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Pferdeknecht Prinzessin Runo - das Schicksal meint es gut mit ihr

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
14.05.2011
22.01.2012
22
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14.05.2011 609
 
Auf diese Wiese gelangte das erste Lebenszeichen von Prinz Daniel nach Schloss Mont-Barein. Dorthin hatte Ace Grenelle nämlich geschrieben und zwar an den Fürsten.

Aber Fürst Leonhard befand sich gerade auf Reisen. Erbprinz Shun war sein Vertreter. Darum erreichte dieser Brief den Erbprinzen. Nachdem er ihn gelesen hatte, schickte er nach dem Diener Marucho. Als dieser erschien, reichte er im wortlos das Schreiben.

Marucho begriff verwundert zu. „Soll ich lesen?“ fragte er und als Erbprinz Shun nickte, holte er seine Brille hervor und las. „Aber das ist ja unglaublich“, stiess er schon bald hervor. „Prinz Daniel arbeitet als Pferdeknecht und dieser Mann hier, der wohl der Verwalter von dem Gut ist, hält ihn für einen Hochstapler! Das ist ja … das ist ja nicht zu fassen!“

Und das er ein Mann von Humor war, lachte er schließlich herzlich, sobald er den Brief zu Ende gelesen hatte.

„Dieser Verwalter ist ein Witzbold“, stellte er fest. „Er will unseren Fürsten und die fürstlich Familie vor einem Skandal bewahren, den Skandal, dass es bekann wird, der fürstlich Name sei von einem Hochstapler missbraucht wurde. Darum hat er den vermeintlichen Hochstapler noch nicht der Polizei ausgeliefert, sondern er hat sich entschlossen, den Fürsten zu informieren und er erwartet für seine Umsicht natürlich eine entsprechendes Zeichen der Dankbarkeit. Er nennt sogar die Summe, die er erwartet. Eine ansehnlich Summe.“

Marucho ließ den Brief sinken und schaute den Erbprinzen fassungslos an. „Wie finden Sie das, Durchlaucht?“ frage er.
„Unverschämt, würde ich sagen“, meinte Erbprinz Shun gelassen. „Unverschämt und dumm. Trotzdem freue ich mich über den Brief. Denn immerhin wissen wir jetzt, wo mein Bruder sich aufhält.“
„Und was wollen Sie nun tun, Durchlaucht?“
„Ja, eben das weiß ich noch nicht, Marucho. Ich denke, wir sollen das gemeinsam durchdenken. Das ist natürlich unmöglich, dass mein Bruder weiterhin als Pferdeknecht arbeitet, wenngleich“, er schmunzelte nun leicht, „es ihm zu gefallen scheint. Dass er es wahrgemacht hat, einfach aus unserem Leben … also irgendwie imponiert es mir doch und ich beneide meinen Bruder um seinem Mut. Ich wäre kaum ao gewesen. Ich hätte es mir vielleicht gewünscht, aber sicher nicht in die Tat umgesetzt. Doch er hat es geschafft. Aber nun muss es genug sein und ich wünschte sehr, Daniel käme zurück. Doch ich weiß nicht, ob ich Erfolg haben werde, wenn ich ihm schreibe und ihn bitte. Und erst recht wird es nichts nutzen, wenn ihn ein fürstlicher Befehl erreicht. Darum halte ich es auch für besser, wenn dieses Wissen vorerst unter uns bleibt, Marucho. Ich werde weder seine Durchlaucht, den Fürsten, noch meine Gattin informieren.“

„Das ist sehr gut Durchlaucht“, stimmte Marucho zu. „Auch meine, Prinz Daniel müsste nun zurückkommen. Aber wie wollen wir das bewerkstelligen? Wenn ihm das neue Leben gefällt, wird er bestimmt nicht kommen. Und wenn es ihm nicht gefällt, kommt er auch nicht, weil er dazu viel zu stolz ist.“

„Man müsste ihn zu überzeugen versuchen“, überlegte Erbprinz Shun. „Aber wer könnte das tun? Wenn ich in die Camargue reise, würde es zuviel Aufsehen erregen.“
„Aber ich, Durchlaucht“, sagte Marucho rasch, „ich könnte reisen. Erlauben Sie es mir? Ich kann mich sofort reisefertig machen und fahre dann auf schnellstem Wege in die Camargue und zu Prinz Daniel.“

„Das ist genau das, was ich mir auch gedacht habe, Marucho“, lächelte Erbprinz Shun. „Es freut mich, dass du genau den gleichen Gedanken hast. Und wenn einer Einfluss auf Daniel hat, wenn einer ihn zur Vernunft bringen kann, so hast du das wohl die meisten Chancen, Also mache dich auf den Weg. Grüsse meinen verrückten Bruder von mir und hoffe wirklich sehr, dass du ihn mit nach Hause zurückbringst.“
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So das wars wieder und schöne ferien
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