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A new play

von Meg-Giry
GeschichteAbenteuer / P16 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
27.05.2011
16.09.2011
14
10.309
1
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Dieses Kapitel
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27.05.2011 1.021
 
Kapitel 2: Let it grow

Stampede war besiegt. Er hatte bei dem grossen Kampf vor Forth Kerium seine ganze Magie eingebüsst und schliesslich zugestimmt in die Eisenberge umzusiedeln. Dort lebte er zurückgezogen und - wie es schien - friedlich vor sich hin.
Endlich konnten die Bürger von New Texas ohne die ständige Gefahr eines ungehaltenen Semidrachens leben. Selbst die kleineren und grösseren Gauner schienen nicht mehr so gerne ihre Überfälle auszuhecken und umzusetzen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass sie nun deutlich mehr Aufmerksamkeit von den Gesetzeshütern bekamen…

Brave Starr, der anfangs sein neues Leben mit mehr deutlich mehr Freizeit in vollen Zügen genossen hatte, erkannte nun die Ersten Schatten die es mit sich führte.
Kaum noch schlossen Abendeinsätze oder Berge von Berichten seinen Tag ab. Es war nicht länger die Regel, sondern eine viel zu seltene Ausnahme, wenn er nicht pünktlich um achtzehn Uhr das Office abschloss.
Doch kaum zu Hause, fiel dem freiheitsliebenden Planetenmashall die Decke auf den Kopf. Zu oft ertappt er sich dabei, dass er sich einen Notruf zu nachtschlafender Stunde geradezu herbeisehnte. Alles, was ihn von der alten Couch, auf welcher er schon fast seine ganze Freizeit verbrachte, wegzerrte war gut.
Die beiden Deputies von New Texas hatte die Umstellung weit weniger einschneidend getroffen. Fuzz verbrachte eben einfach noch mehr Zeit mit seiner Bozzella, dachte gar über Kinder nach und Thirty-Thirty entwickelte ungeahnte Gefühle für die schöne Richterin.
J.B. hatte sich schweren Herzens eingestehen müssen, dass Brave Starr seit dem grossen Kampf nicht mehr der Selbe war. Auch schienen sie sich immer weiter von einander zu entfernen, je mehr Zeit sie zusammen verbrachten. So beschloss sie einen Schussstrich unter die Beziehung zu ziehen um einfach nur Freunde zu sein. Wenige Wochen später wurde sie von Thirty mit solch ungeahntem Charme und Romantik umgarnt, dass sie nicht lange widerstehen konnte.

Brave Starr trug seinen Freunden ihr Glück in keiner Hinsicht nach. Auch wenn er sich nichts sehnlicher wünschte, als auch jemanden an seiner Seite zu wissen. Jemandem der ihm das bot, was er sich immer erträumt hatte – die Romantik, die er nur von Erzählungen kannte, viel mehr als er mit J.B. je gefühlt hatte. Einfach nur LIEBE.
So verbrachte er auch diesen Samstag alleine in seiner winzigen Wohnung, starrte gedankenverloren auf den Fernseher, ohne wirklich der Handlung zu folgen. Wieder wünschte er sich, der Abend und sein folgender Freier Tag währen schon vorbei oder wenigstens durch einen Notruf verkürzt.

***

Tex Hex – ehemals der meist gesuchte Verbrecher des Planeten – spazierte gemächlich durch die Outlands. Manchmal konnte kaum glauben, wie hervorragend sich alles zu seinen Gunsten entwickelt hatte. Nicht nur, dass er endlich seinen Schinder los war, sonder auch, dass seine alte Verurteilung von der sexy Richterin aufgehoben wurde und er (genau wie der ganze Rest seiner Gang) zu einen fast lächerlich tiefen Bewährungsstrafe verdonnert wurde.
Naja, immerhin hatten sein schnelles eingreifen ein Blutbad verhindert und somit auch zahllose Leben gerettet. Selbst Derringer nannte den lila Exschurken nun einen Helden.

