem letzten abfälligen Seufzen schlug Anna die Tür hinter sich zu und verschwand in dem dunklen Gang.

Stille herrschte.
Wie von selbst ließ ich mich stumm auf den Boden sinken und blieb ausgestreckt und still darauf liegen. Ich wollte nicht mehr schreien. Ich wollte einfach nur liegen.
Meine Hände strichen langsam über den weichen blauen Teppich, immer wieder, hin und her.
Er war so unglaublich weich und warm, und es beruhigte mich.
Ich spürte wie mir die Augen zu fielen. Das einzige was ich wahr nahm war die Wärme und das weiche Etwas zwischen meinen Fingern. So … unglaublich schön fühlte es sich an. Als würde ich durch seine samtig weichen blauen Haare wuscheln und ihm über den Kopf streicheln. „Mmh …“, seufzte ich genüsslich und schmiegte mich eng an die warme Wolle auf dem Boden.
Nach einer Weile konnte ich mein eigenes zufriedenes Schnurren hören.
Wie peinlich!
Aber das war mir egal.
Solange niemand zusah, brauchte ich meine Gefühle nicht verstecken.

Fast hätte ich durch meine geistige Abwesenheit nicht bemerkt wie die Tür erneut aufging. Kurz hob ich den Kopf um zu sehen wer gekommen war, ließ ihn dann aber wieder sinken und schloss erneut die Augen. Im Moment wollte ich einfach nur liegen bleiben und nichts mehr sagen.
„Hey“, sagte eine leise Stimme die sehr nach Annas Verlobtem klang. „Ich … hab gehört dass du schon wieder einen Anfall hattest, Ren.“
Aha, Anfall nannte man es jetzt schon ….
„Hast du dich wieder mit ihm gestritten?“
Leise spürte ich, wie sich Yoh neben mir niederließ, sagte jedoch nichts. Warum sollte ich auch antworten, wenn die Antwort so offensichtlich war.
Der Braunhaarige seufzte, schwieg jedoch ebenfalls und saß einfach nur da, vermied es zu reden. Wir hatten gelernt uns auch ohne Worte zu verstehen und konnten einfach nur schweigen, um zu wissen was der andere fühlte.
„Ren das … muss aufhören, wirklich“, flüsterte Yoh leise und schüttelte den Kopf. „Ich will dich nicht beschuldigen oder mit dir schimpfen, ich weiß ja, dass du ebenso wenig Schuld hast wie er aber … aber …“
„Es geht nicht.“
Durch einen Spalt meiner Augen sah ich, wie Yohs Handknöchel zuckten.
„Was meinst du damit?“, fragte er dann zögernd.
„Ich weiß nicht. Es ist so seltsam in letzter Zeit. Keine Ahnung.
„Ich … ich glaube ich verstehe dich nicht ganz?“
Ich seufzte. Mir ging es ja nicht anders.
„Ich verstehe es selbst nicht“, antwortete ich ruhig. Mehr konnte ich jetzt einfach nicht sagen.
„Ich glaube ihr solltet euch mal miteinander aussprechen, Ren.“
Gar keine gute Idee. Überhaupt keine gute Idee.
„Deshalb –“, ich spürte wie Yoh aufstand und zur Tür ging, „-hab ich …“, meine Augen weiteten sich erschreckend, „ … Horohoro gesagt er soll herkommen.“
„DU HAST WA- “, wollte ich schreien, fuhr hoch, doch mitten im Satz versagte meine Stimme, als ich ihn dort stehen sah. Mitten im Türrahmen neben Yoh.
Fassungslos starrte ich ihn an und spürte wie jegliche Farbe aus meinem Gesicht wich.
„W-Was … was…?“
„Ich lass euch allein“, sagte Annas Verlobter schnell und schon war er aus dem Zimmer gehuscht und hatte die Tür hinter sich zu gezogen.

Horo sagte nichts, sah mich einfach nur an. Seine Augen wirkten so entsetzlich leer und traurig. Ging es ihm vielleicht gar nicht anders als mir?
„Was willst du?“, fragte ich leise und drehte den Kopf zur Seite.
Ich konnte nicht sehen, was er für ein Gesicht machte oder wie er reagierte. Aber ich konnte plötzlich seine Schritte hören, wie sie langsam näher kamen und kurz vor mir zu stoppen schienen.
„Können wir reden?“
Langsam sah ich auf und diesmal sah ich ihm direkt in seine Augen.
Ich saß immer noch auf dem Boden und es war ein seltsames Gefühl ihm von so weit unten ins Gesicht zu schauen.
„Ich wüsste nicht, was es da noch zu bereden gäbe“, sagte ich leise.
Horo blieb stumm.
Sicher da waren Millionen Sachen die wir zu bereden hatten, Millionen Dinge die ich ihn fragen oder von ihm hören wollte, aber im Moment wollte ich das absolut nicht!
„Ich glaube du gehst besser wieder“, sagte ich und drehte den Kopf zur Seite.
„Und was ist, wenn … wenn ich mich weigere?“
Ich spürte wie seine Blicke mich durchbohrten, zwar unsicher aber dennoch überzeugt.
„Ich werde nicht gehen, hörst du? Ich muss mit dir reden!“
„Ich hab dir doch schon gesagt, da - “
„Es gibt sehr wohl noch was zu bereden!“, rief Horo wie als Antwort auf meine Aussage.
„Bitte ich … ich“, stammelte er und sah mich verzweifelt an. Dann, ohne Vorwarnung, fiel er auf die Knie und kippte nach vorne.

