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Pferdeknecht Prinzessin Runo - das Schicksal meint es gut mit ihr

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
14.05.2011
22.01.2012
22
23.486
 
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34 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
14.05.2011 964
 
hier ist das letzte kapi
viel spass
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Was Marucho Sorgen bereitete, echte Sorgen, das war das Verhältnis des Prinzen zu dieser Madame Mira Minotte. Er hatte sie übrigens noch selbst kennengelernt., hatte sich ein Bild von dieser stolzen, selbstbewussten Frau machen können. Und erhatte gesehen, mit welchen Blicken sie den vermeintlichen jungen Reitlehrer verfolgte. Es war ganz klar, dass die ältere reife Frau Gefallen an ihrem jungen gutaussehenden Angestellten fand. Und ebenso klar war es auch, dass dem Prinzen dieses weibliche Interesse gefiel. Er spielte mit dem Feuer, das war ganz sicher. Aber bestand dabei nicht die Gefahr, dass er sich schließlich von dieser Frau einfangen ließ?

Marucho teilte seine Befürchtungen sehr offen dem Erbprinzen Shun mit. „Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Es liegt mir nicht, Klatsch zu verbreiten und dumm Spekulationen anzustellen. Aber in diesem Fall bin ich wirklich besorgt und ich halte es für meine Pflicht mit Ihnen darüber zu sprechen. Ich will auch nichts Abwertendes über diese Gutsbesitzerin. Doch soviel ich weiß: Sie wäre ganz sicher nicht die richtige Frau für Prinz Daniel. Und es wäre Schlimm, wenn er sich von ihr umgarnen ließe.“

„Besteht eine solche Gefahr?“ fragte Erbprinz Shun.

„Das ist natürlich schwer zu sagen, Durchlaucht. Und Prinz Daniel selbst schien alles mehr von der leichten, etwas ironischen Seite zu nehmen. Aber trotzdem, ich halte diese Frau für sehr raffiniert und sehr willensstark. Außerdem ist sie natürlich erfahren. Ob Prinz Daniel ihr gewachsen sein wird? Und dabei könnte er in Prinzessin Runo eine so wunderbare Braut haben. Wie schade, dass er vor ihr einfach davongelaufen ist.“

„Ja, daran lässt sich nun leider nichts mehr ändern“, meinte Prinz Shun lakonisch. „Und mir stellt sich jetzt nur die Frage, ob ich überhaupt etwas tun kann. Aber mir scheint, mir sind die Hände gebunden. Ich kann meinen Bruder ja schliesslich nicht mit Gewalt zurückschaffen lassen. Und wenn er da unten Dummheiten zu machen im Begriff ist, so kann man ihn wohl kaum davor bewahren. Mein Bruder ist ja schliesslich ein erwachsener Mensch, ich kann ihm kein Kindermädchen hinterherschicken.“

„Ein Kindermädchen?“ Der Diener machte ein Gesicht, als käme ihm gerade eine Idee. „Ein Kindermädchen kann man natürlich nicht hinterherschicken, Durchlaucht“, sagte er langsam. „Aber ich denke da gerade an etwas , das vielleicht noch besser sein könnte?“

„Und das wäre?“

„Ja, Durchlaucht. Prinzessin Runo ist wirklich sehr nett und sie ist auch nicht dumm. Und so hat sie natürlich sofort gemerkt, was es mit der angeblichen Krankheit von Prinz Daniel auf sich hatte. Sie wollte sofort die ganze Wahrheit wissen und das sie sehr hartnäckig ist und sehr charmant und ich in mancher Beziehung ganz einfach zu naiv … Also kurz gesagt: Prinzessin Runo hat mir das Geheimnis entlockt.“

„Wie bitte?“ fragte Erbprinz Shun erschrocken und ärgerlich. „Die Prinzessin weiss …?“

