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Die Stiefmutter

GeschichteHumor / P16 Slash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
15.05.2011
02.07.2011
4
4.666
3
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
15.05.2011 1.276
 
Titel: Die Stiefmutter

Anmerkung: Generell wird diese Geschichte keine fortlaufende sein, sondern aus einzelnen Episoden bestehen, die verschiedene Momente beleuchten. Dennoch wird stets auf die Grundhandlung (nämlich, dass Sarek und Leonard ein Paar sind) Bezug genommen. Keine Sorge, Kirk und Spock kommen nicht zu kurz. Dieses Kapitel jedoch schließt aus logischen Gründen noch direkt an das erste an. Wenn Kapitel 3 kommt werdet ihr wissen, was ich meine. :-)

Danke für die Kommentare, sowas macht immer gute Laune und motiviert zum Weiterschreiben. Interessanterweise haben aber mehr Leute die Geschichte als Favorit gespeichert, als ein Review geschrieben. Was kann man da machen? Soll ich ein paar Plüsch-Spocks verteilen? *lach*


Kapitel 2: Unlogisch und emotional

McCoy war in sein Quartier geflüchtet und Jim hatte darauf bestanden Spock zu seinem Quartier zu begleiten, hatte er doch zum ersten Mal das Gefühl, Spock bräuchte dringend seine Hilfe.

"Captain, ich versichere Ihnen, dass ich den Weg zu meinem Quartier alleine finde."

Jim sah ihn von der Seite her an, während sie auf den Turbolift zu gingen. "Das glaube ich. Jedoch wollte ich Sie wissen lassen, dass ich immer für Sie da bin."

Nun streifte Spocks Blick seinen Captain. "Sollte mich irgendwas beunruhigen?"

Jim wusste, was diese stoische Ruhe Pille so oft zum Ausflippen brachte. "Weil Ihr Vater mit unserem Schiffsarzt schläft." Er hatte es nicht so direkt ausdrücken wollen. Vorsichtig sah er Spock an. Dieser war so unbeeindruckt wie immer.

"Was sollte mich daran beunruhigen? Mein Vater hat seine Wahl getroffen. Ich bin nicht in der Position um seine Entscheidung anzuzweifeln oder zu verurteilen, auch wenn ich einige Probleme damit habe, sein Handeln nachzuvollziehen."

Sie verließen den Turboblift und gingen zu Spocks Quartier. "Lust auf eine Partie Schach?", fragte Jim seinen ersten Offizier, als sie vor dessen Quartier angekommen waren. Spock nickte lediglich und gemeinsam traten sie ein. Schweigend begannen sie das Spiel.

Schließlich gab Kirk seiner Neugierde nach. "Warum fällt es Ihnen schwer, das Handeln Ihres Vaters nachzuvollziehen? Weil er sich mit einem Mann eingelassen hat oder mit Pille?"

Spocks Augen suchten in Jims. Da war etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen.

"Ich stelle mir eine Verbindung zwischen einem solch logischen und einem so über alle Maßen unlogischen Wesen schwierig vor." Kurz sah Jim zu Boden, da war Traurigkeit in seinem Blick.

"Meinen Sie wirklich, dass es für Menschen und Vulkanier keine Beziehungsgrundlage gibt?" Jim bewegte seinen Turm über die drei Ebenen des Schachspiels. Spock überlegte und war gleichzeitig fasziniert aufgrund des hervorragenden Schachzuges.

"Schach", sagte Jim. Der Turm gefährdete tatsächlich seinen König.

Ein Funkeln trat in Spocks Augen, als er seinen König mit dem Zug seines Läufers aus der gefährlichen Lage rettete. "Offensichtlich gibt es eine."

***
"Könntest du mir erzählen, wie es dazu gekommen ist?" Jim sah seinen Freund aufmerksam an. Er war vor wenigen Augenblicken in dessen Quartier gekommen. Pille sah ihn gereizt an. "Pille, ich will dich nicht verurteilen. Dass ich dich gestern angeschrien habe, tut mir leid. Ich war überrascht. Ich möchte einfach nur wissen, wie es dazu gekommen ist."

Pille seufzte und bot Jim einen Platz an. "Es begann eigentlich nach dem Besuch vor zwei Jahren, als Sarek hier operiert werden musste. Ich fand ihn interessant."

Jim sagte keinen Ton, wollte er doch seinen Freund nicht unterbrechen. "Ich habe daraufhin meinen Urlaub auf dem Vulkan verbracht."

Überrascht sah Jim Pille an. "Du hast mir nichts davon erzählt. Hattest du nicht Angst, Spock würde dir begegnen?" McCoy zog seine Augenbrauen hoch. "Du weißt doch, dass Spock nie Urlaub nimmt und das Verhältnis zu Sarek ist auch nicht das beste." Jim nickte zustimmend.

