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Gut und Böse

GeschichteAllgemein / P18 Slash
James T. Kirk Spock
24.04.2011
01.06.2011
5
7.888
5
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
24.04.2011 1.835
 
Titel: Gut und Böse

Anmerkung: Tja, was Kommentare so alles bewirken können. Hier habt ihr also ein weiteres Kapitel und es wird sicherlich noch eines geben. (Frohlocket, liebe Leser!) Dieses hier ist mehr so eine Art Zwischenkapitel, dennoch sehr wichtig. Außerdem mag ich McCoy so gerne, dass ich ihm einen Auftritt in meiner FF nicht verweigern wollte. *lach* Ich halte ihn für ein wichtiges Mitglied, das unser "goldenes Trio" erst komplett macht. Hinzu kommt noch, dass ich seine sarkastische Art, seine Emotionalität und seine Wortgefechte mit Spock köstlich finde. Und gleichzeitig ist er ein wunderbar einfühlsamer Freund, sowohl für Jim als auch für Spock.

So, genug geredet. Amüsiert euch gut!


Kapitel 2: Wozu hat man Freunde?

Sein Blick glitt zu Spock. Er stand wir immer über seiner "Wundertüte", schaute hinein. Alles schien wie immer, doch so war es nicht. Jim bewunderte die schöne Gestalt und die tolle Rückseite des Vulkaniers.

"McCoy an Kirk." Jim haute auf den Knopf des Intercom. "Kirk hier."

"Jim komm sofort runter. Deine medizinische Untersuchung ist fällig."

"Pille, ich-"

"Nein, Jim. Du kommst sofort runter. Seit drei Tagen weichst du der Untersuchung aus. Das ist ein Befehl." Jim schluckte. Natürlich wusste er, dass er die medizinische Untersuchung, nachdem sie vom Planeten hochgebeamt waren, versäumt hatte. Sein Blick glitt zu Spock, der ihn ebenfalls ansah. Doch als sich ihre Blicke trafen, war es Spock, der wieder wegschaute.

Jim seufzte und erhob sich. "Bin gleich bei dir, Doktor."

"Gut, und sag dem Spitzohr, dass seine Gnadenfrist ebenfalls abgelaufen ist." Überrascht sah Jim zu Spock, doch dieser reagierte nicht, sondern hatte sich wieder seiner Arbeit zu gewendet.

***

Er betrat die Krankenstation mit einem mulmigen Gefühl. Er wusste, dass nun alles herauskommen würde, schließlich hatte er zwei Tage lang Probleme mit dem Sitzen gehabt. Nun gab es nur noch die Offensive.

"Pille, kann ich mit dir reden?", sagte er, als er den Doktor erblickte. Er war froh, dass Schwester Christine nicht da war. Sofort kam McCoy auf ihn zu. "Natürlich." Er leitete Jim zu einem Stuhl und holte dann einen Brandy raus. Jim sah seinen Freund dankbar an und nahm das Glas entgegen. Pille war wunderbar, er wusste einfach instinktiv, was Jim brauchte.

"Ich habe mich der Untersuchung absichtlich entzogen." Pille blickte ihn über sein Glas hinweg an, schwieg aber. "Ich weise einige..." Er stockte einen Moment, Verletzungen war nicht das richtige Wort. "... Prellungen auf, die unangenehme Fragen nach sich gezogen hätten."

"Jim, du weißt, dass ich dein Arzt und dein Freund bin."

Angesprochener nickte. "Ja, ich weiß. Es ist aber kompliziert."

Pille hob seine Augenbrauen fragend. "Hat es etwas mit Spock zu tun?"

"Woher weißt du das?", fragte Kirk irritiert zurück.

McCoy grinste. "Wenn sich Spock der ärztlichen Untersuchung entzieht, ist das zwar nicht erstaunlich, aber ungewöhnlich. Wenn dazu noch der Captain sich der Untersuchung verweigert, dann ist es auffällig."

Jim nickte bei diesen Worten, konnte aber erst einmal nichts sagen.

"Haben euch die Wesen auf dem Planeten zugesetzt oder die Luft?"

Fragend sah Jim auf. "Was meinst du?"

"Ich hatte es bisher nicht erwähnt, da ich die Sache für abgeschlossen hielt. Auf dem Planeten haben wir in eurer Abwesenheit eine Art Nervengift gemessen. Die Konzentration war nicht sonderlich hoch, daher auch nicht lebensgefährlich. Es hätte lediglich zu einer ähnlichen Reaktion auf das Gehirn geführt wie Alkohol."

