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Wie in Eutrich sollt man's haben!

GeschichteAbenteuer / P12
Andrusch Punphutt
02.05.2011
02.05.2011
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02.05.2011 607
 
Hey!
Erstmal, danke für den Klick *freu*.
Ich hoffe, die Geschichte kommt an - ich habe sie für eine Klassenarbeit in der Schule vor zwei Jahren geschrieben ;)
Disclaimer: Wie immer nix meins außer der Handlung, der Rest gehört Otfied Preußler.
Viel Spaß!
glg
türmli


>> Den Burschen gefiel, was Andrusch ihnen von Pumphutt erzählt hatte. “Weiter!”, verlangten sie. “Mehr von ihm! Trink noch was - und lass hören!” <<

Krabat, der dem Weinkrug am nächsten saß, reichte ihn Andrusch, und nachdem dieser einen kräftigen Schluck genommen hatte, setzte er wieder zum Erzählen an. “Also”, begann er, “eines Tages kam Pumphutt auch in die Mühle von Eutrich. Das ist, soweit ich weiß, die einzige andere Schwarzmühle außer uns hier in der Gegend. Wie man ja so hört, ist der Schwarzmeister in Eutrich längst nicht so großzügig wie unserer! Hier lässt sich’s im Großen und Ganzen aushalten, aber dort!

Nicht nur, dass der Eutricher Müller der schlechteste Zauberer in ganz Lausitz ist, ihr hättet ihn erst im Umgang mit seinen Mühlknappen sehen sollen! Zwölf hatte er, genauso viele wie wir. Wenn sie dort nicht gehorsam waren, ließ er sie von ihren Mitgesellen die Mahlgänge hinunterquetschen und unten wieder herausholen. Nicht selten starb einer der Burschen dabei. Fremden gegenüber jedoch war der Müller freundlich, ließ sie in seinem eigenen Bette schlafen und bewirtete sie gut.”

Andrusch nahm wieder einen Schluck Wein und fuhr dann mit der Geschichte fort: “Und dann kam der Pumphutt nach Eutrich, wie immer mit dem spitzen Hut auf dem Kopf und dem Goldringel im Ohr. In den ersten drei Tagen war er Gast beim Müller und wurde wie ein König behandelt. Doch dann fragte der Müller: ‘Suchst du Arbeit? Du scheinst dich ja in einer Mühle auszukennen. Wenn du harte Arbeit akzeptierst, kannst du gerne hier arbeiten.’ Pumphutt nahm das Angebot des Meisters an. Und gleich am nächsten Tag wurde er Zeuge der Grausamkeit des Meisters, der einen der Müllerburschen bestrafte, nur weil der eine Hand voll Mehl neben den Mahlgang geschüttet hatte. Der Müller zwang die Gesellen dazu, den armen Burschen  im wahrsten Sinne des Wortes durch die Mühle zu drehen. Pumphutt sah dabei zu. Und er sah auch, dass sich der Mühlknappe in den nächsten Tagen nur kriechend fortbewegen konnte und trotzdem vom Müller zur Arbeit gezwungen wurde. Pumphutt sah, wie sie ausgepeitscht wurden, andauernd.

Und schließlich beim Mittagessen, nachdem wieder so ein armer Teufel gestraft worden ist-” “Ja?”, fragten die anderen gespannt. “-da klopfte er auf den Tisch. ‘He, Meester’, begann Pumphutt, ‘jetzt reicht’s aber mal. Kannst du deene Leute nicht mal anständig behandeln?’ Der Schwarzmeister von Eutrich starrte den Pumphutt erst mal wie eine Kuh vorm Himmelstor an und hatte schon die Hand an der Peitsche, doch Pumphutt schnippte nur einmal mit dem Finger und verwandelte den Meister in Stein. ‘Ich bin Pumphutt’, sagte er und da fiel den Burschen und dem Meister natürlich sofort der Ring in seinem Ohr auf. Drei Tage lang blieb der Meister eine Statue und Pumphutt und die Mühlknappen machten sich schöne Abende. Dann verwandelte Pumphutt ihn wieder zurück und hat ihn gefragt: ‘Weißt du jetzt, wie man seine Leut behandelt?’ Und seitdem sind dieMüllersburschen in Eutrich am besten dran: Sie kriegen jeden Sonntag frei und jeder einen Gulden Lohn pro Woche.” Andrusch grinste die anderen an. “So sollt man’s haben!”, schrie Staschko.

>> Und weiter ging’s von Pumphutt: Wie er’s den Meistern gegeben hat, in Bautzen und Sohrau… <<
(Krabat, Schulausgabe, S. 132)

So, und das war's auch schon wieder ;)
Und - hat es gefallen? Ich freue mich sehr über Kommis... Reviews an die Macht *hust*


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