"Es hat sich herausgestellt, dass Sarek mich auch interessant fand." An dieser Stelle schlich sich ein kleines Lächeln auf Pilles Gesicht, welches Jim sehr schön fand. Sein Freund war offensichtlich sehr glücklich. "Wir begannen eine Affäre. Ich war jede freie Minute auf dem Vulkan." In Gedanken versunken, lächelte Pille, denn er erinnerte sich an eine sehr schöne Begebenheit.

***Erinnerung***

"Du bist das unlogischste Wesen, welches mir jemals begegnet ist." Diese Worte waren eindeutig mit Zärtlichkeit gesprochen worden, während eine warme Hand über einen etwas kühleren Körper streichelte.

Blaue Augen sahen grinsend in die des Mannes, an den er seinen nackten Körper schmiegte. "Ihr Vulkanier mit eurer verdammten Logik. Ist es logisch mit mir Sex zu haben? Ist es logisch mit mir zusammen zu sein?"

Der Blick des Vulkaniers ruhte einige Momente auf dem geliebten Gesicht. "Ja.", kam es dann schlicht. Während nun der eine zu grinsen begann, funkelten bei dem anderen lediglich die Augen voller Amüsement. "Unverbesserlich!", entgegnete McCoy.

***Erinnerung Ende***

"Hattest du kein schlechtes Gewissen?", fragte auf einmal Jim seinen Freund.

Sachte nickte Pille und sein Blick wurde traurig. "Das hatte ich. Aber ich liebte ihn einfach. Ich konnte nichts dagegen tun..." Er schwieg einen Moment, während er in Gedanken versunken war. Sein Blick wurde dunkel, als er hinzu fügte:  "Eines Tages hat Amanda uns dann gesehen."

***Erinnerung***

Eine Hand berührte zärtlich sein Gesicht und Pille schloss die Augen, als er den Geist des anderen an seinem fühlte. Es war ein angenehmes Gefühl. Sarek war vorsichtig und zärtlich. Pille versuchte ihm all seine Emotionen mitzuteilen, die er empfand.

Etwas Warmes berührte sein Innerstes und plötzlich spürte er Emotionen, die nicht seine waren. Er öffnete seine Augen und sah in die dunkel braunen seines Gegenübers. Mit einem Mal konnte er die Gefühle, die er spürte auch sehen. Es überwältigte ihn und Tränen traten in seine Augen.

Sarek ließ seine Hand wieder sinken und sie standen sich einfach nur gegenüber und sahen sich an. Dann wischte der Vulkanier die Tränen von Pilles Wangen.

"Mein Leonard.", sagte Sarek leise. Pille lächelte.

"Du bist das emotionalste Wesen, welches ich kenne.", sagte Sarek wieder mit einer eindeutigen Zärtlichkeit in der Stimme.

Das brachte Pille dazu noch mehr zu lächeln. "Du auch."

Beinahe hätte man Sarek lächeln sehen können. In seinen Augen war es zu sehen. Leonard beugte sich nach vorne und küsste die vollen und so schön geschwungenen Lippen des Vulkaniers.

Das Geräusch eines Keuchens riss die beiden auseinander. Sie sahen in Richtung des Geräusches. Da war gerade noch Amanda zu sehen, wie sie herum wirbelte und dann kehrt machte.

"Scheiße", entfloh es Leonard.

"Ich würde dir beinahe zustimmen.", kam es nüchtern von Sarek.

***Erinnerung Ende***

"Ich liebe ihn, Jim. Wirklich." Ein Lächeln erschien auf dem Gesicht des Captains und er legte eine Hand auf die seines Freundes. "Wir scheinen beide etwas für Vulkanier übrig zu haben.", sagte Jim mit einem Schmunzeln. Pille erwiderte es ebenso breit und nickte.

"Wie geht es Spock?", fragte er und seine Stimme klang traurig.

"Mach dir keine Gedanken. Er ist überrascht, aber ich denke nicht, dass er es verurteilt."

Etwas erleichterter atmete Pille aus. "Sag es dem Spitzohr nicht, aber ich wäre traurig, wenn er nicht mehr mein Freund wäre."

"Das bleibt unter uns.", versprach Jim seinem Freund. "Wie geht es jetzt weiter?"

"Sarek kann für eine Woche hier bleiben. Danach muss er zurück nach Vulkan. Wir werden unsere Beziehung so weiter führen, wie bisher, nur dass es jetzt öffentlich ist." Es war ein wenig Besorgnis in Pilles Stimme hörbar.

"Ich bin auf jeden Fall für dich da." Dankbar lächelte Pille, woraufhin Jim sein Quartier verließ.

***
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