Küss mich Doc

von binuclear
GeschichteRomanze / P12
Captain Jack Sparrow
01.06.2011
25.01.2012
44
64.931
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01.06.2011 1.460
 
Panisch ruderte Amanda im Wasser das sie umgab und hatte nur den einen Gedanken. Luft!
So gut es ging versuchte sie nach Oben zu gelangen und der ersehnte Luftzug der ihre Lungen mit Sauerstoff füllte wurde ihr durch eine Welle genommen  die über sie hinwegschwappte und sie erneut unter Wasser drückte. Ihr Kampf schien ewig zu dauern  und in der Gewissheit das sie das nicht überleben  würde  holte sie ein weiteres Mahl Luft eher ihre Kräfte nachließen und sie erneut nach unten gezogen wurde. Doch zu ihrer Überraschung spürte sie schwach wie sie aus dem Wasser gezogen wurde, sie versuchte etwas zu erkenne doch brannten ihre Augen zu  sehr von dem Wasser und so erkannte sie nur die Umrisse einer Person eher es um sie dunkel wurde.

Das knarren von verschobenem Holz und das dumpfe Geräusch von schweren Schritten auf Holz brachte Amanda dazu vorsichtig ihre Augen zu öffnen und musste feststellen, dass diese immer noch leicht brannten. Zuletzt verspürte sie ähnliches als sie bei einem Badeurlaub mit offenen Augen im Meer geschwommen war. Doch was hatte das Meer mit einem Bergsee gemeinsam?
Vorsichtig versuchte sie sich aufzurichten, doch spürte sie jeden Knochen einzeln und verfluchte sich für ihren Übereifer.  Sie befand sich in einem kleinen Bett und lehnte nun gegen die Wand an dessen es stand. Anfangs unscharf versuchte sie ihre Umgebung zu Mustern und es musste eine Art Holzhütte sein, da alles um sie aus dichten Holzbalken gezimmert war. Die einzige Lichtquelle bestand aus einem kleinen Fenster das allerding zu weit von ihr entfernt war, als das sie durch es etwas erkennen konnte und einer Petroleumlampe die  auf einem Schreibtisch stand.  So eine Lampe kannte sie bisher nur aus dem Geschichtsunterricht.  Wundernd darüber ertönte ein klopfen an der Tür des Zimmers die nun geöffnet wurde. Herein kam ein Mann dessen gesamtes Erscheinungsbild zu der alten Lampe auf dem Tisch passte. Er trug eine dunkelblaue Uniform und auf dem Kopf thronte unter einem ebenso blauen Hut eine weiße Perücke. Überrascht über diesen Anblick musste sie zweimal überlegen ob sie in schallendem Gelächter ausbrechen sollte, aber ihre Momentane Situation  und ihre gute Erziehung erlaubten es ihr nicht. So starrten sie sich eine Sekunde lang an, bis er gänzlich in das Zimmer trat und die Tür hinter sich schloss.
„Guten Tag!“ Begrüßte er sie, legte dabei steif eine Hand auf seinen Bauch und verbeugte sich leicht vor ihr. „Wie ich sehe haben Sie die Strapazen der vergangenen Nacht gut überstanden!“ Perplext sah Amanda ihn immer noch stumm an und musste ihm zugestehen das er seine Rolle durchaus überzeugend herüberbrachte. Doch was genau war eigentlich geschehen?      „Wenn ich mich vorstellen darf mein Name ist  Luipold, Captain der Dolfin einem Flaggschiff des Britischen Empire,  darf ich erfahren wie Sie heißen und wie Sie in diese Missliche Lage gekommen sind?“
„Captain?“ Rutschte es ihr verwundert heraus, doch schnell rief sie sich zur Ruhe, da er sie irritiert ansah. „Amanda … Amanda Evens und danke dass Sie mir das Leben gerettet haben!“  „Nun Miss Evens sie hatten großes Glück das wir sie gefunden haben, so ganz alleine mitten auf dem Meer, es scheint in meinen Augen ein Wunder das sie noch Leben. Aber können Sie mir sagen was mit dem Schiff geschehen ist mit dem Sie unterwegs waren?“
„Wie bitte?“ So froh sie auch war, das sie noch am Leben war doch das alles ging ihr jetzt doch etwas zu weit. „Was bitte reden Sie da von Meer und Schiffen? Ich bin Ihnen wirklich dankbar das Sie mich gerettet haben aber…“
Aufgebracht versuchte  Amanda sich ein Stück höher aufzusetzen, doch ein plötzliches Schwindelgefühl überkam sie. Sofort hielt sie in ihrer Bewegung inne fuhr sich mit der Hand über die Stirn und seufzte leicht auf.
„Ich halte es für das beste wenn Sie sich ausruhen. Ich werde Ihnen etwas zu Essen bringen lassen. „ Wieder verbeugte er sich vor ihr und wand sich der Tür zu hielt jedoch kurz inne und drehte sich zu ihr. „Übrigens ich haben Ihnen frische Kleidung bringen lassen, in Ihrer Bisherigen Kleidung halte ich es für keine gute Idee sich so der Mannschaft zu präsentieren.“ Damit ging er durch die Tür und lies Amanda alleine zurück.
Das war doch verrückt? In ihr kam der Gedanke dass man sie erst gerettet und dann entführt hatte. Der Mann hatte sichtlich psychische Probleme, doch darüber konnte sie sich später Gedanken machen. So gut es ging setzte sie sich zuerst auf und stellte sich dann mit Hilfe des Tisches auf und erkannte was er mit seiner letzten Aussage meinte. Sie trug immer noch dasselbe Knielange Sommerkleid das sie am gestrigen Tag anhatte, lediglich die Schuhe sind ihr wohl im Gewirr verloren gegangen. Auf einem Stuhl neben dem Tisch sah sie ein Bündel Stoff und Amanda hoffte inständig dass ihr die Sachen passen würden, denn so konnte sie wirklich nicht herumlaufen, da das Kleid doch mitgenommen aussah. Doch lange würde sie hier eh nicht bleiben, immerhin hatte sie eine gewisse Verpflichtung und Georg und die Polizei würden mit Sicherheit bereits nach ihr suchen. Langsam machte sie sich auf den Weg zu dem Stuhl, denn der Muskelkater in ihren Beinen machte sich bei jedem Schritt bemerkbar. Sie nahm den Stoff  in die Hände und hielt ihn hoch, und bereits nach wenigen Sekunden wurde ihr klar, was sie da in den Händen hielt.
„Das Träum ich doch!“ Murrte sie und knüllte den roten Stoff das sich als Bodenlanges aufgebauschtes Kleid herausstellte wieder zusammen. Schnell sah sie sich um, vielleicht hatte der Kerl etwas anderes gemeint, doch er meinte es scheinbar ernst.  Abschätzend sah sie sich erneut das Kleid an und musste wieder zugeben das er seine Geschichte gut rüberbrachte, den dieses Kleid besaß keinen Reisverschluss, ledig duzende von Schnüren mit denen  man es scheinbar zusammenband. Auch etwas wie ein Unterrock war zu erkennen und nach genauem Überlegen, blieb ihr nichts anderes übrig. Nach scheinbar einer halben Stunde gelang es ihr sich auszuziehen und sich in dieses Gewirr aus Stoff,  Spitze und Schnüren hineinzubuxieren und es halbwegs in die richtige Position zu bekommen, erschöpft ließ sie sich auf den Stuhl hinab und Atmete durch, während sie die Frauen dieser Zeit bemitleidete. Erneut klopfte es an der Tür und  herein kam diesmal ein etwa zwölf jähriger Junge ebenfalls gekleidet in Traditioneller frühzeitlicher Kleidung und stellte etwas schüchtern ein silbernes Tablett auf den Tisch. Misstrauisch beobachte sie ihn da er nichts sage und sie nicht einmal ansah. „Hallo!“ Lächelte sie und bei einem kurzen Blick von ihm zu ihr, senkt er gleich darauf den Blick und huschte so schnell er konnte aus dem Zimmer. Verwirrt blickte Amanda gegen die Tür und wurde etwas unruhig der Junge war sichtlich verängstigt und wenn es etwas gab was sie nicht mochte waren es Kinder oder Tiere die offensichtlich vor etwas Angst hatten. Was mag man ihm wohl angetan haben? Kurz sah sie auf die Platte auf der etwas Brot einige Äpfel und etwas das aussah wie die Hinterkeule eines Schafs oder Ziege lagen. Den Appetit hatte sie jedoch verloren und so lief sie zur Tür, nahm sich allen Mut zusammen den diese Ungerechtigkeit wollte sie nicht ungestraft geschehen lassen.  Vorsichtig zog sie die Tür auf und wurde kurz von der Sonne geblendet, doch was sie darauf sah verschlug ihr den Atem. Vor ihr waren einige Männer in alten Militäruniformen dabei Segel zusetzten. Segel!! Und bei genauem Hinsehen erkannte sie keinen Horizont nur Wasser! Wasser und wieder Wasser. „Schiff!“ Stieß sie gebrochen hervor worauf sich Captain Luipold umdrehte und sie verwundert ansah.
„Miss Evens?“
Eine Antwort bekam er jedoch nicht, da sie auf dem Absatz umdrehte und die Tür hinter sich zuschlug.
„Gott, Oh Gott, Oh Gott, Schiff!!“  Stammelt sie und begann beinahe zu hyperventilieren. Was ging hier nur vor? Wie konnte sie auf einem Schiff voller Menschen die aussahen und sprachen wie Personen des späten 17 Jahrhunderts, das mitten im Meer schwamm. Dabei segelte es eher, Korrigierte sie sich selber und brach ein verschlucktes Lachen hervor.  Es klopfte erneut an der Tür und herein kam der Captain der sie nun besorgt ansah. „Miss Evens fühlen sie sich wohl?“
„Nein!“ Bestätige sie ihm was er sich womöglich bereits dachte.
„Wie komm ich hier her? Was ist das für ein Spiel?“
„Miss Evens bitte beruhigen Sie sich. Nach einem Schiffsbruch  ist es nichts ungewöhnlich wenn man sich an manche Dinge nicht mehr Erinnert, aber meistens kommt die Erinnerung bald wieder.“
„Schiffsbruch!“  Amanda fühlte sich unwohl daher setzte sie sich auf den Stuhl und fuhr sich über die Stirn. „Ich hoffe Sie haben Recht!“  
„Ruhen Sie sich aus in einigen Tagen erreichen wie Port Royle  dort wird man weiter sehen.“
Diesmal war sie es die ihn aufhielt den eine Frage brannte ihr jetzt auf der Zunge. „Captain! Darf ich fragen welches Datum wir haben!“
„Den 12 Mai 1721!“
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