Babysitten?!

von Machiko
GeschichteHumor / P12 Slash
HoroHoro Ren Tao
10.05.2011
03.05.2017
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Babysitter?!
Prolog: How to get a baby?

Nun stand er da, mit dem kleinen Bündel in dem Arm, vor dem Haus N. Also die anderen würden sich über ihre Aufgabe freuen, aber ob das auch für die beiden ‚werdenden Eltern‘ galt? Also in die Luft springen, würden sie sicherlich nicht.
Außerdem benahmen sie sich gerade nicht, wie glückliche Eltern.

„Nimm das sofort zurück!“
„Wieso sollte ich, Ainu-Baka?“
Yoh, Manta und Anna saßen ein wenig gelangweilt oder genervt zwischen den beiden Fronten. Diejenigen, die sich gerade stritten waren Horo und Ren, wie immer eigentlich. Und wiedermal war es nur eine Kleinigkeit gewesen.
Horo hatte sich, ohne zu fragen, ein Glas Milch aus dem Kühlschrank genommen und Ren hatte ihn im Wohnzimmer damit erwischt.
„Nur weil ich Milch getrunken habe, rastest du so aus?“
„Natürlich! Baka, das ist meine. Das weiß jeder hier. Nur du scheinst es nicht zu verstehen, wie immer!“
Yoh saß neben Manta und sah zu seinem besten Freund leicht herunter. „Was meinst du, wie lange sie dieses Mal brauchen?“
Seufzend sah der Braunhaarige zu dem Shamanen und dann wieder zu den Streithähnen. Sein Blick wanderte, ohne seinen Kopf zu bewegen, zu Anna. Ihr Gesicht konnte man schlecht erkennen, denn ihr Kopf war ein wenig gesenkt und sie saß mit verschränkten Armen einfach da.
„Die bessere Frage ist wohl eher, wann es Anna zu viel wird und sie austickt.“ Sodass Yoh’s Verlobte nichts mitbekam, flüsterte Manta nur, als er mit dem Größeren sprach.
„Also ich denke… nicht länger als 2 Minuten.“
Das klang schon fast, wie eine Art Wette, die Yoh mit Manta abmachte und keine Sekunde später erhob sich Anna plötzlich, ging ohne etwas zu sagen zur Terrassentür und öffnete diese.
Horo und Ren bekamen davon nichts mit, so sehr waren sie in ihren Streit vertieft. Doch nicht Anna-typisch, verließ sie ohne etwas zu sagen, den Raum. Nur Yoh und Manta bemerkten dies, sahen sich verwirrt an und erhoben sich blitzschnell, um Anna zu folgen.
Ren und Horo allerdings stritten sich immer noch und bemerkten nicht, wie die anderen 3 den Raum verlassen hatten.