Ich spürte Arme, die sich um meinen Bauch schlangen.
Hände, die sich fest an mein T-Shirt klammerten.
Und ich spürte wie sein Kopf langsam auf meinem Schoß zur Ruhe kam.
„Es tut mir so Leid, Ren.“
Der Griff seiner Hände auf meinem Rücken verstärkte sich krampfhaft.
„Bitte … bitte sei nicht mehr sauer auf mich!“

Irgendetwas in mir drin schien mir die Stimmbänder abzudrücken. Ich saß einfach nur da, Horo an mich geklammert und halb auf mir liegend, und wagte es nicht, auch nur ein Wort zu sagen. Was in aller Welt passierte hier? Ich verstand es einfach nicht, egal wie ich es drehte und wendete. Noch nie waren wir derart nahe beisammen gewesen, noch nie hatte er mich so anfassen dürfen ohne dass er sofort eine gescheuert bekommen hätte. Immer wenn er mich berührt hatte, hatte ich Ekel und Hass empfunden, wie er es nur wagen hätte können, mich so anzurühren. Doch jetzt fühlte es sich anders an.

Ich musste plötzlich an den blauen Teppich von vorhin denken. Die weichen Flusen, die angenehme Wärme die von ihm ausgegangen war. Wie ich ihm durch die Fasern gestrichen hatte, die sanfte Wolle durchzaust hatte und mich wohl gefühlt hatte, einmal nicht meine wahren Gefühle zurückhalten zu müssen. Wie die warmen Fäden und Fasern meine Hand gekitzelt hatten … als würde ich …

„Ren? Was tust du da?“
Verwirrt schreckte ich auf. Doch dummerweise verschwand dieses „Teppich-Gefühl“ nicht so, wie ich es wollte. Und dann sah ich auch warum.
Verdammt!
Meine rechte Hand ruhte mitten in Horos jetzt völlig zerzaustem Haar und seltsamerweise … ja … seltsamerweise zog ich meine Hand nicht wieder zurück.
„T-tut mir Leid“, sagte ich schnell doch meine Hand blieb auf seinen Haaren ruhen.
Horo sah mich an.
„Und … wieso stößt du mich dann … nicht weg?“
„Ich weiß nicht…“

Niemand sagte etwas.
Ich sah ihn einfach an und er sah einfach zurück. Mir fiel auf dass er tiefe dunkle Augen hatte, ein dunkles Blau in das man wie in Wasser zu versinken drohte, wenn man nur zu lange hineinsah.
Ich betrachtete sein Gesicht, seine makellose Haut, seine Augen und Züge, und wagte es nicht, mich zu bewegen. Ich wollte ihn einfach nur ansehen.

„Ren was … tun wir hier?“, sagte Horo jetzt ganz leise, fast flüsternd. Sein Gesicht war meinem sehr nahe gekommen, fast ein bisschen zu nahe. Aber merkwürdigerweise machte es mir nichts aus.
„Weiß nicht …“, war alles was ich flüsternd herausbrachte, bevor meine andere Hand langsam zu seiner Wange wanderte um genüsslich darüber zu streichen.
Horo schloss die Augen und berührte meine äußere Handfläche mit der seinen.
Ich wusste immer noch nicht wieso ich das tat, wieso ich ihn nicht einfach wegstieß. Normalerweise hätte ich so was nie getan. Schon gar nicht mit ihm! Aber irgendetwas stimmte nicht, irgendetwas war anders … schon seit ein paar Tagen hatte ich dieses Gefühl, dass sich etwas zwischen uns verändert hatte.
Wir hatten uns viel öfter gestritten als sonst. Außerdem hatte ich manchmal das seltsame Bedürfnis gehabt, ihn einfach nur beobachten zu wollen ohne ein Wort mit ihm zu reden. Ihn einfach nur anzusehen, auch wenn ich nicht wusste warum.