„Ja“, nickte der Diener Marucho mit schuldbewusstem Lächeln. „Sie weiss, dass Prinz Daniel vor ihr davongelaufen ist. Verzeihen Sie, wenn ich das sage: Ich habe bei diesem Gespräch die Prinzessin auf der Stele liebgewonnen. Sie war weder empört noch beleidigt, aber ärgerlich. Sie fand das, was Prinz Daniel getan hatte, grossartig. Und sie war ihm dankbar, dass er gewissermassen für sie beide gehandelt hatte, denn sie selbst hatte nicht den Mut gehabt, sich dem Willen ihrer Eltern zu widersetzen. Immerhin hat sie es dann doch bedauert, Prinz Daniel nicht kennengelernt zu haben. Den durch das, was sie nun hier von ihm erfahren hatte, war er ihr wohl ein bisschen sympathischer geworden. Und ich habe ihr natürlich auch noch einiges von meinem Prinzen erzählt. Dabei musste ich immer wieder denken, ein wie hübsches Paar die beiden abgeben würden.“

„Na ja, das ist ja alles ganz gut und schön“, meinte der Erbprinz ein wenig ungeduldig. „Aber warum erzählen Sie mir das jetzt alles?“

„Weil ich der Prinzessin versprochen habe, sie zu benachrichtigen, wenn wir ein Lebenszeichen vom Prinzen erhalten. Und das ist ja jetzt der Fall, nicht wahr? Dabei ist mir gerade eingefallen, dass ich der Prinzessin auch mitteilen könnte, in welcher Gefahr sich Prinz Daniel befindet.“

„Sie meinen diese andere Frau“, schmunzelt der Erbprinz.
„Ja, natürlich.“
„Was sollte denn Prinzessin Runo daran ändern können?“

Marucho lächelte verschmitzt. „Wenn die Prinzessin so ist, wie ich sie eingeschätzt habe“, meinte er pfiffig, „und wenn sie wirklich noch an Prinz Daniel interessiert ist, dann wird sie nun vielleicht die Initiative ergreifen. Sie wüsste ja jetzt, wo sie  den Prinzen treffen kann und sie könnte ihn kennenlernen, ohne sich ihm zu erkennen zu geben.“

Prinz Shun schüttelte lächelnd den Kopf. „Sie sind ja ein richtiger Intrigant, Marucho“, sagte er halb lächelnd, halb bewundernd. „Auf eine solche Idee wäre ich nie gekommen.“

„Not macht erfinderisch“, antwortete Marucho treuherzig. „Aber was halten Sie von der Idee, Durchlaucht?“

Prinz Shun zuckte die Schultern. „Was soll ich schon davon halten? Im Grunde genommen käme es ja nur darauf an, was Prinzessin Runo davon hält. Wir können ihr unmöglich einen solchen Vorschlag unterbreiten.“

„Nein, natürlich nicht, Durchlaucht und Sie schon gar nicht“, nickte Marucho eifrig. „Aber ich könnte mein Versprechen wahrmachen und ihr schreiben. Ich könnte ihr schreiben, wo sich Prinz Daniel sich aufhält, wie ich ihn getroffen habe und welche Sorgen ich mir mache. Niemand wird das einem geschwätzigen alten Mann verübeln können. Und dann warten wir ab, wie die Prinzessin reagieren wird.“

Prinz Shun lachte leise. „Vor Ihnen muss man sich regelrecht hüten, Marucho“, sagte er. „Als Daniels Bruder sage ich Ihnen, dass ich Ihre Idee gut finde und dass Sie Ihren Brief ruhig schreiben sollen. Als Erbprinz dagegen und als Stellvertreter meines abwesenden Vaters, des Fürsten, kann ich solche Machenschaften, selbstverständlich nicht gutheissen. Und ich zeihe es vor, nicht davon zu wissen.“

„Ausgezeichnet, Durchlaucht“, grinste Marucho. „Ich habe Sie  verstanden und werde mich unverzüglich ans Werk machen.“

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freue mich auf weiter kommis!
schöne ferien!
bis nach den ferien!
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