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Der Alltag macht das Leben

von Ozelot
GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / Mix
Camille Carlos Garcia James Diamond Katie Knight Kendall Knight Logan Mitchell
25.05.2011
06.12.2020
33
18.674
1
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.05.2011 2.386
 
Genre: Romanze ; Freundschaft
Altersempfehlung: P16
Pairing: James x Katie / Jatie
Bemerkung: Sorry ! :( Ich weiß, hier kam lange, lange, LANGE nichts, aber Ich bin einfach so stark beschäftigt, es passte einfach immer nicht, doch hier ist nun endlich der nächste OS, sogar extra lang und Jatie ~ Was gibt es noch zu sagen? Mir hat es Spaß gemacht das Chapter zu schreiben, Ich liebe Herausforderungen und die verschiedenen Facetten der Jungs gehören da definitiv dazu.

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„Der Narben lacht, wer Wunden nie gefühlt." Romeo und Julia






Katie stand in der Küche und war gerade dabei, das Gemüse zu waschen für den Salat, den sie für das Abendessen noch machen wollte. In ihren Gedanken versunken schrubbte sie jede Tomate, jede Gurke, jede Paprika. Als nächstes begann sie die Gurken zu schneiden.


Sie war so abgelenkt, dass sie nicht bemerkte wie James in die Küchenzeile trat und sich hinter sie stellte. Leicht erschrocken zuckte Katie zusammen, als James langsam mit seinen angenehm warmen Händen ihre Arme entlangfuhr um ihr das Messer sowie das Gemüse aus der Hand zu nehmen. Er legte es beiseite und drehte sie zu sich um.

Katie seufzte. Sie blickte nach oben, um James besser in die Augen zu blicken und drückte ihn ein Stück nach hinten. „Was? Du weißt genau, das jetzt nichts geht. Nicht hier.“ James nahm ihre Hände in seine und blickte sie an. „Es ist doch keiner da … das Appartement ist leer, bis auf uns. Komm schon Katie ...“

Schnell beugte er sich nach vorne und gab ihr einen kurzen Kuss. Als er sich zurücklehnte, ließ Katie ihre Hände aus James' gleiten. „Ich weiß“ , sagte sie. „Es kann trotzdem jemand reinstürmen.“ Sie trat einen Schritt zur Seite und versuchte an James vorbeizutreten, doch er schnappte sie an der Hüfte und drehte sie, sodass sie jetzt mit dem Rücken neben dem Backofen stand, der Blick in Richtung Tür.

James schlang seine Arme um ihre Hüfte und vergrub seinen Kopf in ihren Nacken, wo er einzelne Küsse verteilte.
„James, bitte“, seufzte Katie. „Hör auf. Das wird böse enden.“ Doch James hörte nicht, er küsste Katies Hals immer weiter, ein Stück nach unten, ein Stück nach rechts, ein Stück nach oben, ein Stück nach links, dann biss er ihr mal in ihr Ohrläppchen.
Als James ihren sensiblen Punkte küsste, am Übergang von Hals und Schulter, warf sie ihren Kopf zurück und schloss die Augen, ein leichtes Stöhnen entwich ihren Lippen. Ihre Hände waren längst in seinen Haaren, zerstreut hielt sie sich an Ihnen fest, fuhr durch sie hindurch, und James störte es kein bisschen.

Und so ging es immer weiter, weshalb es nicht lange dauerte bis nicht einmal mehr Katie sich darum kümmerte, dass jemand hereinkommen könnte. Gedanken versunken gaben sich die beiden ganz sich hin und konzentrierten sich auf nichts anderes.

Bis …

Ja, bis es einen dumpfen Schlag gab.

Katie sah auf und sah Kendall im Raum stehen, Carlos und Logan hinter ihm, die Tür weit offen, sie kamen wohl gerade vom Pool. Vor Schreck weiteten sich ihre Augen.

Das was sie befürchtet hatte war eingetreten – sie hatten die Anderen nicht gehört.

Katie fühlte sich, als ob sich Kendall's jadegrüne Augen im Augenblick in sie bohren würden, mit dem Gefühl dahinter, verletzt zu sein und geschockt.

Aus ihrem Augenwinkel bemerkte sie Logan, dessen Augen groß wirkten, so wie es bei ihm halt war, wenn etwas für ihn Unerwartetes passiert war, und Carlos, der einfach nur halb versteinert da stand.

