Eisige Flammen

von Solinarah
GeschichteRomanze / P16
Faith Nightstar Juniper NightStar OC (Own Character) Vaughn
26.04.2011
17.07.2019
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Hallo.
Ich habe mich einfach mal an eine Story in diesem Bereich gewagt. Sie ist noch nicht ganz ausgereift und auch nur ein Versuch ;)
Meine Betaleserin hat momentan nicht so viel Zeit, weswegen sich die Kommata warscheinlich nicht immer da befinden, wo sie hingehören. ;) Ich hoffe, dass sich die Rechtschreibfehler sonst in Grenzen halten.
Ich würde mich über konstruktive Kritik sehr freuen.


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Eisige Flammen
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Anmerkung: Alle Charaktere gehören Nalini Singh. Später wird ein eigener Charakter auftauchen- Shilow.



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1. Kapitel
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Anthony Kyriakus musterte mit leerem Blick die Leiche vor seinen Augen.
Das Wetter passte sich der allgemeinen Stimmung im NightStar-Clan an. Obwohl nach außen hin nicht spürbar, so waren sie doch alle angespannt.
„Was kann ich für Sie tun?“, fragte Xi Yun.
„Das war Junipers Vormund. Ich werde die Vormundschaft übernehmen. Ich möchte, dass du dafür alles in die Wege leitest!“
„Ja, Sir!“
Während sich Xi Yun langsam entfernte, kniete sich Anthony hin und besah sich die Leiche näher. Der Geruch nach Katze war sehr deutlich und doch fehlten Kratzspuren und oder Bissspuren.
Mit einer fließenden Bewegung stand das Oberhaupt des NightStar-Unternehmen wieder auf und wandte sich an seinen Untergebenen.
„Setzt seine Familie in Kenntnis über seinen Tod - Todesursache unklar.“
Dieser nickte und verschwand.

Die mittlerweile 16-jährige Juniper vertiefte sich gerade in ihre Übungen, als sie einen höflichen, aber eindringlichen telepathischen Kontakt spürte.
„Juniper NightStar“, meldete ich mich gedanklich.
Ein männliches Bewusstsein. „Es gab einen Todesfall. Ihr Vormund wurde ermordet aufgefunden. Anthony Kyriakus wird die Vormundschaft übernehmen.“
Meine Zähne gruben sich in meine Lippe. Ich durfte keine Reaktion zeigen, sonst würde man mich verschwinden lassen und rehabilitieren.
Meine Stimme zitterte nicht ein bisschen, worüber ich sehr dankbar war.
„Ja, Sir. Muss ich etwas beachten?“
„Er erwartet Sie. Sie werden zu diesem Gespräch abgeholt und dorthin begleitet werden.“
Dann brach der Kontakt ab.
Ich konzentrierte mich auf meine Atmung. Tief ein und wieder ausatmen. Langsam beruhigte sich mein Herzschlag.
„Mein Vormund“, flüsterte ich in die Stille des Zimmers.
Gänsehaut überzog meine Arme. Eine körperliche Reaktion, die nicht erlaubt war.
Signale, die mein Körper aussandte. Ich stand kurz vor einem geistigen Zusammenbruch.
Es durfte nicht passieren. Nicht hier, während ich von allen Seiten beobachtet wurde und meine Daten kontrolliert wurden.
Ich zuckte zusammen, als eine Stimme aus den Lautsprechern tönte und die Kamera surrte. „Brauchen Sie Hilfe, Juniper?“ Die kalte Stimme eines M-Medialen drang zu mir durch.
„Nein, Sir. Das sind Nachwirkungen einer Vision!“ Nein. Nein. Nein.
„Ihrem Körper fehlen wichtige Mineralien. Ich werde Ihrem Küchencomputer eine Liste schicken.“
„Einverstanden.“
Das Gespräch wurde beendet. Ich stand langsam auf und näherte mich der Küche. Während ich die Energieriegel anknabberte wanderten meine Gedanken zu Faith.
Ihre Vorhersagen waren Stoff für meine Ausbildung.
Sie war nicht mehr im Medialnetz, doch so sehr ich auch suchte, ich fand keine Erklärung, wie sie außerhalb überlebt haben soll. „Ihr fehlt das Biofeedback, aber sie lebt in dem DarkRiver-Leopardenrudel“, murmelte ich leise. Sie lebte.
Sorgsam aß ich alles auf und legte mich dann in meinem Schlafzimmer aufs Bett. Meine Augen schlossen sich und vor mir öffnete sich die Tür zum Medialnet. Wunderschön und doch beängstigend. Bei jedem weiteren Besuch fand ich weitere schwarze Flecken. Sie breiteten sich aus und brachten ein beklemmendes Gefühl mit sich.
Ein Gehirn erwartete mich bereits. Es begleitete mich durch mehrere Kontrollpunkte ins Innere des Medialnets und bald erreichten wir die Kammer, in der mich Anthony erwartete. Ich betrat den Raum, dann war ich allein.
Allein mit dem Mann, der das NightStar-Unternehmen leitete.
„Juniper.“
„Ja, Sir?“
Meine Stimme- eisig kontrolliert. Mit 8 Jahren hatte ich schneller als die anderen das Programm durchlaufen, jetzt war es angeblich abgeschlossen. Aber die Konditionierung hielt nicht, es zeigten sich jetzt schon nach nur einem halben Jahr Risse. Aber die Angst war es, die die Risse in meiner Kondition noch zusammenhielt. Reine Angst. Entschlossen zog ich mehrere Schilde hoch. Dies war nicht der geeignete Zeitpunkt, um über meine Konditionierung zu philosophieren.

