Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

I'm ready when you're ready for me

von Saekki
OneshotLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Mio Akiyama Ritsu Tainaka
17.05.2011
17.05.2011
1
1.664
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
 
17.05.2011 1.664
 
Hallöchen! Mal wieder ein kleiner Oneshot zu Mio und Ritsu.
Die Bezeichnung "Songfic" fand ich etwas zu übertrieben, aber ich habe mich definitiv von einem Song inspirieren lassen.

Song: Skillet - Yours to hold.

----
Gähnend lehnte sich Mio in ihrem Stuhl zurück und betrachtete die weiße Decke über ihr. Langsam schloss sie die Augen und konzentrierte sich auf die Stille, die sich im Raum ausbreitete.
Den ganzen Tag über hatte das Kratzen ihres Stiftes durch das Zimmer gehallt und nun konnte sie diesen endlich verstummen lassen. Es war ein unglaublich erleichterndes Gefühl.
Sie öffnete wieder die Augen und warf einen zufriedenen Blick auf ihre Hausarbeit, die sich nun vollendet auf ihrem Tisch stapelte.
Erst jetzt bemerkte die Schwarzhaarige, wie müde sie war und erneut musste sie gähnen. Erschöpft erhob sie sich von ihrem Stuhl und schlurfte langsam ins Bad.

Sie war kurz davor den Highscore zu knacken. So kurz davor.
Unruhig saß Ritsu vor ihrem Fernseher und drückte, so schnell es ihr möglich war, verschiedene Knopfkombinationen und fieberte schon ihrem Sieg entgegen.
„Ritsu! Es ist schon spät, geh endlich ins Bett“, hörte sie plötzlich eine bekannte Stimme an ihrer Tür.
„Ja, Mama.“ Konzentriert lugte Ritsus Zunge aus ihrem Mundwinkel heraus und dann landete sie tatsächlich den finalen Schlag.
„Ha!“ Breit grinsend klopfte sie sich selbst auf die Schulter und schaltete zufrieden die Konsole aus. Nun hatte der Tag noch ein würdiges Ende genommen.

Mio fröstelte, als sie in ihrem Pyjama wieder in ihr Zimmer trat.
„Warum ist es nur immer so kalt?“, murmelte sie etwas genervt vor sich hin und schaltete rasch das Licht aus. Durchs Dunkel tappend fand sie schnell ihr Bett und rutschte sofort unter die Bettdecke. Gerade als sie es sich so richtig bequem gemacht hatte und sie schon ins Land der Träume reisen wollte, hörte sie, wie ihr Handy neben ihr vibrierte.
Mit einem Seufzen drehte sie sich zu dem kleinen Störenfried und nahm es von ihrem Schreibtisch, der sich direkt neben ihrem Bett befand. Als ihr Blick auf die Textnachricht fiel, die sie gerade bekommen hatte, musste sie aber dennoch schmunzeln.
>Schläfst du schon? ~Ritsu
Mio drehte sich auf den Rücken und tippte rasch eine Antwort. Dann legte sie ihr Handy wieder auf den Tisch und schloss die Augen.

Ritsu spürte die Vibration des Handys in ihrer Hand und warf einen Blick auf das Display.
>Rate mal. ~Mio
Die Blonde lächelte und setzte sich auf ihr Bett. Die Töne, die ihre Finger auf den Tasten verursachten, hallten leise durch den Raum.

Und wieder wurde Mio gezwungen ihre Augen zu öffnen. Die Töne, die ihr Handy auf der hölzernen Tischplatte verursachte, konnte sie beim besten Willen nicht ignorieren.
Unbeholfen tastete sie nach ihrem Handy, bemüht, sich so wenig wie möglich zu bewegen.
>Ich habe den Highscore geknackt! v_^-^_v ~Ritsu
Mio entfuhr ein leises Lachen. „Oh man, Ritsu.“ Sie lächelte vor sich hin und abermals setzte sie zu einer Antwort an.