„James“, sagte Katie leise und versuchte ihn wegzudrücken, „James, Ich glaube du solltest aufhören.“ James wich mit seinem Gesicht ein Stück zurück, so weit, dass Katie seinen warmen Atem auf ihrer Wange spürte. „Warum sollte Ich?“, flüsterte er, und gab ihr einen kurzen Kuss auf den Mund.

„Weil meine Schwester es gesagt hat, VERDAMMT NOCHMAL!“ kam es von Kendall, in seiner Stimme schwang Ärger mit, unkontrollierte Wut. Katie merkte, wie James sich versteifte und sein Blick starr wurde. Emotionslos rutschten seine Hände von ihren Schultern auf ihre Hüften, bevor er sie losließ und nun mit hängenden Kopf dastand.

Doch das schien noch nicht genug für Kendall zu sein. Mit fast zischender Aussprache erhob er erneut das Wort: „Ich will gar nicht wissen was hier gerade lief – verdammt, was hier wahrscheinlich schon länger lief und was für andere Sachen passiert sind! Ich weiß nur eines …“
Großen Schrittes lief er in die Küchenzeile hinein. „James Diamond. Das da ist meine Schwester, herrgott nochmal! Du solltest gefälligst das Gleiche für sie empfinden! Sie ehren und beschützen und all das tun, was ein Bruder machen würde! Und, UND, du bist einer meiner besten Freunde, Ich vertraue dir, Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass du, DU, dich an meine Schwester ranmachen würdest! Weißt du, wie verletzt Ich mich gerade fühle? Wie betrogen?!“


Katie bemerkte, dass Kendall James immer näher kam, bedrohlich näher. Sie bemerkte auch, wie Logan und Carlos vorsichtig von hinten näher an Kendall traten.
„K-Kendall, beruhige, dich, bitte, Ich kann das erklären, und-“, setzte James an. „Hör auf! Hör auf! Du meinst es doch gar nicht ernst!“ Und dann hörte man ein Klatschen durch Appartement 2J hallen.
Mit geweiteten Augen hielt sich James die Wange, während Katie sich geschockt den Mund zuhielt. „Das“, begann Kendall, schweratmend, war er doch in Rage, „Das war dafür, dass du mich hintergegangen hast.“ Durch ein Räuspern erhob Logan das Wort. „Kendall, meinst du nicht, das du dich beruhigen solltest-“ Kendall schlug Logans Hand weg, die er auf Kendalls Schulter gelegt hatte.

Bevor auch nur eine Person im Raum reagieren konnte, hatte Kendall seine Faust in James Bauch gerammt. Während jener sich nach Luft schnappend den Bauch hielt und sich an die Spüle lehnte, blickte Kendall starr nach unten. „Das“, sagte er mit fester Stimme, „Das war dafür, dass du mit meiner Schwester rumgemacht hast.“ Er holte Luft, und bevor ihn Carlos und Logan greifen konnten, rammte er seine Faust ein weiteres Mal in James' Waschbrettbauch. Jener schnappte nach Luft, rutschte noch ein Stück tiefer und blickte wie ein getretener Welpe nach oben. „Warum?“, flüstere James. „Das war dafür, dass du mich verletzt hast! Mein Vertrauen ausgenutzt hast!“ Kendall schrie nun, wollte schon wieder einen Schritt nach vorn machen, doch Carlos und Logan griffen sich je einen seiner Arme und versuchten ihn zurückzuziehen.

Während die Jungs versuchten, den in seiner Wut unbändigen Kendall zu halten und wegzuziehen,
half Katie James sich wieder aufzurichten und fragte ihn ob alles okay ist. „Es geht schon“, murmelte er. Langsam fing Katie an seinen Bauch zu reiben, in der Hoffnung dass es ihm wieder besser gehen würde. Als Kendall dies sah, durchfuhr ihn ein neuer Schub von Kraft und er riss sich los. „Kendall! Hör auf! Du weißt nicht was du tust!“, versuchte Logan erneut ihn zu stoppen, doch Kendall stapfte zu James. Harsch schob er seine Schwester zur Seite. „Kendall, was soll das-“ Kendall blickte sie starr an und Katie schwieg. „Sei du bloß still!“, fuhr er sie an, ehe er James an seinem Shirtkragen fasste.

