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A new play

von Meg-Giry
GeschichteAbenteuer / P16 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
27.05.2011
16.09.2011
14
10.309
1
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1 Review
 
27.05.2011 505
 
Kapitel 8: Let’s talk about…

Bemüht NICHT auf diese wundervolle, nackte Haut zu starren, senkte Tex Hex seinen Blick zu Boden. Was sollte er sagen – konnte er überhaupt in Worte fassen was er dachte und fühlte?
„Brave Starr…“, begann erzögernd mit leicht zitternder Stimme. „Ich – also letzte Nacht hatten wir wohl beide etwas viel getrunken…“
„Was willst du damit sagen Tex?“ Der Marshall knurrte die Worte förmlich – dabei hatte er sich vorgenommen einfühlsam zu sein, abzutasten, was der Andere fühlte. Doch er konnte sich nicht bremsen. „Meinst du etwa du würdest mich nie anfassen, wenn du nüchtern bist?“
Der Ex-Desperado zuckte ob dieser schroffen Worte zusammen. Sie machten es ihm noch schwerer sich aus dieser wirren Situation zu befreien. Er dachte sogar daran, sich einfach in Rauch aufzulösen, sah aber noch rechtzeitig ein wie sinnlos dies währe. Immerhin waren die einzigen Plätze wo er sich wirklich wohl fühlte hier und in Brave Starrs Wohnung.

Als die erwarteten Gegenargumente ausblieben, sein Gegenüber gar nur schwieg, blickte der jungen New Cheyen verlegen an sich herunter.
Die mehr als eindeutigen Spuren der letzten Nacht liessen ihn erröten und schürten sein Verlangen nach Nähe erneut. Als er schliesslich seinen Kopf wieder hob, traf sein Blick direkt auf Tex Hex unsichere und unendlich traurige Augen.
Brave Starrs Hirn hörte auf zu arbeiten und sein Herz übernahm das Kommando. Denn schneller als er es bereifen konnte, hatte er seinen Gastgeber erreicht, die Arme fest um ihn geschlungen und raunte ihm sanfte Worte der Zuneigung ins Ohr. Als er fühlte, wie der ehemalige Schurke sich gegen seine Brust sinken liess und sich langsam entspannte, besiegelte der Gesetzeshüter seine Worte mit einem sanften, zärtlichen Kuss. Denn Alkohol hin oder her – seine Gefühle blieben die Selben.

Tex glaubte im ersten Moment zu träumen. Dann aus einem Alptraum – den seinen ganzen bisherigen Morgen umfasste – zu erwachen. Schliesslich beschloss er, dass es keine Rolle spielte, solange diese weichen Lippen ihm weiterhin solch zauberhafte Worte erzählten oder ihn gar küssten.
So liess sich der einst so unnahbare Desperado gegen seinen ehemaligen Erzfeind sinken, genoss dessen Körperwärme und sammelte seinen ganzen Mut – für drei kleine Worte die ihm schon lange im Kopf und noch länger in seinem Herzen feststanden: „Ich liebe dich!“
„Ich liebe dich auch – mein Texie“, kam sogleicht die geschnurrte Antwort.
Lange bleiben die beiden Männer so stehen, tauschten sachte – teils fast zaghafte – Liebkosungen aus und hofften, dass dieser Moment ewig dauern könnte.
Erst das laute Knurren ihrer Mägen, brach den Bann und brachte sie wieder in die Realität zurück.
Seufzend schickte Tex seinen Lieblingsgast ins Bad – schliesslich konnte der nicht den Rest des Tages nackt rumlaufen, auch wenn IHM dies wirklich gefallen würde – und machte sich daran alles für ein ordentliches Frühstück vorzubereiten.
Doch der Blick in den Kühlschrank war ernüchternd. Weder Eier noch Speck noch Käse hatte er vorrätig. Dabei hatte sein Liebster doch mindestens Pfannkuchen verdient, nicht nur trockene Marmeladenbrote.
Da gab es nur eine Lösung. War nur zu hoffen, dass der Marshall auch schön lange unter der Dusche blieb.
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