Der ehemalige Anführer der Carrion Bunch fühlte sich zum ersten Mal seit Jahren wieder frei. Auch wenn sie Spuren die Stampede an seinem Körper und in seiner Seele hinterlassen nicht einfach verschwanden, konnte er nun tun was er wollte – endlich.

***

Im ersten Moment konnte Brave Starr nicht sagen, was ihn aus dem Trance-ähnlichen Zustand gerissen hatte. Erst als eine vertraute Stimme seinen Namen rief, begriff der Marshall und stürzte zur Tür.
„Tex?! Was machst du hier? Wieso? Ich meine, ist etwas passiert? Ist es wegen der Verurteilung oder warst du gerade…“
„Normalerweise gibt man seinem Gegenüber erstmal die Zeit zum Antworten ehe man die nächste Frage stellt. Solltest du eigentlich in deiner Ausbildung gelernt haben – Marshall“, unterbrach Tex Hex den Redefluss des Gesetzeshüter. „Darf ich reinkommen?“
Vollkommen verwirrt nickte der Gesetzeshüter schwach und trat zur Seite.

Der ehemalige Desperado trat durch die Diele direkt ins Wohnzimmer. Entgegen seinen Erwartungen waren die Räume karg und beengend, selbst das Mobiliar hatte seine besten Zeiten schon längst hinter sich. Dabei hätte der Planetenmarshall wirklich mehr für seinen aufopfernden Dienst der vergangen Jahre verdient.
„Komm, setz dich.“ Selbst ein Tauber hätte das Zittern und die Unsicherheit in Brave Starrs Stimme wahrgenommen. So entschloss sich Tex Hex ausnahmsweise ganz brav der Aufforderung zu folgen, warf Hut und Handschuhe auf den Tisch sowie sich auf das Sofa.

Was sollte er ihm sagen – was wollte der Kerl überhaupt von ihm? Und wieso machte ihn die  blosse Anwesenheit des Ex-Desperados so unglaublich nervös?! Brave Starrs Gedanke überschlugen sich. Nur zögernd hatte er sich neben seinen früheren Kontrahenten gesetzt und nun wanderte sein Blick unruhig umher. Bis der Andere das Schweigen mit einem leisen seufzen brach.
„Du erinnerst dich bestimmt noch den Tag unseres Sieges gegen Stampede“, begann der Ex-Schurke zaghaft und erntete ein ebenso zögerliches Nicken. Doch dies reichte ihm, die Frage, welche die seit jenem Tag auf seiner Seele brannte, endlich zu stellen.
„Als deine und meine Magie sich trafen – hast du da auch etwas gespürt?“

Blut schoss in die Wangen des jungen Gesetzeshüters.
Natürlich hatte er es gefühlt, diese Wärme, welche seinen ganzen Körper einhüllte, diese Energie und noch etwas viel tiefer greifendes, welches direkt sein Herz berührte. Doch darüber wagte der New Cheyen nicht nachzudenken.
Abgesehen davon, war es mit klar denke eh vorbei, als die erstaunlich sanften, lilafarbenen Hände seine ergriffen und die dazugehörige dunkle Stimme ihm zuraunte: „Ich möchte dieses Gefühl gerne ergründen…“ Zögernd blickte Brave Starr auf – versank sogleich in keriumroten Augen und hörte Tex’ Stimme wie aus weiter Ferne. „… einfach wissen was diese Reaktion auslöste und weshalb deine und meine Magie zusammen so stark sind…“ Weiter kam der ehemalige Schurke nicht, denn weiche Lippen pressten sich zaghaft auf seinen Mund und er schmolz dahin.
Erneut erlebten die beiden Männer, wie tief in ihnen eine wärme erwachte, fast gleich jener, welche sie beim zusammentreffen ihrer Magie empfunden hatten.
So seufzte Tex Hex auch leise auf – als Brave Starr den sanften Kuss wieder löste – und raunte selbstvergessen: „…genau das…“

____

Ich kann leider noch nicht sagen, wann es weitergeht. Aber ich dacht mir, ich lad dieses Kapitelchen mal schnell hoch, wenn ich es schon fertig habe.
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