„Guten Abend, Silver. Was treibt dich hier her?“ Eine weibliche Stimme hatte ihn aus seinen Gedanken gerissen und aus seiner Deckung geholt.
„Vor dir kann man sich auch nicht verstecken, oder Anna?“
„Nicht wirklich.“, gab sie zu und beobachtete, wie Silver aus seinem Versteck auf einem Ast, heruntersprang und ein paar Meter von hier landete.
„Wie geht es dir? Wir haben uns lang nicht gesehen!“
Doch diese Frage konnte Anna nicht beantworten, da die anderen neben ihr auftauchten und Silver freudig begrüßten.
„Hey Silver.“ Yoh war derjenige, der ein wenig vor der Gruppe stand und Silver grinsend ansah. „Was machst du denn hier?“
„Schön dich zu sehen, Yoh. Sagen wir es so, ich bräuchte eure Hilfe, von euch allen.“ Dieser Satz ließ das Gehör aller aufmerksam werden und sie sahen neugierig zu dem Mann vor ihnen. „Wir haben ein paar Probleme, mehr als uns lieb ist und deshalb brauchen wir eure Hilfe.“
„Worum geht’s?“, fragte Yoh, als auch plötzlich Amidamau hinter ihm erschien.
„Es ist so: Die Geisterwelt ist etwas durcheinander. Alle wichtigen Personen werden gebraucht, um das Gleichgewicht wieder in Ordnung zu bringen. Zeke hat damals wirklich alles in einem Chaos hinterlassen. Es häufen sich einfach die Aufgaben und wir kommen nicht hinterher.“
„Ah, verstehe.“, nickte Yoh. „Wie können wir euch helfen? Sollen wir irgendwelche Monster erledigen oder sowas?“
Lachend schüttelte Silver den Kopf. „Nein nein. Sowas doch nicht. Ihr müsstet uns nur in alltäglichen Sachen helfen, die seitdem ein wenig darunter leiden. Eure Freunde habe ich auch schon informiert, also Ryu und die anderen. Sie haben schon zugesagt und ihre Aufgaben bekommen.“
„Nun mach’s nicht so spannend.“, drängte ihn auch Manta, hinter dem auch auf einmal Mosuke erschien. „Was sollen wir machen?“
„Könntet ihr vielleicht beim Aufbau der Städte helfen, die gelitten haben? Das wäre wirklich eine große Entlastung für uns, versteht ihr?“ Mit bittender Geste sah er die beiden Jungs und Anna an, die auf einmal nickten und ihn lächelnd ansahen.
„Aber klar doch.“, grinste Yoh und auch Manta war damit einverstanden, so auch ihre Schutzgeister.
Anna würde sicherlich keinen Finger krümmen, hatte aber dennoch zugesagt. Wahrscheinlich um die beiden Kerle zu drillen. Sie empfand es anscheinend als ein gutes Training und nun, da Manta Mosuke als Schutzgeist besaß, konnte sie ihm ebenfalls Feuer unterm Hintern machen. „Aber sag mal, Silver: Was trägst du da eigentlich im Arm?“
Erst jetzt bemerkten Yoh und Manta das Bündel in Silver’s Armen, der leicht grinste. „Na ja, das ist eine weitere Aufgabe. Wisst ihr, die Eltern der Kleinen sind viel zu beschäftigt, um sich um sie zu kümmern und allgemein wurde sie von Kindermädchen zu Kindermädchen geschoben.“ Dabei drehte er seinen Arm so, dass Yoh und seine Freunde das kleine Mädchen in dem Bündel sehen konnten. Es hatte dunkelblaue Haare, einen gelben Strampler mit Kapuzenohren an und schlief tief und fest. „Die Kleine ist ein Jahr alt. Ich bräuchte, für die nächste Zeit dringend einen Babysitter für Yukiko.“
In diesem Moment erklangen die üblichen Stimmen, wenn es um eine laute Diskussion ging.
„Wenn du meine Milch noch einmal trinkst, bist du tot!“
„Ja klar, du könntest mir nichtmal einen Kratzer zufügen!“, entgegnete Horo, als er zusammen mit Ren zu der Gruppe trat. Anscheinend hatten sie mitbekommen, dass die anderen verschwunden waren und hatten dennoch nicht aufgehört zu streiten.
„Sollen wir es ausprobieren, Baka?“
Doch bevor die beiden weiter diskutieren konnten, unterbrach sie Silver mit einem freudigen Ausdruck im Gesicht. „Ah, perfekt. Da seid ihr ja.“
„Hallo Silver.“, kam es plötzlich synchron von den beiden, die danach aber wieder in Schweigen verfielen.
Anders als die beiden anderen, verstand Anna sofort, was Silver vor hatte. „Du meinst jetzt nicht, dass die beiden auf sie aufpassen sollen, oder?“
„Natürlich.“ Ohne weitere Erklärungen drückte Silver Horo auf einmal das Bündel mit dem Baby entgegen.
Der Ainu war völlig perplex und total überfordert. „Was… was zum?“ Sein Blick wanderte in das kleine Ding in seinen Armen und bekam große Augen. „Wasn das?“
„Ein Baby, du Vollidiot!“, antwortete Ren, der mit verschränkten Armen neben ihm stand.
„Das weiß ich, aber was soll das?“
Die verwunderte Stille durchbrach auf einmal ein leichtes Kichern von Yoh und Manta, die sich bemühten nicht laut loszulachen.
„Anscheinend wird Horo Babysitter.“, bemerkte Anna und sah zu dem Ainu rüber.
Doch bevor Horo reagieren und sich Ren über ihn lustig machen konnte, erklärte Silver weiter. „Nicht Horo alleine. Sondern mit Ren zusammen.“
Es dauerte einige Sekunden, bis die beiden die ganzen Sätze gespeichert und verstanden hatten. Doch plötzlich entglitten ihnen die Gesichtszüge, ihre Unterkiefer klappten nach unten und Horo ließ beinahe das Kind fallen.
„WAS?“
Die anderen hielten sich durch das Gebrüll der beiden die Ohren zu, doch das Baby in Horo’s Armen wachte aus ihrem Schlaf auf, sah etwas verängstigt zu dem Kerl hoch, der sie trug und fing auf einmal an zu weinen. Und sie hatte eine genauso beachtliche Lautstärke, wie ihre beiden zukünftigen Babysitter.
„Ich wünsche euch viel Glück.“ Während sich Silver die Ohren zuhielt, sprang er auf die Mauer hinter ihnen und zeigte in Richtung des Baumes, auf den Boden. „Die Tasche mit ihren Sachen liegt da drüben. Viel Spaß mit ihr.“
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