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Pferdeknecht Prinzessin Runo - das Schicksal meint es gut mit ihr

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
14.05.2011
22.01.2012
22
23.486
 
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14.05.2011 1.098
 
hier bin ich wieder und weiter gehts mit dem nächsten kapi!!!!!!!!!!!!!!


Prinz Daniel sah inzwischen wie ein echter Landarbeiter aus. Seine haut war von der Sonne gebräunt und fast schon ein bisschen gegerbt. Sein kastanienbraunes Haar war noch heller gebleicht, den Händen sah man die harte Arbeit an und wenn sein Diener Marucho seine Kleidung gesehen hätte, so würde er gewiss die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben. Die Jeans waren verschlossen und stellenweise ausgefranst, das schwarze Hemd, inzwischen oft von des Prinzen eigener hand gewaschen, aber nicht gebügelt, war im Augenblick verschwitzt.

Wenn er zu Beginn seines Abenteuers im Unterbewusstsein vielleicht auch einige Zweifel gehabt haben mochte, ob ihm der Sprung in das neue Leben wirklich gelingen würde, so war er jetzt fest überzeugt, ja, absolut sicher, dass es für ihn keine Schwierigkeit geben konnte, die nicht zu bewältigen war. Dieses Wissen drückte sich in seiner ganzen Haltung und in seinem Aufteten aus.

Vielleicht war es dem Prinzen selbst nicht bewusst. Aber diese kurze Zeit des harten Lebens hatte schone genügt, um aus ihm einen ganzen Mann zu machen. Selbstbewusst und lässig durchschritt er den Rundbogen in der weissen Mauer und betrat so den Gutshof von St. Clement. Er fragte einen jungen Burschen, der ihn neugierig musterte, nach dem Chef oder nach dem Verwalter und der Junge deutete auf dem Kopf zu einem Reiter hinüber, der sich vor den gegenüberliegenden Stallungen gerade in den Sattel eins rassigen weissen Pferdes schwang.

„Das ist der Patron“, sagte der Junge, „wenn du Arbeit suchst, musst du dich an ihn wenden.“
„Danke“, sagte Prinz Daniel und ging quer über den weiten Hof auf den Reiter zu.

Dieser blickte ihm kritisch entgegen, was, da er hoch zu Ross sass, der andere sich aber ihm zu Fuss näherte, ziemlich ehrfurchtgebietend aussah.
Der Verwalter, er hiess Ace Grenelle und ließ sich allgemein Patron nennen, wie Prinz Daniel später erfuhr, musterte den Neuankömmling. „Was kannst du?“ fragte er knapp.
Prinz Daniel, der sich nun ja wieder Dan Kuso nennen lassen musste, lächelte: „Ich kann eine Menge“, sagte er lässig, „aber ich habe gehört, dass man hier jemanden sucht, der  was von Pferden versteht.“
„Verstehst du denn was von Pferden?“
„Das will ich meinen“, nickte Dan
„Kannst du auch reiten?“
„Wie der Teufel“, antwortete Dan bescheiden.
„Das ist hier nicht angebracht“, erwiderte der Patron hochmütig. „Unsere Pferde sollen betreut, nicht zuschande geritten werden. Wo hast du bis jetzt gearbeitet?“

Dan Kuso machte mit dem Arm eine weit ausholende Bewegung. „Mal hier und mal dort“, sagte er grossartig, „zuletzt habe ich in der Provence Erdbeeren gepflückt.“

Der Patron verzog spöttisch den Mund. „Keine besonders gute Empfehlung“, stellte er fest. Aber er musterte den vor ihm stehenden Mann noch einmal genauer, winkte dann einem Stallburschen, der sich im Hintergrund hielt und deutete mit seiner Kinnspitze auf Dan. „Nimm ihn mit in den Stall“, befahl er herrisch, „er soll sich ein Pferd satteln und mir dann nachkommen.“ Damit ritt er davon, ohne Dan noch eines Blickes zu würdigen.

Dan machte sich natürlich nicht daraus, Er folgte dem Jungen vergnügt in den Stall, denn die Aussicht, jetzt gleich schon wieder auf einem Pferderücken sitzen zu können, war mehr als verlockend.