Freudig öffnete Ritsu die Nachricht.
>Das freut mich für dich. ;-P Ich hoffe du hast trotzdem nicht vergessen, dass am Montag unsere Hausarbeit fällig ist, oder? Diesmal kannst du sie nicht bei mir abschreiben, das würde auffallen … ~Mio
Nun hatte Ritsu ein bisschen von ihrem Enthusiasmus verloren. Sie hatte es vergessen. Und jetzt wurde ihr bewusst, dass sie morgen wohl den ganzen Tag damit zubringen müsste, diese dämliche Hausarbeit zu schreiben und sich somit von Level 5 verabschieden konnte.

Mio hatte sich gar nicht die Mühe gemacht, ihr Handy wieder wegzulegen. Sie wusste genau, dass ihre Freundin zurückschreiben würde.
>Neiiiiiiiiiiiiin T.T Mioooo, ich will nicht! Ich will mein verbleibendes Wochenende nicht damit verbringen, diese Aufgaben zu machen. Rette mich! ~Ritsu
Abermals musste die Schwarzhaarige lachen und drehte sich zur Seite. Ihren Kopf bettete sie auf ihren Arm und mit der freien Hand schrieb sie eine weitere Nachricht.

Ritsu saß noch immer auf ihrem Bett und wartete ungeduldig auf eine Antwort. Doch ihr Handy blieb stumm.
„Ob ich sie wohl zu sehr genervt habe?“, überlegte sie leise und fühlte sich schlagartig etwas schuldig.
Die Minuten verstrichen und Ritsu starrte noch immer auf das Display, das einfach nicht wieder aufleuchten wollte.
Seufzend ließ sie sich auf die Seite fallen und legte das Telefon neben sich. Langsam schloss sie die Augen. Da summte ihr Handy plötzlich nach Aufmerksamkeit und Ritsu zuckte zusammen.
Schnell suchten ihre Hände nach dem Quälgeist und freudig blickte die Blonde auf die Worte, die nun auf ihrem Display erschienen.
>Nein, ich werde dich nicht retten. Aber weißt du was? Ich werde versuchen dich aufzuheitern. Vielleicht funktioniert es ja …
Ich musste heute sehr häufig an dich denken. Nicht, weil ich wusste, dass du es vergessen würdest, sondern weil ich jedes Mal, wenn mein Blick durch mein Zimmer wandert, an dich erinnert werde … Den Fleck der genau vor meinem Bett ist, erinnert mich an das Glas, welches du dort verschüttet hast … Du hattest dir eine Sendung im Fernsehen angesehen und in deiner Euphorie wild mit den Armen gewedelt, erinnerst du dich? … Das Bild von uns beiden, welches wir im Freizeitpark gemacht haben … Na ja, eher zu dem du mich gezwungen hast :-) Aber ich habe es trotzdem aufbewahrt … Deine Jacke, die du gestern bei mir vergessen hast. So wie ich dich kenne, hast du sie heute bestimmt gesucht ;-P Manchmal bist du echt tollpatschig, Ritsu
… Und dann noch dein Lächeln. Das sehe ich immer vor mir, wenn meine Gedanken abschweifen und ein Eigenleben bekommen. … Irgendwie ist das ganz schön peinlich, was ich hier schreibe, wehe du erzählst jemanden davon!
P.S.: Ich bring dir deine Jacke am Montag mit. ~Mio

Ein liebevolles Lächeln hatte sich auf Ritsus Gesicht ausgebreitet und sie las die Nachricht ein zweites Mal. Sie fühlte sich tatsächlich schon ein Stück besser und sie wusste, dass nur Mios Worte allein dafür verantwortlich waren.

