Sea Wisho Song~ ein neuer Anfang

von MewMitsuy
GeschichteAbenteuer / P12
28.05.2011
12.06.2011
2
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Dunkle Rauchwolken schwebten wie Nebel durch den Thronsaal und tauchte ihn in eine bedrohliches Licht. Ein blondes Mädchen saß gelangweilt auf ihren Thron und musterte die Fließen, als plötzlich die Tür aufging und eine Frau herein trat. „Morgain? Was willst du? Ich habe dich nicht gerufen.“, meinte das Mädchen verstimmt und schaute die Frau verärgert an. Die Frau deutete eine leichte Verbeugung an und meinte: „Ich weiß, aber ich habe etwas wichtiges mit dir zu besprechen.“ „Ich fühle mich nicht in Stimmung dazu.“ Ein bedrohliches Funkeln erschien in den Augen der Frau und sich lächelte leicht: „Das solltet ihr aber. Es geht um die Meerjungfrauen.“ Die Frau beobachtete wie die Augen des Mädchens kurz auf blitzen, dann fuhr sie fort: „Diese verächtlichen Wesen sollten nicht mehr auf dieser Welt weilen. Wären sie nicht, könnten wir die Menschen ohne weiteres versklaven und die Welt beherrschen. Wir sollten alle von diesen Fischwesen ausrotten. Alle die ihr Blut in sich tragen.“ Wieder blitze es in den Augen des Mädchens auf: „Und das sagst du mit welchem Recht?“ Die Frau lächelte kurz und plötzlich trat der Ausdruck von Hohn und Überheblichkeit in ihre Augen: „Mit dem Recht der Königin der Dämonen.“ Das Mädchen stand ruckartig von ihren Thron auf: „Du wagst es?!“ Die Frau lächelte nur kalt und das Mädchen rief: „Na los ergreif sie schon!“ Sie erwartete, dass der Dämon und ihr treue Diener die Frau nieder strecken würde, doch stattdessen spürte sie plötzlich kaltes Eisen an ihrem Hals, das schmerzvoll in ihre Haut strich. Das Mädchen stöhnte erschrocken auf. Mit einen kalten Lächeln trat die Frau an sie heran und hob hier Kinn hoch: „Hast du mir nicht zugehört? Ich habe gesagt alle Wesen mit Meerjungfrauenblut sollen zerstört werden. Eine Königin wie dich können wir nicht gebrauchen, ab jetzt übernimmt das Feuer wieder die Herrschaft.“ „Wie, wie kannst du es wagen?“, zischte Shampoo, was ihr nur noch einen verächtlicheren Blick von der Frau einbrachte. „Tetsu beseitige sie." Mit den Worten drehte sie dich Frau um und murmelte: „Entschuldigt mich jetzt meine Königin. Der Hohe Rat will seine neue Herrscherin sprechen.“ „Nein! Das könnte ihr nicht machen! Was fällt euch ein?! MORGAIIIN!!!“, kreischte das Mädchen, als sie von ihrem treuen Diener aus dem Saal gezerrt wurde.

„Was ist los? Kann ich endlich die Binde abnehmen?“, fragte Mitsuy während sie blind hinter Kisshu her stolperte. Dieser lachte nur und zog das arme Mädchen weiter hinter sich her. Schließlich blieb er plötzlich stehen und Mitsuy stieß gegen ihn. Verärgert runzelte die Augenbrauen und meinte: „Was ist los?“ „Wir sind da!“, rief Kisshu, mit einem Lächeln, dass Mitsuy wegen ihrer Augenbinde nicht sehen konnte. Mitsuy legte den Kopf schief und lauschte. Sie hörte neben sich das Rauschen des Meeres, was schon mal sehr schön war, konnte sich jedoch nicht erklären was sie hier wollten. Kisshu nahm ihr die Augenbinde ab und Mitsuy zog die Luft ein. Vor ihr war eine Picknickdecke mit leckeren Essen und schönen Kerzen. „Was, ist das?“, fragte Mitsuy verwirrt. Kisshu lachte. „Kannst du dir dass nicht denken? Morgen bist du ein Jahr lang eine richtige Meerjungfrau gewesen und ich finde wir sollten das feiern! Wir zwei und nicht das ganze Königreich wie in dem Fest Morgen.“ Mitsuy schaute ihn einen Moment verwundert an, dann begann sie zu strahlen und schlang die Arme um ihn. „Danke, das ist, das ist einfach wunderschön!“, rief sie begeistert und Kisshu küsste sie lachend.
