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A new play

von Meg-Giry
GeschichteAbenteuer / P16 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
27.05.2011
16.09.2011
14
10.309
1
Alle Kapitel
17 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
27.05.2011 761
 
Wie es MariLuna schon erwartet hat...


Kapitel 7: Drunk is no excuse

Piep, piep, piep, piep….
Ein einfach nur nervtötendes Geräusch riss Tex  Hex aus seinem traumlosen Schlaf. Genervt schmiegte er sich dichter an den warmen, muskulösen Körper neben sich und genoss das Gefühl der nackten Haut unter seinen Fingern. Obwohl es ihn irritierte, dass da jemand offenbar nackt neben ihm lag, mochte er nicht darüber nachdenken. Dazu war er zu verschlafen und zudem brummte sein Schädel – aber ausnahmsweise mit gutem Grund.
Doch da Piepen hörte nicht auf und schliesslich grummelte es neben ihm: „Ach, ich komme ja, komme ja…“
Brave Starr machte sich gar nicht erst die Mühe seine Augen ganz zu öffnen. Es war ihm schon von so klar, dass er nicht mehr sehn würde als verschwommene Bilder. So beugte er sich kurzerhand über die Person neben sich und tastete leise fluchen den Boden nach seinem unaufhörlich piependen Headset ab. Als er es schliesslich fand, schrie ihm sein Big Partner geradezu entgegen: „Brave Starr – was ist los, ist dir etwas passiert, kann ich was für dich tun? Wieso bist du nicht hier?“
Die Lautstärke und die Aufforderung zum Denken überforderte das arme Hirn des Gesetzeshüters kurzzeitig. Er schwankte einen Moment bedenklich, bevor er sich bewusst aufs sprechen konzentrieren konnte. So grummelte er auch nur leise „Bin krank – Migräne!“ und war erleichtert, dass sein Deputy die Stimme senkte und sehr verständnisvoll reagierte.
Wenig später flog das Headset wieder zu Boden und ein benommener Brave Starr tastete nach seiner Decke. Als er jene aber beim dritten versuch nicht finden wollte, gab er leise seufzend auf und zog den warmen Körper neben sich, dichter an seinen Brust. Irgendwo in seinem Gehirn flackerte die Erkenntnis auf, dass dies genau richtig war. Dann versank er wieder in tiefen schlaf.

Lange hielt es Tex Hex nicht aus neben dem leise schnarchenden Mann. Nicht dass dessen Nähe ihm unangenehm währe. Zumindest nicht, wenn ihn nicht diese Gewissensbisse belasten würden.
Mit der Erkenntnis WER da neben ihm lag, kehren auch Erinnerungen zurück. Erinnerungen die den Ex-Schurken erst erröten, dann erblassen liessen. Wie hatte er sich so gehen lassen können? Sie waren Freunde – ja, aber dieses Band war noch viel zu zerbrechlich. Und gerade da passierte es, dass er – Tex Hex, der sich sonst doch IMMER unter Kontrolle hielt – jegliche Vorsätze über Bord war und einfach über seinen ehemaligen Erzfeind herfiel. Wie – bei allen Keriumreserven des Planeten – hatte das passieren können?
Natürlich hatte er getrunken – sie beide hatten zu viel gehabt. Aber dies war keine Entschuldigung und schon gar keine Einladung die Schwäche des anderen auszunutzen, ihn einfach zur Couch zu drängen und…
Bilder und unglaublich intensive Gefühle überfluteten das Gehirn des ehemals meistgesuchten Verbrechers des Planeten. Erinnerung an ein ungeahntes Verlangen, Bilder, wie der den Mann der so jetzt so friedlich neben ihm schlief, in besitz genommen hatte…
Tex Hex versuchte die erneut in ihm aufkeimende Erregung sofort zu unterdrücken – doch es wollte ihm einfach nicht gelingen. Sein Körper schien mit einem mal gegen ihn zu sein.
Leise vor sich in fluchen löste er sich aus Brave Starrs Armen, deckte jenem mit dem erstbesten was er fand (seinem Hemd) zu und eilte ins nächste Bad. Nur eine kalte Dusche konnte da noch zur Schadensbegrenzung helfen.

Mit nassen Haaren und immer noch nicht Herr seiner Gefühle, kehrte der ehemalige Desperado zurück zu seinem schlafenden Gast. Dieser hatte sich zur Seite gerollt und umklammerte Tex’ Hemd mit beiden Armen.
Doch jener konnte nur traurig lächeln und hauchte zögernd einen Kuss auf die Wange seines Freundes.
Dies war der Moment wo Brave Starr die Augen aufschlug. Verwirrt blickt er erst auf den verlegen zurückweichenden Tex Hex und erkannte erst dann die Wohnung. Als er sich darauf seiner Nacktheit bewusst wurde, kehrte auch die bruchstückhafte Erinnerung an die Geschehnisse der letzten Nacht zurück.
Hatte er – hatten sie wirklich…?! Und wieso wich Tex dann von ihm zurück und lag nicht ebenso Nackt neben ihm? War es ihm peinlich, bereute er es gar?
Brave Starr konnte aus dem Verhalten seines Freundes einfach keine plausiblen Schlüsse ziehen. Zumindest bis sein müdes Hirn kombinierte, dass das Dröhnen in seinem Kopf von zu viel Alkohol stammte. Da glaubte er alles verstanden zu haben.
Der Ex-Schurke hatte nur wegen des Alkoholrausches so gehandelt und bereute dies nun zutiefst. Diese Erkenntnis versetzte Brave Starrs Herzen einen tiefen Stich. Hatte sich der junge Marshall doch so lange schon nach Nähe gesehnt und eine tiefe Verbundenheit zu seinem ehemaligen Erzfeind entwickelt.
Doch nun wusste Brave Starr nicht einmal mehr ob ihre Freundschaft noch zu retten war…
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