„Zeigen sich bei dir abnormale Verhaltensweisen nach dem Abschluss deiner Konditionierung?“ Er wusste etwas. Angst schnürte mir die Kehle zu. Ergriff von meinem Körper Besitz. Meine Hand legte sich auf meine Kehle. Noch ein Fehler.
„Juniper. Zeigen sich bei dir Risse in der Konditionierung!“ Kalt durchschnitt seine Stimme meine Gedanken.
Ich war nicht besonders stark. Und den Biss, um eine solche Anschuldigung glaubwürdig zurückweisen zu können, hatte ich nicht. Nicht ohne die Konditionierung zu durchbrechen.
„Ja!“, flüsterte ich.
Anthony sagte daraufhin nichts mehr. Sein Bewusstsein leuchtete stark in diesem Raum, verdrängte meines fast.
„Juniper. Du weißt, was dich erwartet!“ Mein Atem ging schneller und meine Hände fingen an zu zittern. Nein. Ich wollte mein Leben nicht in einer Rehabilitationseinrichtung verbringen. Eingeschlossen in meinem eigenen Körper.
„Sie werden morgen mit mir ins Hauptquartier der DarkRiver-Leoparden kommen! Bis dahin sollten Sie jeglichen Kontakt mit dem Medialnet vermeiden.“
Verwirrung machte sich in meinem Körper breit. Mein Herzschlag setzte einen Schlag aus.
Die Tür öffnete sich und ein weiteres Bewusstsein trat ein.
„Juniper, folgen Sie mir.“
„Ja, Sir.“
Ein weiteres männliches Bewusstsein. Es geleitete mich sicher durch die Kontrollpunkte und zurück zu unserem Ausgangsort.