Überraschung war Jim ins Gesicht geschrieben. Das war es also gewesen, was ihm das Gefühl des Übermutes gegeben hatte. "Hätte das auch Einfluss auf Spock gehabt?" Es war die einzig logische Frage. Jim grinste. Jetzt ging er schon wie sein erster Offizier an die Lösung dieses Problems heran.

McCoy schüttelte den Kopf. "Nein, das ist eher unwahrscheinlich." In diesem Moment öffnete sich Jims Mund vor Erstaunen. Spock war vollkommen bei Verstand gewesen. Das war kaum zu glauben.

"Was ist los, Jim?", fragte McCoy. Jims Blick kreuzte den seines Arztes.

"Spock und ich, wir haben..." Es war so schwierig das zu sagen, konnte er es doch selbst kaum glauben. "... miteinander geschlafen."

Jetzt klappte doch tatsächlich Pilles Kinnlade runter. "Ihr habt...was?" Niemand konnte so entsetzt gucken, wie Pille. Für Jim waren es Messerstiche und er senkte den Blick.

"Mensch, Pille." Jim stand auf, wobei er sein Glas mit einem lauten Knall abstellte. Er tigerte umher und fuhr sich durchs Gesicht. Dann drehte er sich wieder seinem Freund zu. "Ich kann ja nicht mal sagen, dass es an dem Nervengift lag. Anfangs vielleicht, aber ich wollte es und..." Er blieb stehen. "...es hat mir gefallen."

Nun war es raus. Er senkte den Blick. "Ich konnte zwei Tage nicht sitzen.", murmelte er leise.

Pilles Augenbrauen hoben sich und dann... brach er in schallendes Gelächter aus. "Dieser spitzohrige, grünblütige Vulkanier.", fluchte McCoy, aber eindeutig mit Zärtlichkeit in der Stimme.

Völlig fertig ließ sich Jim wieder auf den Stuhl sinken. "Was mach ich jetzt, Pille? Spock will nicht mit mir reden, sieht mich nicht einmal an."

"Hat er das denn wirklich auch gewollt?"

Entsetzen trat auf Jims Züge. "Glaubst du allen Ernstes, ich hätte die Kraft einem Vulkanier etwas entgegenzusetzen? Außerdem würde ich Spock nie wehtun. Das weißt du doch."

Pille lächelte. "Ja, das weiß ich. Fragt sich nur noch, warum unser Spitzohr das gemacht hat.", sagte McCoy grübelnd.

Kirk sah ihn an. "Er war..." Jim suchte nach den richtigen Worten. "...zuerst war er wie immer und plötzlich hat er sich leidenschaftlich auf mich gestürzt."

Der Doktor zog seine Brauen hoch. "Ich wusste doch immer, dass unter all der kühlen Logik glühende Lava zu finden ist. Es scheint fast so..."

"Was?", fragte ihn Jim irritiert.

"Nun ja, ich weiß nur wenig über vulkanische Biologie und die eines Halb-Vulkaniers ist praktisch unberechenbar. Aber ich habe mal gelesen, dass sich Vulkanier bis zu einem Punkt konzentrieren können, in Bezug auf ihre Sexualität. Reizt man sie aber darüber hinaus, werden sie zu Tieren. Es scheint, dass dies auch bei Spock der Fall gewesen ist." Nachdenklich hingen beide einige Momente ihren Gedanken nach.

"Spock sagte, dass es ihm leid tue." Der Schmerz, den Jim empfand, war in seiner Stimme hörbar. McCoy sah ihn an, ging einen Schritt auf ihn zu und legte schließlich eine Hand auf seine Schulter.

"Du kennst doch Spock. Er ist sich seiner Logik immer so verdammt sicher und dann kommst du, und er verliert diese Logik. Es ist doch beinahe logisch,...", McCoy betonte das Wort ganz besonders. "...dass Spock sich deswegen schämt. Aber ich bin mir sicher, dass er sich nicht schämt mit dir geschlafen zu haben. Das war überfällig."

Fassungslos starrte Jim ihn an. "Was zum-?" Er war völlig verwirrt.

"Jetzt tu doch nicht so, Jim. Dass Spock dich ganz besonders mag, ist doch nichts Neues. Um niemanden ist er so besorgt, bei niemandem handelt er so emotional wie bei dir. Das ist doch eindeutig."

Jim konnte nichts anders zu, als stumm dort zu sitzen und seinen Freund anzustarren. "Du meinst?"