„Du“, sagte Kendall in einem lauten, festen Ton, „Du wirst dieses Appartement jetzt schön durch die Tür verlassen!“ Er zog James aus der Küchenzeile heraus. „Kendall, das kannst du nicht machen!“, rief Carlos. Katie schaute entgeistert zu ihrem Bruder. „Kendall, nicht. Bitte.“ Kendall ließ James los, um ihm eine seiner Jacken zu zu werfen. „OH DOCH! James, du kannst dich gottverdammt nochmal verpissen von hier! RAUS HIER!“ Kendall brüllte herum, öffnete die Tür und schubste James. „Na mach schon du Pisser, HAU AB! ICH WILL DICH HIER NICHT MEHR SEHEN!“ James, der sich mittlerweile seine Jacke übergezogen hatte, schnappte sich schnell sein Portemonnaie und schlich zur Tür raus.
Als er hinaus getreten war, traten Carlos und Logan vor. „James, tu das nicht, bitte!“, flehte Carlos ihn an. „Du musst das nicht tun, James, das weißt du. Kendall hat hier nicht das alleinige Recht alles zu entscheiden....“ Wehleidig blickte Logan ihn an. Auch Katie kam an, stellte sich zwischen die Jungs, die jeweils einen Arm um sie legten. Als sie anfing zu sprechen, war ihre Stimme nur mehr ein Flüstern. „Wenn schon nicht für sie, bleib für mich James. Bitte.“

James drehte sich nicht noch einmal um. „Es tut mir Leid, Leute. Vielleicht hat Kendall recht, vielleicht sollte Ich erstmal gehen... einen klaren Kopf bekommen.“ Seine Stimme wurde gegen Ende brüchig, doch bevor noch jemand etwas sagen konnte ging James eiligen Schrittes davon. „GENAU, GEH!“, rief Kendall ihm hinterher. „Ich will dich nicht mehr sehen!“ Damit knallte er die Tür zu. „Wie kann er sich sowas nur denken? WIE?“ Er lief im Appartement herum, immer noch Wutbekundungen und Hass gegen James schmetternd.“Kendall, Ich...Ich kann das..“ „SEI DU STILL!“, fuhr Kendall seine Schwester an, und Katie musste einen dicken Kloß hinunterschlucken. Noch nie hatte Kendall sie so derb angefahren. „GEH AUF DEIN ZIMMER! Du hast mich genauso betrogen und verletzt! HAU AB!“ Kendall fiel auf seine Knie.

Mit Tränen in ihren Augen rannte Katie in ihr Zimmer. „Katie, warte!“, rief Carlos noch, doch da hatte sie ihre Tür schon zugeschlagen und abgeschlossen. Unsicher was sie tun sollten, blickten sich Carlos und Logan an, ehe sie beschlossen sich zu Kendall zu setzen. Jener hatte angefangen hoffnungslos zu schluchzen und saß zusammengekümmert da, die Knie an seine Brust gezogen. Während Logan sich neben ihn setzte und ihm beruhigend über den Rücken strich, stammelte Kendall einfach nur vor sich hin. „Wie konnte er das tun, sie beide? Ich bin ihr Bruder, und er ist doch einer meiner besten Freunde? Was fällt Ihnen ein? Haben sie je daran gedacht wie sehr sie mich verletzen würden damit?“ Eine neue Welle von Tränen überkam Kendall.

~ ~ ~


Es war schon spät in der Nacht, als Katie ein Klopfen an ihrer Tür hörte. Widerwillig öffnete sie. „Was ist, Carlos?“, fragte sie nicht gerade freundlich. „Logan hat Kendall irgendwie in ihr Zimmer bekommen und lässt ihn jetzt bei sich ausheulen. “ Ausdruckslos starrte Katie Carlos an. „Und? Was bringt mir das?“ Carlos seufzte. „Ich werde jetzt, solange Kendall es sieht nicht gehen und nach James suchen, und weil Logan bei Kendall ist möchte Ich dich bitten zu schauen ob das Telefon klingelt, oder so. James hat auf keinen unserer Anrufe reagiert.“ Katie fuhr ein Schauer den Rücken hinunter. Das war noch nie vorgekommen. Selbst wenn sich einer der Jungs mit den anderen gestritten hatte, so hatte er doch nach ein paar Stunden sich gemeldet und gesagt das es ihm gut geht, oder wo er sich gerade befindet, dass sie sich keine Sorgen machen müssten.

„K-Klar“, stammelte Katie. „Ich halt Augen und Ohren offen.“ „Danke, Katie.“ Wortlos zog Carlos zu sich und umarmte sie, bevor er sie losließ und dann aus dem Appartement rannte. Sie schloss ihre Tür wieder und setzte sich an ihren Schreibtisch, den Kopf halb in ihre Arme gelegt. Müde blickte sie nach draußen, mittlerweile war es schon relativ dunkel geworden und der Baum vor ihrem Fenster warf unförmige Schatten in ihr Zimmer.

Katie musste irgendwann eingeschlafen sein, denn als sie das zögerliche Klacken an ihrem Fenster vernahm, musste sie sich erst einmal von ihrem Schreibtisch erheben. Augen reibend und kurz ihre Arme streckend stand sie auf und tapste zu dem Fenster. Klack. Sie sah, wie ein kleines Steinchen gegen das Fenster flog. Es war doch nicht...? Zögerlich öffnete sie es komplett, dann lehnte sie sich heraus.

Auf dem Baum, der fast bis an ihr Fenster reichte, saß James. „Du bist zurück.“, stellte sie fest. James seufzte. „Sieht wohl so aus. Katie hör mir zu, Ich … bitte nehme es mir nicht übel, aber Ich brauche jetzt erstmal ein wenig Zeit für mich. Das was Kendall gesagt hat, hat mich doch sehr getroffen und … Katie, verdammt, Ich hab sogar... Ich habe mit dem Gedanken gespielt BTR auflösen zu lassen.“ Er lachte leise auf. „Verrückte Geschichte, was? Da bin Ich endlich am Ziel meiner Träume – Ich bin in LA, mit meinen besten Freunden und dem tollsten Mädchen, was Ich mir wünschen kann, Ich liebe meinen Job, von dem Ich niemals gedacht hätte dass Ich ihn jemals haben würde, und dann wirft ein Streit alles so aus der Bahn.“

„James, komm einfach von dem Baum runter und wieder rein. Wir können alle nochmal darüber reden, in Ruhe. Das wird alles wieder. Es muss.“ James blickte zur Seite, langsam schüttelte er seinen Kopf. „Nicht jetzt. Ich fühle mich nicht bereit dafür... Ich muss erstmal einen klaren Kopf bekommen.“ „James, bitte, Kendall macht sich inzwischen selbst Vorwürfe, und Carlos rennt irgendwo draußen rum auf der Suche nach dir, und überhaupt, wo willst du hin?!“

„Selbst wenn er dein Bruder ist, und einer meiner besten Freunde – soll er doch erstmal bluten. Mir egal. Wo Ich hin will? Ich weiß nicht, vielleicht San Diego, vielleicht San Francisco... vielleicht auch einfach nur zum Strand. Ich verspreche dir, Ich komme morgen, spätestens übermorgen wieder, macht euch keine Sorgen, okay? Ruf Carlos nachher an und sag er soll zurückkommen.“

Es wurde still für einige Minuten. Katie, die mittlerweile halb auf ihrem Fensterbrett saß, starrte unentwegt zu James, welcher leicht gen Mond blickte. Eine seichte, für LA sehr ungewöhnliche Brise von Wind wehte. „Was wird aus uns, James?“, flüsterte Katie in die Stille.

„Ich kann dir nur sagen was Ich fühle und denke. Und Ich denke, dass selbst dieser Differenzen und schmerzenden Wunden zu trotz, Ich dich trotzdem weiterhin liebe, daran hat nichts was gesagt wurde etwas geändert. Irgendwann klärt sich alles – und wir werden wieder lachen können, dass Einzige was uns hieran erinnern wird sind ein paar Narben.“

Katie lächelte ihn. „Blöder Romantiker.“ Sie lachten beide. „Du weißt das du mich gerade dafür liebst. Aber Ich mach jetzt los...bis bald.“ James machte sich daran wieder den Baum hinunterzuklettern, als Katie ihn aufhielt. „Warte! Willst du nicht noch ein Eispack , oder was zu Essen?“ James winkte ab. „Nicht nötig. Tut schon gar nicht mehr so weh und Ich war vorhin in einem Schnellimbiss. Mach dir keine Sorgen.“

Und damit schwang sich James den Baum hinunter, landete und begann den Gehweg entlang zu joggen, nicht aber ohne sich noch einmal umzudrehen und Katie einen Handkuss zu zuwerfen.
Katie rutschte wieder in ihr Zimmer und schloss das Fenster. Noch lange sah sie in die Richtung die James genommen hatte, in der Hoffnung das er wusste was er tat und gesund wiederkam, und dass sich dann alles aufklären würde.

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