Gegen jede Vernunft

von Steffix3
GeschichteDrama, Romanze / P18
Alicia Spinnet Angelina Johnson Fred & George Weasley Katie Bell Marcus Flint Oliver Wood
02.05.2011
28.09.2016
79
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47. Kapitel

Adrian Pucey war verzweifelt. Seit Wochen schon versuchte er nun vergebens Arianna Lestrange loszuwerden. Doch allem Anschein nach, war dies ein absolut hoffnungsloser Fall. Er hatte bereits so oft versucht mit ihr zu reden, doch jedes mal hatte sie ihn mit irgendwelchen sexuellen Gefälligkeiten abgelenkt – und da war er als Mann natürlich absolut chancenlos.
Doch dieses Mal würde es anders laufen. Fest entschlossen und mit ernster Miene wartete er vor dem Klassenzimmer für Verwandlung auf seine Noch-Freundin.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie versuchte, ihm in einem öffentlichen Korridor einen zu blasen, war nun doch sehr gering. Und sollte sie es doch versuchen, so würde er angestrengt an Trelawney oder diesen widerlichen Trottel Hagrid denken – so würde er bestimmt niemals einen hochbekommen.
Er wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als die Tür zum Klassenzimmer aufschwang und ein Schwarm Sechstklässler heraus strömte. Es dauerte nicht lange, dann verließ auch Arianna gemeinsam mit einigen Freundinnen den Klassenraum.
Adrian verdrehte innerlich die Augen. Er hasste Mädchengruppen.
„Arianna !“, rief er schließlich laut und augenblicklich richtete sich die Aufmerksamkeit der Mädchengruppe auf ihn.
„Adrian !“, rief Arianna strahlend und warf sich eine braune Haarsträhne über die Schulter, „Wie schön, dass du mich abholst !“
Und im nächsten Moment hatte sie sich auch schon um seinen Hals geworfen und drückte ihm einen Kuss auf die Lippen. Ihre Freundinnen begannen zu kichern.
Und genau deswegen hasste Adrian Mädchengruppen. Weil sie immer und andauernd kichern mussten, wenn sich ein männliches Wesen in der Nähe befand.
„Also, was gibt es ?“, fragte Arianna schließlich, nachdem sie sich wieder von ihm gelöst hatte.
„Ich würde gern mit dir allein sein“, antwortete Adrian und warf einen kurzen Blick auf die anderen Mädchen.
„Oh aber gerne doch“, erwiderte Arianna, woraufhin sich ihre Freundinnen kichernd – wie sollte es auch anders sein ? – davon machten.
„Wie wäre es, wenn wir uns eine Besenkammer suchen ?“, schnurrte sie dann und ließ ihre Hand zum Bund seiner Hose wandern. So viel zu sexuellen Anspielungen in öffentlichen Korridoren.
„Nein“, antwortete Adrian überraschend beherrscht und umfasste grob ihr Handgelenk, „Ich will mit dir reden.“
„Reden nennt man das jetzt also ?“, sie zwinkerte kurz und schmiegte sich dann eng an ihn.
Adrian schob sie von sich und starrte sie fassungslos an. War das wirklich ihr ernst ?
„Arianna“, sagte er schließlich so ruhig wie möglich, „Ich mache Schluss. Das mit uns ist vorbei. Ich liebe dich nicht. Und ich will dich nicht. Ich hab dich einfach nur benutzt, um über eine andere hinwegzukommen. Du hast mir nichts bedeutet. Nicht mal der Sex mit dir war gut.“
Zu seiner Überraschung brach sie nicht wie erwartet in Tränen aus und schmierte ihm eine – nein, im Gegenteil. Sie begann hemmungslos zu lachen.
Adrian verstand die Welt nicht mehr.
„Oh Adrian“, lachte sie weiterhin, „Du machst ja wirklich komische Witze. Du hättest dir das für den ersten April aufheben sollen.“
Und mit diesen Worten drückte sie einem völlig überrumpelten und fassungslosen Adrian einen Kuss auf die Wange und eilte schließlich ihren Freundinnen hinterher.

