Secrets

von Federchen
GeschichteDrama / P12
21.05.2011
26.06.2011
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Es war mal wieder so weit. Edie Britt hatte es unglaublicher Weise

geschafft, irgendeinem armen Menschen mein altes Haus zu

verkaufen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten, denn jeden

normalen Menschen hätte die Tatsache, dass ich dort Selbstmord

begangen habe, angeschreckt, dieses Haus zu kaufen.
Doch vielleicht lag es ja daran, dass die Familie, die jetzt in meinem

Haus wohnen sollte, ganz und gar nicht normal war.
Betty Applewhite hatte das Haus aus nur einem einzigen Grund

ersteigert: Es lag in der ruhigsten Straße der Vorstadt. Der Wisteria

Lane.

Meine armen Freundinen ahnten ja noch nichts, von dem, was sie

noch alles erwarten würde. Im Moment standen sie alle in Brees

Vorgarten, bereit um diese neue Familie zu begrüßen.
"Was denkt ihr, was das für Leute sind? Sie sind Mitten in der

Nacht hergezogen!", überlegte Lynette.
"Dafür gibt es bestimmt eine ganz einfache Erklärung. Vielleicht

wollten sie einfach nicht in den Berufsverkehr geraten...", Meinte

Bree.
"Das können wir doch ganz einfach herausfinden. Fragen wir

sie!", mischte sich Gabby ein.
Ach, wenn ich jetzt so von hier oben auf meine Freunde

hinabblicke, vermisse ich sie schon wieder. Ich weiß noch ganz

genau, wie ich so in meinem Vorgarten stand, und neugierig

gesehen habe, wie sie alle nach und nach in die Wisteria Lane

zogen. Aber genug gequatscht. Ich sollte jetzt mal weitererzählen,

sonst findet ihr diese Geschichte noch langweilig und hört auf zu

lesen! Das kann ich nicht riskieren, denn ich bin noch nicht zu

dem Geheimnis gekommen, das wir bald erfahren werden.
Also, wo war ich? Ach, ja. Meine Freundinnen machen sich jetzt

gerade auf dem weg zu meinem Haus und... Halt! Was haben die

da mit meinen Rosen gemacht? Also, diese Applewhites werden

mir gerade immer unsympatischer! Was fällt ihnen ein, einfach

meine Rosen zu zerstören? Ach, um die kümmere ich mich später

noch. Passt auf! Gerade haben meine Freundinnen an der Tür

geklingelt.
Betty Applewhite machte, wie sie es gewohnt war, mit einem

Ausdruckslosen Gesicht die Tür auf.
"Hallo! Mein Name ist Bree Hodge und das sind meine

Freundinnen Lynette, Susan und Gaby. Wir wollten sie im Namen

aller Nachbarn hier in der Wisteria Lane willkommen heißen!", mit

diesen Worten überreichte Bree Betty ihre selbstgemachten

Muffins und fügte noch hinzu: "Aber ich bitte sie, mir den Korb

bald wieder zu geben."
"Natürlich. Mein Name ist Betty und das ist mein Sohn Matthew.",

meinte Betty und deutete auf Matthew, der sich gerade zu seiner

Mum gestellt hatte.
"Ich würde sie ja gerne reinbitten, aber es gibt noch so viel im

Haus zu tun...", log Betty und hatte eigentlich nur vor, die

nervenden Nachbarn abzuwimmeln.
"Das verstehen wir natürlich. Also, wir sehen uns bestimmt noch

ein anderes Mal.", entgegnete Susan und verließ mit ihren

Freundinnen das Grundstück.

Betty hatte schnell die Tür zugeschlagen und lehnte sich nun mit

dem Rücken dagegen.
"Ich hatte nicht bedacht, dass es in der Vorstadt so neugierige

Parasiten gibt! Wir müssen vorsichtig sein, Matthew. Lass Caleb

nicht raus, solange ich nicht sicher bin, dass er soweit ist.
Ich will kein Risiko eingehen, dass er unseren Plan zerstört.
"Ja, Mum. Doch wir dürfen nicht riskieren, dass die Leute Verdacht

schöpfen. Wir sollten mit ihnen reden, Freundschaften knüpfen

und versuchen, uns ein normales Leben aufzubauen.", erwiderte

Matthew, dem es nicht recht war, wie seine Mutter über seinen

Bruder redete. Es war immerhin nicht Calebs Schuld. Er würde

schon dafür sorgen, dass seine Mutter seinen kleinen Bruder

besser behandelte. Das war er ihm schuldig.


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