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Die Stiefmutter

GeschichteHumor / P16 Slash
James T. Kirk Leonard McCoy Spock
15.05.2011
02.07.2011
4
4.666
3
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Dieses Kapitel
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15.05.2011 648
 
Titel: Die Stiefmutter

Anmerkung: Ich hatte plötzlich eine Eingebung und musste es unbedingt niederschreiben. Wundert euch nicht, es ist etwas absurd, aber ich hoffe doch, mindestens genauso lustig.


Kapitel 1: Scheidungskind

Seine Eltern waren an Bord der Enterprise. Zu einem offiziellen Ereignis war dies nichts Ungewöhnliches, doch da keine Festivität in dieser Richtung anstand, war es äußerst unlogisch, dass seine Eltern an Bord gebeamt waren.

Spock musste sich eine menschliche Schwäche zugestehen: Neugierde. Ja, er war neugierig. Sein Vater hatte ihn im Transporteraum nur kurz begrüßt und war dann gegangen, während seine Mutter ihn um ein privates Gespräch gebeten hatte.

Nun saßen sie in Spocks Quartier und ganz offensichtlich fiel es seiner Mutter schwer, etwas zu sagen. Doch Spock ließ ihr Zeit. Schließlich richtete sich der Blick seiner Mutter auf ihn, während er ruhig und gelassen neben der Tür an der Wand stand und seine Mutter abwartend ansah.

"Dein Vater und ich lassen uns scheiden."

Schweigend hob Spock seine Augenbrauen, sagte aber nichts. Es war deutlich erkennbar, dass seiner Mutter diese Worte nicht leicht fielen. Tränen schimmerten in ihren Augen. "Wir waren geistig nicht verbunden, sodass..." Ihr Satz blieb unvollendet und sie hatte Mühe ihre Emotionen zu kontrollieren.

"Warum?", stellte Spock die einzig logische Frage. Die Augen seiner Mutter richteten sich wieder auf ihn. "Als Mensch würde ich sagen, er hat sich verliebt. Ich habe ihn mit dieser Person erwischt." Abscheu bei den Worten "dieser Person" war deutlich in ihrer Stimme erkennbar. Auch jetzt war in Spocks Blick nur mildes Erstaunen sichtbar. Amanda schluckte ihre Verzweiflung herunter.

"Es ist ein Mann."

Jetzt sah man Spock die Überraschung wirklich an. Es war für einen Vulkanier äußerst unlogisch einen anderen Vulkanier zum Partner zu nehmen.

"Er ist ein Mensch.", sprach Amanda weiter.

Jetzt wurde es absurd. "Es ist vollkommen unlogisch, eine solche Verbindung einzugehen.", kommentierte Spock das Gehörte trocken.

Die Augen seiner Mutter, dieses Mal wütend, richteten sich auf ihn. "Ach ja?"

Da war etwas in ihrer Stimme und in ihrem Blick das Spock Unbehagen bereitete. Er beließ es jedoch dabei.

Amanda erhob sich. "Ich möchte gehen, ich halte es nicht mehr länger auf diesem Schiff aus. Zu wissen, dass beide hier..." Sie schwieg, da Traurigkeit sie überwältigte.

Spock hielt inne. "Er ist an Bord?" Traurig sah Amanda ihren Sohn an und nickte dann. Gemeinsam verließen sie das Quartier und gingen zum Transporterraum.

***

Es war auf einem der Flure, als der Captain und Doktor McCoy ihnen entgegen kamen. Offenbar in eine, für die beiden untypisch hitzige Diskussion vertieft.

"Bist du bescheuert, Pille?", keifte Kirk den Doktor regelrecht an.

"Du kannst doch nicht..." So laut wie Jim gesprochen, so schnell verstummte er, als er Spock und Amanda sah.

Irritiert nahm Spock dies zur Kenntnis, als Kirk und McCoy auch schon stehen geblieben waren. Es hatte sich eine merkwürdige Stille ausgebreitet. Spock sah Kirk an und in dessen Blick sah er eine Mischung aus Angst, Wut und Irritation. McCoys Stimme holte ihn aus seinen Gedanken.

"Misses Sarek, es tut mir wirklich leid." Die Ehrlichkeit in Pilles Stimme war nicht zu überhören. Interessiert sah Spock von McCoy zu seiner Mutter, die den Arzt mit finsterem Blick musterte. Spock war ehrlich verwirrt. All das ergab keinen Sinn. Menschen!

Er spürte Jims Blick auf sich und sah ihn kurz an. Da war Besorgnis in seinem Blick, was Spock allerdings noch unverständlicher fand.

"Das ist wohl kaum noch die richtige Anrede für mich." Die Wut und die Abneigung in der Stimme seiner Mutter waren ebenso unverständlich für Spock. "Eher für Sie, Misses Leonard Sarek." Mit erhobenem Haupt stolzierte Amanda davon.

Spocks Augenbrauen waren unter seinem Pony verschwunden. Das ließ nur einen Schluss zu: Sein Vater war liiert - mit Doktor McCoy.

***
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