» ῶ «


„Und sie hat dich tatsächlich einfach nur ausgelacht ?“, wiederholte Marcus ungläubig, während sich Montague beinahe kugelte vor Lachen.
„Das ist nicht witzig !“, fauchte Adrian letzteren wütend an, „Was soll ich denn jetzt machen? Sie nimmt mich einfach nicht ernst.“
Er stütze hilflos und verzweifelt den Kopf in die Hände.
„Sag ihr doch einfach, du hättest sie betrogen“, schlug Marcus schulterzuckend vor, „Dann wird sie dir zwar eine reinhauen, aber du bist sie los.“
„Ich glaube nicht, dass das funktioniert“, erwiderte Adrian seufzend, „Sie würde mir verzeihen, sie liebt mich viel zu sehr. Ich verstehe nicht, wie sie mich überhaupt lieben kann, nach so kurzer Zeit.“
„Ja, ich versteh auch nicht, wie man dich lieben kann“, sagte Montague frech grinsend, „Mich würde wirklich interessieren, was Lestrange und vor allem Spinnet an dir finden. Aber ich kann verstehen, wieso du Spinnet magst. Ehrlich ! Was ich schon für Fantasien mit ihr hatte, das -“
„Finger weg, verstanden ?“, knurrte Adrian bedrohlich, woraufhin Montague erneut in einen Lachanfall ausbrach.
„Das war nur ein Witz“, sagte er amüsiert, „Wenn ich von einer Gryffindor fantasieren würde, dann von Johnson.“
„Johnson ?!“, wiederholten Adrian und Marcus überrascht.
„Ja klar“, antwortete Montague dreckig grinsend, „Habt ihr mal ihre Kurven gesehen ? Bei Salazar, ich würde zu gerne mal mit Weasley tauschen und sie eine Nacht lang richtig durch nehmen – in jeder Stellung.“
Marcus schüttelte einfach nur den Kopf, während Adrian tat, als müsse er sich übergeben.
„Könnten wir dann bitte zum eigentlich Thema zurückkommen ?“, seufzte letzterer dann schließlich erschöpft, „Wie werde ich Arianna endlich los ?“
Montague verdrehte die Augen aufgrund des kindischen Verhaltens seiner Freunde. Dann jedoch, kam ihm plötzlich eine Idee und er begann bis über beide Ohren zu grinsen.
„Sag mal, Adrian“, begann er langsam, „meintest du nicht, dass es nur eine Stunde gedauert hat, bis Lestrange Hals über Kopf in dich verliebt war ?“
„Ja, wieso ?“, erwiderte Adrian und hob misstrauisch eine Augenbraue.
Montague grinste noch breiter. „Ich hätte da eine Idee ..“