Lange Zeit lagen sie einfach nur beisammen und schauten den aufgehenden Mond an. Es war Vollmond und obwohl das keine Bedeutung mehr für Mitsuy hatte, liebte sie trotzdem seinen Anblick und spürte seine Macht. „Lass uns heute Nacht hier bleiben.“, drang plötzlich Kisshus Flüstern an ihr Ohr. Mitsuy schaute ihn überrascht an und lächelte dann: „Es wird kalt werden und du weißt ich muss nach Hause.“ Kisshu schaute sie seufzend an: „Ja an einen Ort wo ich dir nicht folgen kann. Ich hab Decken dabei, lass uns dein Reich doch einfach für eine Nacht vergessen und bleib hier.“ Mitsuy küsste ihn sanft und schüttelte dann den Kopf: „Nicht an dem Tag vor der großen Feier.“ Sie stand auf und schaute Kisshu an der sie missmutig musterte, dann seufzte sie: „Es tut mir Leid. Bis Morgen.“, mit den Worten drehte sie sich um und verschwand im Meer. Kisshu sah nur noch das Auftauchen einer rosa Schwanzflosse, die kräftig gegen des Wasser schlug und dann verschwand, dann war das Meer wieder ruhig. Kisshu lächelte. Natürlich hasste er es, dass Mitsuy so wenig Zeit für ihn hatte und vermisste sie wahnsinnig wenn sie nicht da war. Doch nach wie vor, war es dies wie er sie liebte. Als Meerjungfrau, als Mädchen und als Prinzessin.
Mitsuy saß auf ihrem Thron und schaute den Dienern zu wie sie alles fürs Fest vorbereiteten. Sie hasste es hier zu sitzen und allen sagen zu müssen was sie zu tun hatten. Es hätte ihr viel mehr Spaß gemacht wie die Diener den Saal zu dekorieren, aber dass war natürlich nicht erlaubt. Durch ihre Arbeit als Prinzessin, hatte sie außer für die Schule kaum mehr Zeit für irgendwas anderes. Sie hatte so viel über das Meerjungfrauenleben zu lernen und so viele Pflichten, dass ihr ihre Freizeit ziemlich abging. Wie viel Spaß hatte sie früher gehabt, als sie lachend mit ihren Freundinnen beisammen war und davon geschwärmt hatte, wie toll es sei wenn sie endlich eine Meerjungfrau wäre. Doch ihre Freundinnen mussten sich um ihre eigenen Reiche kümmern und waren nicht da. Selbst Sunni hatte die Schule gewechselt und war in ihr weit entferntes Reich zurückgekehrt. Wenigstens Kisshu und Shinju traf sie noch oft. Obwohl Shinju auch öfters die Schule schwänzte um in ihren Reich zu sein. Trotzallem liebte sie es doch sehr eine Meerjungfrau zu sein. Ihr ganzes Leben hatte sie dass Gefühl gehabt, einfach falsch zu sein, nicht dazu zu gehören und nun fühlte sie sich endlich wie wenn sie zu Hause wäre. Nun spürte sie endlich dass sie hier richtig war, dass dies ihre Bestimmung war. Natürlich vermisste sie auch ihre Mutter und ihren Vater sehr. Doch sie wusste auch, dass sie die Beiden nie mehr wieder sehen würde und in dem einen Jahr hatte sie sich damit abgefunden. Manchmal wachte sie allerdings immer noch Nachts auf und merkte dass sie im Schlaf geweint hatte, doch es wurde seltener und Mitsuy wusste, dass sie trotzallem zur Zeit so glücklich war, wie noch nie zuvor in ihrem Leben, Langweile, Stress und Einsamkeit hin oder her. Plötzlich erklang eine helle, vertraute Stimme die sie schon ewig lang nicht mehr gehört hatte. „MIIIITSUUUU-CHAAAN!“ Mitsuy drehte sich überrascht um und begann zu strahlen: „Sunni!“, rief sie und Sunnivah, die Prinzessin des gelben Reiches lachte. „Ich dachte mir ich nehme mir ein paar Stunden früher frei und helfe dir bei den Vorbereitungen des Festes!“, verkündete sie und Mitsuy schenkte ihr ein dankbares Lächeln. Schnell schwamm Mitsuy auf ihre Freundin zu und umarmte sie. „Ich bin so glücklich dich wieder zu sehen!“, verkündete Mitsuy und Sunni lachte. „Die anderen kommen heute Abend doch auch oder?“ Mitsuy nickte leicht: „Ja, sie haben alle zugesagt. Das wird ein wunderbares Fest. Wir werden alle vereint sein, wie früher.“ Sunni nickte auch glücklich, dann nahmen die Beiden sich an der Hand und schwammen fröhlich quasselnd durch den Palast.