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Pferdeknecht Prinzessin Runo - das Schicksal meint es gut mit ihr

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
14.05.2011
22.01.2012
22
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14.05.2011 842
 
Und was geschah währenddessen auf Schloss Mont-Barein? Dort hatte natürlich große Aufregung, als das Verschwinden des Prinzen bekannt wurde. So wie Prinz Daniel es angeordnet hatte, wartete der Diener Marucho bis zum Mittag, bis er sich mit dem Brief, Den Daniel zurückgelassen hatte, beim Erbprinzen melden ließ.

Prinz Shun war erstaunt, als der Diener seines Bruders mit so ernstem Gesicht vor ihm trat und er ahnte gleich nichts Gutes. „Was ist los, Marucho?“ fragte er. „Sind Sie von meinem Bruder geschickt worden?“
„So ist es, Durchlaucht“, entgegnete Marucho mit gemessener Würde.

Er war mit beiden Prinzen auf Schloss Mont-Barein aufgewachsen. Er war für beide, als sie noch Kinder waren, stets mehr als nur ein Diener gewesen, aber während er für Daniel der vertraute, der brüderliche Freund bleiben durfte, den er auf ausdrücklichen Wunsch Daniels auch schlicht nur mit “Prinz“ anredete, hatte sich das Verhältnis vom Erbprinzen zu ihm mit der Zeit doch gewandelt. Das lag nicht nur an der bevorzugten Stellung des erstgeborenen Sohnes des Fürsten, auch nicht an des Erbprinzen mehr zurückhaltender Art, sondern vor allem an Prinzessin Alice, Prinz Shuns Gattin.

Prinzessin Alice duldete kein vertrautes oder freundschaftliches Verhältnis zu irgendeinem der Dienstboten auf Schloss Mont-Barein. Dem hatte sich natürlich auch ihr Gatte zufügen: „Warum kommt mein Bruder nicht selbst, Marucho?“ fragte Erbprinz Shun.
„Prinz Daniel befindet sich nicht im Schloss, Durchlaucht“, erklärte der Marucho ruhig. „Er gab mit diesen Brief, den ich Ihnen zu dieser Stunde überbringen soll.“
„Einen Brief? Mein Bruder verkehrt brieflich mit mir, was soll das? Und außerdem, wieso ist er nicht im Schloss? Hat er vergessen, dass wir heute Gäste erwarten wichtige Gäste?“
„Bitte, lesen Sie, Durchlaucht?“, bat Marucho. „Ich nehme an, in diesem Brief werden Sie die Erklärung für Ihre Fragen finden.“
„Seltsam“, schüttelte Prinz Shun den Kopf, „wirklich seltsam. Was denkt sich Daniel denn? Ich bin sehr beschäftigt heute und außerdem sollte er um diese Zeit hier anwesend sein.“

Damit griff er zu seinem goldenen, sehr kunstvoll gearbeiteten Brieföffner, übrigens war es ein Geschenk seines Bruders und begann die obere Seite des Briefumschlages aufzuschlitzen. Er nahm den Bogen heraus und entfaltete ihn. Zwei Seiten des weißen Papiers waren mit Daniels steiler, gut leserlicher Schrift eng beschrieben.

„Darf ich mich zurückziehen, Durchlaucht?“ fragte der Diener Marucho respektvoll.
Prinz Shun nickte schon, doch dann sagte er: „Nein, nein, bleiben Sie, Marucho! Kann sein, dass ich Sie nach dieser Lektüre noch etwas fragen muss. Immerhin scheinen Sie ja mehr zu wissen al ich“
„Sehr wohl, Durchlaucht“, entgegnete Marucho und neigte leicht den Kopf.

Erbprinz Shun begann zu lesen und je weiter er kam, um so düsterer würden sein Gesichtsausdruck. „Das … das ist doch nicht zu fassen“, stiess er schließlich hervor, „mein Bruder scheint sich das einen üblichen Scherz mit mir zu erlauben.“ Doch schließlich ließ er die Bogen auf die Schreibtischplatte sinken und starrte nur noch darauf. Er hatte schon alles gelesen. „Sie wissen was hier steht, Marucho?“ fragte er nach einer ganzen Weile, die endlos zu sein scheint.

„Ich habe den Brief selbstverständlich nicht gelesen, Durchlaucht“, gab Marucho Auskunft, „doch ich bin von den Plänen des Prinzen unterrichtet und ich nehme an, dass er Ihnen in diesem Scheiben  davon Mitteilung macht.“

„Ja, so ist es“, bestätigte Prinz Shun und ließ zornig seine Hand auf die beiden Briefblätter fallen. „Mein Bruder geruht mir mit zu teilen, dass er sich aus dem Staub gemacht hat. Und ich möchte die Güte haben, den Fürsten zu informieren! Das ist doch wirklich nicht zu glauben! Mein Bruder muss den Verstand verloren haben.“

„Wenn ich mir dazu eine Bemerkung erlauben darf, Durchlaucht“, sagte Marucho vorsichtig, „so hatte ich nicht den Eindruck. Es hatte vielmehr den Anschein, als wisse Prinz Daniel sehr genau, was er zu tun im begriff war und er war sich wohl auch über die Folgen im klaren.“
„So und Sie als ein guter Diener waren sein Mitverschworener“, stellte Erbprinz Shun fest. „Wann hat mein Bruder Sie denn ins Vertrauen gezogen und hat er sein Abenteuer schon lange vorbereitet?“
„Prinz Daniel teilte mit erst gestern Abend mit, was er zu tun beabsichtigte“, entgegnete Marucho in gemessenem Ton. „Selbstverständlich habe ich Einwände erhoben und versucht, ihn von seinem Vorhaben abzubringen, leider ohne Erfolg.“
„Das kann ich mir denken“, brummte Prinz Shun. „Ich kenne ja schließlich meinen Bruder. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, so ist er durch nichts davon abzubringen.“

Prinz Shun nahm den Brief und schob ihn in eine Lade seines Schreibtisches. „Was machen wir mit den Gästen, die doch nicht seinetwegen eingeladen wurden?“ Er schaute auf die Uhr. „In 2 Stunden etwa werden sie eintreffen. Da kann man natürlich nicht mehr aufhalten, nicht mehr umdisponieren. Das ist wirklich eine fatale Rolle, in die mein Bruder mich gezwungen hat und ich nehme ihm das sehr übel.“

Erbprinz Shun war verärgert, denn was das auf ihm zukam war alles andere als angenehm. Die Zeit war zu knapp. Er musste sofort handeln. Zumindest musste Fürst Leonhard augenblicklich informiert werden …

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sorry das solange gedauert hatte
hatte black out
aber jetzt gehts weiter
bitte um revwies
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