» ῶ «


Arianna Lestrange entwich ein überraschter Aufschrei, als sie das alte Klassenzimmer für Zauberkunst betrat und sich nicht wie erwartet Adrian, sondern Montague gegenüber fand.
Dieser hob bezüglich ihrer Reaktion fragend eine Augenbraue.
„Tut mir leid, ich hatte jemand anderen erwartet“, antwortete sie daraufhin zurückhaltend.
„Tatsächlich ?“, erwiderte Montague daraufhin grinsend, „Wen denn ?“
„Adrian“, entgegnete sie, „Er hat mir einen Zettel geschickt, dass ich hier auf ihn warten soll.“
„Ich enttäusche dich ja nur ungern“, sagte Montague, „Aber Adrian ist gerade mit Marcus auf dem Weg nach Hogsmeade, Alkohol besorgen.“
„A-aber es ist doch gar nicht Samstag ?“, erwiderte Arianna daraufhin verwirrt.
„Bei Merlin, der sprechende Hut hätte dich besser nach Hufflepuff stecken sollen“, murmelte Montague leise vor sich hin, ehe er sich räusperte und mit normaler Stimme weiter sprach, „Dafür gibt es ja auch Geheimgänge. Fakt ist jedoch, dass Adrian nicht hier ist und dich wohl auch nicht sehen will.“
„Oh“, erwiderte sie traurig und senkte den Kopf zu Boden.
„Hey, wenn du willst, können wir ja ein bisschen Zeit miteinander verbringen ?“, schlug er unschuldig vor, „Ich hab nichts weiter vor.“
Zuerst zögerte sie, doch dann sagte sie schließlich: „Ja, von mir aus.“
Montague musste sich ein Grinsen verkneifen. Das verlief ja viel einfacher, als er gedacht hatte. Sie hinterfragte nicht einmal, warum er ganz allein in diesem Klassenzimmer war.
Arianna hatte sich währenddessen auf einen der Tisch gesetzt. Montague beobachtete sie belustigt über die vielen Tischreihen hinweg, die zwischen ihnen lagen.
„Du kannst dich ruhig zu mir setzen, ich beiße nicht“, grinste er, „Zumindest nicht, wenn du es nicht willst.“
Er zwinkerte ihr kurz zu und grinste dann noch breiter.
„O-okay“, stotterte sie und rutschte von ihrem Tisch, um sich neben ihn zu setzen. Montague fragte sich währenddessen, ob dieses schüchterne Mädchen tatsächlich so verrucht sein konnte, wie Adrian es gesagt hatte.
Aber stille Wasser sind ja bekanntlich tief, dachte er vergnügt.
„Du und Adrian seid gute Freunde, nicht wahr ?“, fragte sie und musterte ihn von der Seite.
„Richtig“, antwortete der Slytherin, ehe er gespielt mitleidig sagte, „Aber auch wenn er mein Freund ist, ich kann mir das alles nicht mehr länger mit ansehen, was er mit dir macht !“
„Was meinst du damit ?“, fragte sie vorsichtig.
„Du hast das nicht von mir, okay ?“, sagte er daraufhin ernst. Als sie nickte, fuhr er fort. „Er benutzt dich nur. Er liebt dich gar nicht – und nebenher hat er noch was mit mehreren anderen Mädchen. Er verarscht dich.“
Sie sah ihn aus großen, entsetzten Augen an.
„D-das ist nicht wahr !“, erwiderte sie fassungslos, „E-er würde niemals -“
„Warum sollte ich dich anlügen ?“, fragte Montague daraufhin, „Es ist die Wahrheit.“
Und wie Montague gehofft hatte, brach sie plötzlich in Tränen aus und begann lautstark zu schluchzen.
„Ist schon gut“, sagte er ruhig, schlang seine Arme um sie und zog sie zu sich, „Ganz ruhig. Er verdient es gar nicht, dass du um ihn weinst. Adrian kann nun mal keine richtige Beziehung führen. Er benutzt Frauen nur – ich zum Beispiel, würde so etwas niemals tun !“
„Würdest du nicht ?“, fragte sie daraufhin und sah ihn aus nassen Augen an. Montague grinste innerlich. Er hatte sie nach gerade mal einer halben Stunde soweit. Adrian hatte recht – sie war eine Schlampe.
„Niemals“, flüsterte er schließlich, ehe er seine Hand an ihren Hinterkopf legte und ihr Gesicht zu seinem zog. Und dann küsste er sie.
Und – welch Überraschung – sie erwiderte seinen Kuss. Er grinste in den Kuss hinein und küsste sie anschließend härter und verlangender, woraufhin sie genussvoll aufstöhnte.
Montague rutschte vom Tisch, zog sie an die Kante und stellte sich dann zwischen ihre gespreizten Beine. Er war sich sicher, dass er sie auf der Stelle haben konnte, wenn er gewollt hätte.
Sex war jedoch – bedauerlicher Weise, wie er feststellte – nicht Teil des Plans gewesen. Aber gegen ein bisschen Fummeln sprach natürlich nichts. Also schob er seine Hand unter ihren Rock und streichelte durch ihren Slip sanft ihre Mitte. Ihre Antwort war ein äußerst lautes Stöhnen.
Und dann wurde mit einem Mal die Tür aufgerissen und Adrian betrat den Raum.
„Arianna !“, rief er gespielt schockiert, als er die beiden erblickte. Montague sprang sofort einen Meter zurück und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Adrian !“, rief Arianna währenddessen entsetzt, als die Erkenntnis darüber, was sie soeben getan hatte, über sie hereinbrach, „Das – ich meine – es ist nicht -“
„Du betrügst mich ernsthaft mit einem meiner besten Freunde ?“, unterbrach Adrian sie kalt, „Also das hatte ich nun wirklich nicht von dir erwartet. Ich dachte du liebst mich.“
„A-aber das tu ich doch !“, rief Arianna verzweifelt und vergaß dabei offensichtlich alles, was Montague ihr über Adrians Frauengeschichten erzählt hatte, „Ich liebe dich wirklich ! Adrian !“
„Sicher“, erwiderte dieser schnaubend, „Auf eine untreue Freundin kann ich verzichten. Es ist vorbei.“
„Aber -“
„Nichts aber. Verschwinde ! Ich will dich nicht mehr sehen.“
Und mit einem letzten, schmerzerfüllten Blick lief sie schließlich weinend aus dem Klassenzimmer.
Adrian und Montague warteten, bis ihre Schritte nicht mehr zu hören waren und brachen dann in schallendes Gelächter aus.
„Das lief ja besser als ich dachte“, grinste Adrian.
„Ich sagte doch, meine Idee ist genial“, erwiderte Montague, ebenfalls grinsend.
„Danke“, sagte Adrian schließlich, „Ich dachte schon, ich werde sie nie los.“
„Kein Ding. Und jetzt sieh zu, dass du Spinnet findest. Ihr beide habt jetzt lange genug Theater gemacht. Wird Zeit, dass ihr damit aufhört.“
Adrian nickte und war schon halb durch die Tür, als Montague ihm hinterher rief.
„Hey, Adrian ! Du hast doch nichts dagegen, wenn ich mir Lestrange warm halte, oder ? Ich würde sie wirklich gern ins Bett kriegen.“
Adrian drehte sich um und schüttelte ungläubig den Kopf.
„Was zur Hölle stimmt nicht mit dir, Montague ? Es gibt auch noch andere Dinge als Sex ! Aber bitte, meinetwegen. Du machst ja sowieso was du willst. Ich wünsch dir viel Spaß mit ihr.“
Und mit diesen Worten verließ er das Klassenzimmer und machte sich auf die Suche nach Alicia.
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