Ich schlug die Augen auf. Verdammt. Ich schwang mich aus meinem Bett und berührte mit meinen nackten Zehen den kalten Boden.
Ein kalter Luftzug lies mich frösteln. „Computer: Temperatur um 4 Grad erhöhen.“
„Wird ausgeführt!“
Müde strich ich mir über mein Gesicht und stützt mich dann auf meine Knie auf.
Vor meinem Fenster wanderten Schatten umher und der Mond schien hell durch das Geäst mächtiger Eichen.
Moment. Mond? Erschrocken sprang ich auf. Wieder eine Reaktion, die eine normale Mediale nicht gezeigt hätte. Ich konnte von Glück reden, dass mein Privatbereich nicht überschattet wurde. Lediglich Sensoren am Boden, die eventuelle Stürze meldeten, waren hier installiert worden.
Ich hatte die Zeit vergessen. Um nicht einen erneuten Eingriff eines M-Medialen zu riskieren, ging ich in die Küche und aß zwei weitere Energieriegel, zusammen mit einem Glas Wasser.
Der geistige Verfall ging zu schnell voran. Der Rat hatte alle M-Medialen aufgerufen doppelt aufmerksam zu sein, da viel mehr V-Mediale als früher abgerutscht waren und sich nun in einer Rehabilitationseinrichtung befanden.
„Viel zu schnell!“, flüsterte ich entsetzt über die Entwicklung. Der Rat hatte noch immer nicht den Grund gefunden und so waren wir alle verdammt.
Ich schüttelte die lähmenden Gedanken ab und rief über die Konsole den diensthabenden M-Medialen an.
„Wie kann ich Ihnen helfen?“, meldete sich die kühle Stimme.
„Ich werde einen kleinen Spaziergang machen. Sorgen Sie dafür, dass die Wachen mir nicht in die Quere kommen!“
„Geht es Ihnen gut?“ In die kalte Stimme hatte sich ein bedrohlicher Unterton geschlichen.
„Ich habe mich klar genug ausgedrückt!“
„Verzeihen Sie Juniper. Keiner wird sich Ihnen nähern!“
Ich beendete das Gespräch und hoffte zugleich, dass meine Reaktion alles nicht noch schlimmer gemacht hatte.
Ich schnappte mir meine Jacke und lief leichtfüßig zur Tür. Die Sensoren an der Tür lösten ein Signal aus, als ich mit nackten Füßen die Schwelle überquerte. Der Computer meldete sich. „Sie haben ihre Schuhe vergessen!“ Monoton tönte die Stimme aus den Lautsprechern.
V-Mediale neigten dazu, vieles zu vergessen. In meinem Fall waren es die alltäglichsten Dinge. Kopfschüttelnd schloss ich die Tür hinter mir. Dieses Mal war es kein Versehen. Ich wollte die Kälte spüren, den Rasen…wollte wissen, dass ich keine Maschine geworden bin. Der Rasen fühlte sich wunderbar weich an, als ich mich in den Garten aufmachte. Die Sterne strahlten hell am Himmel und erinnerten mich an das Medialnet. Nur ohne die schwarzen Flecken. Schön. Unberührt. Unversehrt.

Zu viele Sorgen schossen mir durch den Kopf. Zu durcheinander, als dass ich eine Lösung hätte finden können.
Warum musste ich zu den DarkRiver-Leoparden? Was passierte jetzt mit mir, jetzt, wo Anthony Bescheid wusste?
Kopfschmerzen ließen mich leise aufwimmern. Erst hielt ich es für einen konditionierten Schmerz, der mich daran hindern sollte auszubrechen, doch als sich in meinen Schilden Risse bildeten ,wurde mir entsetzt klar, dass man gerade versuchte gewaltsam in mein Bewusstsein einzudringen.
Konzentriert versuchte ich dagegen anzuarbeiten. Systematisch verstärkte ich meine Schilde und zog mich dann eine Ebene zurück, um sie hinter mir zu verriegeln.
Unvermittelt lies der Druck nach, nur um an einer Stelle noch schärfer einzusetzen.
Der Schmerz explodierte in meinem Kopf, dann war es vorbei.
Ich lag auf dem Rasen. Der stechende Geruch von Blut lies mich verwirrt nach meinem Gesicht fassen. Blut benetzte meine Finger. Es trat aus meinen Ohren und aus der Nase aus. Erschöpft schloss ich meine Augen. Ich hatte keine Kraft mehr, um mir den Schaden auszumalen, den dieser Angriff angerichtet haben könnte, sondern schaute nur schnell nach, ob die Schilde gehalten hatten. Erleichterung machte sich in mir breit, dann versank ich in der Dunkelheit.
Kalte, kontrollierte Stimmen holten mich aus der Bewusstlosigkeit. M-Mediale.
„Wer hat Ihnen das angetan?“, fragte eine mir bekannte Stimme. Anthony befand sich mit im Raum.
„Telepathischer Angriff“, murmelte ich und verlor wieder das Bewusstsein.

Freue mich über Rückmeldungen. Lohnt es sich weiterzuschreiben oder sollte ich es lieber lassen?
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