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A new play

von Meg-Giry
GeschichteAbenteuer / P16 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
27.05.2011
16.09.2011
14
10.309
1
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Dieses Kapitel
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27.05.2011 595
 
Kapitel 14: Morning has brocken

„Lest die neusten Schlagzeilen: Marshall Brave Starrs Umzug nach Hex-Town! – als ob wir das nicht schon alle wüssten – Derringer erhöht erneut die Steuern! – Geizkragen der…“
Die lauten Rufe und bissigen Kommentare von Cactushead wehten mit der kühlen Morgenluft durch das weit offene Fenster.
Tex Hex grinste. Ausser der ehemaligen Carrion Bunch und dem Marshall hatte ihre Stadt noch keine Einwohner. Aber der Roboter nahm seinen neune Job als Zeitungsverkäufer und Briefbote nun mal ernst und verkündete die Schlagzeilen von McBrides frisch gedruckten Zeitungen lautstark. Doch ehrliche Arbeit hin oder her, auch er hatte Desperado-Blut – oder eher Desperado-Öl – in seinen Adern, und musste seine Kommentare einfach loswerden.
Sei ehemaliger Boss hörte ihm aber nicht lange zu. Lieber betrachtete dieser, den tief schlafenden Mann neben sich im Bett, der das Kissen fest umklammerte, seit er Tex sich aus seinen Armen gelöst hatte. Dieses Bild passte eben sowenig zum „grossen und starken Beschützer des Planeten“, wie der sanfte und liebevolle Blick und die vorsichtig streichenden Hände zu dem angeblich so „rücksichtslosesten Verbrecher“.

Als Brave Starr erwachte wusste er zuerst nicht wo er war. Seine Umgebung wollte weder zu einem Winkel seine Dienstwohnung noch zu Shamans Höhle passen.
Erst als er einen sanften Kuss auf seine Wange fühlte, kam seine Erinnerung zurück.
„Texie, mein Texie“, raunte er noch vollkommen verschlafen und schloss seinen Liebsten in die Arme, zog ihn einfach auf sich hinab.
Der Ex-Schurke liess sich fallen - in starke Arme, auf eine weiche Brust – und mit einem male war das einzige, was für die beiden Männer noch zählte die Nähe zum jeweils Anderen. Alles andere erschien auf einmal unwichtig und klein; ihre Umgebung, ihre Vergangenheit, selbst Freunde und Familie waren vergessen.

Breit grinsend drehte Cactushead seine Sensoren auf.
Ja, diese Geräusche, die da aus dem Zimmer im Obergeschoss auf die Strasse wehten, waren selbst für ihn eindeutig.
Um die beiden Männer nicht zu sehr in Verlegenheit zu bringen (sollten jene sich an ihn oder das offene Fenster erinnern), schlich der Roboter Richtung Saloon davon.

***

Zufrieden, glücklich aber mit laut knurrenden Mägen schmiegten sich die Bewohner des prächtigsten Hauses von Hex-Town im zerwühlten Bett aneinander. Keiner mochte den Anderen auch nur eine Sekunde loslassen. Zu tief waren die Gefühle, die ihn ihnen aufgeflammt waren, zu intensiv das Verlangen, welches sie gerade gestillt hatten, aber bereits wieder aufzukeimen begann.
„Hast du hunger?“ erkundigte sich der ehemalige Desperado bei dem Mann in seinem Arm.
„Nein, nein“, wehrte dieser entschieden ab, „hab ich nicht.“ Als ihn jedoch sein eigener Magen mit einem unglaublich lauten Knurren der Lüge überführte, fügte er beinahe panisch an: „Geh nicht weg, Liebster!“
Tex konnte sein Lachen nicht unterdrücken.
„He, süsser Marshall, hast du das etwa vergessen?!“ presste er hervor. „Ich bin Tex Hex – gefürchtete wegen meine MAGIE!“ Und einen Moment (und eine magische Handbewegung später) balancierte der ehemalige Schurke ein Tablett mit Kaffe, Eiern mit Speck und Marmeladenbroten in seiner freien Hand.
Ein nicht sehr geistreiches „oh“, war alles was der Marshall hervorbrachte.

Währenddessen seufzte im Saloon Sandstorm leise den leeren Tisch vor sich an. Das war’s dann wohl mit seinem leckeren Brunch gewesen. Nicht mal einen Bissen hatte er sich retten können, bevor sich das Tablett einfach auflöste.
„Nicht aufregen, Partner“, rief ihm Skuzz aus der Küche zu. „Ich mach dir gleich noch eine Portion. War bestimmt keine Absicht vom Boss.“
„Weiss ich doch“, brummte das Wüstenwahlross. „Aber wenn unser Saloon auf ist, muss er das besser in den Griff bekommen. Die Gästen finden es bestimmt noch weniger toll, wenn ihr Essen sich auflöst…“
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