„Deine Hand ist so weich, Ren“, hörte ich Horos leise Stimme ganz nah an meinem Gesicht.
„Deine auch …“, flüsterte ich zurück ohne vorher nachzudenken.
Meine andere Hand glitt zu seiner Freien und strich sanft darüber. Sie war wirklich ganz weich … und warm.
Noch bevor mir richtig klar wurde, was passiert war, hatten sich unsere Hände eng ineinander verschränkt.
„Ren“, seufzte Horo gedämpft und lehnte seine Stirn an meine. Sie fühlte sich lau an, und ich konnte seinen warmen Atem auf meinem Gesicht und meiner Haut spüren.
„Das ist … so seltsam“, flüsterte er.
Ich nickte.
„Dürfen wir so was tun? Ist das … erlaubt?“
„Was tun wir denn deiner Meinung nach, was unerlaubt wäre?“
Horo sah auf.
„Ich weiß nicht ….“, sagte er leise. „Fühlt es sich falsch an?“
Ich schüttelte den Kopf.
„Was ist mit dir?“, fragte ich dann zögernd.
Auch er schüttelte den Kopf.
„Aber“, sagte er dann, „es ist … komisch. Nicht dass es mir nicht gefällt aber -
„Es gefällt dir?“

Horo verstummte. Offensichtlich wusste er nicht was er sagen sollte. Ich konnte ihn verstehen, diese Situation, dieser Moment den wir hier gerade auslebten war einerseits schön und beruhigend, aber auf der anderen Seite auch neu und fremd. Ich fühlte mich unwohl, und doch wollte ich jetzt um nichts in der Welt weg von hier. Ich wollte wegrennen, aber wollte ihm weiterhin so nahe wie möglich sein. Was sollte das alles nur?

„Ich … glaube schon“, antwortete Horo schließlich nach ein paar stillen Minuten.
„Ah …“, sagte ich nur.
Wieder trat Stille ein.
Dann spürte ich seine Finger die langsam über meine Wangen strichen, ganz sachte und fein.
„T-tut mir Leid, aber … ich kann einfach nicht aufhören dich anzufassen“, sagte er leise.
Ich schwieg und ließ ihn gewähren. Noch ein paar Mal strich er mir über das Gesicht, bis seine Finger schließlich an meinen Lippen innehielten.
„Sind deine Lippen … auch so weich wie deine Haut?“
Er sah mich an, wie in Trance wirkten seine Augen und Bewegungen.
„Du … könntest es ausprobieren“, flüsterte ich zurück.
Horo zuckte.
Dann legte er den Kopf schief und berührte sanft meine Lippen mit den seinen. Nur ganz kurz. Dann zog er den Kopf rasch wieder zurück.

In diesem Moment wurde mir erst klar was hier eigentlich passierte. Und die Situation ebenfalls!
Ich saß vor Horo. Unsere Hände waren eng ineinander verschränkt, seine Hand hielt sanft mein Gesicht und wir küssten uns.

Wir … küssten uns …?

Ich spürte wieder wie er schüchtern seine Lippen auf meine legte, kurz verweilte, und sich dann wieder löste. Und dann tat er es wieder. Und wieder.
Mit jedem Mal in dem er mich küsste dauerte der anfangs schüchterne Kuss länger, und wurde sicherer und fordernder.
Ich begriff nun, dass etwas absolut nicht mehr stimmte. Alles hatte sich verändert, alles. Mir wurde klar, dass ich das alles, was hier zwischen uns passierte, was sich zwischen uns mit der Zeit entwickelt hatte, nicht mehr mit der Vergangenheit vergleichen konnte. Nie wieder würde ich das tun können.

Sanft löste ich mich wieder von Horo und sah ihn lange an.
„Ich glaube“, sagte ich dann, „ das mit dem Streit können wir vergessen, oder?“
Horo lächelte.
„Und was ist, wenn ich nachtragend bin?“
„Du bist bekloppt, Snowboardfreak.“
„Ich meins Ernst!“
„Ja, und ich auch“, sprach ich leise und küsste ihn.
„Außerdem hast du angefangen … mit dem Streit mein ich.“
Horo zuckte. „Tut mir Leid.“
„Vergiss es“, flüsterte ich, schlang meine beiden Arme um seine Hals, zog ihn ganz nah zu mir herunter und wollte gerade wieder abfangen seine Lippen zu liebkosen, als –

„Ren!! Du verdammtes kleines Stück Dreck, war das, was du gegen die Wand geworfen hast etwa meine letzte Milch?! Na warte, wenn ich dich in die Finger bekomme, du Mistkerl, dann kannst du aber was erleben!!“

Ich schluckte.
„Keine Angst, ich hab abgeschlossen“, grinste Horo und drückte mich sanft zu Boden.
„Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie uns stört.“
„Hä? Aber woher -?“
„Ist doch egal“, grinste er und küsste mich.
„Solange sie wegbleibt, und solange wir uns nicht mehr streiten, kann uns das doch egal sein.“
Solange wir uns nicht mehr streiten?
Ich musste lächeln.
„Weißt du, vielleicht ist so ein kleiner Streit gar nicht mal so schlecht, wenn man sich nur wieder richtig verträgt ….“
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