"Ja, Jim. Er liebt dich, auf seine eigene schräge, vulkanische Art." Wieder breitete sich Stille aus. "Rede mit ihm, aber erst einmal werde ich ihn mir vorknöpfen."

"Du wirst doch nicht-?"

"Nein Jim, ich weiß von nichts. Aber ich werde ihn nach der Untersuchung zu dir schicken."

Jim nickte und machte sich auf den Weg in sein Quartier.

"Jim!" Pilles Stimme hielt ihn zurück. "Nimm diese Salbe hier. Das wird deine Schmerzen, auch für die Zukunft, lindern."

Es geschah doch tatsächlich: James Kirk errötete leicht, nahm dann aber doch die Salbe entgegen und verließ die Krankenstation. McCoy schüttelte den Kopf, als er schließlich über Intercom Spock in die Krankenstation beorderte. Das würde ein interessantes Gespräch werden.  

***

"Doktor, eine solche Untersuchung ist vollkommen überflüssig. Uns ist nichts auf dem Planeten geschehen."

McCoy konnte sich ein "Wer's glaubt." nicht verkneifen und ging mit seinem Tricorder auf Spock zu. "Wann eine Untersuchung notwendig ist, entscheide ich." Es war der hundertste Versuch von Spock seine Autorität als Arzt zu untergraben, aber auch daran hatte sich McCoy gewöhnt und wenn er ehrlich war, würde ihm etwas fehlen, wenn Spock sich nicht beklagen würde.

"Sie scheinen in Ordnung zu sein.", sagte McCoy schließlich.

"Das sagte ich doch.", kam es beinahe zickig zurück.

"Physisch ja, aber psychisch?"

Spock hob daraufhin unbeeindruckt eine Augenbraue. "Meine Psyche liegt ebenso wenig in Ihrer Verantwortung, wie mein körperliches Wohlbefinden."

"Sie irren sich, Spock. Sie sind ebenso mein Freund wie Jim es ist."

Fragend sah Spock McCoy an. Dann wurde sein Ausdruck milder. "Wie geht es Jim?", fragte er dann, eindeutig besorgt.

McCoys Blick richtete sich auf ihn. Er musste nun sehr gut überlegen, was er sagen wollte. "Ihm geht es körperlich gut. Allerdings scheint er mir traurig zu sein." Spock horchte auf, vermied jedoch jeden Ausdruck von Neugierde und Sorge in seinem Gesicht. McCoy sah es ihm trotzdem an.

"Er hat mir nichts Genaues gesagt, aber ich vermute, dass er Ihr beharrliches Schweigen und Ihre Ablehnung ihm gegenüber nicht versteht."

Wieder hob Spock aufgrund dieser Aussage seine Augenbrauen. "Was schlagen Sie vor?" Spocks gespielte Ruhe und Arroganz machten McCoy rasend. "Verdammt Spock. Gehen Sie zu ihm. Er braucht Sie."

Auch jetzt blieb Spock unbeeindruckt. "Das glaube ich kaum." Da war eine seltsame Bitterkeit in seinen Worten.

Pille kochte vor Wut. "Sie sturer Vulkanier. Ich bin mir sicher. Ist Ihnen noch nicht klar geworden, wie sehr Jim sie mag?" Da war etwas in Spocks Blick, das Pille nicht zu deuten vermochte.

"Ich werde darüber nachdenken.", sagte Spock schließlich ruhig und wandte sich zum Gehen. McCoy ging hinter ihm her und legte ihm eine Hand auf die Schulter. Aufgrund der ungewohnten Gesten wand Spock sich um. "Bitte, Spock. Hören Sie dieses eine Mal auf mich und gehen Sie zu ihm." Zweifelnd ruhten die dunklen Augen auf ihm.

"Wie gesagt, Doktor, ich werde darüber nachden-"

"Zur Hölle mit dem Nachdenken. Sie gehen sofort zu Jim, oder ich werde Sie aufgrund psychischer Probleme vom Dienst suspendieren."

"Das ist vollkommen unlogisch. Ich habe keine psychischen Probleme."

"Glauben Sie mir, ich finde etwas.", rief McCoy entsetzt aus. Dann wurde seine Stimme wieder etwas ruhiger. "Bitte Spock." Dann endlich nickte der Vulkanier und verließ die Krankenstation. Ihm blieb wohl nichts anderes übrig.  

***

War dieses Kapitel okay? Oder habt ihr euch gelangweilt? *zitter*
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