Mio hatte den Versuch einzuschlafen schon längst begraben, denn sie wusste, dass Ritsu nach so einer Nachricht definitiv zurückschreiben würde. Die Schwarzhaarige merkte, dass ihr Gesicht ziemlich warm geworden war und sie verfluchte leise ihre Schüchternheit. Vor allem gegenüber Ritsu konnte sie diese nicht abschalten, noch nicht mal, wenn sie beide an verschiedenen Orten waren.
Ihr Handy holte sie schlagartig aus ihren Gedanken.
>Danke, Mio! Du weißt einfach, wie du mich aufheitern kannst … Ich vermisse dich … Wir haben uns lange nicht mehr gesehen, also nur wir zwei … Ach verdammt, ich bin einfach schlecht mit Worten, dafür bist du zuständig! ;-D Aber du weißt, dass du mir sehr viel bedeutest, nicht wahr? Ich wünschte wirklich, ich könnte jetzt bei dir sein, Mio. ~Ritsu

Die Nachricht war kurz, aber Mio wusste, wie Ritsu es meinte. Das wusste sie schon immer, sie verstand sie auch ohne viele Worte. Ritsu behauptete immer, dass sie viel besser mit Worten könnte, aber in Mios Augen war das keineswegs der Fall. Sie drückte ihr Handy an die Brust und schloss für einen Moment die Augen.
Doch bevor sie die Worte wirken lassen konnte, vibrierte ihr Handy abermals. Überrascht öffnete die Schwarzhaarige ihre Augen.
>… Ich hab heute was geschrieben … einen Song … aber der ist nicht für die Band, sondern … für dich *blush* … Du darfst aber nicht lachen … ~Ritsu
Jetzt war Mios anfängliche Müdigkeit vollkommen verschwunden. Ritsu hatte einen Song geschrieben? Für sie? Eine wohlige Wärme breitete sich in ihr aus und schnell tippte sie eine Antwort.
>Bitte, schick ihn mir! ~Mio
Mio musste diesmal um einiges länger warten. Sie hatte sich aufgesetzt und kaute aufgeregt auf ihrer Unterlippe herum. Sie war mehr als nur gespannt, was die Blonde ihr gleich präsentieren würde.
Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, als endlich eine neue Nachricht auf ihrem Display aufleuchtete.
>I see you standing here
But you're so far away
Starving for your attention
You don't even know my name

You're going through so much
But I know that I
Could be the one to hold you

Every single day
I find it hard to say
I could be yours alone
You will see someday
That all along the way
I was yours to hold
I was yours to hold

I see you walking by
Your hair always hiding your face
I wonder why you've been hurting
I wish I had some way to say

You're going through so much
Don't you know that I
Could be the one to hold you

Every single day
I find it hard to say
I could be yours alone
You will see someday
That all along the way
I was yours to hold
I was yours to hold

I'm stretching but you're just out of reach
You should know
I'm ready when you're ready for me
And I'm waiting for the right time
For the day I catch your eye
To let you know
That I'm yours to hold

Every single day
I find it hard to say
I could be yours alone
You will see someday
That all along the way
I was yours to hold
I was yours to hold
I'm stretching but you're just out of reach
I'm ready when you're ready for me. ~Ritsu


Ritsus Herz schlug hart gegen ihre Brust. Sie hatte ziemlich lange an diesem Text gesessen und der Gedanke, dass Mio jetzt gerade diesen Text las machte sie unendlich nervös. Sie hatte all ihre Gefühle in diesen Text gelegt und sie hoffte, nein, sie wusste, dass Mio ihn verstehen würde. Sie verstand ihre Worte immer.
Ein letztes Mal für diese Nacht ertönte Ritsus Handy. Als sie die Nachricht mit leicht fahrigen Fingern öffnete, schlich sich ein Lächeln auf ihr Gesicht und sie spürte, wie ihre Augen ein wenig feucht wurden, als sie folgende Worte auf dem Display las.
>Ich bin dir näher, als du denkst. Glaub mir, ich sehe dich.
Ich liebe dich. ~Mio

----

Ich würde mich über eine kurze Rückmeldung freuen =)
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast