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[Gunslinger Gilrs] Gunslinger in Paris

GeschichteKrimi / P16 / Gen
23.05.2011
15.06.2012
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23.05.2011 718
 
„Guten morgen Babette. Bist du bereit für dein erstes Training?“ Babette hatte ihre langen Haare zu einem Zopf hochgebunden, dazu trug sie eine Baseballmütze. In ihren grünen Augen spiegelte sich die Wintersonne. Sie wirkte noch etwas verunsichert aber durchaus motiviert. Genau wie Frederik. Gemeinsam fuhren sie zum Trainingsplatz. Heute stand schieß Training auf dem Plan. Sie sollte lernen, eine Waffe zu halten und zu zielen.
Auch die anderen waren da: Emmanuel, Valentin und Linda mit Emilie, Marie und Anne.
Auch der Hausarzt Monsieur Brigard schaute seinen vier Sprösslingen zu um Mögliche Probleme zu erkennen.
„Also gut zuerst sollte jede von euch eine Waffe wählen. Entscheidet selbst welche euch am besten gefällt. Wenn ihr nicht mit ihr zu recht kommt, könnt ihr jeder  Zeit eine andere wählen aber ihr solltet euch auf eine spezialisieren.“
Marie nahm eine Walther PPK und ging mit Valentin auf die Anlage, Linda motivierte Anne zu einer Beretta 92 FS, da sie die jüngste und zierlichste war. Emilie war die älteste und Emmanuel ein ehemaliger Scharfschütze also nahmen sie eine BBF Brünner und gingen auf den Turm, um von dort zu schießen. Zum Schluss blieben noch Babette und Frederik. „Bei der Wahl einer Waffe solltest du dich auf dein Gefühl verlassen. Sie muss gut in der Hand liegen. Lass dir Zeit dich zu entscheiden.“ Babette ging zu dem Tisch, auf dem alle Pistolen und Gewehre lagen, sie schloss die Augen und ließ ihre Finger über die Waffen gleiten. Er dauerte eine Weile und Frederik dachte schon, sie hätte Angst, aber dann griff sie nach einer einfachen P99, die in Deutschland als Standard Waffe für Polizisten galt. Sie nahm sie in die Hand und betrachtete sie von allen Seiten. Dann drehte sie sich um und Nickte.
Gemeinsam gingen sie auf die Anlage.
Marie versuchte auf 5m Entfernung auf Dosen zu schießen aber jedes mal wenn sie Abdrückte erschrak sie und stürzte nach hinten, sodass Valentin sie auffangen musste. Babette und Fredrik gingen zu einem freien Stand und er zeigte ihr wie man die Waffe lud, zielte und schoss. Danach gab er Babette die Waffe. Überraschter weise schien sie es auf Anhieb verstanden zu haben sie lud, zielte und schoss, in die rechte Schulter. „Ausgezeichnet, damit hättest du deinen Gegner entwaffnet.“ Als Lob klopfte er ihr auf die Schulter. „Aber es ist immer am sichersten, genau in die Mitte zu schießen, dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten, ihn zu treffen. Versuch es noch mal.“ Babette zielte und schoss. In die linke Schulter, in den Kopf und die restlichen Schüsse genau in den Rumpf. „Erstaunlich.“  
Auch auf größerer Distanz traf sie und sie behielt ihr Schussbild bei. Zum Schluss ließ er sie auf Dosen schießen- auf 25 m Entfernung. Babette traf jeder einzelne beim ersten Versuch.
„Ok, da reicht für heute, lass uns nach Hause fahren. Oder noch so: Als Belohnung, dass du so überragend warst fahre ich mit dir ins Dorf Kuchen essen. Was hältst du davon?“  Babette steckte ihre Pistole in die Waffentasche, die sie sich um die Hüfte gebunden hatte und zog ihren Mantel darüber. „In Ordnung“ Das Dorf lag mit dem Auto 10 Minuten von Internat entfernt. Es war ein sehr kleines Dorf und es gab auch nur eine kleine Bäckerei. Frederik bestellte sich einen Kaffee und Babette eine Heiße Schokolade, dazu jedem ein Stück Käsekuchen.
Er hatte von seinen Kollegen in Italien gehört, dass die Mädchen sch in ihren Partner verliebten, was wahrscheinlich an den Medikamenten lad, die sie bekamen. Das hatte er bei den anderen Mädchen im Internat auch schon bemerkt, aber nicht bei Babette. Sie arbeiten auch noch nicht so lange zusammen. Er betrachtete sie, wie sie ihren Kuchen aß.
„Morgen werden wir dann den Nahkampf trainieren, wir fangen früh an, also geh Rechtzeitig schlafen, verstanden?“ er wollte es wie eine Befehl klingen lassen, aber es gelang ihn nicht.
„In Ordnung, dann sollten Sie aber auch zeitig schlafen gehen, Frederik“ das war das erste Mal das er ein kleines lächeln in ihrem Gesicht sah. Ein sehr kleines, aber er sah es als erfolg. Trotz ihres „Berufes“ sollte sie ein schönes Leben haben.      
Sie saßen noch eine ganze Weile in der Bäckerei und redeten ein wenig. Frederik erzählte Babette von seinem Leben und als sie zurück zum Internat fuhren, war die Sonne schon untergegangen...
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