Es waren ausgesprochen schöne Tiere, die hier im Stall standen. Prinz Daniel musterte sie mit Kennerblick. Ja, hier arbeiten zu können, würde ihm wahrhaftig Spass machen. Es waren nicht nur Schimmel, wie sie hier in der Camargue gezüchtet wurden, da war zum Beispiel eine herrliche braune Stute, die, das sah Prinz Daniel sofort, ein Vermögen wert war. Er ging sofort auf sie zu, tätschelte ihren Hals und betrachtete sie bewundernd. „Ein prachtvolles Tier“, sagte er. „Wenn ich mir aussuchen dürfte, welches Tier ich reiten kann, so würde ich diese Stute wählen.“
„Aber nein“, sagte der Stallbursche erschrocken, „dies ist das Pferd der Madame.“

„Aha, verstehe“, nickte Prinz Daniel. Er hatte zwar vorerst noch keine Ahnung, wer diese Madame war, aber er begriff durchaus, dass dieses Pferd ihr persönliches Reittier war und dass niemand sonst damit zu tun haben sollte. So war es zu Hause auf Schloss Mont-Barein natürlich auch. Auch er hatte niemals geduldet, dass sein eigenes Pferd vom Stallpersonal geritten wurde. Das durfte nur während seiner Abwesenheit geschehen und dann auch nur von einem besonders zuverlässigen Betreuer, zu dem er selbst vollstes Vertrauen hatte.

Er blickte sich suchend um. „Welches Pferd soll ich für mich satteln?“ fragte er.

Der Bursche deutete zögernd auf einen weißen Hengst in der letzten Box am Ende des langen Stallgebäudes.

Prinz Daniel ging hinüber und lachte: „Aha, ich verstehe schon“, sagte er, „herrliches Tier, aber noch ein bisschen jung und ein bisschen wild, nicht wahr? Der Patron will mich wohl auf die Probe stellen, aber darauf lasse ich es gerne ankommen. Wird mir sogar ganz besonderen Spaß bereiten.“
Das Sattelzeug hing an der Wand, der Jung half ihm freundlich beim Satteln. Schon nach kurzer Zeit konnte Prinz Daniel das Tier am Zügel ins Freie führen. „Seien Sie vorsichtig, Mann“, warne der Junge, „dieses Pferd ist ein wahrer Teufel. Sie wären weiss Gott nicht der Erste, den es aus den Sattel wirft.“

„Abwarten“, sagte Prinz Daniel ruhig. Er tätschelte dem Pferd den Hals, klopfte ihm beruhigend auf die Hinterhand und war schon mit einem raschen eleganten Satz im Sattel. Der Hengst wollte sich wehren, er wieherte laut, stieg mit den Vorderhufen hoch, aber Prinz Daniel bezwang ihn mit starker Hand. Er redete dem Pferd dabei freundlich zu, dann ein fester Schenkeldruck und der Prinz konnte in eleganter Haltung zum Hof hinaus reiten. Das Pferd hatte seinen Meister gefunden.

Mit offenem Mund starrte der Stallbursche hinter Pferd und Reiter her. Das hatte er nicht erwartet.

Ace Grenelle sagte kein Wort, als Daniel herangekommen war, er deutete nur mit dem Kopf voraus und setzte mit einem leichten Schenkeldruck auch sein Pferd wieder in Bewegung. Schweigend ritten die beiden Männer eine ganze Weile nebeneinander her, bis der Verwalter sagte: „In Ordnung, Sie können bleiben, jedenfalls vorerst. Ist natürlich auch nur eine Saisonarbeit einen festen Arbeitsvertrag gibt es nicht.“
„Ist mir recht so“, nickte Prinz Daniel, „ich bleibe auch nicht gerne länger an einem Ort.“
„Dann ist das klar.“ Der Verwalter deutete nach vorn. „Die Herde dort gehört zum Gut. Pierre, der Vorarbeiter, ist da. Er braucht Hilfe. Sie können gleich anfangen. Später melden Sie sich dann in der Verwaltung und geben Ihre Personalien an. Man wird Ihnen dann auch Ihr Quartier anweisen.“


das wars dann wieder und ich freue mich das die geschichte gut beit euch ankommt

bis zm nächsten mal
eure mausi

(PS: ÜBRIGENS HABE DAS SECHSTE KAPI UMGEÄNDERT! FREUE MICH WENNS EUCH GEFÄLLT! BYE)
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