Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Sehen bedeutet Hören

GeschichteAllgemein / P12 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
18.05.2011
27.05.2011
14
6.019
 
Alle Kapitel
43 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
18.05.2011 387
 
II


Brave Starr

Gerade musste ich Tex enttäuschen und ihm für den Pokerabend in der Dingo Bar absagen; nun, mein kleiner Gast geht vor!
Mein mittlerweile bester Feind – oder schlimmster Freund, am liebsten viel mehr, wenn es nach mir ginge – wirkte zwar etwas enttäuscht, aber durchaus verständnisvoll als ich ihm klar machte, dass hier ein Teenager meine Hilfe bräuchte.
Hat sich sogar wort- und gestenreich erkundigt ob er helfen könne...
Tessie sitzt gerade auf meiner Couch und schaut sich einen Film auf meinem Home-Entertainment-System an und hat irgendwie die Untertitel für Gehörlose eingeschaltet. Ich wusste nicht mal, dass es die hier auf New Texas für das aktuelle Programm gibt.
Ich habe sie heute nach dem Überfall zu mir nach Hause gebracht, weil ich sie ganz sicher nicht im Saloon einquartieren wollte – und noch weniger bei den Mc Brides, wo Angus sie ausquetschen würde wie eine Zitrone.
Die Kleine hat mir vorhin ein Foto von ihrem Vater gezeigt und mich dabei hoffnungsvoll mit ihren grossen, roten Augen angeguckt.
Leider musste ich sie enttäuschen, ich hab den Kerl hier auf New Texas noch nie gesehen, obwohl er mich irgendwie an Tex erinnert.
Gut, das tut die Kleine auch, mit ihren blonden Haaren die ihr bis auf die Schultern hängen, ihrer leicht lila getönten Haut und den grossen, ausdrucksstarken, keriumroten Augen.
Aber der Kerl – ihr Vater – ist gut einen halben Kopf grösser als mein Lieblingsdesperado (lässt sich abschätzen anhand des Geländewagens neben dem er steht), hat kinnlanges, braunes Haar und einen ebenso braunen Schnauzer.
Nun ja, wie man an Tessie sieht, ist Tex nicht der einzige dieser Spezies...
Das Notepad welches ich in den letzten paar Stunden schon ausführlich kennen lernen durfte erscheint wieder in meinem Blickfeld, nachdem ich am Ärmel gezuppelt wurde: „Danke, dass ich hier sein darf. Danke für die Popcorn, Marshall!“
Ich tätschle ihr nur sanft den blonden Schopf und nicke lächelnd, deute dann auf die Couch, auf die kuschelige Decke und das Kissen: „Du kannst hier schlafen, ich bin oben. Wenn du was brauchst, bedien dich, Tessie!“
Sich schaut gebannt auf meine Lippen und nickt dann eifrig und streckt den Daumen nach oben.
Ich wuschle noch einmal über ihren Schopf und verziehe mich dann ins Bett mit dem Gefühl etwas gutes getan zu haben.
Auch wenn ich meinen heimlichen Schwarm versetzen musste...

Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast